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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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am 11. Juli 2007
Hier wird von grandiosen Sprechern wie Gerd Westphal als Josef K., dem herumirrenden Protagonisten, ein großartiges Stück Literatur von Kafka in Szene gesetzt. Diese Inszenierung passt sich durch ihre Gesamtkomposition gekonnt an die absurde Welt, in der der Landvermesser Josef K. sich bewegt, an. Seien es 'die Gehilfen', die ständig wie wahnsinnig lachen, sei es eine Lautkulisse, die in den richtigen Momenten ruhig ist und dann plötzlich ins aggressive umschwingt ' alle Mittel helfen dem Hörer, sich in diese typisch kafkaeske Gegend rund um das Schloß hineinzufinden.
Egal, ob man sich dieses Hörspiel anhört, um mit Kafka vertraut zu werden und sich ihm anzunähern, oder ob man das Schloß hören möchte, um einer interessanten Interpretation des Romans zu lauschen, um das Gelesene zu vertiefen ' beide Seiten tun gut daran, sich diese Doppel-CD zu Ohren zu führen.
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am 15. September 2001
Man muß dieses Buch selber lesen. Ich bin gerade dabei es zu lesen und ich kann mit keiner der obenstehenden Interpretationen etwas anfangen, zum Teil ist das, was oben steht auch wirklich falsch, K. wurde NICHT als Landvermesser gerufen und hat dann festgestellt, daß man ihn nicht braucht. Er selbst hat sich zum Landvermesser gemacht, als er sich als solchen ausgibt. Ich finde, dieses Buch ist fast wie eine Droge, man wird davon total verschickt. Man kann nicht davon lassen, obwohl man den Inhalt kaum mehr ertragen kann. Ich hab noch nichts sonst von Kafka gelesen außer ein paar Ausschnitten aus Kurzgeschichten und seinem Tagebuch und ich bin sehr, sehr, sehr beeindruckt, ich finde es erstaunlich, daß Kafka dieses Weltbild so gut in Worte fassen kann. Ich würde es als den Kampf eines Menschen, der versucht im Leben Fuß zu fassen, interpretieren, mit dem "Schloss" als das Lebensziel (was man nicht erreichen kann) und "Klamm" als Gott. Aber man muss dieses Buch selber lesen, es ist ein sehr subjektiv zu lesendes Buch.
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am 16. Dezember 2013
Kafka sagte einmal von sich " Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt ". Einer Geburt in die Welt der kulturellen Selbstverständlichkeiten, der Vertrautheit und Gewohnheit. Sein ganzes Leben war von dem Versuch geprägt über jene Brücke, die er seinen Landvermesser K. gehen ließ selbst zu gehen. Doch Kafka zögert aus Angst vor der Welt, er befürchtet während des gesellschaftlichen Umgangs in Strukturen zu verfallen aus denen er nicht mehr hinauskommen würde. In seinem Schlossroman überquert der Landvermesser nun stellvertretend diese Brücke und erblickt eine neue Welt voller geheimnisvoller Sinnstrukturen.
Sein ursprüngliches Ziel als Landvermesser im Dorf zu arbeiten scheitert an bürokratischen Fehlern die schon lange zurückzuliegen scheinen. Nach und nach kristallisiert sich für K. die Gewissheit heraus, dass ein ominöses Schloss das Dorfleben beherrscht . Da K. von den Dorfbewohnern die Wahrheit des Schlosses nicht erfährt und man sich ihm gegenüber im Dorf so abwesend verhält, wendet er sich an die höchste Instanz um eine Wahrheit zu erfahren die seinen Aufenthalt legitimieren würde. Der Landvermesser möchte dazugehören und das Spiel der Gesellschaft unten im Dorf verstehen , doch der Weg in das Schloß offenbart sich als schier unmöglich . Anstatt zu arbeiten uns sich seinen Platz zu erobern, sucht er unnachgiebig eine explizite Wahrheit. Eine Suche die ihn vom eigentlichen Lebensprozess immer weiter entfernt.
