Kundenrezensionen


6 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz vollständig
Dieser neuen Übersetzung von Wolfgang Röllig liegt die Ninivitische Version des Epos zu Grunde, die auf zwölf Tontafeln überliefert ist. Anders als in früheren Übersetzungen wurde nicht versucht längere Lücken im Text durch ältere Versionen des Textes zu füllen, da mittlerweile mehr Verse der Ninivitische Version...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2010 von Michael Burger

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Du, Gilgamesch … feiere jeden Tag ein Freudenfest … denn das ist die Bestimmung des Menschen
Hinweis: Die Bewertung bezieht sich auf die Darbietung in der Reclam-Edition und nicht auf den Inhalt des Epos, das (natürlich) über jeglicher Punkte-Bewertung steht.

Unschön:
         ⊖ Der Text ist unvollständig. Es fehlt die XII Tafel des Gilgamesch-Epos die den Gang Enkidus...
Vor 23 Monaten von Wolkenballer veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz vollständig, 21. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Gilgamesch-Epos (Broschiert)
Dieser neuen Übersetzung von Wolfgang Röllig liegt die Ninivitische Version des Epos zu Grunde, die auf zwölf Tontafeln überliefert ist. Anders als in früheren Übersetzungen wurde nicht versucht längere Lücken im Text durch ältere Versionen des Textes zu füllen, da mittlerweile mehr Verse der Ninivitische Version rekonstruiert werden konnten. Allerdings entstehen so einige große Lücken, die aber meist durch Kommentare des Autors zu deren (vermeindlichen) Inhalt gut geschlossen werden. Kürzere Lücken, die durch ............ angezeigt sind verbleiben aber meist unkommentiert im Text und sind an einigen Stellen nur durch wenige Wörter voneinander getrennt, so dass sich aus diesen Passagen schwer ein Sinn erschließen lässt. Daher hätte man diese auch ganz streichen können.

Besonders gelungen sind die Erläuterungen und das Glossar, durch die, trotz des beschränkten Platzes, auch schwierige Stellen verstehbar werden.

Was mir aber nicht gefallen hat ist die Tatsache, dass die Tafel XII nicht übersetzt wurde, sondern nur in der Einleitung kurz auf sie eingegangen wurde. Es wird lediglich auf eine Englische Übersetzung verwiesen. Sicher endete das ursprüngliche Epos früher mit der elften Tafel, was eine längere Wiederholung der Einleitung von Tafel eins beweist, aber wenn eine bestimmte Version eines Textes (in diesem Fall die Ninivitische) übersetzt wird, so finde ich sollte sie auch vollständig sein, allein schon weil sich die Inhaltsangabe sehr vielversprechend liest.

Trotzdem kann ich das Buch empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Du, Gilgamesch … feiere jeden Tag ein Freudenfest … denn das ist die Bestimmung des Menschen, 13. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Gilgamesch-Epos (Broschiert)
Hinweis: Die Bewertung bezieht sich auf die Darbietung in der Reclam-Edition und nicht auf den Inhalt des Epos, das (natürlich) über jeglicher Punkte-Bewertung steht.

Unschön:
         ⊖ Der Text ist unvollständig. Es fehlt die XII Tafel des Gilgamesch-Epos die den Gang Enkidus in die Unterwelt berichtet (✶).

         ⊖ Ebenso fehlen einige ältere sumerische Gedichte, die den Mythos mit der Erzählung von Gilgameschs Tod abschließen.

Schön:
         ⊕ Erhellender Zeilenkommentar.

         ⊕ Glossar wichtiger Personen und Gottheiten.

Eine attraktiver Version mit allen wesentlichen Texten, die sogar illustriert ist, gibt es von Penguin (allerdings auf englisch).

