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89 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Einführung
Zen-Buddhismus hat eine radikale Skepsis gegenüber der Reflexion und der Sprache. Nicht Lehren und Schriften, sondern unmittelbare Schau und Einsicht sollen den Weg zur Erleuchtung öffnen. Trotzdem wohnt ihm eine bestimmte Sicht auf das Leben und auf die Welt inne, die man durchaus in Form eines Buches abhandeln kann. Zen-Buddhimus bejaht z. B. das...
Veröffentlicht am 21. Juni 2005 von kaiser

versus
40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Heidegger und der Zen-Buddhismus...
.. wäre vielleicht ein geeigneterer Titel gewesen. Hätte ich das Büchlein in elektronischer Form vorliegen, würde ich mal kurz abfragen, wie oft das Wort 'Zen' und wie oft der Name 'Heidegger' vorkommt. Wäre ein interessanter Vergleich.

Womit ich nicht behaupten will, dass das Buch nicht hält, was es verspricht: 'eine...
Veröffentlicht am 6. November 2011 von Pseudo


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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr schönes Buch, 22. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Philosophie des Zen-Buddhismus (Taschenbuch)
Zen-Buddhismus ist gewiss insofern eine Mystik, als sie keines Nachdenkens, keiner Sprache bedarf. Er ist eine meditative Praxis. Das richtige Atmen oder das richtige Sitzen ist im Zen-Buddhismus vielleicht wichtiger als das Nachdenken oder Rezitieren einer Sutra (buddhistische Lehre). Das heisst jedoch nicht, dass eine Philosophie des Zen-Buddhismus unmöglich zu schreiben ist, denn der Zen-Buddhismus ist auch eine Weltanschauung. Über diese lässt sich durchaus ein Buch verfassen. Dieser Reclam-Band ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Er führt den Leser auf eine sehr anschauliche und überzeugende Weise in die philosophischen Voraussetzungen des Zen-Buddhismus ein.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so einfach!, 25. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Philosophie des Zen-Buddhismus (Taschenbuch)
Dieses Buch ist für studierte Menschen bestimmt einfacher zu verstehen, und zu lesen, als für einfache Schulabgänger. Man findet aber trotzdem interessante Absätze. Was mir sehr gut gefallen hat, sind die Koan, Weisheiten und Zen-Gedichte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Offene Weite, 20. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Philosophie des Zen-Buddhismus (Taschenbuch)
Dies ist ein Buch über den Zen-Buddhismus, aber nicht zuletzt auch ein Buch über den Unterschied zwischen östlichem und westlichem Denken. Die Studie ist komparatistisch angelegt, zen-buddhistisches Denken wird mit den Aussagen von Hegel, Heidegger, Meister Eckhart und anderen europäischen Denkern konfrontiert. Das Grundsätzlichste, was über den Unterschied zwischen westlichem und östlichem Denken ausgesagt wird, ist dabei die Gegenüberstellung der jeweiligen Grundbegriffe: "Substanz" im Westen, "Leere" ("sûnyatâ") im Osten. Die Substanz beruht auf Trennung und Unterscheidung: "Diese grenzt das Eine vom Anderen ab, hält jenes in seiner Selbigkeit gegen dieses. So ist die Substanz nicht auf Offenheit, sondern auf Geschlossenheit hin angelegt." (S. 44) Die Leere ist hingegen das "Medium der Freundlichkeit" (S. 45), in dem die Entitäten nicht substanzhaft voneinander abgegrenzt sind, sondern in Offenheit ineinander verfließen.
Die Landschaft, die Petrarca für den Westen entdeckt hat, als den weiten Raum, das feststehende Gegenüber, mit dem sich das Subjekt identifiziert oder von dem es sich abgewiesen fühlt - sie gibt es im Osten nicht. "Landschaft" heißt dort, wie ich in Byung-Chul Hans Buch erfahre, "Ansicht des Windes" (S. 83, Fußnote 3): da ist für den Asiaten nichts Festes, Raumhaftes, das ihm gegenübertritt.
Das Wohnen im Offenen, das der Grundbegriff der Leere impliziert, zieht sich als Grundthema durch das Buch. "Nirgends wohnen" heißt ein Kapitel, und es geht darin um ein Wohnen abseits des oikos (Haus, Familie), wie es der wandernde Bashô verkörpert. Dieser hat kein Ziel, sondern ist "immer schon angekommen." (S. 89) Aus Zen-Schriften zitiert Han folgende Worte: "Über dem Kopf gibt es kein Dach und unter den Füßen keine Erde." (S. 20) "Ein Zen-Mönch soll wie die Wolken ohne festen Wohnsitz sein und wie das Wasser ohne feste Stütze." (S. 86)

