Kundenrezensionen


5 Rezensionen
5 Sterne:
 (1)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


37 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bücherdschungelmachete
Unvergleichbare Orientierungshilfe auf den Ozeanen der Weltliteratur. Dieses Kompendium des Reclam-Verlages ist unschlagbar in Auswahl, Umfang und Preis.
Sämtliche deutsche Literaturepochen, antike, europäische sowie außereuropäische Literaturen, plus Philosophie-Leitfaden
(allesamt mit prägnanter Kurzbewertung und Eckdaten).
Eine...
Veröffentlicht am 17. März 2002 von daroin

versus
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser ist noch nicht sehr gut
Vom Ansatz her eine ganz vernünftige Empfehlungsliste - verglichen mit anderen Zusammenstellungen a la »Was man lesen muss«. Das konnte man sich von Reclam auch erwarten. Trotzdem bleiben viele Ungereimtheiten und Schlampigkeiten: Warum lateinische Texte des Mittelalters in die deutsche Leseliste aufnehmen, wenn es doch eine eigene Kategorie für »Lateinische...
Veröffentlicht am 3. Januar 2008 von Leser


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser ist noch nicht sehr gut, 3. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Leseliste. Kommentierte Empfehlungen (Taschenbuch)
Vom Ansatz her eine ganz vernünftige Empfehlungsliste - verglichen mit anderen Zusammenstellungen a la »Was man lesen muss«. Das konnte man sich von Reclam auch erwarten. Trotzdem bleiben viele Ungereimtheiten und Schlampigkeiten: Warum lateinische Texte des Mittelalters in die deutsche Leseliste aufnehmen, wenn es doch eine eigene Kategorie für »Lateinische Literatur des Mittelalters« gibt? Dasselbe gilt für philosophische Texte. Warum ist Brussigs Roman »Helden wie wir« von 1995 DDR-Literatur? Wohl weil man keine neue Unterkategorie eröffnen wollte. Doch ist die deutsche Empfehlungsliste recht umfassend und informativ. Überarbeitet gehören in jedem Fall die internationalen Auswahllisten: So muss beispielsweise die Russische Literatur bei Reclam ohne die Hauptwerke von Puschkin, Gogol, Turgenjew, Babel und Bulgakow auskommen. Die Französische Literatur beginnt laut Reclams Empfehlungen mit dem Rosenroman und Villon erst um 1500. Und unter die Kategorie »Orientalische und asiatische Literatur« hätten die Herausgeber es ebenso gut bei dem Hinweis »hic sunt leones« belassen können, denn mehr als die wenigen hinlänglich bekannten Weisen aus dem Morgenland fällt ihnen zu dem Thema nicht ein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


37 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bücherdschungelmachete, 17. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Leseliste. Kommentierte Empfehlungen (Taschenbuch)
Unvergleichbare Orientierungshilfe auf den Ozeanen der Weltliteratur. Dieses Kompendium des Reclam-Verlages ist unschlagbar in Auswahl, Umfang und Preis.
Sämtliche deutsche Literaturepochen, antike, europäische sowie außereuropäische Literaturen, plus Philosophie-Leitfaden
(allesamt mit prägnanter Kurzbewertung und Eckdaten).
Eine Lebensaufgabe für Nachdenker, welche sich in das von Menschen bisher Gedachte einfühlen möchten- einen Kompass finden sie hier.
Kinderkrankheit wie bei allen Leselisten - die Gegenwartsliteratur.
Ein Hammerband !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


35 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die abschreckendste Art, Literatur zu empfehlen, 30. Dezember 2007
Von 
Schulthe, Hendrik "pengoblin" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Leseliste. Kommentierte Empfehlungen (Taschenbuch)
DAS KONZEPT