Mit diesem Bestreben lässt er auch die Dorfbewohner unruhig werden, die aufgeweckt durch den Eindringling das Geheimnis ihrer Lebenskraft offenbaren sollen. Das Schloss scheint eine ungeheure Macht auszustrahlen und dem Landvermesser gelingt es nicht zu erkennen, dass es sich von der Macht nähert die man ihm zuweist. Im Schloss findet man also nur die Wahrheit, die man selber in sie hineingelegt hat. Der Roman endet genau an der Stelle, an der dem Protagonisten eine endgültige Eingliederung in das ominöse Dorf bevorstünde. Eine Integration die der Autor Zeit seines Lebens nie wirklich verstanden hat umzusetzen. Möglicherweise stellte Kafka resignierend fest, dass sein befreiendes Schreiben von der Gesellschaft letztendlich doch wieder in jene Strukturen mündet und ließ den Roman unvollendet . Die anfängliche Distanz vom Dorfleben führte ihn Schritt für Schritt in jenes Reich, von welchem er doch eigentlich flüchten wollte.
Sein Roman ließt sich am besten wenn man sich als Leser zwischen den Zeilen versteckt und von den endlos langen Dialogen hofft nicht überwältigt zu werden. Nach dem Lesen des Buches stellt sich dem ein oder anderen Leser vielleicht selber die Frage ob er sich nicht ebenfalls auf der Suche nach einem geheimen Schloss befindet von dem er sich seine Wahrheit verspricht. Eine Wahrheit kann allerdings nicht gefunden werden, sie ist nicht geworden sondern nur durch den eigenen Lebensprozess nach und nach werdend .
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am 14. April 2014
Kafka ist mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen und so habe ich seine Werke, eins nach dem anderen, mit meinem Kindle genossen.
Das Schloss ist ganz nach seiner unverwechselbaren Art geschrieben. Wer einem Kafka 1-2 Sterne gibt, sollte sich eben doch eher an seichte Literatur halten. Dass einen hier kein spannungsgeladener Thriller erwartet, sollte eigentlich klar sein.

Ich habe das Schloss sehr gern gelesen, allerdings sprang bei mir nicht so der Funke über wie beim Prozess oder etwa der Strafkolonie.
Schade auch, dass es unvollendet blieb. Ich hätte an dieser Stelle doch lieber die Ausgabe mit dem alternativen Ende gehabt.
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am 3. Oktober 2002
Im letzten und düstersten der drei Kafka-Romane spielt der größte Teil der Handlung nachts; die Tage sind so kurz, dass das Tageslicht nur wenige Stunden andauert. Selbst an Sommertagen fällt gelegentlich noch Schnee. Der Protagonist K. hält sich wie ein ungebetener Gast im Dorf auf. Beim Versuch, über eine Seitengasse in Richtung Schloss zu gelangen, sinkt er im Schnee ein, kommt nicht weiter. Die Naturgesetze folgen der hier herrschenden Ordnung des Schlosses ebenso wie die Dorfbewohner und die Beamten.
In dieser magischen, finsteren, ländlich-ärmlichen Welt des Dorfes kämpft K. um sein grandioses Ziel, ins Schloss zu gelangen. Dabei werden Müdigkeit, Obdach und Schlaf zu einem immer größeren Problem der Hauptfigur. Einmal äußert er die Bitte, "ein Brett auf die Fässer legen" und schlafen zu dürfen, worauf man ihm "irgendein Kissen" hinwirft. Eines Nachts im Herrenhof beim Beamten Bürgel könnte K. alles erreichen. K. scheitert an seiner Müdigkeit, sein Kampf um Fortschritt ist längst absurder Leerlauf. Im ersten Kapitel sagt K.: "Ich will immer frei sein." Davon bleibt im Romanverlauf nichts übrig. K. lernt, seine Persönlichkeit, seine Ziele und Bedürfnisse dem übergeordneten Zweck, dem herrschenden Prinzip unterzuordnen. Bei Kafka "irrt und kämpft" (Grönem.) der Mensch vergeblich. Ob er sich anpasst oder kämpft, das Schloss ist unabhängig davon freundschaftlich oder feindselig orientiert. K. hat keine Möglichkeit der aktiven Auseinandersetzung mit der ihm gegenüberstehenden Ordnung. Diese entzieht sich jeder Überprüfbarkeit und Erfahrbarkeit. Alle Widersprüche und Absurditäten dieser Ordnung sind unangreifbar. Darin liegt K.s Unfreiheit und die aller anderen Romanfiguren. Der Roman ist die große Parabel der Moderne und Postmoderne, ein visionäres Meisterwerk, aktueller denn je, Meta-Literatur, eine Lektüre-Herausforderung, die jeden Leser (über-)fordert.