Das Buch ist von wunderbaren Haikus durchzogen, die beim Leser die angemessene Stimmung erzeugen. Die Haikus verkörpern eine Art des Dichtens, die vom westlichen radikal verschieden ist. Der Ort des Haikus sei die Leere, schreibt Han (S. 80) im Rahmen seiner kleinen Philosophie des Haikus (vgl. S. 79-81). Das Dichten des Haikus gehe weder vom Subjekt noch von einem unpersönlichen Objekt aus, das Haiku ist "weder 'personal' noch 'impersonal'." (S. 80) "Die Haikus verweisen ferner auf keine verborgene Bedeutung, die herauszufinden wäre. Es gibt keine Metapher, die einer Deutung zu unterziehen wäre. Das Haiku ist ganz offenbar. Es ist an sich hell." (Ebd.)
Während die Seelenmonade Leibniz' die Welt perspektivisch wahrnimmt, könnte man die zen-buddhistische Wahrnehmung als "aperspektivisch" (S. 65) bezeichnen: "Das zen-buddhistische Weltbild ist weder nach Oben ausgerichtet noch auf die Mitte hin zentriert. Ihm fehlt das herrschende Zentrum. Man könnte auch sagen: Die Mitte ist überall. Jedes Seiende bildet eine Mitte. Als eine freundliche Mitte, die nichts ausschließt, spiegelt es das Ganze in sich." (S. 19)
Für eine solche Welt gelten die Zen-Worte: "Weit aufgeräumt. Nichts Heiliges." (S. 18) Das zen-buddhistische Denken bewegt sich, so Han, in der Immanenz und verneint jede Transzendenz. Dass die zen-buddhistische "Immanenz" vielleicht besser als "Transparenz" bezeichnet würde, zeigt eine Zen-Geschichte, die Han zitiert (vgl. S. 94): zuerst ist der Berg nur Berg und der Fluss nur Fluss (Immanenz), durch die Übung aber verschwindet diese Selbstverständlichkeit, der Berg ist nicht Berg und der Fluss nicht Fluss (Transzendenz). Nach dem vollendeten Erwachen schließlich ist der Berg durchaus wieder Berg, der Fluss durchaus wieder Fluss, aber auf eine neue, verwandelte Weise (Transparenz).
Das letzte Kapitel des Buches handelt vom Tod. Für den Zen-Buddhismus ist der Tod "keine Katastrophe mehr, denn man hat schon die katastrophe [griechisch Wende, Umkehr] des großen Todes hinter sich." (S. 113) Der "große Tod" des Zen-Buddhismus "stellt jenes Wagnis dar, sich wegzusterben. Er annulliert jedoch nicht das Selbst. Vielmehr lichtet er es ins Offene." (S. 108)
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5.0 von 5 Sternen wunderschönes Büchlein, 1. Mai 2014
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Diese Büchlein ist ein Schatz und sollte in keiner Zen-Bibliothek fehlen! Weisheit praktisch und klar serviert - einfach toll und voll und ganz empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen wunderbar, 13. April 2014
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Rezension bezieht sich auf: Philosophie des Zen-Buddhismus (Taschenbuch)
Zen ist die kunst um glücklich lernen zu leben. Sich beobachten und positive Gedanken bewust auswählen, in der Stille kommen.. Das Leben neue entdecken...
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5.0 von 5 Sternen Interessant, 19. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Philosophie des Zen-Buddhismus (Taschenbuch)
Das Büchlein hat, wie bei Reclam üblich, ein recht gutes Preis-Leistungsverhältnis. Man muss sich allerdings für das Thema interessieren, um es durchzulesen.
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5.0 von 5 Sternen Anregend - ein Lichtblick - empfehlenswert, 5. Januar 2014
Von 
Josef Mußmann (Möhnesee, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Philosophie des Zen-Buddhismus (Taschenbuch)
Byung-Chul Han - Er liest sich poetisch schön, gibt verdinglichten Köpfen ein Stück meditativer Besinnlichkeit zurück, taucht sie ein in zen-buddhistische Philosophie, entführt sie, lässt Erinnerungen an Kindheit und Jugendzeit aufleben. Da ist ein naives Fragen und sachtes Zerpflücken und Aufleuchten lassen von Verstehen. Ein Anflug von Hölderlin kommt auf.

