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am 30. April 2013
Humor in der Antike ist ein vom bekannten Althistoriker Karl-Wilhelm Weeber herausgegebenes Büchlein, in dem man sich mit antikem Wortwitz auseinandersetzt; und zwar in Form von Anekdoten, Witzsammlungen, Wandkritzeleien und Auszügen aus diversen anderen zeitgenössischen Quellen. Das liest sich dann beispielsweise wie folgt:

Ein Frauenhasser bestattet seine Frau. Als jemand fragt, "Wer hat da ausgelitten?", antwortete er: Ich, der Witwer.
(Witzsammlung des Philogelos, Nr. 247)

oder

Als Tiberius seinen Sohn Drusus verloren hatte, kamen aus aus der ganzen Welt Gesandtschaften nach Rom, um dem Kaiser ihr Beileid auszusprechen. Mit ziemlicher Verspätung stellte sich auch eine Abordnung aus Troja ein. Was er von dem verspäteten Kondolenzbesuch hielt, machte Tiberius den betretenen Gesandten mit einer sarkastischen Replik klar: Auch er spreche ihnen sein Beileid aus, weil sie in Hektor einen so hervorragenden Mitbürger verloren hätten.
Der war nämlich im Trojanischen Krieg ums Leben gekommen...
(Sueton, Tiberius 52)

Fazit: Das Büchlein erfüllt meine Erwartungen. Es ist auf intelligente Weise unterhaltsam und aufgrund der diversen erklärenden Texte mitunter auch informativ. Außerdem ist der Preis von 3,60 Euro wirklich sehr günstig. Deshalb gibt es von mir 5 Sterne :)

Inhaltsverzeichnis:
-------------------

Vorwort
I. Kleine Anekdoten über große Leute
II. Volkes Stimme in Wandkritzeleien und Inschriften
III. Die Witzsammlung des Philogelos
IV. Bissiges, Böses, Obszönes - Glanzstücke antiker Epigrammatik
V. Das Gastmahl des Trimalchio
VI. Kabinettstückchen antiken Humors
Literaturhinweise
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am 2. September 2014
Einige Lacher waren schon dabei. Geschichtslehrer, die Quellen für die 6er suchen, sind hier allerdings falsch. Für Geschichtsinteressierte ist es aber ganz nett und liest sich schnell (ist nämlich kurz). Schwerpunkte liegen auf Theaterelementen, Graffities und Epigramme haben mir am besten gefallen, aber es gibt auch einige Witze. Schade, dass es keine lateinische Ausgabe mit Originaltexten enthält
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Juli 2012
Humor in der Antike? Ist das Thema ein Witz? Mitnichten! Es ist ein zutiefst unterschätztes Thema. Denn wer den antiken Menschen verstehen will, muss ihm aufs Maul schauen. Und wo spricht sich seine Mentalität besser aus als im Humor? Und so füllt Karl-Wilhelm Weeber ein eine große Lücke, wenigstens ein bisschen, denn sein Büchle ist ja keine dicke Monographie zum Thema, sondern nur ein augenzwinkernder Einstieg. Aber das ein sehr guter und notwendiger.

Weeber bringt alles Voraussetzungen mit, ein Buch über antiken Humor schreiben zu können: Umfassende Kenntnis der Quellen, in die er jeweils konzentriert und gut einführt. Sprachwissen und Sprachgefühl, er übersetzt selbst, und das kongenial den antiken Witzbolden der Straße oder den hehren Komödianten. Und vor allem Humor, der Schalk blitzt aus jeder Seite, offenbar freut sich Weeber selbst an den Fündlein, die er sammeln und veröffentlichen durfte.

Das umfangarme Buch (128 Seiten im gelben Reclam-Format) deckt alle verfügbaren Bereiche antiken Humors ab. "Anekdoten über große Leute" ebenso wie "Volkes Stimme in Wandkritzeleien und Inschriften". Eine sozialgeschichteliche Fundgrube! Zum Beispiel eine Grabinschrift wie "Du, der du hier meine Grabinschrift liest: Spiele, scherze - und komm!" oder "Totengräber, lass die Finger weg! Hier liegt schon einer!" oder "Wer hier pinkelt oder kackt, über den komme der Zorn der oberirdischen und unterirdischen Götter!". Über derartige Probleme liest man in keiner Kulturgeschichte.