<Die Leseliste - Kommentierte Empfehlungen> soll, ihrem Vorwort zufolge, durchaus keine Bestenliste darstellen, sondern geht von dem Kriterium aus, Werke auszuwählen, die für eine bestimmte Zeit oder Denkrichtung besonders repräsentativ sind oder in besonderer Weise neue Denkrichtungen eröffnet haben. <Diese Konzeption>, so heißt es, <reagiert vor allem auf die Orientierungsbedürfnisse derer, die nicht ausschließlich zur Unterhaltung und zum poetischen Genuß, sondern mit fachlichem Interesse lesen wollen.>

Im Folgenden wird auf die alte Diskussion verwiesen, ob es überhaupt z.B. in der Germanistik feste geben sollte oder nicht, und eine Stellungnahme zu dieser Frage wird elegant umschifft, um dann sogleich bei einer Daseinsrechtfertigung der vorliegenden Auswahl von rund 600 Werken anzulangen. Diese soll darin bestehen, zugleich das angabegemäß aus dieser Diskussion erkennbare Bedürfnis nach <Hilfestellung im Gewirr der Weltliteratur> zu erfüllen und zugleich <zum eigenständigen Lesen und Weiterlesen> zu motivieren, ferner zur <kritischen Revision> zu <motivieren>.

DER INHALT

Das Buch enthält auf 206 Seiten ca. 600 Einträge. Der Schwerpunkt liegt dabei naheliegenderweise auf der deutschsprachigen Literatur, die weitestgehend nach den etablierten Kategorien sortiert ist:
Mittelalter
Humanismus und Reformation
Barock
Aufklärung
Sturm und Drang
Klassik
Romantik
Biedermeier und Vormärz
Bürgerlicher Realismus
Naturalismus bis Expressionismus
Weimarer Republik und Drittes Reich
Literatur seit 1945: BRD, Österreich und Schweiz
Literatur der DDR

Dies ergibt etwa 104 Seiten. Der älteste Eintrag ist das Hildebrandslied aus dem 9. Jh., die neuesten Einträge sind Christoph Ransmayrs <Die letzte Welt>, Botho Strauß' <Anschwellender Bocksgesang>, Christian Krachts <Faserland> sowie eine Lyrikanthologie von 1996.

Ein repräsentativer Eintrag lautet z.B.:

Christoph Ransmayr
Die letzte Welt. Roman. Mit einem Ovidischen Repertoire.

ED: Nördlingen 1988.

Roman, der die mythologischen Verwandlungssagen (Metamorphosen) des römischen Dichters Ovid (43 v. Chr. bis 17/18 n. Chr.) in einem düster-zeitlosen Raum zwischen Antike und Gegenwart wiederbelebt und die These vom <Tod> bzw. <Verschwinden> des <Autors> (Barthes/Foucault) erzählerisch realisiert.

Abgesehen davon, daß ich die verschwenderische Verwendung von Anführungszeichen in gerade diesem Eintrag für reichlich pseudoakademisch-manieriert halte, weil sie dem Lesenden schlicht nicht das Geringste mitteilt, ist auch die Beifügung <(Barthes/Foucault)> nirgends vervollständigt und findet sich auch in der Bibliographie nicht wieder. Der Eintrag insgesamt wird dem Buch nicht gerecht und faßt seinen Inhalt derart dehydriert zusammen, daß neben dem Aspekt der möglichen Lesefreude (o welch böses Wort für Literaturwissenschaftler!) auch keine Begründung dafür erkennbar ist, warum dieses Buch überhaupt für diese Liste ausgewählt wurde (wobei ich im Unterschied zu den unsäglich langweiligen und pseudobedeutungsschwangeren Werken von Botho Strauß dieser Auswahl dennoch durchaus zustimme).

Insgesamt ist deutlich spürbar bis zur 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts die Auswahl recht abgesichert und sattelfest - zumindest aus literaturwissenschaftlicher Sicht. Es ist eigentlich kein einziger Titel dabei, der als überraschend angesehen werden könnte. Deutlich unsicherer werden die Herausgeber, wenn sie sich der Gegenwart nähern und eigene Entscheidungen treffen müssen, und neben den wenigen anerkannt hochwertigen Bestsellern aus deutscher Feder - obiger Ransmayr, Nadolnys <Die Entdeckung der Langsamkeit> und wenig mehr zieht man sich auf die unangreifbaren Akademikerlieblinge zurück: Strauß, Handke, Kühn, und 'neuerdings' Jelinek.

