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5.0 von 5 Sternen Ein Beischlaf als göttliches Schelmenstück
Der höchste Gott Juppiter erschleicht sich eine Liebesnacht mit einer verheirateten Frau, indem er die Gestalt ihres Mannes annimmt - ein starkes Stück. Ein derart starkes Stück ist Plautus' Amphitruo, dass es so häufig bearbeitet wurde wie kein anderes Drama der Antike. Dabei hat auch der Römer Plautus die pikanten Geschehnisse nicht selbst...
Veröffentlicht am 13. Februar 2012 von Rolf Dobelli

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen simple Handlung und derber Humor
Gottvater Jupiter erscheint der Gattin des Amphitruo, Alkmene, als Mensch, um mit ihr zu schlafen und sie zu schwängern, während ihr Gatte als Heerführer abwesend ist.
Als letzterer zurückkommt, findet er seine Stelle bereits eingenommen, woraus sich zur Ergötzung des Gottes ein Wortgeplänkel ergibt, wer der "richtige" Amphytrion...
Veröffentlicht am 21. März 2008 von helmut seeger


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Beischlaf als göttliches Schelmenstück, 13. Februar 2012
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Amphitruo: Lat. /Dt (Taschenbuch)
Der höchste Gott Juppiter erschleicht sich eine Liebesnacht mit einer verheirateten Frau, indem er die Gestalt ihres Mannes annimmt - ein starkes Stück. Ein derart starkes Stück ist Plautus' Amphitruo, dass es so häufig bearbeitet wurde wie kein anderes Drama der Antike. Dabei hat auch der Römer Plautus die pikanten Geschehnisse nicht selbst erfunden, sondern nach griechischen Vorlagen gestaltet. Seine Tragikomödie gibt also nicht nur Zeugnis davon, wie menschlich und freizügig man sich die Götter gerne ausmalte, sondern auch davon, welche Faszination die antike griechische Kultur auf die römische ausübte, obwohl sich das Römische Reich just zu jener Zeit alle griechischen Reiche einverleibte. Nach allen Regeln der Verwechslungskomödie werden die komischen Momente ausgeschöpft. Deutlich werden aber auch die tragischen Züge, die das Spiel der Götter mit den Menschen hat: Amphitruo verliert sämtliche Gewissheiten und wird darüber fast wahnsinnig. Der Zuschauer allerdings gerät nicht allzu sehr ins Mitleiden. Er ist in der komfortablen Situation, alles zu durchschauen, und ihm wird wiederholt versichert, dass die Geschichte durch göttliches Eingreifen gut ausgehen werde. So ist es dann auch. Trotzdem kann man sich fragen: Ende gut, alles gut?
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die klassische Verwechslungskomödie durch Rollenraub, 3. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Amphitruo: Lat. /Dt (Taschenbuch)
Plautus liefert in "Amphitruo" die Vorlage für die klassische Verwechslungskomödie durch Rollenraub. Dem Feldherrn Amphitruo und seinem Diener Sosias wird ihre gesamte Identität streitig gemacht: Die Götter Jupiter und Merkur haben ihre Gestalt angenommen, da sich Jupiter in Amphiruos Frau Alcumena verliebt hat und ihr ungestört beiwohnen will. Daraus ergeben sich allerhand Verwechslungen, die für Sosias und Amphitruo allerdings bedrohlich werden, da ihnen plötzlich zwei andere Gestalten ihre Funktionen als Feldherr und Ehemann bzw. Diener und damit ihre ganze Persönlichkeit abspenstig machen. Der klassische Stoff wurde später noch von Molière und Kleist bearbeitet.
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4.0 von 5 Sternen Kurzweiliges Lesevergnügen, 10. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amphitruo: Lat. /Dt (Taschenbuch)
Die Komödie, die vom Autor selbst als Tragikomödie bezeichnet wird, hat mich ein paar Mal zum Schmunzeln gebracht. Besonders Mercur in der Gestalt des Dieners Sosia sorgt für Verwirrung und Zorn bei Amphitruo, da er kein Blatt vor den Mund nimmt. Besonders gefallen hat mir die Szene, in der Sosia und Mercur in der Gestalt des Sklaven aufeinandertreffen. Der Schlagabtausch der beiden ist sehr lustig, und am Ende ist Sosia wirklich davon überzeugt, ein anderer zu sein, da Mercur er selbst sein muss.

