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am 17. Januar 2000
Also zu dem Buch kann ich nur eins sagen Leute: Es ist wirklich herrlich geschrieben und die Worte die Moliere seinem Menschenfeind in den Mund legt sind zum Teil sowohl zutreffend als auch wunderbar luftig formuliert. Obwohl es eine herausragende Komoedie ist, die von Witz nur so sprueht, macht das Buch einen auch nachdenklich denn vorallem das Hauptthema der Dialoge des Menschenfeinds naemlich die falschen Schmeicheleien am franzoesischen Hofe und das Bestreben des Misanthropen unangepasst seine Meinung vertreten zu koennen sind Themen, die durchaus auch heute noch aktuel sind. Das Thema des Kampfes um den freien Gedanken wird in dieser Komoedie seltengut umgesetzt. Dem Uebersetzer ist zu gratulieren.
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Mit einem großen Schwall von Worten nichts zu sagen.
Man sucht in dem Geschwätz vergebens nach dem Sinn,
Es rauscht nur, dröhnt und braust, man hört zuletzt nicht hin."
( Zitat: " Der Menschenfeind".)

" Le Misanthrop" ist am 4 Juni 1666 in Paris uraufgeführt worden.
Moliere hat das Stück als Komödie bezeichnet, obgleich es an der Grenze des Tragischen steht.

Der Protagonist Alceste ist festen Willens , sich nicht mehr nach den heuchlerischen Konventionen der Gesellschaft zu richten, sondern immer nur aufrichtig und ehrlich zu sprechen.
Doch er verliebt sich in die scharfzüngige , eitle, dazu noch kokette Celimene. Diese Frau verkörpert alles , was er verachtet. Zeitgleich weist er die aufrichtige Zuneigung von Eliante zurück.

Moliere verdeutlicht durch sein Stück die Ambivalenzen starker Gefühle: Offenbar hasst man das, was man am meisten heimlich liebt. Augenscheinlich verachten diejenigen die Gesellschaft am intensivsten, die sie am meisten umworben haben. Das jedenfalls ist die Botschaft, die Moliere in seinem Stück übermitteln möchte.
Psychologen finden Molieres "Message" heute mit Sicherheit überaus bemerkenswert und das nicht ohne Grund.

Goethe konstatiert:" Hier stellt sich der reine Mensch dar, welcher bei gewonnener großer Bildung doch natürlich geblieben ist und wie mit sich so auch mit anderen nur gern wahr und gründlich sein möchte; wir sehen ihn aber im Konflikt mit der sozialen Welt, in der man ohne Verstellung und Flachheit nicht umhergehen kann.!

Sehr interessant, nicht wahr?

" Ich hab an jedes Wort geglaubt, das Sie mir schrieben,
Sie aber haben nur ein schändlich Spiel mit mir getrieben.
Ihr Liebe heuchelnd Herz war ohne viel Bedenken
Bestrebt, sich nach und nach der ganzen Welt zu schenken.
Ich war ein blinder Narr. Jetzt kann ich wieder sehn.
Ich schulde Ihnen Dank, es ist durch Sie geschehn.
Mein Herz nehm ich zurück, das blutig Sie zerrissen,
Und meine Rache ist, dass Sie`s nun ewig missen.
( aus : Der Menschenfeind.)

Sehr empfehlenswert!
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am 28. November 2008
Natürlich wieder eine tolle Komödie von Moliere.
Allerdings liest sich die Geschichte hier nur sehr gut, für Leute die super Französisch können. Die deutsche eins zu eins Übersetztung ist zwar hilfreich, wenn wann eine Arbeit über die Komödie schreiben will, aber unbrauchbar, wenn man sich aus Spass der Geschichte widmet.

"Ich will, daß man Mensch ist und daß bei jeder
Begegnung
der Grund unserer Seele sich in unseren Reden zeigt,
daß er es ist, der spricht, und ...."

In dieser Ausgabe reimt sich in Deutsch rein gar nichts, was dem Stück meiner Meinung nach eine Menge Begeisterrung nimmt.

Aber wie gesagt, dafür ist der original (sich reimende)französische Text dabei.
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am 4. Juli 2004
Im Mittelpunkt dieser großartigen, bitterbösen und vielschichtigen Komödie steht Alceste, der der Menschheit und vorallem der höfischen Gesellschaft den Fehdehandschuh hingeworfen hat.
[...]
Diese Komödie bewegt sich mit ihrem unnahbaren Protagonisten am Rande des Komischen, oft bleibt einem im wahrsten Sinne des Wortes das Lachen im Halse stecken. Eben noch seiner Umwelt moralisch überlegen, verliert der Menschenfeind den Boden unter den Füßen.
Durch seine Selbstbezogenheit und mangelndes Taktgefühl verliert er sein Ansehen bei seinen Freunden und steht am Ende allein da. Auch die anderen Charaktere werden immer wieder in ein neues Licht gestellt und somit wechseln auch die Sympathien für die einzelnen Charaktere.
Moliere verstand es großartig das Wesen jedes Einzelnen herauszuarbeiten und in Bezug zueinander zu stellen, dieser Facettenreichtum und die zeitlose Geschichte machen das Werk ohne Frage empfehlenswert.
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am 27. September 2015
Vorneweg gleich den Hinweis, dass ich die Reclam-Version "Der Menschenfeind" (nur Deutsch) aus dem selben Jahr (1993), mit anderer Übersetzung (Monika Fahrenbach-Wachendorff) gelesen habe, mir jedoch eine kurze Rezension dieses kurzweiligen Meisterwerkes von Moliere nicht verkneifen möchte.
Das Stück spielt im Zeitalter Louis XIV und kritisiert in Person und Wirken des Heldens, Alceste, die heuchlerische höfische Gesellschaft, ihre Umgangsformen und überkommenen Normen. Mit seiner kompromisslosen und offenen Kritik an der unaufrichtigen Natur des Menschen, manövriert sich Alceste durch seine "aufrechte" Art sukzessive ins gesellschaftliche Abseits und sieht am Ende nur noch die Flucht vor der Gesellschaft als letzte ihm verbliebene Option. Der "Held" des Stückes, von Moliere mit wechselhaften Charakterzügen ausgestattet und im Laufe der Handlung schrittweise demontiert, verkörpert auf äusserst unterhaltsame Weise eine Lektion in frühaufklärerischem Antidogmatismus.
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