Aber schauen wir doch erstmal die zweite Häfte des Buches an, die einige Länderliteraturen mit ihren wesentlichen Werken abzubilden behauptet:

Orientalische und asiatische Literaturen
Griechische Literatur
Lateinische Literatur der Antike
Lateinische Literatur des Mittelalters
Italienische Literatur
Französische Literatur
Spanische und portugiesische Literatur
Lateinamerikanische Literatur
Russische Literatur
Skandinavische Literatur
Englische Literatur
Nordamerikanische Literatur

Daß einige Länderliteraturen - Niederlande, Skandinavien usf. - gleich ganz ausgelassen werden, wird damit begründet, daß man sich auf jene Literaturen beschränken wollte, die in Wechselwirkung mit der deutschen Literatur standen. Offenbar gilt dieses Ausschlußverfahren auch für die aufgenommenen Literaturen, und das insgesamt 4(!)seitige Kapitel über orientalische und asiatische Literatur enthält außer den frühesten Großwerken - Gilgamesch-Epos, Rigveda, Altes und Neues Testament, Bhagavadgita u.a. - schlichtweg gar nichts. Spätestens hier fragt man sich, warum sich die Herausgeber nicht doch etwas schämen, im Vorwort den Begriff der <Weltliteratur> überhaupt in den Mund zu nehmen, denn diese Leseliste ist ganz offensichtlich so lichtjahreweit entfernt davon, eine <Hilfestellung im Gewirr der Weltliteratur zu sein> wie ein Stadtplan von Bottrop als Navigationshilfe für Gesamtdeutschland.

Die Auswahl der Werke, welche angabegemäß die jeweilige Länderliteratur repräsentieren, bleibt wiederum ohne große Überraschungen. Bei den vergangenen Jahrhunderten werden - mehr oder weniger reflektiert - die unangreifbaren Klassiker gewählt, die Annäherung an die Gegenwart erfolgt mit spürbarer Unsicherheit, auch aus den wenigzeiligen Anmerkungen zu jedem Buch wird nicht immer erkennbar, warum das Werk jeweils ausgewählt wurde. Falls die Herausgeber auch hier wieder das Kriterium der Wechselwirkung mit der deutschsprachigen Literatur vor Augen hatten, sollte das doch eigentlich aus Auswahl und Darstellung ersichtlich sein, oder?

Jetzt schaue ich doch mal andersherum: wie werden denn Werke, die ich schon kenne, dargestellt? Da ich mich mit der englischen Literatur am bewandertsten fühlen darf, schaue ich dort. Soso, Morus' <Utopia> hat angeblich die Gattung der Utopie begründet. Da hat man sich aber doch etwas vertan, denn nur weil die Gattung der Utopie ihren Namen daher hat, ist Morus Werk keineswegs das erste seiner Art - man denke z.B. an Platons . Naja, hier sind die Damen und Herren Germanisten wohl nicht so zuhause. Aber das lasse ich als ohnehin gerne und oft wiederholten Fehler mal stehen.

Die anderen von mir recherchierten Werke - z.B. Sternes <Tristram Shandy> oder Fieldings <Tom Jones> - sind gleichzeitig völlig korrekt und dennoch zur Unerkennbarkeit dehydriert wiedergegeben, ähnlich wie die Röntgenaufnahme einer toten Nachtigall absolut nichts über ihren Gesang aussagt, ohne deswegen falsch zu sein.

Abschließend ist dem Buch eine Auswahlbibliographie beigegeben, die jedoch für niemanden außer den wenigen, die womöglich über das Thema Literaturkanon promovieren, von irgendeinem Interesse sein könnte. Ein Register wäre sicherlich angebrachter gewesen, dieses aber fehlt.

