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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis
Diese Rezension bezieht sich auf die Audioausgabe von Radioropa, es geht nicht um den Inhalt des Werkes:

Wer einmal in die Situation kommt sich den Roman "Irrungen, Wirrungen" von Fontane zu Gemüte führen zu wollen/zu müssen, der sollte sich überlegen, ob es sich nicht lohnt stattdessen oder zusätzlich die Audio-Ausgabe von Radioropa zu...
Veröffentlicht am 1. April 2008 von D. Dahlen

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Irrungen, Wirrungen: Provokation auf gehobenem Sprachniveau - mehr aber auch nicht!
"Eine >>Berliner Alltagsgeschichte<< um 1875. Ein junger Baron verliebt sich in die Näherin Lene, die seine Gefühle erwidert. Die Standesunterschide scheinen unüberbrückbar. Doch die herrschende Moral duldet keine Verbindung."
Diese kurze Inhaltsangabe ist hinten auf dem Booklet abgedruckt und genügt prinzipiell schon, um die ganze...
Vor 11 Monaten von A. Gärtner veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis, 1. April 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Irrungen, Wirrungen (Audio CD)
Diese Rezension bezieht sich auf die Audioausgabe von Radioropa, es geht nicht um den Inhalt des Werkes:

Wer einmal in die Situation kommt sich den Roman "Irrungen, Wirrungen" von Fontane zu Gemüte führen zu wollen/zu müssen, der sollte sich überlegen, ob es sich nicht lohnt stattdessen oder zusätzlich die Audio-Ausgabe von Radioropa zu kaufen. Der Preis ist spitze, insbesondere für die gute Qualität die man hier bekommt. 5 Audio CDs und ganz besonders wichtig, eine MP3 CD wo nochmal alles drauf ist.

Die Sprecherin hat eine angenehme und wohl intonierte Stimme, mit der sie es sogar schafft eine gewisse Spannung aufzubauen. Sie scheut auch nicht vor einer guten Satzbetonung und damit Verbundener Interpretation zurück. Zwar fällt die Betonung bei unterschiedlichen Charakteren nicht immer differenziert genug aus, was man aber für diesen Preis auch nicht erwarten kann und beim zweiten Hören besser wird.

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen sich noch andere Audio-CDs von Radioropa zuzulegen, passen sie allerdings auf: Es ist nicht immer die selbe Sprecherin und nicht alle sind so gut wie Sabine Swoboda.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Enttäuschte Lesererwartungen als Spannungsmoment, 20. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Irrungen Wirrungen (Taschenbuch)
Adliger Leutnant und kleine Näherin, eine Liebesgeschichte, die in wilhelminischer Zeit keine Zukunft haben kann, am Ende gar Konfektionsware der Sparte Rührseligkeiten? So sieht's nur auf den ersten Blick aus, denn Fontane verwendet diese klischeeüberfrachteten Versatzstücke, um eine Gesellschaftskritik der etwas anderen Art zu verfassen.
Das Bemerkenswerte an diesem Roman ist nämlich das, was n i c h t passiert: Die unstandesgemäß verliebte Lene wird nicht unehrenhaft schwanger, sie stirbt auch nicht an gebrochenem Herzen oder der Schwindsucht, sie stürzt sich nicht verzweifelt in den Landwehrkanal, endet nicht in Schimpf und Schande, entpuppt sich aber auch nicht im letzten Moment als verloren geglaubte Herzogstochter, sondern macht eine "gute Partie" -- Fontane streut zwar immer wieder Hinweise, die diese und ähnliche Entwicklungen hätten einleiten können (und sie bei einem schlechteren Autor auch eingeleitet hätten), aber das sind falsche Fährten, deren Bedeutung sich erst vor dem zeitgenössischen Hintergrund klärt. Enttäuschte Lesererwartungen als das eigentliche Spannungsmoment, so könnte man es vielleicht formulieren.
Die Liebesgeschichte zwischen dem für einen preußischen Offizier der 1870er Jahre erstaunlich geistreichen und unarroganten Botho von Rienäcker und seiner Lene endet vordergründig so, wie man es erwartet: Am Ende heiratet jeder in seinem Stand und trauert der einzigen Liebe nach.
Es sind nämlich die vielen kleinen Pointen, die Fontane immer wieder einbaut und die den Roman lesenswert machen: Botho, der sich der Familienfinanzen wegen standesgemäß vermählt, bekommt als Frau genau die Sorte hübscher Kleiderständer, die er zuvor im Kreise der "kleinen Leute" noch wunderbar parodiert hat. In einer anderen Szene nimmt er die Mittagspause der Borsig-Arbeiter von ferne (!) als Idyll wahr -- zu einer Zeit, als Adolph Menzel schon sein "Walzwerk" gemalt hatte! Szenen wie diese gibt es einige -- ihnen gemeinsam ist die verschobene Perspektive der "Besseren Gesellschaft", der der realistische Blick der niederen Stände gegenübergestellt wird. Klar, wen die Militärordnung dazu verdonnert, sich vornehmlich unter seinesgleichen aufzuhalten, dem verstellen am Ende die Klischees den Blick, und er kann einer Borniertheit nicht entgehen, die etwa die Werke von Humboldt und Ranke nassforsch als "reine Abschreibesache" klassifiziert.
Und der damals sakrosankte Bismarck bekommt freilich auch sein Fett weg -- wie bei Fontane nicht anders zu erwarten. Aber das nur am Rande.
Man kann also sagen, dass Fontane die vielen falschen Fährten in diesem Roman für die Angehörigen eben jener Offizierskaste gelegt hat, deren Borniertheit er ins Visier nimmt, und der Trick ist ihm gelungen: Die zeitgenössische Kritik übersah die Pointe und nannte "Irrungen Wirrungen" allen Ernstes eine "gräßliche Hurengeschichte"... Irrungen und Wirrungen eben, wohin man nur schaut.

