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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut beängstigend
Eines vorneweg: so ein trauriges und deprimierendes Buch habe ich noch nie gelesen. Jetzt sollte man meinen, warum man ein solches Buch lesen oder gar gut finden sollte. Ganz einfach: weil es viel interessanter, aufwühlender und lehrreicher ist als jeder 1000seitige Krimi/Thriller der heutigen Zeit. Typisch für Kafka sind wieder die sehr langen, verschachtelten...
Veröffentlicht am 26. Juni 2006 von Andreas Düring

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schrift zu klein
Die Schrift des Buches ist viel zu klein um es auch nur ansatzweise entspannt lesen zu können, von daher nur als evtl. "Nachschlagewerk" zu empfehlen.
Vor 13 Monaten von Immi veröffentlicht


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4.0 von 5 Sternen Für die Schule, 21. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
Wir mussten es für die Schule kaufen, da es Abi-Thema ist, und es ist auf jeden Fall eines der besten Schullektüren!
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5.0 von 5 Sternen Ego te absolvo, 29. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
Kafkas eigene Autobiographie. Der jüdische Ashkenzaim Sohn einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie reflektiert hier sehr beeindruckend seine eigene Selbstreflexion. Kafka nennt seinen Protagonisten halt Josef K und nicht Franz K. Und so erscheint es nur, dass der Prozess aus heiterem Himmel gegen ihn beginnt. Selbstgefällig, arrogant und überheblich ist der Bankangestellte ( Bänkster ) Josef K, der tagtäglich mit Schuld & Schulden in der Bank jongliert. Und mit einem Schlag wird seine schöne heile Welt durch einen vermutbaren verleumderischen Akt zerstörrt. Seine Außenwirkung also die Fassade wurde mehr als nur angekratzt und er versteht die ganze Thematik seines Prozesses nicht, da die Thematik eine aus dem juristischen Kontext herraus nicht Thematik ist. Der Prozess soll daher als Läuterungsprozess des Ego's und der Seele verstanden werden. Es ist amüsant dem Verlauf der Erzählung zu folgen und erinnert auch an heutige Gerichtsprozesse wo die Sachlage der Anklage die Nebenrolle spielt und viel mehr eine Charakterschau des Beklagten im Vordergrund steht. Kafka hat das Gerichtswesen durchschaut und instrumentalisiert es dazu, das durch das Gericht eine Charakter Verbesserung eintreten würde. Er legitimiert die Gerichtsbarkeit, die sich mittels ihrer Funktion zwischen Himmel und Erde positioniert um über etwas zu richten was allen bis zum Schluß verborgen bleibt. Gerichtet und Geurteilt wird nur über den Lebenswandel und seine Einstellungen zu den Dingen. Der Ashkenazim Jude Kafka beschreibt hier unbewusst tiefenpsychologisch einen Prozess gegen seinen eigen Glauben, indem er das Thema des auserwählten Volkes geschickt auf die beruflich kaufmännische Bankthematik legt. Eine äusserst interessante Erzählung über die Läuterung des EGOs. Es wäre interessant ob ein Sephardim überhaupt in der Lage wäre solche Gedanken zu Papier zu bringen. Die ganze Erzählung ist eine reinste Autobiographie über Franz Kafka. Welche Kreise es zur Weltliteratur machten dürfte auch jedem halbwegs analog denkenden Leser klar sein.

Wer die Lebenswelt jüdischer Ashkenazim zu Zeiten der K&K Monarchie verstehen möchte für den ist dieses hervorragend geeignet. Das gesamte Buch handelt von Schuld und Schulden. Und es gibt halt eine abrahamitische Glaubensrichtung die vom Handwerk zum Schuldengenerierer wurden. Das faszinierenste an dieser Erzählung ist allerdings die Bandbreite der Interpretationsmöglichkeiten auf diversen Eben und Zwischenebenen was am Ende dazu führt, dass erkannt werden muss, dass es keine Schuld gibt, sondern nur Ursache & Wirkung sowie Impuls & Ort. Und mit dieser Erkenntnis wird dieser Prozess ein Widerspruch an sich, da diejenigen die die Schuld verteilen und sogar töten lassen, damit die viel größere Schuld auf sich laden indem sie Schuld in Eimern verteilen.

