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HALL OF FAMEam 3. Dezember 2004
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Dieses Buch habe ich mir eigentlich nur aus einer Laune heraus gekauft und dachte mir, dank der vorigen Rezensionen, einen Denkspaß und amüsanten Einstieg in Paradoxien zu finden. Jetzt danach muss ich feststellen: entweder ich bin diese Art zu denken nicht mehr gewohnt oder aber das Buch ist ein amüsanter Denkspaß auf einem definitiv nicht laienhaften Niveau. Letzteres scheint mir eher der Fall, weshalb ich - als interessierter Laie - andere neugierige Leser nicht warnen, aber doch zumindest auf einige bevorstehende Wirrungen und Irrungen beim Lesen hinweisen mag. Ich selbst bin an manchen Stellen ausgestiegen und nach einer kleinen Verschnaufpause erst wieder hinter Sainsbury hergeeilt.
Dabei hatte ich das Gefühl, dass Sainsbury durchaus mit viel Witz und gelegentlichem Augenzwinkern den Leser an die Hand nimmt und durch die Paradoxien mit ihren Widersprüchlichkeiten und scheinbar logischen Ausweglosigkeiten führt. Vor kleine Hausaufgaben gestellt, wird man immer wieder zur Erarbeitung eigener paradoxer Beispiele und Beweisführungen eingeladen. Auch diese sind teils kniffliger als sie auf den ersten Blick scheinen. Lesenswert und anregend geschrieben ist das Buch allemal. Empfehlenswert ist es für jeden, der an logischen Denkspielen und Problemanalysen seinen Spass hat. Zumindest mir rauchte jedoch gelegentlich beim Lesen ganz gewaltig der Kopf ...
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am 19. Dezember 2004
Es gibt viele Gründe, zu einem Buch über Paradoxien zu greifen: Lust an kniffligen logischen Aufgaben, einen Hang zum Absurden, oder, wie in meinem Fall, ein konkretes Informationsbedürfnis. Meine Absicht war, mir über die logische Struktur des Olbers-Paradoxons klar zu werden.
Eine Paradoxie ist, allgemein gesagt, ein scheinbar korrekter Schluß, der aus scheinbar annehmenbaren Prämissen zu einer scheinbar unannehmbaren Folgerung führt. Olbers geht aus von zu seiner Zeit allgemein geteilten Annahmen über die Struktur des Universums und folgert daraus, daß der Nachthimmel taghell sein müßte - eine nicht nur scheinbar, sondern in diesem Fall tatsächlich unannehmbare Schlußfolgerung.
Das Olbers-Paradoxon behandelt Sainsbury zwar nicht, dafür aber alle anderen bekannten Paradoxien, unter anderem Achill und die Schildkröte, den Lügner, das Gefangenendilemma und meinen Liebling, die unerwartete Prüfung. Die Lehrerin kündigt der Klasse folgendes an: Sie wird sie nächste Woche prüfen und die Prüfung wird unerwartet sein. Die Klasse fängt an zu überlegen und kommt zu dem Schluß, daß diese Ankündigung nicht wahr sein kann. Entweder wird die Prüfung nicht stattfinden, oder sie wird nicht unerwartet sein. Eine unannehmbare Folgerung, da intuitiv klar zu sein scheint, daß die Lehrerin ihre Ankündigung wahr machen kann.
Sainsburys Buch ist knapp und klar geschrieben und hat den Vorteil, daß es die verschiedenen Interessentiefen berücksichtigt: der interessierte Laie kommt ebenso auf seine Kosten wie der routinierte Logiker.
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am 24. September 2001
Die behandelten Paradoxien sind sehr amüsant und zum Denken anregend dargestellt. Das Spektrum reicht von den antiken Paradoxien Zenons bis hin zu aktuellen Fragen der Logik und Wissenschaftstheorie. Sainsbury schreibt für den interessierten Laien verständlich, aber ohne unzulässige Simplifizierung. Dabei werden die verschiedenen Forschungsansätze auch da unverfälscht referiert, wo sie nicht der Ansicht des Autors entsprechen. Die vielen weiterführenden Literaturangaben sind für eine wissenschaftliche Beschäftigung mit diesen Fragestellungen sehr nützlich.
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am 25. September 2010
Das kleine Reclam Sachbuch von Sainsbury zum Thema Paradoxien ist leider das schwächste Werk, das ich zu diesem Thema gelesen habe. Der Autor geht von einer Definition von Paradoxie aus, die Paradoxien in etwa mit den Illusionen eines Zauberkünstlers gleichsetzt: "Unter einer Paradoxie verstehe ich folgendes: eine scheinbar unannehmbare Schlussfolgerung, die durch einen scheinbar annehmbaren Gedankengang aus scheinbar annehmbaren Prämissen abgeleitet ist. Der Schein muss trügen, denn das Annehmbare kann nicht mit annehmbaren Schritten zum Unannehmbaren führen...." (Sainsbury, S.11-12)