Was Zen-Buddhismus als östliche Strömung ausmacht, von Ursprüngen via Modifikationen bis hin zu Tendenzen, bleibt diffus, hintergrundlos, kennt keine Entwicklung. Es mag offen bleiben, ob das als demonstrativer Zug zu werten ist, der durch Beliebigkeit, Gleichgültigkeit, Nichtigkeit schon das Nichts signalisiert. Der Zugriff auf Denker abendländischer Philosophie verfährt durchaus vergleichbar, ungeschichtlich, herausforderungslos, plattmachend, nach der Bruchsteinmethode. Hans Komparatistik immediatisiert.

Han hat Heidegger studiert, den Philosophen der deutschen Seinsvergessenheit. Der philosophische Einfluss ist von der Sprachebene her auch nachzubuchstabieren. Die Gedankenführung lebt von aussagekräftigen Lichtungen. Dies ist die positive Seite, ein Bestreben, auf Besinnlichkeit, Erhellung und Entspannung in jeweiliger Alltäglichkeit des Lebens hinaus. Die negative Seite lässt gewissermaßen Heidegger, um Denkverwandtschaft zu behaupten, unüberschritten zurück. Sie durchstößt nicht den metaphorischen Nebel des Seinsphilosophen, aufwärts zur Sonne, um dort in der Philosophie Begriffsfortschritte zur geschaffenen Welt der Intelligenz zu entdecken, zu welcher, geschichtlich betrachtet, der Zen-Buddhismus nur das Vorspiel gewesen ist, ein Reset aus dem unmittelbaren Bewusstseinsdruck, den „Menschenaffen“ der hochkochenden Leidenschaften zu entwöhnen, den wütenden Krieger zu befrieden, diese Wesen für den umgänglichen Intelligenzgebrauch zu befreien und dafür verständig zu machen.

Die unmittelbare Lebensauffassung, poetisch verdichtet, liefert Anlässe der Einlassung, Betrachtung und Festigung. Han hat sein eigenes Ordnungsschema, sucht, wählt aus und gruppiert thematisch: Religion ohne Gott, Leere, Niemand, Nirgends wohnen, Tod, Freundlichkeit. Weder Jahreskreis noch Weg oder ein Gewusst-wie orientiert. Hans Beispielgebung läuft darauf hinaus, Anstöße zu geben, Einsicht zu erzeugen, „die eigene Natur schauen und Buddha werden.“ Anders ausgedrückt: Souverän seiner selbst! Und auch Bettler mit der Opferschale?

Anders die japanische Modifikation des Zen-Buddhismus: Der Verstand ist gefragt, das im Wort sinnlich Erfasste vor das innere Auge zu holen, es zu durchdringen, zu verwesentlichen und sich anzueignen. So kann es in der Tat ohne Gott gehen. Der Mensch als gemeinschaftlose Monade. Ein Wesen, das durch Einsicht und Übung der Mäßigung seiner Leidenschaftlichkeit fähig ist .
Heidegger hält an Gott fest, geht von Seinsvergessenheit aus, ohne eine Antwort auf die Frage nach der neuen Existenz Gottes zu haben, der ihm mit seinem philosophischen Herold des Übermenschen und dem desaströsen Führerkult abhanden gekommen ist und eine von ihm angestrengte Denkbarkeit der Verfänglichkeit ausgesetzt hätte. Die deutsch-nationale Seinsoffenbarung beziehungsweise seinen philosophischen Gott des bloßen Seins hat er nicht zu überschreiten vermocht. Schon gar nicht hat er für das geistig mitbeförderte Sein des Weges in die Katastrophe Verantwortung zu übernehmen gewusst.