Vom Richtgeist
1 Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. (Römer 2.1) (1. Korinther 4.5)
2 Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden. (Markus 4.24)
3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?
4 Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?
5 Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!

Fazit: Wer sich in den Spiegelsaal von Versaille begibt kann darin umkommen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kafka lesen, lesen und nochmals lesen, 30. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
Genau wie ein Jemand, der in seinem Leben erst ein Glas Wein getrunken hat, nicht jede Geschmacksnuance wie ein Weinkenner genießen kann, so kann auch ein Leser, der zum ersten Mal Kafka liest, unmöglich die volle Brillanz in diesem Werk erkennen und aus dieser Brillanz schöpfen. Man muss sich mit Kafka beschäftigen. Und zwar nicht nur mit seinem Werk, sondern auch mit den Hintergründen zu seiner Person, um auch wirklich die tiefen Abgründe erkennen zu können, die Kafka in seinen Werken offenbart.

»Der Proceß« war das zweite von Kafkas drei großen Romanfragmenten. Den anderen beiden Fragmenten hat »Der Proceß« voraus, dass er in sich »geschlossener« ist, da er über ein Ende verfügt. »Der Proceß« handelt davon, dass der Jurist K. (-afka) von einem ominösen Gericht angeklagt wird und K. im Gegenzug versucht herauszufinden, welches Verbrechens er sich schuldig gemacht hat und das Wesen des Gerichts zu ergründen. So beginnt für K., ähnlich wie in »Das Schloß«, eine aufzehrende Schnipselsuche, die ihn zu geheimnisvollen Orten führt und ihn grotesken Gestalten ausliefert.

Es gibt dabei zahllose Deutungsansätze zu »Der Proceß«. So geht es in einem tieferen Sinn um die schriftstellerische Bewältigung Kafkas Kindheitstraumas und um die Bewältigung einer hoffnungslosen Verlobung. Es geht u.A. um die Überwindung einer Schreibblockade, um die Sinnsuche in einer immer komplizierteren und lebensverachtenderen Welt und um den erstickten Hilferuf eines Individuums.

Kafka ist gerade in unserer heutigen entmenschlichten Zeit so aktuell wie noch nie. Seine Aktualität wird mit dem weiteren Fortschritt und Wandlungsprozess, dem unsere Gesellschaft unterworfen ist, noch weiter zunehmen. Es wird eine Dystopie aufgezeigt, in der für das Individuum in der modernen Massengesellschaft kein Platz mehr ist.

Für mich war »Der Proceß« das erste Werk, dass Ich mit meinem hintergründigen Wissen über Kafka umfassender begreifen konnte, als die vorrausgegangenen Werke, welche Ich von Kafka bereits gelesen habe. Ich kann nicht behaupten, dass mein abschließendes Urteil über den »Proceß« positiver ausfällt, als gegenüber z.B. dem »Schloß«, weil »Der Proceß« »besser« ist, sondern vielmehr, weil Ich erst im Laufe der Zeit, und durch die Beschäftigung mit Kafka, den nötigen Sinn für sein Werk entwickeln musste.

