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4,3 von 5 Sternen
Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel. Lektüreschlüssel
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Oktober 2007
In "Bahnwärter Thiel" erzählt Gerhart Hauptmann von einem Mann, der seine Frau verloren hat. Er verbleibt mit seinem kleinen Sohn Tobias, den er sehr liebt, um den sich aber jemand kümmern muss, während er arbeitet. Deshalb heiratet er überhastet die dominante Kuhmagd Lene, welche von Beginn an ihre Ablehnung gegenüber Tobias kundtut. Als sie dann ihr eigenes Kind gebährt, schlägt diese Abneigung jedoch um in kaum verhohlenen Hass. Thiel, der Lene nicht gewachsen hin, schirmt sich so gut es geht von ihr ab und findet Schutz im Wärterhäuschen, wo er in Gedanken bei seiner verstorbenen Frau Minna ist, die er immer wieder um Beistand anfleht. Dem Kind der Lene begegnet er mit Gleichgültigkeit. Als Tobias von einem Zug überfahren wird, weil Lene nicht auf ihn aufpasst, sinnt Thiel nach Rache und tötet Lene samt ihrem Kind. Sein Selbstmord wird vereitelt, er wird in die Irrenanstalt eingeliefert.
Interessant in Bahnwärter Thiel ist die Übertragung der Innenwelt Thiels in die Außenwelt, der Natur. Hauptmann verwendet sehr viele Metaphern und Symbole. Auch wenn wir die Novelle in der 8. Klasse des Gymnasiums und ich sie daher nicht freiwillig gelesen habe, hat sie mich sehr beeindruckt. Mit 40 Seiten ist die Lektüre auch keine große Überwindung.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Immer wieder ergreifend ist diese Novelle von Hauptmann, die den Weg des Antihelden Thiel beschreibt, den ich bei jeder erneuten Lektüre nicht so recht leiden kann, weil er so passiv, fremdbestimmt und wehrlos ist. Doch dann bricht das große Leid über ihn herein, und man ist (ich bin) jedes Mal auf`s Neue niedergeschmettert von der Kraft der Tragödie, die sich da ereignet.
Ein Elend, diese Erzählung, die man sich dennoch immer wieder gerne antut, weil sie einen Kraftlosen so kraftvoll beschreibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. August 2009
Gerhart Hauptmanns Novelle "Bahnwärter Thiel" von 1887 gilt gleichermaßen mit "Gerhart Hauptmann: Die Weber: Dichtung und Wirklichkeit: Vollständiger Text des Schauspiels. Dokumentation" (1892)) als repräsentatives Hauptwerk der naturalistischen Literatur. Während sich "Die Weber" intensiv mit gesellschaftlichen und politischen Aspekten auseinandersetzt, befasst sich "Bahnwärter Thiel" mit dem immensen technischen Fortschritt, der ab Mitte des 19. Jahrhunderts brachial zunahm, sowie mit den damit verbundenen möglichen Gefahren für Arbeitnehmer und Umwelt. Um dieser Kritik Ausdruck zu verleihen, bedient sich Hauptmann in dem vorliegenden etwa 40 Seiten umfassenden Büchlein mit einer detailierten paradiesischen Beschreibung der Natur, während er sich zu jeder Gelegenheit eher negativ über die Technik auslässt. Als Handlungsort dient ein bestimmtes Areal des Fränkischen Waldes mit all seiner idyllischen Herrlichkeit, wo Flora und Fauna im harmonischen Gleichgewicht lägen, wäre da nicht die monströse und bedrohliche Eisenbahn, die dort stündlich die Ruhe der Natur stört.

