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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
64
4,4 von 5 Sternen
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am 16. Mai 2014
Es ist die fließende Leichtigkeit des Taugenichts, die dem Bestreben eines Flusses gleicht, in alle möglichen Formen zu fließen, die uns so wunderbar zu verzaubern vermag. Sein Sein ist das Werden und dieses lässt ihn, geleitet von Intuition und dem Ideal eines unbestimmten Zieles dahintreiben. Er führt das Leben eines realisierten Traumes, der zu schön, um wahr zu sein scheint, so das man jederzeit den Moment des Aufwachens befürchtet. Doch es ist nicht der Taugenichts, der aufwacht, sondern wir, die Leser, die sich dann schmerzlich der sehnsuchtsvollen Identifizierung mit dem Romantiker bewusst werden und daher sofort wieder, selbstvergessen, dem Leben dieses Wanderburschen beiwohnen wollen.

Denn dieser Jüngling vermittelt uns wieder den verloren gegangenen Klang einer Welt, der sich heute leider zu einem Lärm, bedingt durch das hektische Streben nach Selbstverwirklichung, verwandelt hat. " Die Erde selber rauscht, wenn man zu hören versteht ", doch wir sind so vereinnahmt und verwurzelt, dass wir dieses Hören stattdessen überhören. Unser Taugenichts ist jemand, der " hat sein Sach auf Nichts gestellt " und verspürt dem Klang seines Herzens in die Welt zu folgen und sein Glück zu suchen. Seinem Dorf den Rücken weisend, zieht er von dannen und zückt geschwind seine Geige herbei und weiß munter drauf los zu trällern " Wem Gott will rechte Gunst erweisen [...], dem will er seine Wunder weisen ". Genau dieser Glaube scheint ihn zu beflügeln und seine Abenteuer vorantreiben zu lassen, so dass sein stetiges Fortgehen eigentlich ein fließendes Ankommen darstellt. Sein Zuhause ist die Verkörperung des freien Lebens, ob es eine herrliche Frühlingswiese oder ein nach Holz duftender Wald ist, überall dort, wo er sich mit einem größeren Ganzen verbunden fühlt, sieht er sich in einer harmonischen Symbiose zwischen Natur und Mensch beheimatet. Dieses luftige, erfrischende und durch exstatische Naturerlebnisse geprägte Wanderleben, kommt so wunderbar zeitlos daher, da sich seine Erlebnisse, aufgrund ihrer schnellen Vergänglichkeit, jedweder Zeitigung entziehen.

So wird er Gärtner, Zollmeister, dann wieder Wanderer, plötzlich hält man ihn für einen Grafen, dann wieder wandern und doch scheint es, als unterstehe alles einem Plan, einer Abfolge wie in einem " Roman ", in dem er, der unwissende Protagonist ist und von einer unsichtbaren Hand geleitet wird. Eine unsichtbare Hand, wie sie doch eigentlich nur von der Liebe und ihrer Magie geführt zu werden versteht und die es vermag ihn auf omnipräsente Weise, in Form einer Essenz immer zu begleiteten, um sein Herz zu seiner alten Schlossliebe Aurelia zurückzubringen. Schließlich war er doch wegen eines gebrochenen Herzen von seinem ersten Aufenthaltsort, einem Schloss, davongegangen. Jenem Ort, an dem er das schöne junge Mädchen, das erste Mal sah, wo er ihr das erste Mal vorsang, wo er ihr täglich frische Blumen pflückte, wo sich sein Herz, allein durch einen Gedanken an sie schon verkrampfte. Am Ende laufen alle Fäden wieder zum Schloss, dem Zielort einer sich findenden Liebe, die sich durch ihre Distanz erst richtig entdeckte, um dann erst vollständig entflammen zu können. Und so stellt sich die Frage ob denn unser Romantiker wirklich ein Taugenichts war, oder ob er nicht gerade die wunderbarsten Eigenschaften, wie Herzlichkeit, Natürlichkeit und Selbstlosigkeit besaß. Seine authentische und liebevolle Art öffnete ihm stets die Türen und brachte ihn schließlich mit seiner Herzensdame zusammen. Somit war er doch eigentlich ein Glückspilz und kein Taugenichts.

Für Eichendorff, stellte die Phase der Selbstfindung, wie sie der Taugenichts durchlebte, jenen ganz besonderen Lebensabschnitt dar, in dem sich die großen Visionen und Pläne entwickeln können und man sich von den bürgerlichen Pflichten, als Müßiggänger distanzieren kann. Insgesamt eine wundervolle Novelle, die sich für den gemütlichen Nachmittag im Garten anbietet.