Was Han angeht, so hat er nicht die conditio humana begriffen, ohne die eine gesellschaftliche Arbeitsteilung den Menschen nicht ernst nehmen muss, dieser Kampf um Willensfindung zweier Seelen in der Brust, diese Passionsgeschichte des menschlichen Selbsterlebens, ihre Spiegelung an der Natur und an Menschen, geläutert zur stimmigen Handlungsfreiheit im Selbstseinkönnen. Solcherart Selbstwahrnehmung geht nicht ohne Gottesentdeckung, ohne Vertrauen in die Authentizität des Worts: Und das Wort ist Fleisch geworden. Eine neue Dimension hat sich dergestalt dem menschlichen Leben erschlossen. Zunächst ein Weg über kulturstiftende Kirchengemeinden, sodann über die nationalstaatlich veranstaltete Schulbildung. Noch offen für den Anspruch des Weltmaßstabes nun die geisteswissenschaftliche Komponente.
Verstandesschärfe, die sich aus dem Zen-Buddhismus gewinnt, ist noch nicht der ausgetragene Willenskampf in sich, die Bedingung der Menschlichkeit: Humanität. Der christlich-kulturelle Jahreskreis in Sitten, Bräuchen und Feiern offeriert den abendländischen Fundus, der zur Vorstellungswelt allegorisiert, personifiziert, interiorisiert und dem göttlichen Anspruch unterworfen worden ist. Was für ein anderes Welterleben, den Haikus entgegen, aus der verweltlichten Feder von Dichtern: Der Himmel lacht, goldene Augensterne, ein flüsternder Wind, verzanktes Spatzenvolk, Herz aus Stein, Himmelfahrt, Justitia zwinkert.

Allerdings ist einzuräumen, dass die industriegesellschaftliche Welt das religiös-kulturelle Brauchtum und ihre imperiale Bilderwelt samt den vielen Heiligengeschichten zurückgedrängt, dekonstruiert und die Relevanz der traditionellen Repräsentanten zur Restgröße entwertet hat. Modern gesprochen: Die technische Zivilisation ist ohne angemessene religiös-kulturelle Upgrades geblieben. Das Geistliche ist hinter dem Geistigen zurückgeblieben, zu einer außerordentlichen Selbstsuggestion verkümmert und in vielerlei Vernunftlosigkeit zum Aberglauben abgesunken. Es werden keine neuen ethischen Imperative in der sich selbst überlassenen Fortschrittswelt kultiviert, die der technischen Machbarkeit von Dingen und ihren Rollen eines schier unvorstellbaren Ausmaßes die Grenzen stecken und ethische Lebenspflöcke des Menschseinkönnens einschlagen. Schutz erwächst dem Menschen aus seiner Brauchbarkeit, Funktionalität und Bewertung, nicht die Menschenwürde selbst schützt. Sie ist von Parzellierung und Teilbarkeit bedroht.

Heidegger, dessen Denken der Supertick geprägt hat, ist als Gegenzeugnis zur technischen Machbarkeit aller Dinge der schlechteste Ratgeber. Für den Geist der Welt bleibt er ohne Angebot. Er ist ein Philosoph der Höhle. Aber auch der Zen-Buddhismus hat mit der Fortschrittshöhe der Zeit nichts tun, hilft hier nicht weiter durch Einübung in Verstandesschärfe, wenn das Wofür der Verstandessicht fraglos bleibt, sei es, dass der Vogel Strauß mit dem Kopf im Sand regiert oder ambivalente Weisheiten gelten: Durch das Feuer gehen und nicht verbrennen, durch Meere von Wasser gehen und nicht zerfließen, im Dreck waten und nicht schmutzig werden. Wem sollte da heute nicht angesichts einzelner Präsidentengewalt, allein was Atombomben, Drohnen und andere Todesengel betrifft, angst und bange werden?
Von Gott nicht mehr zu reden, der die Menschen zwar klug macht, aber sich durch sie nicht vernünftig in Frage stellen lässt, sondern die Macht des geistanstoßenden Worts beim zwielichtigen Personal sogar bis hin zu unfehlbar belassen hat. Jedoch gilt: Wer über das, was das Bewusstsein betrifft, vernünftig mitreden will, muss sich vernünftig machen. Dem Zen-Buddhismus Hans fehlt die Sprache und Bescheidenheit der Selbsteinordnung mit dem Nichts, um mitreden zu können. Hans Leihstimme gilt eigentlich nicht. Was sich der Sprache entzieht, kann auch nicht besagt werden.