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am 25. April 2001
Das Schloss, oft auch als "Kafkas Faust" bezeichnet, darf wohl als eines der bedeutendsten Werke der moderneren deutschen Literatur aufgefasst werden. In dem surrealen Roman tritt als Hauptperson der Landvermesser K. auf, der nach seiner Ankunft im Dorf rasch bemerkt, dass eigentlich "das Schloss" die Fäden in der Hand hält. Er nimmt den Kampf mit dem Schloss auf - und verliert ihn Stück für Stück. Schlussendlich muss er sich der Tatsache bewusst werden, dass er seinen Lebenskampf verloren hat, da ihn seine Lebenskräfte im entscheidenden Augenblick im Stich gelassen haben. Auffallend ist auch der Schluss des Buches: in epischer Form endet das Buch dort, wo es noch einmal richtig spannend wird - anregend, selber weiterzudenken. Deutlich tritt in diesem Werk die Sprachgewalt des Autors hervor; wer sich einmal die Mühe macht, z.B. den Sekretär Klamm auf seine UmKLAMMerung hin zu untersuchen, merkt bald, dass Kafka ein Sprachkünstler gewesen ist, der seinesgleichen sucht. Als Anstoss zur Interpretation ist wohl zu erwähnen, dass Kafka oft unter dem Aspekt des Vater-Sohn-Konflikts sowie der Darstellung der göttlichen Gnade betrachtet wird. Es scheint mir dies jedoch etwas eingeengt; der Leser sollte zuerst die Surrealität des Werkes verstehen lernen, bevor er dieses konkretisiert. Ich rate daher, das Buch aus der Sicht K.'s zu untersuchen: Wie verändert er sich? Es gereicht zu grosser Erleichterung, das Werk auf diese Art und Weise verstehen zu lernen. Alles in allem ist das Werk gerade wegen seiner Komplexität wohl eines der grössten in der deutschen Literatur, wenn nicht das genialst überhaupt.
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am 5. Februar 2015
Nach Jahrzehnten nochmal gelesen, und viel mehr verstanden, als damals als Schüler. Paralell zum Buch habe ich auch beide Buchverfilmungen verglichen. ( Die neuere hält sich dabei akribisch an den Buchtext).
Ich habe vieles gelesen und gesehen, welches auch Ängste des nicht Zugehörigseins oder einen Bürokratismusmoloch beschrieben, doch "Das Schloss" bleibt für mich das Original. Nicht umsonst ist Kaffkas Name im Sprachgebrauch adverbial geworden.
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am 2. November 2004
Als K. eines Abends in einer Wirtschaft eintrifft, will er nur eines: Eine Übernachtungsmöglichkeit. Doch um diese zu erhalten, muss er sich als der erwartete Landvermesser ausgeben, der er höchstwahrscheinlich gar nicht ist. Da die Dorfbewohner natürlich nichts von einem Landvermesser wissen, fordert er Nachfrage bei der zuständigen Behörde ein, welche im Schloß ihrer Arbeit nachgeht. Durch fragwürdige Umstände ergibt es sich, dass tatsächlich ein Landvermesser erwartet wird, so bleibt K. im Dorf.
An dieser Stelle beginnt der Kafka-typische Alptraum seiner Figur, die in einer unfassbaren Realität nach Halt sucht, den aber nich finden, nicht finden können. Sein Held K. erreicht, was immer er tut, nichts. Kleine Erfolge werden durch die ständigen Mißerfolge wieder zunichte gemacht. Die Dialoge mit verschiedenen Figuren glänzen aufgrund ihrer widersprüchlichen Aussagen, denn was immer K. sagt, das Gegenteil ist die erwartete Wahrheit. Jeder seiner Schritte führt in die falsche Richtung, was K. natürlich nicht begreifen kann.
