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am 16. März 2003
Als Velleius Paterculus seine Historia Romana auf Wachstäfelchen gravierte, schrieb man das Jahr 30. Das Werk stellt nicht nur ein seltenes Zeugnis einer ansonsten an Dokumenten armen Zeit dar, sondern bildet auch einen interessanten Kontrast zum Bild des Kaisers Tiberius, wie es durch Tacitus und Suetonius geprägt wurde.
Tiberius regierte das imperium romanum seit 7 Jahren von seinem Felsen auf Capri. Dieser eigenbrödlerische und verschlossene Mensch wird von Paterculus als ein Mann beschrieben, dem „alle Vorzüge reich zu Gebote standen ... Er zeigte sogleich hoffnungsvolle Anzeichen seiner künftigen Größe und erwies sich schon von seiner Erscheinung her als der nachmalige Princeps". Auch von den militärischen Erfolgen des Tiberius, an denen Paterculus als Legat Anteil hatte, zeugen seine Lobeshymnen „Ihr guten Götter, wie viele Bücher könnte man damit füllen, was wir im kommenden Sommer unter der Führung des Tiberius Caesar alles vollbracht haben!"
Sein Statthalter in Rom, Aelius Seianus, befand sich im Jahre 30 auf dem Zenit seiner Macht. Durch politisches Geschick und die Ausübung blanker Gewalt hatte er es verstanden, zum mächtigsten Mann des Imperiums aufzusteigen. Paterculus nennt ihn einen einzigartigen Helfer des Tiberius, der „bei aller Strenge sehr umgänglich, von heiterem, aber würdigem Wesen" sei „ruhig in seiner Mine wie in seiner ganzen Art, obwohl sein Geist stets hellwach ist". Man spürt bei dieser kühlen Beschreibung, dass von diesem Menschen etwas gefährliches ausging. Niemand konnte ahnen, dass der Stern des Seianus nur wenige Monate später verglühen sollte.
Im ersten Buch, von dem leider nur wenige Seiten erhalten blieben, berichtet Paterculus von den Ursprüngen der römischen Geschichte, die er auf den sagenumwobenen Stammvater Aeneas zurückführte.
Das zweite Buch setzt mit der Zerstörung Karthagos ein. Paterculus betrachtet diesen Schritt aber nicht als Aufbruch in ein goldenes Zeitalter. Gleich einem Fluch lastet dieser Sieg des Scipio Aemilianus Africanus nunmehr auf dem römischen Volk. „Als nämlich die Furcht vor Karthago beseitigt und die Rivalin aus dem Weg geräumt war, wich man nicht Schritt für Schritt vom Pfad der Tugend, man verließ ihn Hals über Kopf und betrat die Bahn des Lasters" oder „Niemand hält mehr etwas für unrecht, das einem anderen Gewinn gebracht hat" und weiter „So nimmt die Natur ihren Weg vom Rechten zum Übertriebenen, vom Übertriebenen zum Schlechten, und vom Schlechten geradewegs in den Abgrund".
Doch das Schicksal hatte sich für das römische Volk noch schwerere Prüfungen vorbehalten. Nach dem Tode des Kaisers Tiberius sollte mit Caligula ein Imperator folgen, dessen Grausamkeit sprichwörtlich geworden ist. Doch davon handelt diese Geschichte nicht mehr.
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am 12. November 2014
Der antike Autor Velleius Paterculus verfasste zur Zeit des römischen Kaisers Tiberius ein aus zwei Büchern bestehendes Geschichtswerk, in dem er sich der Entwicklung des römischen Staates bis zum Jahre 30 n. Chr. widmete. Der Originaltitel ist heute nicht mehr bekannt, doch hat sich die Bezeichnung "Historia Romana" bzw. "Römische Geschichte" eingebürgert.
Leider ebenfalls nicht mehr erhalten sind große Teile des ersten Buchs. Dabei handelt es sich um die Ereignisse ab der Gründung Roms bis zum 3. Makedonischen Krieg (171-168 v. Chr.).
Trotzdem beinhaltet der überlieferte Rest - also vor allem der zweite Teil - eine Fülle an historischen Informationen. Besonders hervorzuheben sind hierbei die pointierten Charakterisierungen bedeutender Persönlichkeiten. Beispielsweise schreib der Autor in Bezug auf die syrische Statthalterschaft des berühmt-berüchtigten Feldherren Varus: "Als armer Mann betrat er das reiche Syrien, als reicher Mann verließ er das arme Syrien."