(✶) Der formale Grund für die Abwesenheit der finalen Tafel des Zwölftafel-Epos ist, dass sie sich inhaltlich nicht an die anderen anschließt. Ihr Inhalt wird im Vorwort knapp zusammengefasst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Männlich, erdig und einfach poetisch., 7. August 2010
Von 
Kankin Gawain "Bis übermorgen dann..." (Eutopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Gilgamesch-Epos (Broschiert)
Das 2600 Jahre alte, älteste epische Werk der Menschheitsgeschichte wurde vor kurzem, unter Berücksichtigung neu entdeckter Textfragmente und des dadurch möglichen tieferen Verständnisses der akkadischen Grammatik und ihres Wortschatzes, noch einmal neu in das Englische übersetzt. Auf diese Neuübersetzung gestützt wurde der Text auch vollständig neu ins Deutsche übertragen und liegt in diesem Bändchen des Reclam-Verlages nun vor. ---
Kann und darf man ein historisches Dokument, den ältesten Versepos der Menschheit als literarisches Werk lesen und vielleicht sogar als solches Rezensieren? Ich könnte gar nicht anders, denn mir fehlt jede tiefere Kenntnis der Babylonisch-Assyrischen Kultur und ihres Schriftschatzes...
Als ich also den Epos des Gilgamesch zu lesen begann, als alte - aber vielleicht doch noch gute - Literatur, war ich schon bald hingerissen von seiner Kraft, seiner Poesie und seinem Anders-sein. Das Wort "archaisch" drängt sich auf, hat aber eine zu starke Anmutung des Barbarischen. Der Text ist, und versteht sich als, ein Werk hoher Zivilisation, die bereits auf eine lange Historie zurückblickte, als er endlich niedergeschrieben wurde. Das "alt" und fremd Anmutende des Textes entspringt vielmehr seiner viril-herben Kraft, seiner unverstellten, noch unverbauten Nähe zur eigentlich menschlichen Natur; sie war den Menschen des Altertums noch nicht durch die späteren Hochreligionen vergält - so schien es mir beim Lesen. Schon die einfache Tatsache, das das älteste Epos unserer Welt eben keine Liebesgeschichte ist, sondern die Erzählung einer Männerfreundschaft, bietet in sich einen Moment der Überraschung. Wann wurde zuletzt "von uns" eine große Geschichte über die Freundschaft unter Männern geschrieben! Für die alten Babylonier lag der Topos dagegen nahe. Dann der herrliche und in sich, nämlich tiefenpsychologisch, stimmige Einfall, das Gilgameschs wilder Freund Enkidu, der unter Tieren aufwuchs, durch das wiederholte Liebesspiel mit einer üppigen Tempelhure erst wirklich zum Mensch wird, wirkt auf uns erst ein wenig abwegig, hat dann aber in seiner Schilderung Überzeugungskraft und sogar erotische Spannung. Beinahe klassische Zurückhaltung übt der Text bei den berichteten Abenteuern selbst; zwar geht der Held Gilgamesch aus allen Begegnungen siegreich hervor, erlangt aber dennoch nicht die Gunst der Götter, von denen er sich Unsterblichkeit erhofft hatte. Hier blitzt ein Funke der uns auch von der griechischen Klassik bekannten, und auch in anderen alten Mythen stets vorhandenen maßvollen Bescheidung, auf. Gilgamesch ist also ein Held, ein großer Tyrann eigentlich, einer, der in männlicher Pose seine Siege, seinen Ruhm auskostet - aber er kann eben nur als mythischer Gründer von Uruk, als großer Bauherr, also nur im übertragenen Sinne Unsterblichkeit erlangen. Ein Gedanke der nun beinahe modern anmutet und auf die bereits späte Stufe der Babylonischen Zivilisation verweist, der er entspringt. Zur Poesie des Textes ist schließlich zu bemerken, dass er zahlreiche, herrliche, Bilder findet, die den Leser immer wieder durch ihre Herbheit, ihre Erdverbundenheit für ihn einnehmen; mir ist da eine Wendung in Erinnerung, als Gilgamesch um seinen toten Freund trauert und ihn deshalb unbestattet im Hause behält, "bis ihm der Wurm aus der Nase fällt", wie es im Epos heißt. Ich jedenfalls war immer wieder beeindruckt von diesen kernigen, aber so treffenden, bezeichnenden, Sprachbildern, die diese alte Geschichte ausschmücken, auch wenn viele vielleicht bloß tradierte Redensarten des semitischen Sprachraumes sein mögen.
Ein Buch, möchte ich am Ende bemerken, das uns über unsere eigene Natur immer noch viel zu sagen hat, in dem gerade männliche Leser viel von der männlichen "psychischen Energie" wiederfinden können, die durch unsere zahme und dressierte Moderne in weiten Teilen verschüttet ist, jedenfalls Aspekte davon verdunkelt hat, die im Gilgamesch-Epos noch hell, und auch als hell, licht und schön betrachtet(!), strahlen dürfen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Spitze, 8. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Gilgamesch-Epos (Gebundene Ausgabe)
Ein wirklich gelungenes und lesenswertes Buch. Besonders gut ist dieses Buch zu lesen, wenn man nebendran das Buch von Stefan M. Maul zum Gilgamesch-Epos liest, da es, in gewisser Weise, aufeinander aufbaut und dadurch noch einmal an Wert gewinnt. Ein wirklich tolles Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Alte Story neues Kleid., 21. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Gilgamesch-Epos (Broschiert)
Einfach formulierte Übersetzung. Natürlich wie bei allen Reklamheftchen klein gedruckt. Nette Einleitung. Hält sich an die Vorgaben und schmückt nicht aus. Inkl. der Ninivitischen Version und etlichen Verweisen in den Index.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvolles Epos aus dem alten Babylon!, 7. Oktober 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Gilgamesch-Epos (Broschiert)
Das "National- Epos" der alten Babylonier, jetzt in neuer Übersetzung!

Dieses Epos ist eines der besten Epen der Antike, übertroffen höchstens noch von der griechischen "Ilias" und der "Odyssee" von Homer!

Mal ehrlich: Welche moderneren Epen/ Romane/ Dramen/ Fantasyfilme o.Ä. kommen in ihrer Spannung, Ausdrucksstärke und Symbolik an diese uralten Epen heran?