Gleich danach bezeichnet Sainsbury die Paradoxie des Barbiers, der alle in einem sizilianischn Dorf rasiert, die sich nicht selbst rasieren, als eine schwache und oberflächliche Paradoxie (Grad 1 auf seiner Paradoxheitsskala von 1-10) - und begründet dies damit, dass schon die Einkleidung "sizilianisches Dorf" klar machen würde, dass es so ein Dorf und damit so eine Paradoxie gar nicht geben kann. Ganz so, als würde die Bedeutung einer Paradoxie von der Ausgestaltung ihrer Einkleidung abhängen! Dieses Argument von Sainsbury ist ungefähr genauso geistreich wie wenn jemand sagen würde, dass die Theorien von Einstein alle dummes Geschwätz sind, weil sich Einstein geweigert hat, eine Krawatte zu tragen und damit nicht als seriöser Wissenschaftler gelten kann.

Dass genau eine Paradoxie des Barbier-Typs im Kern des berühmten "Unvollständigkeitstheorems" von Kurt Gödel steht, ist dem Autor entweder nicht bekannt oder es scheint für ihn ohne Belang zu sein. Gödel hat mit seinem Unvollständigkeitssatz den Versuch der Mathematik, sich selbst auf ein sicheres formales Fundament zu stellen, eine definitive Abfuhr erteilt - und das durch eine raffinierte "Gödelisierung" der Barbier-Paradoxie.

Insgesamt ist das Buch von Sainsbury von einem tiefen Dogmatismus geprägt: der Autor hält Paradoxien allesamt für Scheinbarkeiten, für mehr oder weniger raffiniert gestrickte Illusionen, denen mit der Kraft der zweiwertigen Wahr-Falsch-Logik der Garaus gemacht werden könne. Das kommt dann ungefähr genauso glaubwürdig drüber wie wenn streng zölibatär lebende Kleriker Fragen des Sexuallebens behandeln. Für Leute, die das spannende Feld "Paradoxien" neu entdecken möchten, ist das Werk von Sainsbury meines Erachtens unbrauchbar, weil es Paradoxien mit Illusionen bzw. kognitiven Irrtümern gleichsetzt und damit der unglaublichen schöpferischen Kraft, die in Paradoxien innewohnen, überhaupt keinen Raum gibt. Für mich als jemandem, der mit dem Thema Paradoxien schon vertraut ist und sich vom Autor eine Übersicht über die Welt des Paradoxen erwartet hat, ist der Dogmatismus von Sainsbury nur schwer zu ertragen.

Wer sich über Paradoxien, Gödels Theorem und die Möglichkeiten und Grenzen unserer Logik ein wirklich herausragendes Buch (Pulitzerpreis 1980) gönnen möchte:

Douglas M. Hofstadter: Gödel, Escher, Bach: Ein Endloses Geflochtenes Band
44 Kommentare|25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. August 2009
In diesem Buch werden hauptsächlich fünf mehr oder weniger bekannte Paradoxien beschrieben und versucht zu lösen. Diese sind hierbei nach Schwierigkeitsgrad sortiert. Es handelt sich hierbei um Zenons Paradoxie über Achilles und der Schildkröte, die Haufenparadoxie, vernünftiges Handeln, vernünftige Überzeugung und Klassen und Wahrheiten (die Lügnerparadoxie).
Da die meisten Sätze recht umständlich formuliert sind, eignet sich dieses Buch nicht als Gute-Nacht-Lektüre, sondern sollte in wachem Zustand konsumiert werden. Allgemein fand ich die Sprache recht gewöhnungsbedürftig. Die Erklärung einiger Paradoxien hat nach mehrmaliger Wiederholung eher zur Verwirrung geführt, da ich teils nicht mehr so genau gelesen habe.
Es werden viele verschiedene Theorien verwendet um die vorhandenen Paradoxien aufzulösen. Ich hatte hierbei jedoch das Gefühl, dass ich diese teils nur verstanden habe, da ich sie bereits vorher kannte. Ein interessierter Laie hätte hiermit wahrscheinlich Schwierigkeiten.
Am Ende jedes Kapitels befinden sich Literaturhinweise zur Vertiefung. In den Fußnoten befinden sich häufig mehrere Aufgaben zum Selberlösen.
Die Paradoxien sind gut erläutert, das Buch ist strukturiert aufgebaut. Ich muss jedoch sagen, dass ich persönlich es nicht sonderlich interessant fand, es zu lesen, da ich einen großen Teil schon kannte. Außerdem ist es wahrscheinlich nicht für jeden geeignet. Daher insgesamt 4 Sterne.
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am 1. April 2013
Ich würde mir das Buch jederzeit wieder und wieder kaufen, es ist nicht ganz einfach zu lesen, jedoch sehr interessant.
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