Hans Plädoyer für den Zen-Buddhismus erinnert an Adornos Satz: Versuchen, so zu leben, dass man glauben darf, ein gutes Tier gewesen zu sein. Bei diesem angesichts des Völkermords Resignation, bei anderen wieder bequeme Ausrede. Und nicht wenige finden selbst-verschuldete Unmündigkeit nach wie vor bequem und darum gut! Die für etwas brennen, sind Verspinnerte, ohne Wert, um ihnen anzuhaften oder sie festzuhalten. Sie stören, verursachen Scherereien, stellen in Frage, fordern heraus, bedeuten gar Selbstveränderung. Niemand vermag der Unmündigkeit solcherart, auf Taubheit gestellt und zu einem autistischen Nichts hochstilisiert, ein Licht aufstecken. Da tun Wunder not, nämlich Tote zum Leben zu erwecken, was über den Zen-Buddhismus h hinausführen würde.

Wo Menschen in Gemeinschaft leben, gibt es Probleme, Konflikte, Widersprüche, da ist Vernunft vonnöten, in concreto, miteinander sprechen, aufeinander hören, auf Übereinkunft dringen. Ganz unerlässlich ist sie, die Vernunft, geht es um den Verkehr zwischen den Staaten auf der geopolitischen Weltbühne. Und vor dem Richterstuhl der Vernunft sind jeweils die Handlungsoptionen der Sachverständigen und Interessenschlichter in Rede und Antwort zu bringen, auf dass die optimierte Zukunftsfähigkeit neuer Regelwerke, Institutionen und Rechtssetzungen vernünftig ermittelt und vermittelt werden kann. Ein weites Feld für philosophisches Weiter- Höher- und Fortdenken! Und nach welcher Philosophie der Philosophien, wenn doch alle einen Stellenwert geltend machen könnten?
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5.0 von 5 Sternen Zen-Buch, 19. November 2013
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Rezension bezieht sich auf: Philosophie des Zen-Buddhismus (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch verschenk und der Beschenkte hat es sehr gerne gelesen, da es verständlich und "leicht" geschrieben wurde.
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4.0 von 5 Sternen Gut, 28. Juli 2013
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Rezension bezieht sich auf: Philosophie des Zen-Buddhismus (Taschenbuch)
Ein Buch, bei dem man nicht vielleicht alles nachvollziehen kann, aber interessante Ansichten hat, an die man sich in der ein oder anderen Lebenssituation erinnern sollte
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beschreibung der Unbeschreibbarkeit, 9. April 2007
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Rezension bezieht sich auf: Philosophie des Zen-Buddhismus (Taschenbuch)
Wie beschreibt man eine Religion, die sich über die Unbeschreibbarkeit seiner Inhalte definiert? Byung-Chul Han wählt die Methode der Abgrenzung von anderen Religionen und Philosophien, sowie von den, seiner Meinung nach, falschen Interpretationen des Zen-Buddhismus durch westliche Philosophen. Hegel habe beispielsweise das "Nichts" des Zen-Buddhismus mit dem Gott von Christen-, Judentum und Islam gleichgesetzt, obwohl der Zen-Buddhismus das genaue Gegenteil jeder Vorstellung eines Gottes sei. Ich kann nicht beurteilen inwieweit Han's Interpretation von Hegel, Nietzsche, Schopenhauer und anderen korrekt ist. Fest steht aber, dass seine Abhandlung über Zen, obwohl teilweise etwas akademisch, mit vielen Beispielen, Zitaten und Haikus für einen philosophischen Texten sehr schön zu lesen ist.

Han ist Philosophieprofessor und da nimmt es nicht Wunder, dass sein Buch mitunter etwas verkopft angelegt ist. Manche Inhalte wie die Entinnerlichung oder die Definition des Ichs durch ihre Beziehungen mit Anderen ließen sich für mich emotional besser verstehen. Auch würde die Beschreibung dieser Religion/Philosophie (eine umstrittene Unterscheidung) eigentlich jede Redundanz und sprachliche Ausschweifung verbieten.

Wenn ich Zen richtig verstanden habe, gibt es eigentlich nur einen zentralen Inhalt: Nichts ist wie es scheint, nicht mal das ist so usw. Mehr bräuchte man nicht zu schreiben, nicht mal dieses. Wenn man doch ein Buch darüber schreiben muss, ist dieses aber alles in allem gar nicht so schlecht.
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Philosophie des Zen-Buddhismus
Philosophie des Zen-Buddhismus von Byung-Chul Han (Taschenbuch - März 2002)
EUR 4,00
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