Vordergründig also eine tragische Liebesgeschichte von der Stange -- die Spitzen gegen die wilhelminische Ständegesellschaft sind gut versteckt. Aus diesem Grund dürfte "Irrungen Wirrungen" auch heute noch oft als trivial eingestuft werden, denn ohne Kenntnisse über die gesellschaftlichen und historischen Hintergründe bleibt einem die Stoßrichtung verborgen. Vielleicht sollte man auch deswegen einen anderen Roman von Fontane als Schullektüre wählen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unstandesgemäße Liebe, 25. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Irrungen, Wirrungen: Roman (Taschenbuch)
Theodor Fontane ist einer der klassischen Meister des gesprochenen Wortes und der präzise charakterisierten Figuren. In seiner genauen Beobachtung der Gesellschaft seiner Zeit zum Ausgang des 19. Jahrhunderts hin gelingt ihm immer wieder eine treffende Enthüllung vorherrschender, enger Normen und damit eine ironisierende Form der Gesellschaftskritik. Durch seine Nähe zum "Puls der Zeit" in Berlin (die meisten seiner Erzählungen und Romane spielen in Berlin) fließen genaue Betrachtungen jeweils aktueller Zeitströmungen und menschlicher Befindlichkeiten in seine Geschichten ein.

1887 erscheint sein Buch "Irrungen, Wirrungen" zunächst als Abdruck in einer Zeitung, 1888 dann als Band 5 seiner "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". Das Buch traf umgehend auf Ablehnung und heftige Kritik.

Die unstandesgemäße Liebe zwischen Baron Botho von Rienäcker und der Schneiderin Magdalene, genannt Lene, ihr heimlicher Genuss aneinander, ihre Unwillig-, aber auch Unfähigkeit, beiderseits die Standesgrenzen zu überwinden und ihre jeweilige Entscheidung, "passendere" Ehen einzugehen mit der Folge eines mäßig glücklichen Lebens ist die Geschichte des Romans, die mit der ausgesprochenen Enttäuschung über die eigene Unfähigkeit und die allgemeine Unmöglichkeit zum Leben der "unstandesgemäßen" Liebe gegen Widerstände endet.

Der wunderschöne Sprachstil Theodor Fontanes trägt die Geschichte über die Zeit hinweg, auch wenn gegenwärtig nicht mehr vorstellbar ist, warum die Protagonisten ihre jeweiligen Entscheidungen treffen und warum die Kritik am Buch sich 1888 in solch überbordender Form darstellte. Nicht nur die Freizügigkeit der Schilderung (für heutige Verhältnisse nicht nachvollziehbar) stand dabei im Fokus der Kritik, vor allem die Gelichwertigkeit der handelnden Personen. Dass eine Frau aus niederem Stand menschlichen Wert, z.T. sogar eine moralische Überlegenheit in sich trägt, das war der eigentliche Auslöser der Empörung.