Juppiter als Schwerenöter und Verführer menschlicher Frauen ist in der Mythologie und der Literatur nicht neu, aber es ist interessant zu lesen, wie Mythen von antiken Autoren in ihren Werken verarbeitet werden.

Ein erwähnenswerter Aspekt ist, dass die Komödie nicht zur Gänze erhalten ist. Szenen wurden teilweise später dazugeschrieben, wo nur noch einzelne Verse erhalten waren.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 'virtus praemium est optimum', 26. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Amphitruo: Lat. /Dt (Taschenbuch)
Der Amphitruo des Titus Maccius Plautus ist die einzige auf einem antiken Mythos beruhende römische Komödie, welche die Zeiten überdauert hat. Bereits die griechischen Dichter inszenierten die Tragödie des hellenischen Heerführers. Mittlere und neue attische Komödie haben die tragischen Momente beibehalten und komische Szenen hinzugefügt. Da die Originale verloren gingen, können wir den Beitrag des Plautus nur erahnen. Er selbst nennt das Stück eine Tragikomödie und gibt damit den ambivalenten Charakter wieder. Das Werk diente zahlreichen modernen Doppelgängerkomödien als Blaupause.

Ausgangspunkt der Verwicklungen ist das Begehren des Zeus (Juppiter) nach Alkmene (Alcumena), der Frau des Königs von Troizen, Amphitryon (Amphitruo). Als Amphitryon in den Krieg gegen die Teloboer zieht, verführt Zeus in Gestalt des Amphitryon dessen Frau. Aus der Welt der Göttersagen sind uns die Verwandlungskünste des Zeus bekannt. Ob in Tiergestalt, wie bei der Eroberung der Europa als Stier bzw. als Schwan bei der Verführung der Leda oder in Form goldenen Regens bei der Annäherung an Danae. Obwohl Alcumena das abwechselnd aggressive und beleidigende dann wieder duldsame und entschuldigende Verhalten ihres Mannes sonderbar erscheint, bleibt sie bis zuletzt ahnungslos.

Nicht nur Amphitruo besitzt in Juppiter einen Doppelgänger, auch sein Sklave Sosia wird von Juppiters Sohn, dem Götterboten Merkur kopiert. Eine doppelte Doppelgängerkomödie, die reichlich Stoff für Verwicklungen und Verwirrungen bietet.

Werfen wir nun einen Blick auf die Charaktere des Stücks.

Als erstes Paar treten Sosia und Merkur auf. Sosia bringt Komik in das Stück. Freimütig bekennt er sich zu seiner Ängstlichkeit und Feigheit: "Denn als die Schacht am höchsten ging, bin ich mit höchster Kraft geflohn." Er muss von Merkur Prügel einstecken, der ihm die falsche Wahrheit einbläut. Anders als Amphitruo sieht und spricht Sosia mit seinem Doppelgänger. Und wenn er der Wahrheit auch nahe kommt, ist er doch zu verwirrt, um den Sachverhalt richtig zu deuten: "Vielleicht ist hier noch ein Amphitruo, der, wenn du verreist bist, deine Sachen treibt...". Plautus legt Sosia auch sozialkritische Worte in den Mund: "Bei Reichen zu dienen ist hartes Geschick ... So hat man als Sklave viel Unrecht zu leiden".

Merkur ist der aktivere Part der beiden. Als Gehilfe seines Vaters Juppiter hält er ungebetenen Besuch vom Hause des Amphitruo fern. Dabei zeigt er Cleverness und Erfindungsreichtum. Wenn Worte nicht weiter helfen, lässt er seine Fäuste sprechen.