Protagonist ist Thiel, ein Mann etwa mittleren Alters, der ein einfaches Leben führt. Pflichtbewusst führt er Tag für Tag seine Arbeit als Bahnwärter aus und sorgt dafür, dass er pünktlich von seiner kleinen Wärterhütte aus die Schranken am Bahnübergang im Wald schließt. Dort verbringt er auch seine Zeit am liebsten, denn dort kann der introvertierte Mann in Ruhe seinen Gedanken nachgehen und die Idylle des Waldes genießen. Ansonsten verbringt er, wann es nur geht, seine freie Zeit mit seinem Kind Tobias oder schließt sich mit kleineren Arbeiten am Haus und Landwirtschaft und sonntäglichen Kirchengängen dem ruhigen Dorfleben an.
Obwohl Thiel äußerlich ein normales Leben führt und in der Dorfgemeinde durchaus anerkannt ist, hadert er innerlich noch mit dem Tod seiner Frau Minna, die bei der Geburt von Tobias starb. Er hat es bislang nicht geschafft, seine Trauer zu verarbeiten, so dass die Verstorbene regelmäßig in seinen Tagträumen erscheint. Aus wirtschaftlichen Gründen führt er nun eine Schein-Ehe mit der autoritären und cholerischen Lene, die unlängst seinen zweiten Sohn gebar. Einerseits fühlt sich Thiel zu ihr zumindest sexuell hingezogen und stellt zudem eine große Hilfe im Haushalt dar, andererseits empfindet er nichts Tiefergehendes für sie und beobachtet mit Missbehagen ihren groben Umgang mit seinem Lieblingssohn Tobias.
Im Laufe der Zeit erscheinen die Trugbilder von Minna immer häufiger, Lene wird mit ihrer aufdringlichen und rücksichtslosen Art permanent unerträglicher und die vorbeiziehenden Schnellzüge an seinem Arbeitsplatz scheinen mit ihrem unnatürlichen Lärm und furchteinflößendem Äußeren etwas Unheilvolles anzukündigen...

Die Katastrophe kündigt sich im Grunde genommen schon zu Beginn an. Das harmonische Waldleben wird kontinuierlich von den vorbeischnellenden Zügen (dargestellt als "schwarze, eiserne Ungeheuer") gestört, der psychisch vorbelastete Thiel verwandelt sich von Seite zu Seite immer mehr zu einem hilflosen, teilnahmslosen und unzurechnungsfähigen Wesen. Allein wie Gerhart Hauptmann die spannungsaufbauende und durchwegs düstere Stimmung bildhaft beschreibt, ist ein sensationelles Leseerlebnis. Auch wie bestimmte Dinge metaphorisch bezeichnet werden (die Gleise als "Spinnennetze, die sich quer durch Deutschland ziehen") und der in allen Einzelheiten geschilderte Überblick des Waldes zeigen, dass "Bahnwärter Thiel" ein naturalistisches Meisterwerk ist. Dieser leicht verständlichen, tragischen Novelle gibt man sich immer wieder mal gerne hin.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Dezember 2012
Es gibt vieles, was an diesem kurzen Prosawerk Hauptmanns zu bewundern wäre. Der malerische Sprachstil; die Psychologisierung der Landschaft, d.h. wie sie den Seelenzustand des Protagonisten wiederspiegelt, sodass er vollkommen eingeschlossen scheint; das Fehlen jeder echten Kommunikation zwischen den Eheleuten, was wie ein sicheres Vorzeichen der Katastraphe wirkt; daran ist die dumpfe wortlose Ruhe, mit der der ausdrucksarme Thiel alle Konflikte übergeht oder flieht, nicht schuldlos. Ich weiß noch, wie ich mit innerem Bangen die Stelle las, als Thiel die Misshandlung seines kleinen Sohnes durch seine Frau entdeckte, das Zimmer betrat und wortlos wieder verließ. Auch wenn er angesichts der vollen Brüste seiner Frau, also im Aufleben seiner sexuellen Abhängigkeit das gefühlte Schutzgebot für seinen Sohn übertritt, er handelt damit der gehörten Stimme seines Gewissens zuwider. Was dann von vielen unter Krankheit bzw. Wahn abgebucht wird, der geheime Minna-Kult um seine verstorbene Frau, ist doch auch die nun verselbstständigte, aber eben nicht abzutötende Stimme des Gewissens, wo man ihr nicht folgt, sondern sie zu verdrängen sucht. Das Verdrängte rächt sich, indem es in anderer Gestalt und krankhafter Verzerrung zurückkommt. Hier ist Freud zu spüren. Für mich ist die Novelle schwer einzuordnen, und ich weiß auch nicht, ob das hilreich wäre. Das schweigsame Hinnehmen einer offensichtlichen Gewalttat an einem geliebten wehrlosen Menschen durch den Biedermann Thiel, scheint mir das Problem zu sein, welches die Novelle wirklich stellt. Dabei ist beachtenswert, dass es sich um einen preußischen Biedermann handelt, der in der einsamen Mark zwischen Berlin und Frankfurt/Oder zu Hause ist. Auch dass der Bahnwärter ein allen gefallender, ein wortloser und ängstlicher Mann ist, der im Gegensatz zu seiner hünenhaften Gestalt sich vor seiner Frau innerlich wie ein Hund duckt, ist wichtig. Ebenso dass er das deutsche Sprichwort 'Reden ist Silber, Schweigen ist Gold' erfüllt. Er ist ein fast stummer Charakter, dadurch vielleicht äußerlich sympathisch. Sein Manko: er ist zum Widerspruch unfähig. Ist diese Novelle - egal ob gewollt oder nicht - eine Charakterstudie zur fehlenden Widerstandstradition in Deutschland? Zumindest sagt sie, dass der versäumte Widerspruch gegen moralisches Unrecht sich in einem unkontrollierbaren Verbrechenswahn entladen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Oktober 2010
In dem Werk 'Bahnwärter Thiel', welches von dem Autor Gerhart Hauptmann als 'novellistische Studie' charakterisiert wurde, zeichnet der Autor das Bild der äußeren Lebensumstände des Bahnwärters Thiel und von dessen Psyche.

