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am 25. März 2009
Ahnung und Gegenwart, so heißt der erste Roman Eichendorffs. All zu viel gibt es nicht dazu zu sagen. Kenner der Romantik werden ihn wohl ohnehin schon gelesen haben. Für alle anderen, welche ebenso der romantischen Stimmung nicht abgeneigt sind, sei dieser Roman an's Herz gelegt.
Der Roman erzählt die Geschichte und den Reifeprozess eines jungen Grafen, der - angetrieben von Fernweh - sich auf eine Reise macht. Ebenso wird sein Leben durch seinen starken Glauben, die Suche nach der wahren Poesie (bzw. Universalpoesie), der Liebe und den Erinnerungen an seine Kindheit, bestimmt.
Wie man es von Eichendorff nicht anders kennt, wird auch in Ahnung und Gegenwart die Umgebung liebevoll und prächtig dargestellt. Es ist einfach unbeschreibbar, welch Welten sich vor den Augen des Lesers bilden, wenngleich man nur schwarze Lettern auf weißem Papier vor sich hat.
So schön allerdings die Umgebung beschrieben ist, so melancholisch ist aber auch die Geschichte des Grafen an sich. Die Gefühle der Hauptperson werden so detailliert und realistisch dargestellt, sodass eine Identifikation mit jener sofort stattfindet.
Im späteren Verlauf des Romans fließen auch historische Ereignisse in die Handlung ein. Dies ermöglicht einen, anders als bei trockenen historischen Quellen, sich ein Bild von der damaligen Situation aus den Augen der betroffenen zu machen.
Wie es für Romane üblich ist, besteht auch dieser Text aus mehreren Handlunsgsträngen. Bei Ahnung und Gegenwart kann findet dies in besonderer Art und Weise statt. Viele Handlungssträge scheinen dem Leser unklar. Erst am Ende des Romans ermöglicht es sich dem Leser Schlüsse daraus zu ziehen und er bekommt das Bedürfnis den Roman ein zweites Mal zu lesen, da er hierbei aus eine anderen Sichtweise betrachtet werden kann und vieles, dem beim ersten Mal keinerlei Bedeutung geschenkt wurde, Sinn ergibt.
Somit sei am Ende meiner kurzen Rezension nur noch mal zu sagen, dass dieser Roman auf jeden Fall für jeden Romantiker empfehlenswert ist. Hier wird gezeigt, dass Eichendorff mehr als nur den Taugenichts" geschaffen hat.
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am 1. Juli 2001
Joseph von Eichendorffs Meisterwerk "Ahnung und Gegenwart" ist eines der besten Bücher der Hochromantik. Selten ist es einem Autor gelungen, ein so hinreißendes und leidenschaftliches Werk zu schreiben. Vor allem die unterschiedlichen Charaktere sind absolut genial. Dieses Buch sollte jeder bei sich zu Hause im Bücherregal haben.
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am 8. Juli 2001
Joseph Freiherr von Eichendorffs Meisterwerk "Ahnung und Gegenwart" ist der perfekte Ausklang der Hochromantik. Selten ist es einem Autor so gut gelungen, die Charaktere in Einklang mit der Natur zu bringen und eine solch wundervolle Atmosphäre zu erzeugen. Vor allem das Streben und Irren der Hauptfiguren (Friedrich und Leontin) auf der Suche nach der Selbstfindung zeigt die Genialität des Autors. "Ahnung und Gegenwart" ist ein absoluter Kauftip
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die Bastionen von Rang und Stand schmettert sie mit einem Feuerblicke darnieder, die Welt ist ihr zu eng und die Ewigkeit zu kurz." ( Zitat: Eichendorff)

Dieser Roman ist in drei Bücher untergliedert. Die Dreiteilung ist nicht rein zufällig, denn sie spiegelt eine zentrale Denkfigur Eichendorffs wieder.

Das erste Buch entwickelt die Protagonisten in der ihnen zugehörigen Umgebung:
Landleben, Jagd, Freundschaft, Liebe, Streifzüge durch die Natur, unschuldige Feste, Wald- aber auch Gutswirtschaft; selbstvergessenes Dichten und ursprüngliche Religiosität gehören dazu wie die obligate Aufbruchsbereitschaft.

Das Zweite Buch zeigt das " wirrende Leben" als Reiz allerdings auch als Betrug:
das tosende, auf Schein gebaute Leben in der Residenz, Liebe als Ware, als verzehrendes Schmachten, aber auch als wilde Leidenschaft, Dichtung als Gegenstand ästhetischer Teegesellschaften, Politik als Kalkül und Macht als Unmoral, Adel als abgelebte Kaste, ernsthafte Gemeinschaftarbeit als Illusion, Naturverbundenheit als Grund zum Wahnsinn, die Jagd als Vorwand für Intrigen und Verräterei.

Das dritte Buch gibt dann schließlich die Lösung an: Romanas Selbstmord, Rosas Heirat mit dem Erbprinzen, Friedrichs und Leontins kämpferischer Einsatz für ihre Ideale, auch die Begründung der künftigen Wege der Protagonisten im Wechselgesang des Schlusses. Beinahe durchgehend sind Wald, Landgut und Gebirge Schauplätze dieses Buches.

Dieser Dreitakt der Gliederung weist auf die romantische Geschichtsauffassung hin.
Bei Eichendorff wird sie zum universellen Strukturprinzip verallgemeinert.

Eine Leitvorstellung scheinen meines Erachtens die Harmonie der Grundkräfte zu sein, die für das Individuum, aber auch für alle Betätigungen und Instituionen , für die Gesellschaft und das damalige Zeitalter gilt.

Der Roman enthält übrigens über 50 Gedichte, darunter: " In einem kühlen Grunde".

Eichendorf die Absicht zu haben die Dissonanzen der Wirklichkeit aufzulösen, wie etwa den Hochmut des Subjekts und die Verdinglichung der Natur.
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