Das beständig mitschwingende, generalisierende Element der Liebe und ihrer naturgemäßten Irrungen und Wirrungen geriet völlig aus dem Blick. Dies aber ist für den heutigen Leser immer noch das eigentlich aktuelle Thema am Roman Fontanes. Alle Entscheidungen der Liebe sind nie die genau Richtigen. Immer bleiben uns unsere Entscheidungen die Liebe betreffend etwas schuldig. Ein durchaus modernes Thema.

Fontane war ein genauer Beobachter, der in wenigen Worten die Charaktere der Personen lebendig skizziert. Oft reichen wenige gesprochene Sätze, um dem Leser die Persönlichkeit des im Roman sprechenden bildhaft vor Augen zu führen. Im fließenden Stil des Buches entstehet so eine greifbare Handlung mit fassbaren Personen, die allesamt einerseits Opfer ihrer Zeit und der herrschenden Normen sind andererseits durch ihre Haltung und Überzeugungen auch Verfechter des herrschenden gesellschaftlichen Rahmens sind.
"Wer dem Herkommen gehorcht, kann zugrunde gehen, aber er geht besser zugrunde als der, der ihm widerspricht", sagt Baron Botho.
Das ein stabiler, sozialer Rahmen auch Vorteile gegenüber der reinen Selbstverwirklichung um jeden Preis haben kann, ist ein Gedanke, der gerade heut zu Tage durchaus neu bedenkenswert erscheint, auch wenn "für die Sitte" manches Mal persönliche Opfer notwendig sind.

Im Gegensatz zu seinen präzisen und genauen Betrachtungen der handelnden Personen, die in wenigen Sätzen hervorragend skizziert sind, lässt sich Fontane mit der Rahmenhandlung und der Schilderung des Berliner Alltagslebens durchaus Zeit und beschreibt erzählerisch oft bis ins Kleinste hinein. So entsteht ein gemächlicher Erzählstil, der nichts von der Schnelligkeit und Zielorientierung vieler moderner Romane hat. Gerade dies aber ist eine Einladung an den Leser, sich der Schönheit der Sprache und der Genauigkeit der Schilderung zu öffnen.