Das zweite Paar bilden Amphitruo und Juppiter. Amphitruo ist der tragische Held. Weder durch sein Verschulden noch durch das seiner Frau erleidet er Unrecht. Sein Verhalten ist kritisch und argwöhnisch. Er misstraut jedem: "...was nicht ist, was nicht war, nicht sein wird ... was nicht sein kann". Durch das Gerede Sosias verwirrt und in seiner Ehre verletzt, beleidigt er seine Frau: "Als ich fort war, kam ein Schandfleck auf die Ehre dieser Frau". Nachdem Juppiter ihm seine Schandtat offenbarte, gerät er erstaunlicherweise nicht in Zorn, sondern zeigt sich gottergeben: "Wie du wünschst, so will ich tun".

Dieser rationalen Haltung Amphitruos steht der emotionale, leidenschaftliche Ausdruck des Gottes gegenüber. Er weiß um seine Schwäche und obwohl er nicht bereut, erkennt er doch seine Schuld: "Denn was ich tat, das schadete Amphitruo".

Alcumena ist die eigentliche Hauptperson des Stückes. Ihr erhabener Stil, ihre tugendhafte Haltung, die "Thebens Bürger rühmen ganz zu Recht", kann von keinem menschlichen Wesen befleckt werden. Dazu bedarf es schon göttlicher List. In der Mitte der Aufführung - gleichsam als Höhepunkt - singt sie das Hohelied der Tugend. "Die Tugend ist beste Belohung; die Tugend steht wahrlich viel höher als anderes. Die Tugend fasst alles in sich; alles Gute besitzt, wer die Tugend in sich trägt. - virtus praemium est optimum virtus omnibus rebus anteit profecto; virtus omnia in sese habet, omnia adsunt bona quem penest virtus." Sogar die Trennung von ihrem Mann würde sie als Entschädigung ihrer Kränkung ertragen. Juppiter erspart ihr die Demütigung der Entdeckung seiner Schandtat. Ob sie wohl jemals erfahren wird, wer der Vater von Hercules ist?
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen simple Handlung und derber Humor, 21. März 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Amphitruo: Lat. /Dt (Taschenbuch)
Gottvater Jupiter erscheint der Gattin des Amphitruo, Alkmene, als Mensch, um mit ihr zu schlafen und sie zu schwängern, während ihr Gatte als Heerführer abwesend ist.
Als letzterer zurückkommt, findet er seine Stelle bereits eingenommen, woraus sich zur Ergötzung des Gottes ein Wortgeplänkel ergibt, wer der "richtige" Amphytrion sei.
Am Ende löst der Gott das Rätsel auf, Alkmene bekommt Zwillinge - einen vom Gott, einen von Amphitruo gezeugt; Amphytruo ist es dennoch zufrieden und der Stückeschreiber auch.
Mit dieser einen, originellen aber schlichten, Idee füllt Plautus etwas zäh das ganze Stück (auch wenn ganze Szenen verloren gingen), addiert ein paar Nebenfiguren dazu und das wars.
Interessant an der Inszenierung ist die Tatsache, dass die handelnden Figuren ihre Geschichte und ihr Handeln dem Zuhörer erklären, was auch für den Leser das Werk schnell transparent werden lässt.
Direkte und keineswegs prüde Sprache, simple Handlung und derber Humor lassen erahnen, warum Plautus der renommierteste Komödiendichter der Römerzeit und insbesondere beim Volk beliebt war - und warum er auf die europäische Komödiendichtung der Neuzeit Einfluss ausübte. Das Stück wirkt fast so frisch und verständlich wie vor fast 22. Jahrhunderten, wenn ihm auch der Geist und hintersinnige Humor seiner großen Nachfahren fehlt. Insbesondere bietet es einen lockeren Blick auf den römischen Alltag seiner Zeit.
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Amphitruo: Lat. /Dt
Amphitruo: Lat. /Dt von Plautus (Taschenbuch - 1. Januar 1986)
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