FAZIT

Es ist sicherlich gut und richtig, den Verkaufserfolg von Büchern nicht als Qualitätskriterium heranzuziehen, denn bekanntlich sind auf den mehr oder weniger repräsentativen Bestsellerlisten stets auch zahlreiche Titel vertreten, deren Erfolg auf völlig buchinhaltsfremde Kriterien zurückgeht: geschickte Werbung, purer Zufall, exhibitionistisches Interesse an 'Enthüllungen', die Prominenz des Autoren in einem anderen Bereich, Verriß durch Reich-Ranicki, gutes thematisches Timing etc. etc. - von dem Umstand, daß manche zunächst schwerverkäuflichen Titel gerne als Bestseller deklariert werden, um dann im Wege einer self-fullfilling prophecy nachträglich welche zu werden, ganz abgesehen. Aber ob die hier vorgestellte Herangehensweise wirklich besser ist?

Den Anspruch, eine repräsentative Vorschlagsliste für die gesamte Weltliteratur zu liefern, erfüllt das Buch auch nicht ansatzweise, dafür ist es viel zu 'germanozentrisch'. Den HerausgeberInnen kann das evtl. nur bedingt vorgeworfen werden; hier mögen Titelgebung und Verlagswerbung schlicht etwas irreführend geraten sein.

Kann es denn wenigstens den Anspruch erfüllen, hoffnungsvollen Germanisten eine Hilfestellung zum <eigenständigen Lesen und Weiterlesen> und zur <kritischen Revision> zu bieten, wie es das Vorwort verspricht?

Jain und Nein.

Jain, weil derjenige, der sich nach diesem Kanon richtet, sicherlich innerhalb der betont elitären und leserealitätsfremden Welt der Germanistik nicht fehlgehen kann. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß wer Literatur liebt, besser Literatur nicht studieren sollte, denn zumeist wird dort rezipiert und rezipiert und rezipiert, aber nicht gelesen - was man zahlreichen bis zur völligen humorfreien Lächerlichkeit gehenden sekundärliterarischen Fehldeutungen des Faches auch deutlich anmerkt. Wer sich jedoch mit den Rahmenbedingungen der Germanistik oder Komparatistik arrangieren kann, dem kann diese Leseliste eine Orientierungshilfe innerhalb des engen germanistischen Horizontes sein. Allerdings enthält das Büchlein nichts, was nicht in umfangreicheren und aufgrund der Gestaltung (Register!) als Nachschlagewerk geeigneteren Werken drinstände, von Frenzels <Daten deutscher Dichtung> an aufwärts.

Nein, weil ich kaum je einem Werk begegnet bin, das so kompakt alles zusammenfaßt, was meiner Erfahrung nach in der Literaturwissenschaft von der Literatur wegführt. Es degradiert den Vorgang des Lesens zum archivalischen Nachvollzug vorgegebener Deutungen und keineswegs zum eigenständigen Lesen und Weiterlesen: den Deutungen, die hier festgenagelt sind, widerspricht man besser nicht, denn sie sind in der Literaturwissenschaft bereits fest zementiert - und spielen zum Glück für alle Bücher, die das Pech haben, hier erwähnt zu sein, außerhalb der Literaturwissenschaft oft gar keine Rolle.