Als hervorragende Schilderung einer vergangenen Zeit, der Prägung der Personen durch die gesellschaftliche Enge, in fließendem Stil, entlarvenden Dialogen und umfassender Beschreibung des Alltages ein reines Lesevergnügen der gemächlichen Art.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Glück liegt im Moment, 1. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Botho und Lene, er ein Baron, der deutlich über seine Verhältnisse lebt, sie eine einfache Plätterin, lernen sich bei einem Bootsausflug kennen. Nach einem romantischen Sommer kommt, was kommen muß: Die beiden werden Opfer der Konventionen. Botho heiratet die schöne und reiche Käthe, deren Albernheiten Botho manches Mal an Lenes Ernst und Ehrlichkeit zurückdenken läßt, und Lene findet Gideon, einen stocksteifen, aber integren Fabrikmeister. Botho und Lene finden sich mit ihrem Schicksal ab, aneinander "gebunden" bleiben die beiden jedoch immer. Als "Hurengeschichte" hatten zeitgenössische Leser diesen Roman bezeichnet, findet hier doch eine Frau, die schon zwei voreheliche Verhältnisse hatte, doch noch einen Mann, mit dem es sich leben läßt. Gewohnt zurückhaltend und immer wieder zurücknehmend hat Fontane mit "Irrungen,Wirrungen" einen erstaunlich modernen Roman geschrieben, der eines zeigt: Das Glück liegt im Moment....
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Herzensangelegenheiten, 8. Dezember 2002
Der Roman von Theodor Fontane spielt um 1880 in Berlin-Wilmersdorf und handelt von Lene, einer Wäscherin, und Botho von Rienäcker, einem jungen Baron, die sich ineinander verlieben. Obwohl ihre Liebe aufrichtig und ehrlich ist, wissen beide, daß sie aus gesellschaftlichen Gründen nicht von Dauer sein darf. Das gegenwärtige Glück wollen sie aber noch auf einer Landpartie genießen, doch dort erscheinen drei Kameraden von Botho mit ihren Freundinnen, was die Affäre publik macht. Botho muß nun seiner gesellschaftlichen Pflicht gehorchen und seine reiche Kusine heiraten, um sein Gut zu sanieren. Auch Lene heiratet später einen älteren Prediger und kehrt damit in das "ordentliche Leben" zurück, doch das kurze Glück von Botho und Lene ist unvergeßlich, der Schmerz bleibt.
Der Roman wurde von der damaligen Leserschaft vehement abgelehnt; Kritikpunkt war vor allem die unbefangene Schilderung der "unstandesgemäßen" Liebe. Fontane jedoch übt seine Kritik an der Gesellschaft, die einen solchen Moralkodex führt, gerade dadurch, daß er die Protagonisten danach handeln läßt, gerade dadurch, daß Botho die Pflichtehe eingeht und Lene verläßt. Das Ende vom "Lied" ist zutiefst geprägt von Resignation über das geopferte Glück der beiden jungen Liebenden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein realistisches Werk!, 17. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Irrungen, Wirrungen (Taschenbuch)
Wir haben dieses Buch in Hinblick auf die Epoche des Realismus behandelt.. im Grunde ist es eine tragische Liebesgeschichte. Alles beginnt damit, dass sich Lene und der Baron kennen und lieben lernen. Sie verbringen glückliche Stunden miteinander und alles ist wirklich harmonisch, emotional und man fühlt förmlich das knistern zwischen beiden.. der Autor hat diese Szenen wirklich toll umgesetzt.
Doch schließlich müssen sich beide trennen, weil die der familiäre und finanzielle Druck des Barons eine Heirat mit der jungen Käthe vorsieht. Botho beugt sich diesem Wunsch, weil er weiß das es so das Beste ist. So kommt es zu einem letzten Treffen zwischen Lene und ihm, sie trennen sich in einer dunklen Nacht.
Einige Zeit später, als der Baron schon längst verheiratet und Lene alles verkraftet hat, sieht sie ihn mit seiner Frau am Arm wieder, versteckt sich jedoch so, dass Botho sie nicht sehen kann. Die Konsequenz dieser Begegnung ist ein Umzug Lenens und ihrer Mutter, weil sie es nicht ertragen kann, ihn in ihrere Nähe zu wissen.
Als Frau Nimptsch (Lenes Mutter) stirbt und Botho ihr den versprochenenen Strauß ans Grab bringt, verspürt man eine Wendung und hofft auf ein glückliches Wiedersehen zwischen Lene und Botho.. doch wäre das realistisch?
She emotionale, sensible und feinfühlige Literatur die den Leser Mitempfinden und Mitfiebern lässt! Auch wenn es zur Schullektüre gehört ist es kein ödes oder schwieriges Werk.. also wirklich lesenswert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Macht der Standesunterschiede, 2. Januar 2002
Von 
Fontane versteht es mit meisterhafter Erzählkunst, die Standesunterschiede im ausgehenden 19. Jhdt. darzustellen. Da ist zunächst die Hauptprotagonistin, die aus einfachen Verhältnissen stammt und trotz aller Schwärmerei den Weitblick für die zum Scheitern verurteilte Liebschaft hat. So ist sich Lene von Anfang an bewusst, dass ihre Zuneigung zu Botho von Rienäcker keine Zukunft haben wird. So sehr sich auch der Baron an diesen Gedanken klammern will, bis er schliesslich zuletzt die physischen Zeugnisse seiner Affäre in Flammen aufgehen lässt, holt in seine Herkunft und seine Verpflichtung dem Stande gegenüber auf den Boden der Tatsachen zurück. Parallelen zu diesen gesellschaftlichen Unterschieden lassen sich später auch bei Böll's "Ansichten eines Clowns" wiederfinden. Fontane versteht es hier mit einer sprachlicher Gewandtheit nicht nur die einzelnen Charaktere auftreten zu lassen, sondern beschreibt auch die Handlungsorte äusserst detailliert, so dass sich der Leser in eine längst vergangene Epoche zurückversetzt fühlt. Man mag sich mitunter zu der Kritik verleiten lassen, dass einzelne Sätze, Passagen oder Beschreibungen zu langatmig ausfallen, doch wenn man sich hindurchgearbeitet hat ist das abgerundete Bild, welches dadurch entsteht, aller Mühe wert. Das ist klassische und schöne Prosa, wie sie in keinem Bücherregal fehlen sollte.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das beste Werk Fontanes, 23. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Irrungen Wirrungen (Taschenbuch)
Irrungen Wirrungen, ein Buch über eine große Liebe im alten Berlin. Die bürgerliche Lene verliebt sich in den adligen Botho, der ihre Liebe erwidert, aber aus finaziellen und konventionellen Gründen eine Dame aus dem adligen Bekanntenkreis heiratet! Also ein Gesellschaftsdrama, in der die Liebenden aus verschiedenen Gesellschaftsständen stammen und nicht zueinader finden dürfen. Doch Fontane, Schriftsteller des bürgerlichen Realismus, kritisiert nicht nur die Gesellschaft der damaligen Zeit, sondern legt vor allem Wert darauf, Schwäche und Stärke der Personen aufzuzeigen. Und dieses Werk ist für mich eine Ode an die Stärke der Frauen! Fontane schrieb viele Werke, in denen die Hauptrolle von Frauen eingenommen wurde (Stine, Effi Briest, Frau Jenny Treibel ..). Doch in keinem Werk wird die Stärke der weiblichen Darstellerin so deutlich aufgezeigt, wie die der Lene in Irrungen Wirrungen. Und auch der männliche Part dieser Beziehung, Botho, erkennt seine eigene Schwäche und Ohnmachtlosigkeit mit dem letzten Satz des Werkes an: "Gideon ist besser als Botho!" Fontane ist für mich ein hervorragender Autor! Nahezu alle seine Werke sind faszinierend geschrieben; Irrungen Wirrungen ist aber mein absolutes Lieblingswerk der deutschen Literatur.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wenn die Liebe der Vernunft unterliegt, 7. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Irrungen, Wirrungen (Taschenbuch)
Ein wunderschönes Buch...