Aber der antike Mensch hatte auch seinen Alltag und seine ganz "banale Normalität" (Weeber, S. 35). Das vergaß man früher gern, und noch immer gibt es einige Autoren, die die hohe antike Kultur unkritisch preisen als wäre sie die nie mehr erreichte Vollendung der Menschheit gewesen und alles danach nur Verfall und Zerstörung. Dagegen hilft - neben den Dokumenten der "banalen Normalität" - schon die Notiz von Weeber, wie fehlerhaft das vulgäre Latein an Kneipenwände und andere Wände geschrieben wurde.

Und wohl nur einseitig vergeistigte Althistoriker ohne Gefühl für Witz und Charme konnten die berühmt-berüchtigte Witzesammlung Philogelos für unwürdig halten. Die Beispiele von Weeber aus dem Philogelos beweisen das Gegenteil. Auch wenn viele Witze keine Brüller im Sinne moderner Comedy sind, sie sind zumindest lesens- und schmunzelnswert. Und sie sind - ernsthaft - wissenschaftlich wertvoller als mancher denkt, werfen sie doch ein Licht auf Mentalität wie sonst wenig. Worüber der Mensch lacht, zeigt, wie er tickt. Auch darin, wie etwa körperliche Beeinträchtigungen, Krankheit oder Behinderungen knallhart verspottet worden sind, oder wie unverblümt frauenfeindlich die antiken Männer waren - politische Korrektness gab es damals absolut noch nicht.

Wie dem auch sei. Selbstverständlich fehlt auch nicht die klassisch-hohe Kultur. Etwa Epigramme von sezierender Bissigkeit oder auch Obszönität. Oder Auszüge aus dem umwerfend komischen Gastmahl des Trimalchio, wieder mit vielen sozial-, wirtschafts- und kulturgeschichtlich interessanten Details. Oder die, wie sie Weeber nennt, "Kabinettstückchen antiken Humors" von Homer über Horaz bis Apuleius, dessen kleine, launische Erzählung über einen Beamten den Schluss bildet, und die ganz nebenbei besser auf den Punkt bringt, wie antike Machtausübung im Alltag funktioniert, als manch gelehrte Abhandlung.

Dass mitunter Historisches ein wenig oberflächlich erwähnt wird, wie etwa der Kindermord-Befehl des Herodes auf Seite 12, der kaum historisch genannt werden kann (siehe Herodes der Grosse: Gestalten der Antike), tut dem Buch keinen Abbruch. Im Gegenteil, Humor lässt ja in der Regel Fünfe auch mal gerade sein. Und es ist immer wieder nett, zu entdecken, dass bei aller Fremdheit auch der antike Mensch ganz modern war, wenn z.B. Cicero den Jugendwahn seines Kollegen Vibius Curius, der sich stets jünger machte, als er tatsächlich war, mit einem Satz lächerlich macht: "Ach, wie interessant, dann warst du damals ja noch gar nicht auf der Welt, als wir zusammen die Rednerschule besuchten?!" (S. 17). Jugendwahn, das kennen wir doch.

So bleibt nur noch zu sagen: "Intende, lector, laetabere!" Und wer nicht Latein kann, findet die Übersetzung auf Seite 127 des lesenswert vergnügten kleinen, gelben Reclam-Bändchens.
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am 20. April 2013
Manche der Witze sind richtig aktuell, man kann sie heute noch genau so erzählen wie damals. EIn Einblick in eine Epoche, die man aus dem Geschichtsunterricht (oder altsprachlichen Unterricht) nicht kennt. Erstaunlich, belustigend....und seltsam, weil sich die heutige Menschheit mit all ihrer Technisierung nicht von den damaligen unterscheidet. Derbe Witze, heute wie damals.
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am 15. Januar 2015
Eher zum nachdenken und Schmunzeln.
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ich hasse Wortvorgaben
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