Es gibt tausend Wege um Kafka zu deuten. Subjektiv empfehle Ich die Beschäftigung mit biografischen und psychoanalytischen Hintergründen und Methoden, um ein weiter gefasstes Verständnis für Kafkas Werk erlangen zu können. Hilfreich waren für mich persönlich ein Kapitel in dem Buch »Du sollst nicht merken«, von der Psychoanalytikerin Alice Miller, sowie Michael Müllers »Erläuterungen und Dokumente« zu »Der Proceß« als Reclam-Ausgabe.
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4.0 von 5 Sternen Gutes Buch, 7. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
Für Kafkafans sicher ein Muss, viele Zusatzinfos enthalten, schönes Design und für den Preis kann man sich das auch schon mal gönnen! :)
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super, 13. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
Also dieses Kafka-Werk ist wirklich genial. Das muss man gelesen haben. Ich bin zwar nicht so der Schmökerer aber hier bin ich gefesselt.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein beängstigendes Szenario zur Gerechtigkeit, 31. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
Kafka überzeugt mit seiner bezaubernden Sprache und einer abwechslungsreichen Syntax. Doch auch inhaltlich fasziniert "Der Prozess": Hier wird der Leser nicht mit einem klaren Plot abgespeist, denn bis zum Schluss bleibt ungewiss, wohin die Handlung führt. Bis zum Schluss wird die Hoffnung aufrecht erhalten, dass sich alles irgendwie aufklärt - sowohl der Grund für die plötzliche Verhaftung des Hauptcharakters als auch der Prozess selbst mit einem wohlwollenden Ende. Bei aller Mystik ist die Geschichte jedoch rund und stimmig. Kafka hat ganz klar nichts konzipieren wollen, was vom Leser schnell und bequem verdaulich ist. All die offen gelassenen Fragen regen demnach nicht nur während sondern auch nach dem Lesen zum Grübeln an. Und die Thematik ist zweifelsohne zeitlos: Wie schnell kann ein unschuldiger Mensch verurteilt werden? Wie schnell als solcher bestraft? Wen kümmern Beweise? Oder all die Korrektheit, mit der man bisher sein Leben führte? Wie lange kämpft man, wann ergibt man sich? Und selbst wenn man sich nicht ergibt - macht es einen Unterschied? So angenehm und kurzweilig sich der Roman lesen lässt, soviel Nährstoff bietet er für Diskussionen und Gedankenspiele in Richtung "Was wäre wenn?".
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prozesse und Plackerei, 22. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
Jemand mußte...Damit ist alles gesagt. Der Leser muß wissen, worauf er sich einläßt, im Gericht hat sich schon so mancher verirrt, und Spaß und Ernst sind eins. Wie ein Reigen unausgelasteter Dompfaffen, windiger Advokaten stolpern die Interpreten über die Zeilen und suchen trefflich in das Gesetz zu gelangen. Und auch diese Konstatierung kann wohl nur Verdoppelung darstellen (und was heißt hier Darstellen?), reproduziert Klischeenahes, bläht sich auf : Texte und Exegeten - der `Process' enthält sie alle, malt sie vor, lacht sie aus, prügelt sie, macht ihnen schöne Augen. Kein Buch, sondern ereignishafter Prozeß. Doch die Schrift ist unveränderlich, und die Meinungen sind oft nur ein Ausdruck der Verzweiflung darüber... ...und wenn GOtt jemals geschrie(be)n hat, so ist dieser Text das Echo. Aber beenden wir doch die müßige Plackerei und beginnen wir an dem Punkt, den wir für den An-Fang hielten. Es nimmt dich auf, wenn du kommst, und es entläßt dich, wenn du gehst. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat mein Sohn fürs Abi benötigt, 24. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
Hat mein Sohn fürs Abi benötigt. Was sagte Vitali Klitschko in der werbung? ("Schwere Kost!") Das muss als Lob genügen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen man muss sich für juristische Angelegenheiten interessieren, 12. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
entweder man ist Kafka-Fan und nimmt dieses Buch nur in seine Bibliothek auf oder man interessiert sich für historische Juristik, ansonsten für alle anderen eher zäh und stupide. Zum Schluss kann man dann auch kein Happy End erwarten
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was für ein Buch!, 27. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Process (Taschenbuch)
Abgeschreckt von Herrn Kafka wurde ich in der Schule vor ca 9 Jahren. Als ich dieses Buch las, wurde ich süchtig, und ich will mehr Kafka!

Unglaubliche Story, unglaubliche Personen, unglaubliche Orte!

Unglaubliches Buch!

Lesen Sie es, es lohnt sich, und es liest sich gut!

Kafka, ich komme,...
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Der Process
Der Process von Franz Kafka (Taschenbuch - 1998)
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