Apropos Varus: Velleius Paterculus dürfte der glaubwürdigste antike Autor sein, wenn es um die sogenannte "Varusschlacht" geht, denn ihm waren etliche der Beteiligten persönlich bekannt. So diente er etwa zeitgleich mit Arminius im pannonischen Krieg und begleitete Tiberius einige Monate nach der römischen Niederlage im Teutoburger Wald auf seinem "Rachefeldzug" durch Germanien. Gerade dieses Naheverhältnis zum späteren Kaiser kreiden ihm allerdings einige Historiker an. Der vom einfachen Eques bis zum Prätor aufgestiegene Velleius sei seinem Gönner und dessen Familie - dem julisch-claudischen Kaiserhaus - dermaßen dankbar gewesen, dass er sich mit Kritik an diesem Personenkreis zurückhielt. Zum Teil ist das wohl richtig. Wenn der Autor etwa jene Feldherren nennt, die bei der Schlacht von Actium die Armee Octavians befehligten, dann fällt auf, dass hier der Versuch unternommen wird, Octavians eigene Minderbegabung in militärischen Fragen zu verschleiern; er habe keinen bestimmten Teil der Armee befehligt, sondern sei quasi überall gewesen, heißt es. Im Klartext: Der spätere Augustus mischte sich nicht ein, als fähigere Männer - wie etwa Agrippa - sein Reich retteten. Ähnliche fadenscheinig verfährt Velleius bei den Widersachern des ersten römischen Kaisers. Dem Sextus Pompeius - einem militärisch hochbegabten Anführer, der seinem Vater alle Ehre machte - unterstellt er einen miesen Charakter, berichtet aber an anderer Stelle darüber, dass der von Marcus Antonius beauftragte Mörder des Sextus nach seiner Tat vom Volk gehasst und bei öffentlichen Veranstaltungen ausgebuht wurde. Der Widerspruch in diesen Schilderungen springt einem beinahe ins Gesicht.
Ob aber andererseits die viel später lebenden Geschichtsschreiber Tacitus und Sueton die Wahrheit für sich gepachtet haben, wenn sie beispielsweise den von Velleius so geschätzten Tiberius in die Pfanne hauen? Kochten nicht auch diese Geschichtsschreiber ihr eigenes, mit persönlichen Vorlieben und Abneigungen gewürztes Süppchen?

Velleius Paterculus widmete sein Buch übrigens dem befreundeten Konsul Marcus Vinicius. Auch der zentrale Protagonist im Bestseller "Quo Vadis" trägt diesen Namen und er war, wie es in diesem Roman heißt, der Sohn eines ehemaligen (und wohl gleichnamigen) Konsuls. Zurecht darf man hier eine Anspielung vermuten.

Fazit: Ein lesenswertes Geschichtswerk, dessen Schwerpunkte die späte Republik und die beginnende Kaiserzeit sind.
Die vorliegende Reclam-Ausgabe ist zweisprachig und stammt von der erfahrenen Philologin Marion Giebel - ein Name, der für zeitgemäße bzw. gut leserliche Übersetzungen steht. Inhaltliche Ungereimtheiten werden weitestgehend mithilfe von Endnoten und einem relativ umfangreichen Nachwort ausgeräumt. Darüber hinaus enthält das Buch ein erklärendes Verzeichnis der enthaltenen Eigennamen, Literaturhinweise und eine Zeittafel.
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am 21. Mai 2010
Dieses Buch eignet sich besonders für Studenten, da es parallel den lateinischen und deutschen Text zeigt. Für eine reine Übersetzungshilfe ist es einerseits geeignet andererseits besteht hier die Gefahr der freien, zwar dennoch richtigen, nichtwörtlichen Übersetzung. Schüler sollten sich alleine auf den lateinischen Text konzentrieren, da der deutsche Text zu Verwirrungen führen kann. Als Lektürebuch empfehle ich es, da vieles in den Anmerkungen erklärt ist was sich auf den ersten Blick nicht sofort deuten lässt. Ich gebe aber zu bedenken, dass die Schrift vergleichsweise klein ist.
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am 27. Mai 2015
Dieses Buch brauchte ich für ein Uniseminar.
Es beinhaltet eine gute Übersetzung, die jedoch - besonders in Satzeinteilung - oft stark von der lateinischen Originalformulierung abweicht. Daher nur für erfahrene "Lateiner" geeignet, die genug Grammatik- und Vokabelkenntnis haben, um diese Änderungen nachzuvollziehen.
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