Aus meiner Sicht (ich konnte selbst jahrelang Erfahrung als Dozent für Literatur sammeln) kann ich jenen, die tatsächlich Leseempfehlungen für einen Einstieg in das zugegebenermaßen dichte Dickicht der Weltliteratur suchen, von dieser Leseliste nur abraten. Sie erweist sich für den Bereich der nichtdeutschen Literatur als zu voreingenommen und schlicht inkompetent bzgl. der Werkauswahl, weil zu willkürlich hier eine Nationalliteratur, dort ein Jahrtausend abgesäbelt und ausgegrenzt wird. Wenn man diesem Buch glauben will, wäre z.B. in fast 1.500 Jahren in ganz Fernost kein einziges wichtiges Buch mehr erschienen. Und für den Bereich der deutschsprachigen Literatur gibt es besser sortierte und weniger dehydrierte Werke. Als Alternative empfehle ich das Aufsuchen eines guten Buchhändlers alter Schule - das wiegt gut und gerne 20 Machwerke dieser Art auf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Mehr Nachschlagewerk als Empfehlungsliste, 18. September 2012
Von 
Xirxe (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Leseliste. Kommentierte Empfehlungen (Taschenbuch)
(Diese Kritik bezieht sich auf eine später unverändert erschiene Bibliotheksausgabe.)
Rund 600 Titel der Weltliteratur sind in 'Die Leseliste' zusammengefasst, ergänzt durch knappe Kommentare. Es wird unterschieden nach deutschsprachiger sowie fremdsprachiger Literatur, wobei ersteres eine weitere Unterteilung nach zeitlichen Gesichtspunkten erfährt: Mittelalter, Humanismus und Reformation, Barock, Aufklärung, Sturm und Drang, Klassik, Romantik, Biedermeier und Vormärz, Bürgerlicher Realismus, Naturalismus bis Expressionismus, Weimarer Republik und Drittes Reich, Literatur seit 1945 (BRD, A und CH), DDR-Literatur. Die fremdsprachige Literatur wird nach ihrer Herkunft unterschieden: orientalisch und asiatisch, griechisch, lateinische der Antike, lateinische der Mittelalters, italienisch, französisch, spanisch und portugiesisch, lateinamerikanisch, russisch, skandinavisch, englisch, nordamerikanisch.
Obwohl das Büchlein 2002 neu aufgelegt wurde (und 2003 gedruckt), scheint es unverändert von der Ausgabe 1994 übernommen worden zu sein. Die aktuellsten Titel stammen aus dem Jahr 1997, aber insbesondere bei den fremdsprachigen (sieht man von englischen und französischen ab) liegen die Empfehlungen noch wesentlich länger zurück: orientalisch und asiatisch: 1791, griechisch: 1559, italienisch: 1980, spanisch und portugiesisch: 1934, lateinamerikanisch: 1969, russisch: 1975, skandinavisch: 1910. Gibt es keine Bücher der jüngeren Zeit die es wert wären, hier aufgeführt zu werden? Merkwürdig...
Die Kommentare sind, wie bereits erwähnt, recht knapp gehalten, in der Regel nicht mehr als fünf Zeilen.
Bsp.: Sten Nadolny 'Die Entdeckung der Langsamkeit'. Zivilisationskritischer Roman, der (unter Verwendung authentischer Quellen) den Seefahrer und Entdecker John Franklin (1786-1847) als humanen Gegentypus zum modernen Leistungsdenken charakterisiert.
Dies ist eines meiner Lieblingsbücher, aber ob ich es aufgrund dieser Empfehlung gelesen hätte...?
Richtige Empfehlungen wird man aus diesem handlichen Büchlein wohl nicht entnehmen können, aber als Nachschlagewerk sicherlich nicht ungeeignet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Interessante Auswahl, 12. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Leseliste. Kommentierte Empfehlungen (Taschenbuch)
Interessante Auswahl aus allen Epochen, vom Mittelalter bis zur Gegenwart, geordnet nach Ländern. Zu den jeweiligen Werken gibt es ein Kurzbeschreibung mit den wesentlichen Charakterzügen des jeweiligen Werkes. Die Liste enthält insgesamt ca. 600 Werke und ist als Anregung für den literarisch Interessierten gedacht. Natürlich kann - wie immer bei solchen Listen - darüber gestritten werden, welches Werk man hätte weglassen können und welches vielleicht fehlt. Wenn man sich über diese Schwächen einer Liste im Klaren ist, ist das Buch sehr empfehlenswert. Überaus überzeugend ist natürlich auch der Preis.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Leseliste. Kommentierte Empfehlungen
Die Leseliste. Kommentierte Empfehlungen von Sabine Griese (Taschenbuch - 1994)
EUR 5,00
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen