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am 16. Februar 2012
Epigramme: Lat. /Dt.Die Rezension von Dr. Max Georg Kellner "MGK" deckt sich im Wesentlichen mit meiner Meinung. Die Epigramme beschreiben das Leben vor 2000 Jahren. Das Erstaunliche daran ist, dass es auch eine Beschreibung des heutigen Lebens und Denkens sein könnte.
Wenn wir die Epigramme in der Schule gelesen hätten, hätte mir der Lateinuntericht viel mehr Freude bereitet.
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TOP 500 REZENSENTam 13. Juni 2011
hoc lege, quod possit dicere vita 'meum est'."
("Was nützen dir die eitlen Spielereien des elenden Blattes?
Dies lies, wovon das Leben sagen kann: Das gehört zu mir.")

Marital, frivoler Dichter und Lebemann in Rom zu Zeit Domitians, der auch sein Gönner war, (80-100 n.chr.) gilt bis heute als der bedeutendste antike Verfasser von Epigrammen. Diese, in der Frühzeit eher für ehrwürdige Grabsprüche und Grußworte verwendete Form (unter Martial eher nach Art: Hier liegen meine Gebeine/ Ich wünschte es wären deine), nutzte der clevere Dichter um das römische Leben und einzelne Freunde und Bürger seines Umfelds zu hämen und ihre Laster und Eitelkeiten aufzudecken. Auch zu den sexuellen Eskapaden mit Knaben und Frauen äußerte er sich bissig und pflegte auch ohne Rücksicht über Themen wie Ehebruch und Heuchelei zu schreiben.

Dieser schnell populären Kunstform hat Martial zwölf Bücher gewidmet, aus denen hier eine Auswahl von zwanzig bis dreißig Epigrammen (pro Buch, bei ungefähr 120 Stück oder noch mehr im ursprünglichen Buch) übersetzt vorliegt. Es sind sehr gute Übersetzungen und mit den meisten deutschen Texten hatte ich, auch Dank der Anmerkungen und dem Namensverzeichnis, keine großen Probleme. Jedoch muss ich natürlich anmerken, dass ich kein Experte für Latein bin.

Das Epigramm ist bis heute eine seltene und sehr interessante Kunstform, nah an der Anekdote, nah an der Satire, ist es unterhaltsam und lehrreich zugleich; Spiegel und witziges Bonmot in einem. In jüngster Zeit hat sich, mal abgesehen von Erich Kästner (Kurz und bündig: Epigramme), leider niemand ausführlich an diese Materie gewagt, vielleicht weil sie als zu einengend oder überholt angesehen wird, was beides nicht zutrifft, wie Martial beweist.

"Heiraten willst du den Priscus: Das wundert mich nicht Paula; du bist schlau.
Heiraten will dich nicht Priscus: Auch der ist schlau."

Wie man an diesem Beispiel sieht ist die Sprache etwas der lateinischen Form der Satzstellung angepasst. Auch der Inhalt bleibt auszudeuten. Dies ist auch einer der kürzesten Texte.

"Morgen wolltest du leben Postumus, 'morgen' sagst du, Postumus, immer;
sag mir: Dieses 'morgen', Postumus, wann kommt es?
Wie weit entfernt ist dieses 'morgen'! Wo ist es? Oder wo zu suchen?
Ist es etwa bei den Parthern und Armeniern versteckt?
Schon hat dieses 'morgen' die Jahre des Priamos oder des Nestor.
Dieses 'morgen', für wie viel, sag mir, könnte man es kaufen?
Morgen willst du leben? Schon heute zu leben, Postumus, ist zu spät:
Der ist weise, Postumus, der gestern gelebt hat."

Im lateinischen wird, von Catull bis Ovid, viel mit Vergleichen (siehe Parther, Priamos, Nestor) gearbeitet. Wer sich nicht so auskennt in antiker Politik, Geographie, Kunst und Mythologie, wird ab und zu die Anmerkungen zu Rate ziehen müssen.
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