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am 25. Juli 2005
Nichts ist ihm so fremd und so verhasst, wie ein Leben, orientiert an Sicherheit und eignem Vorteil. Der Taugenichts verkörpert nichts anderes als die Sehnsucht nach Ferne, die Leichtigkeit des Seins, die sich in Träumereien zeigt und die erst durch den Unmut des Vaters zum Handeln aktiviert wird. "Ich kann dich nicht länger füttern", dieser Satz ist der Startschuss zum Lauf hinaus in die Welt. Eine fröhliche und gesangs- orientierte Wanderung, die dann in erzählender naiver Sprache zu einem Märchen wird, wo nur "holde Frauen" und "weiße Schlösschen" ihm begegnen und letztendlich nur die Unerreichbarkeit der schönen Damen und das Weiter-Sehnen, ihn auf der Wanderschaft zu halten scheinen. Über Wien führt ihn der Weg nach Rom, eine Stadt, die ihn im hellen Schein begrüßt, als ob Engel dort stünden und sängen. Die Stadt, die aber auch ihr säkularisiertes Bild in Form von Verführung zeigte. Der Taugenichts konnte der Verführung widerstehen.

Eichendorffs Novelle könnte in ihrer naiven Art als Revolte gegen das Philistertum der Zielstrebigkeit gesehen werden. In jedem von uns, und der Taugenichts als Mensch ohne Namen scheint jeden von uns als Spiegelbild verkörpern zu sollen, sind beide Seiten. Der Gefahr, ausschließlich der Leichtigkeit des freien Lebens zu dienen oder anderseits der zwecklosen, inhumanen Geschäftigkeit des modernen Lebens sich hinzugeben, dieser Gefahr entgeht er durch die Liebe. Und hier erlebt der Leser Romantik pur, die Liebe entfaltet in der Überhöhung ihre Kraft. Aurelia, die der Taugenichts heiratet, ist ihm eine Offenbarung, "wie ein Engel, der leise durch den tiefenblauen Himmelsgrund zieht."
1826 geschrieben, hier in der Originalausgabe in alter Schreibweise und alten Begriffen. Alles sorgfältig erklärt am Ende des Buches. Ein Schatz. Und der anfänglich noch kritisch beäugte naive Stil Eichendorffs gewinnt zunehmend und integriert den Leser in diese Erlebniswelt der Novelle.
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am 31. Dezember 2004
Ich war eigentlich immer jemand, der mit gemischten Gefühlen an ältere Werke heranging. Und vor einer Woche habe ich es wieder einmal gewagt. Aber ich habe es nicht bereut. Und zwar war es der "Taugenichts" von Eichendorff.
Im "Taugenichts" geht es um einen jungen Burschen, der von seinem Vater von zu Hause rausgeworfen wird, um sein eigenes Brot und Geld zu verdienen. Er zieht umher, trifft allerlei Menschen und spielt wann immer er kann auf seiner Geige, die er auf seine Reise mitgenommmen hat. Eigentlich eine Handlung, die nicht besonders zum Lesen antreibt, aber wenn man sich einmal dazu durchrungen hat anzufangen, ist es schwer wieder aufzuhören. Es ist Eichendorffs einfühlsame Sprache, die das Lesen zu einem wahren Vergnügen macht. Zudem steigt die Freude beim Lesen mit der Tatsache, dass jeder von uns schon einmal den Drang verspürt hat, aus dem normalen Leben auszubrechen, um die ferne, schöne und weite Welt kennenzulernen. Ein Buch für Träumer und Romantiker oder für die, die es noch werden wollen.
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am 26. Mai 2013
Ein Klassiker der Romantik, aber wem das nicht reicht um dieses Büchlein zu lesen, dem sei gesagt: „Ließest du dich auf die Sprache ein, auch wenn sie heut nicht mehr kommod, und zeigtest nur etwas Dauer, so kannst du dich vom Rausch der Worte tragen lassen!“ Ohne mehr verraten zu wollen: Hier geht im wahrsten Sinne die Post ab, und am Ende „war alles, alles gut“.