Thiel ist ein einfacher, frommer Mann, der gewissenhaft seine Arbeit als Bahnwärter an einem einsam gelegenen Bahnübergang verrichtet. Seine erste Frau ist früh gestorben und Thiel trägt nun die Verantwortung für den gemeinsamen Sohn Tobias. Seine neue Frau, Lene, ist eine bestimmende und grobschlächtige Kuhmagd, die ihn durch ihr Verhalten abstößt, deren körperlichen Reizen, er sich aber auch nicht zu entziehen vermag. Eines Tages kommt es zum Unglück, als Lene ihren Mann mit Tobias und dem gemeinsamen Kind an seiner Arbeitsstelle besucht. Tobias gerät, als Lene nicht aufpasst, auf die Gleise, wird von einem Zug überrollt und stirbt.Durch dieses Unglück verliert Thiel den Verstand und die Geschichte endet in einer finalen Katastrophe.

'Bahnwärter Thiel' unterscheidet sich in seiner Dramatik also nicht wesentlich von modernen Familiendramen, überragt diese allerdings in seiner sprachlichen Gestaltung. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass es sich um ein Erstlingswerk Hauptmanns handelt, hätte ich nie für möglich gehalten, dass ein Autor zu einem so frühen Zeitpunkt seines Schaffens so sprachlich ausgereift schreiben kann.

Sätze wie: 'Farbigen Wimpeln gleich flatterten und gaukelten die Schmetterlinge lautlos zwischen dem leuchtenden Weiß der Stämme, indes durch die zartgrünen Blätterwolken der Birkenkronen ein sanftes Rieseln ging.'
und
'Die Stämme der Kiefern streckten sich wie bleiches, verwestes Gebein zwischen die Wipfel hinein, die wie grauschwarze Moderschichten auf ihnen lasteten.' erinnern zum einen an die detaillierten Landschaftsbeschreibungen aus der Romantik, die auch das Mythische und Dämonische beschrieben. Zum anderen gehen diese Veränderungen der Außenwelt mit den Veränderungen der Psyche Thiels Hand in Hand .

Dieses Werk beinhaltet eine spannende und ausgereifte naturalistische Charakterstudie, die, von Fritz Martini im Nachwort schön formuliert, 'anspruchslos, im schmalen Format, den Rang von Weltliteratur' hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. November 2011
Ich habe das Buch für meine Tochter bestellt, die es für ein Schulreferat benötigt.Ihre Meinung, das Buch sei langweilig, hat sich nach dem Lesen als falsch heraus gestellt. Schnelle Lieferung, gerne wieder.
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am 25. Oktober 2014
Eignet sich optimal als Einstiegslektüre für naturalistische Texte. Es handelt sich um eine relativ kurze, durchgehende und einfache Erzählung, die man in ca. einer Stunde gelesen hat. Dabei kann man leicht in die Welt naturalistischen Denkens und Schreibens eintauchen und erste kennzeichnende Elemente solcher Texte erleben.
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am 19. April 2015
Es ist spannend, dass die Handlung da passiert, wo ich zu Hause bin. Und es ist interessant, wie die Menschen damals dort lebten. Werde mir noch mehr Bücher von Gerhart Hauptmann zulegen. Die Handlung an sich ist mir da nicht so wichtig, obwohl auch das spannend geschrieben war.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 21. November 2012
In einem kleinen Dorf bei Neu-Zittau lebt Bahnwerter Thiel. Er ist ein ruhiger, phlegmatischer, praktisch veranlagter Mann. Nachdem seine erste Frau, die er aus Liebe heiratete, im Kindbett starb, heiratet er aus praktischen Gründen eine Milchmagd, damit ihm das Kind nicht stirbt. Seine neue Gattin erweist sich als wahrer Hausdrachen, zänkisch und herrschsüchtig. Sie macht ihm und dem etwas zurückgebliebenen Tobias das Leben schwer, erst recht, als sie selbst einen kleinen Sohn zur Welt bringt.