Ich empfehle „Das Schloß" im Anschluß an „Der Prozeß" zu lesen, da es eine nicht fertig geschriebenes Buch ist und somit sehr wage endet. „Der Prozeß" eignet sich daher wesentlich besser als Einstieg in die nihilistische Welt des Franz Kafka.
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TOP 500 REZENSENTam 12. September 2014
Der Roman eröffnet eine enorme Bandbreite an möglichen Deutungen und lässt den Leser nachdenklich zurück. Er hat etwas Offenes, Unabgeschlossenes und nicht Greifbares. Nichts ist sicher und gesichert, für die Hauptperson K schon gar nicht. Zunächst versteht man überhaupt nicht, warum K sich so in seinen Wahn hineinsteigert ins Schloss zu kommen, oder warum sich die Dorfbewohner so schickanieren lassen von den Schlossbeamten. Erst nach und nach wird klar, dass es um Lebenserfahrungen gehen könnte, die wir auch heute machen. Das Schloss ist so gesehen eine Metapher.

Rätselhaft und geheimnisvoll ist der Roman sicher auch. Das ameisenhafte Gewisel und leere Getriebe der Schlossbehörde und das seltsam knechtische Verhältnis der Dorfbewohner zum Schloss bleibt unergründlich. Aber auch die Beziehungen der Dorfbewohner untereinander hat etwas befremdliches. Irgendwie scheint das ganze Dorfleben wie von ferner Hand gesteuert vom Schloss.

Kafka entwickelt den Roman szenisch, d.h. wie im Theater treffen die Personen an einzelnen Schauplätzen aufeinander, wo sich dann meist lange Dialoge entwickeln: Gasthöfe, Schule, Stube des Barnabas usw. Die Dialoge zeigen, dass es immer verschiedene Sichtweisen auf menschliche Verhaltensweisen gibt. Keiner hat allein recht. Perspektivisch wird so etwa die Figur der Frieda nach und nach inhaltsvoller und geformt, indem sie beleuchtet wird aus der Sicht der Wirtin, dann der Konkurrentin Pepi, aus der Sicht des verlassenen und mächtigen Liebhabers Klamms und aus dem Blickwinkel K's. Jeder erzählt etwas anderes über Frieda - und jeder hat recht.

Im Anrennen des K gegen das Schloss zeigt sich, wie man langsam und ganz unbewußt in ein Ritual gleiten, im Eifer weit übers Ziel hinaus schießen und in seinem Kampf scheitern kann. Es zeigt sich, wie man sich bis zur völligen Selbstaufgabe verbeißt in etwas, vielleicht sogar nur aus verletztem Stolz und ohne Rücksicht auf die Folgen. Folgen auch für andere, denn schließlich wird Frieda ja mit in den Strudel des Niederganges gezogen.
Der Roman erzählt aber auch von einer gescheiterten Integration in eine Gesellschaft. Er zeigt die für den Einzelnen lebendbedrohlichen Konsequenzen, wenn man sich den Gesetzen seiner Zeit nicht fügen mag.
Und nicht zu vergessen: Kafka entfaltet wunderbar, wie Behörden funktionieren, deren strenge Ordnung und gesetzmäßiger Gang, aber auch deren Willkür. Und er zeigt, dass es immer Menschen mit ihren Bedürfnissen und Begierden sind, die handeln. Wen sollten da die Skandale öffentlicher Personen wundern?

Mich persönlich berührt im Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels besonders die Einsicht Kafkas, dass der Kampf und der unbedingte Wille siegen und recht behalten zu wollen, ins Verderben führt. Dies kann man an verschiedenen Personen des Romans festmachen. Außerdem führt dies dazu, das eigene Leben nur noch umkreisen zu lassen an äußeren Gegnern und wichtig zu nehmen in diesem Kampf.
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am 13. Dezember 2013
Ich wundere mich immer wieder, daß es so gute Bücher zu einem so günstigen Preis gibt. Das Buch - Ausstattung, Druck - hat mir Freude gemacht, dazu schnelle Lieferung und, wie gewohnt, gute Verpackung. Für Leute auf dem Land, die keine Buchhandlung in ihrer Nähe haben,ein Geschenk.
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