Das Epos ist voller Spannung, Religion, Dramatik, Tragik, Romantik, Sex und auch Humor!

Der übermütige GILGAMESCH ist der ERbauer der antiken, mächtigen Stadt URuk, ein Patriarch und Tyrann allerübelster Sorte, wenig gottergeben.
Seine Untertanen lässt er bis zum Umfallen an seiner Stadtmauer für sich schuften, um seinen Ruhm und seine Macht zu vergrößern (hat historisch belegbare Hintergründe!).
Was bleibt den Menschen da noch anderes übrig, als sich in ihrer Not an ihre Götter zu wenden, mit der Bitte, man möge ihnen doch helfen, und den Tyrannen zur Räson zu bringen!
Opferbereitschaft und religiöse Demut werden natürlich von den Göttern belohnt: um den Menschen zu helfen, erschaffen sie ein urtümliches Wesen, ENKIDU, mit göttlichen Fähigkeiten ausgestattet, in seinem Verhalten (noch) Tier, in seinem Wesen in Wirklichkeit aber Mensch.
Enkidu, der in der Wildnis lebt, und dessen Freunde die Tiere sind, die er versteht, und denen er im Kampf gegen die Menschen, die ihnen Fallen stellen, beisteht (Konflikt zwischen Natur und Zivilisation? /zwischen "Naturmensch" (Jäger und Sammler?) und "Stadtmensch"?).
Die durch Enkidu leidenden Jäger melden ihre Klagen an Gilgamesch, der die Sache zur Chefsache erklärt, sich persönlich darum kümmert.
Um Enkidu zu sich zu locken, und um ihn gefügiger zu machen, schickt man ihm eine um ihre Männerbetörenden Künste berüchtigte Tempelhure (?), die ihn mit Bier und Sex verführt. Dadurch erst entdeckt Enkidu seine menschlichen Bedürfnisse, und wird gefügiger (welcher Leser muss an dieser Stelle nicht lachen?).
Im Folgenden kommt es zu einem Kampf zwischen dem "Wilden" und dem Herrn über Uruk, Gilgamesch. In diesem "Kampf der Giganten" gibt es keinen Gewinner: die Beiden, die bisher immer unangefochten an der Spitzte ihrer Umgebung gestanden hatten, immer in der jeweiligen Hierarchie ganz oben standen, und ohne Gleichen, überlegen waren, sehen sich jetzt jeweils zum ersten Mal einem gleichwertigen Gegner entgegen.
Wie die Beiden sich so bis zur letzten Erschöpfung bekämpfen, kommen sie sich allmählich näher, da sie füreinander großen Respekt hierbei erlernen. Die Beiden werden Freunde!
Fortan schmieden sie Pläne, was sie zusammen unternehmen, und nehmen sich vor, ohne Gleichen Ruhm und Unsterblichkeit zu erwerben, indem sie sich Himmel und Erde untertan machen.
Das tun sie: und sie erleben eine Reihe von gefährlichen Abenteuern, die ihre (Männer-) Freundschaft festigt.
Als sie allerdings den Stier der Göttin Ischtar töten, schwört diese den beiden Helden Rache: dabei kommt Enkidu um!
Gilgamesch trauert tief um seinen Freund (und mit ihm der LEser!).
Zum Schluss sucht er nach dieser Erfahrung mit dem Tod die Unsterblichkeit (gelingt ihm aber nicht!).

Ein Epos ohne Gleichen! Mit viel Symbolik und Gefühl. Es geht hier um Freundschaft. Natürlich auch um das Verhältnis zu den Göttern.
Wir verstehen heute vor allem das Schicksal der beiden Helden. Die "göttliche Umgebung" wirkt beim Lesen hingegen nicht mehr, weil wir aus einer anderen Kultur kommen.
AUch ist das Buch voller (oft bildhafter) Anspielungen, die sich oft nur schwer (wenn überhaupt) für Einen erschließen, die Geschichte dafür aber geheimnisvoller erscheinen lassen.

Um so lobenswerter sind die vielen Erklärungen zu vielen Stellen in dem Buch, ohne die der Leser ohne Vorkenntnisse natürlich völlig aufgeschmissen wäre!

Natürlich ist das Buch (in Keilschrift auf Schiefertafeln) in einer sehr patriarchalischen Umgebung entstanden, und atmet die Luft einer martialischen (Adels- und) Kriegerkultur.

Wegen seiner expressiven Darstellung des Themas (Männer-) Freundschaft (ein sehr, sehr schwieriges Thema!) gefällt mir das Epos als eines der besten der Weltgeschichte überhaupt!

Muss man in irgendeiner Form gelesen haben! Vor allem als männlicher Junge wird man das Epos sehr mögen, und vor allem verstehen!
Da das Buch in einer martialisch- patriarchalischen Kultur entstanden ist, werden Frauen/ Mädchen weniger Gefallen an dem Buch haben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Das Gilgamesch-Epos
Das Gilgamesch-Epos von Wolfgang Röllig (Broschiert - 16. September 2009)
EUR 4,60
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen