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Wie andere auch bin ich auf dieses Buch durch die Lektüre des Bändchens "Was bedeutet das alles?" gestoßen. Nagel gibt auch in "Das letzte Wort" wieder sehr anregende Gedanken von sich. Allerdings auf eine ganz andere Weise als bei "Was bedeutet das alles?". Denn Nagel bezieht hier viel stärker Position, nämlich gegen einen erkenntnistheoretischen Relativismus bzw. Subjektivismus. Und man merkt auch der Sprache an, dass sich Nagel diesmal nicht an Einsteiger in die Philosophie wendet, sondern an Leser, die in der Lage sind, mit üblichen philosophischen Texten umzugehen. Nagel argumentiert klar und stringent. Allerdings überzeugen seine Ansichten in den Bereichen, die Logik und Wissenschaft betreffen wesentlich stärker als in seinen Ausführungen zur Ethik. Bei seiner Abwehr relativistischer Ansichten in ethischen Fragen muss er von seinen hohen Ansprüchen weite Abstriche machen und verlässt in geradezu relativistischer Weise seinen rationalen Standpunkt, um diesen wenigstens noch im Kleinen zu retten. Dieses Vorgehen überzeugt aber nicht so recht. Die Ästhetik behandelt Nagel aus naheliegenden Gründen erst gar nicht, da hier Relativisten quasi ein Heimspiel haben. Gleichwohl sind die Überlegungen an sich nachdenkenswert und geistig überaus anregend.
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am 6. Dezember 2002
Das Buch kann eigentlich gar nicht objektiv mit Sternen versehen werden, das hängt davon ab, ob man Profi-Philosoph ist oder nicht. Wer sich erhofft, Prof. Nagel würde in leicht verständlichen Worten ausführen, weshalb der Relativismus seiner Meinung nach in allen zentralen Gebieten der Philosophie versagt und durch einen objektiven Vernunftsbegriff ersetzt werden sollte, wird spätestens nach der Einführung schwer enttäuscht. Wer den jeweiligen Diskurs nicht in der Tiefe kennt, kann in jedem Kapitel bereits nach wenigen Seiten nicht mehr mithalten bzw. die Argumente von Nagel nicht mehr nachvollziehen. Nagel schreibt meiner Meinung nach sehr klar und verständlich, aber ohne entsprechendes philosophisches Hintergrundwissen hat man von dem Buch eigentlich fast nichts. Der Abstraktionslevel ist einfach zu hoch. Mir hat "das letzte Wort" jedenfalls einige Denkanstösse gegeben, und ich bin von einem doch eher konstruktivistischem Ansatz wieder etwas näher zu einem objektivistischen Vernunftsbegriff gerückt.
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Den Argumenten, die Thomas Nagel hier im Detail ausarbeitet, kann man eigentlich nur dann folgen, wenn man einen Begriff davon hat, was Relativismus ist, und welche Positionen er vertritt. Meistens ist schwierige Philosophie deshalb unverständlich, nicht weil man zu dumm ist, die Argumente logisch zu begreifen, sondern deshalb, weil die Fragen, die sie beantworten, einen selbst nichts bedeuten, nichts angehen, also Antworten sind auf Fragen, die einen nicht interessieren - und deswegen weigert sich der Verstand zu folgen und das Gedächtnis "abzuspeichern".
Mit dieser kleinen Arbeit Nagels sollte sich also auseinandersetzen, wer sich auch mit Werken von, sagen wir, Derrida, Feyerabend oder Judith Butler beschäftigt hat. Nagel zeigt auf, dass wir der Vernunft, von daher der Titel, immer das letzte Wort überlassen müssen. Wir können nicht durch das Denken über das Denken, wissenschaftliche Erkenntnisse über den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess oder logische Argumente bezüglich des Wesens der Logik zu dem gültigen Schluss kommen, dass es keine Objektivität der Vernunft gäbe - denn einen solchen Schluss zu ziehen würde voraussetzen, dass es so etwas wie objektive, intersubjektiv sicher vermittelbare, Vernunft gibt. Die "erststufigen" Gedanken, welche Objektivität beanspruchen, kommen also immer wieder durch, wenn man sich daran macht, Subjektivismus und Relativismus zu begründen.
Die Argumentation Nagels ist stringent und überzeugend. Er geht auch so weit in die Tiefe, dass man erkennt, dass das ganze Problem durchaus nicht so trivial ist, wie es für manche scheint, nimmt also auch seine Gegner ernst und wägt ihre Einsprüche sorgsam ab. Am Ende überzeugt er mich aber.
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