Bahnwärter Thiel dürfte wohl einer der bekanntesten Romane von Gerhart Hauptmann sein, wobei ich Roman als übertrieben erachte, Kurzgeschichte trifft es in meinen Augen eher. Die Erzählung zählt angeblich zu den bedeutendsten Werken des Naturalismus. Dazu mag man stehen, wie man will, ich finde allgemein wird dieses dünne Geschichtchen arg überinterpretiert. Insgesamt liest sich diese Geschichte recht gut, sie ist stimmungsvoll, auch wenn man teilweise das Gefühl hat, einen Zeitungsbericht zu lesen.
Einiges wunderte mich bei der Lektüre. Thiel hängt liebevoll an seinem Söhnchen aus erster Ehe, so wie er eigentlich alle Kinde liebt. In seiner Freizeit kümmert es sich um die Dorfjugend, umso erstaunlicher, dass er mit seinem Zweitgeborenen nichts anfangen kann, der ist doch auch ein Kind und zwar sein Kind. Thiel sieht diesen Sohn jedoch nur als Kind seiner zweiten Frau an, das ist schon seltsam.
Aus heutiger Sicht eine nicht wirklich innovative Geschichte. Hier wird einfach nur das Leben einer Patchworkfamilie aus Arbeitermilieu erzählt. Beide Elternteile nicht sonderlich helle und schon gar nicht gebildet. Die Frau ein Drachen, der Mann ein liebevolles Weichei. Letztendlich eine Geschichte, wie man sie leider häufig in der Zeitung liest: Familiendrama nach Schicksalsschlag. Vater verliert den Verstand und tötet Frau und Kinder. Vielleicht wurde damals nicht so häufig in den Zeitungen über solche Fälle berichtet, vielleicht schwieg man derlei Vorkommnisse tot, vorgekommen sind sie sicherlich. Gerhart Hauptmann sah sich selber auch nie als Sozialkritiker. Er bestand auch bei seinen Webern darauf, dass er nur historische Ereignisse beschreibt und genau das macht er meiner Meinung nach auch in Bahnwerter Thiel. Gelungen transportiert er die Melancholie des Vaters durch seinen gesetzten Erzählstil, mehr auch nicht. Den einzig spannenden Augenblick spoilert der Autor leider selber: „Paß auf […] daß er den Gleisen nicht zu Nahe kommt.“ Danach noch ein Absatz, was sonst nicht in der Geschichte vorkommt, und jedem Leser ist klar, wie es weitergehen wird. Der Wink mit dem Zaunpfahl ist hier schon ein Telegrafenpfahl, leider.

Das Buch ist bereits public domain und kann beim amerikanischen Gutenbergprojekt heruntergeladen werden.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2008
Die Novelle Bahnwärter Thiel handelt von einem Bahnwärter, dessen erste Frau stirbt und ihn mit einem Sohn zurücklässt, welcher ihm sehr viel bedeutet. Damit es seinem Sohn an nichts fehlt, heiratet er ein zweites Mal, doch der zweiten Frau bedeutet sein Kind nichts.
Ich finde das Buch relativ gut, da sehr gut gezeigt wird, wie der Bahnwärter mit der Situation umgeht und wie sich das Verhältnis von ihm und seinem Sohn entwickelt. Man kann sich teilweise sehr in das Buch hineindenken und fühlt mit, was ich als sehr gelungen empfinde und was bei einem guten Buch meiner Meinung nach nicht fehlen sollte.
Die Veranschaulichung der Gefühle Thiels nach außen ist sehr interessant, da sie in der Natur widergespiegelt werden.
Die Novelle ist insgesamt, bis auf die letzten Seiten, nicht sehr spannend, doch man erkennt deutlich die Wende von der glücklichen Familie zum einfachen sinnlosen Dahinleben in einem Wechselbad der Gefühle.
Teilweise ist die Novelle etwas brutal dargestellt, aber dennoch zumutbar, dar dies hauptsächlich der Spannung und Veranschaulichung der Situation dient.
Obwohl ich die Novelle aus schulischen Gründen grade in der 10ten Klasse eines Gymnasiums behandle, finde ich sie gelungen und auf Grund der Kürze auch nicht zu (lese-)aufwendig, wobei man diese Zeit am besten in das Verständnis stecken sollte.
Ich würde das Buch gerne weiterempfehlen, da es eine nicht gan unalltägliche Situation (zumindest teilweise) darstellt und einen interessanten Einblick in ein solches Leben unter solchen Umständen gibt.
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