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am 18. August 1999
Philosophen und Dichter wohnen auf benachbarten Hügeln, doch selten waren sie sich so nahe wie in der Epoche der Romantik. Eichendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts" ist eines der Prosawerke der romantischen Literatur. So wundert es kaum, daß es im Oberstufenunterricht das meistgelesenste Stück aus der deutschen Romantik ist. Dennoch, nicht nur als ein Werk für den Unterricht ist dieses Buch zu empfehlen, sondern auch für jeden anderen, der gerne ein gutes Buch ließt. Besonders ans Herz zu legen ist dieses Buch jenen, die sich selbst ein Bild davon machen wollen, wie eng Literatur und Philosophie hier verschmelzen. Eichendorffs Naturwahrnehmung und -darstellung sind für die Romantiker bezeichnend und so mancher Philosophiekundiger wird sich zurecht an das Zeitalter der Magie erinnert wissen. Eichendorffs Sprache wirkt dabei vielleicht zunächst etwas eigenwillig, doch wer sich einliest, wird sie lieben. Sein Sprachstil ist zu keiner Zeit allzu kompliziert oder gekünstelt, sondern besitzt einen ganz eigenwilligen Charme. Unterstütz wird dieser zudem durch die alte Orthographie dieser dtv-Ausgabe, in der der Text originalgetreu der Erstausgabe von 1826 folgt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 11. Juni 2014
/Unterricht gekauft.
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Klassiker!
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am 4. Mai 2004
„Aus dem Leben eines Taugenichts" ist eine Novelle von Joseph von Eichendorff, die man als typisch für die Epoche der Romantik bezeichnen kann.
Der Sohn eines Müllers wird von seinem Vater als schmarotzender und nichtsnutziger „Taugenichts" beschimpft - die Titelfigur schmückt sich bereitwillig mit diesem Etikett und zieht abenteuerlustig in die Welt. Im häuslichen Umfeld fühlt er sich nicht wohl, da die Welt seines Vaters die der „Philister", der Spießer ist. Bei seinem Auszug in die Welt lernt er schöne Frauen, Künstler und vor allem Italien kennen - seine abenteuerliche Reise führt ihn bis nach Rom. Selbstverständlich kommt es zum Schluss zu einem Liebes-Happy End, wobei der leise Verdacht aufkeimt, dass der Taugenichts damit sein freiheitliches zugunsten eines Philisterlebens aufgibt.
Die verworrene, fast traumhaft-idyllische Handlung wird aus der Sicht des Taugenichts erzählt, wobei die Prosa immer wieder durch liedhafte Gedichte unterbrochen wird. Sowohl in der Prosa als auch in der Lyrik ist eine außerordentliche Verklärung der Natur zu beobachten und der ganze Grundton der Erzählung vermittelt das Gefühl, sich in der Welt eines Kunstmärchens zu befinden.
Zum Abschluss bleibt die Frage offen, ob es sich beim Taugenichts um einen liebenswerten Außenseiter oder einen faulen Schmarotzer handelt - dies zu klären, bleibt dem Leser überlassen.
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am 24. April 2014
Da ich zwischen aktueller Literatur gerne auch mal den einen oder anderen Klassiker lese, fiel meine Wahl diesmal auf das "Leben des Taugenichts". Obwohl Plot und Sprache eher ungewohnt sind, auf jeden Fall empfehlenswert.
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am 13. April 2015
Stilistisch folgt die Geschichte einem altmodischen aber heiteren Duktus. Inhaltlich ist die Geschichte recht lasch, überzeugt aber einerseits durch den eigenartigen Protagonisten, andrerseits durch das erwartete und dann doch wieder unerwartete Happy-End.
Für diejenige Leserschaft, die sensibel auf die Geschlechterfragen reagieren, ist das Werk nicht zu empfehlen. Eichendorff traut in seiner Dichtung nur den Männern irgend eine ernst zu nehmende Persönlichkeit zu, und wenn es sich dabei noch um prahlerische Studenten oder nichtsnutzige Schwärmer sind. Frauen werden eher wie Püppchen dargestellt.
An der Reclam-Ausgabe schätze ich das hantliche Format und der üblich billig anmutende Druck, der mir die Scheu davor nimmt, in den Text hinein zu kritzeln. Im Anhang finden sich ausserdem der Journaldruck D und einige Erläuterungen zu befremdlichen Worten und auch zu den lateinischen Phrasen.
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am 2. April 2015
Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber je weiter ich las, desto besser wurde es. Es ist interessant geschrieben und man möchte wissen, wie es weitergeht. Wer ein Buch zum Mitfühlen, Mitfreuen, Mitleiden braucht, der ist hier genau richig
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