Ich hab mich ganz darin verloren. Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt. Zu sehen, wie zwei Menschen, hier Botho und Lene, sich verlieben, zum Teil gegen ihren eigenen Willen und sich dann trotz dieser Empfindungen auf Grund des Standesunterschieds trennen - bricht einem beim Lesen förmlich das eigene Herz mit!

Was mich echt umgehauen hat, war die letzte Seite. Nachdem besagter Botho nun die Kusine heiratet und eines morgens mit ihr am Frühstückstisch sitzt, wie diese die Heiratsanzeigen aus der Zeitung vorliest und sich über die Namen eines Brautpaares lustig macht. Eben jenes Brautpaares, Lene und Gideon.

"Botho nahm das Blatt, aber freilich nur, weil er seine Verlegenheit dahinter verbergen wollte. Dann gab er es ihr zurück und sagte mit so viel Leichtigkeit im Ton, als er aufbringen konnte: »Was hast du nur gegen Gideon, Käthe? Gideon ist besser als Botho.«"

Und damit hört das Buch auf - ist das nicht unglaublich - Fontane lässt den Leser mit dieser Empfindung zurück, wir wissen, dass er sie liebt und wie er sie liebt - das hat mich total mitgenommen!

Zudem schön bei Fontane, den Blick den er uns auf Berlin gibt, die Straßen entlang zu schlendern und sich Dank Fontane vorstellen zu können wie Berlin zu seiner Zeit (Roman erschien 1887?) gewesen sein mag, begeistert mich immer wieder auf's Neue!

Wunderschönes Buch! Sollte man gelesen haben
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine nicht standesgemäße Liebe, 19. Juni 2008
Von 
Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Irrungen Wirrungen (Taschenbuch)
Irrungen Wirrungen erzählt die Geschichte einer nicht standesgemäßen Liebe. Einen Sommer lang haben der Baron Botho und die Büglerin Lene ein Liebesverhältnis, das sie schließlich wegen des unüberwindbaren Klassenunterschieds zugunsten von Vernunftehen aufgeben. Ihr persönliches Glück ist damit für immer verloren, die gesellschaftlichen Konventionen sind zu stark. Zu seiner Zeit sorgte der Roman mit seiner unverblümten Darstellung einer nicht standesgemäßen Beziehung für Zündstoff. Das Aufeinanderprallen von Liebesideal und gesellschaftlicher Realität war zwar auch vorher schon in der Literatur thematisiert worden, etwa in Schillers Kabale und Liebe. Doch anders als dort lehnen sich Fontanes Liebende nicht auf, sondern akzeptieren die äußeren Gegebenheiten widerstandslos. Heute fällt es schwer, dem Roman etwas Anstößiges abzugewinnen. Der Widerstreit zwischen individueller Selbstverwirklichung und den bestehenden Wertvorstellungen einer Gesellschaft ist aber nach wie vor ein Thema.
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Irrungen Wirrungen
Irrungen Wirrungen von Theodor Fontane (Taschenbuch - 1986)
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