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Kundenrezensionen

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am 27. Dezember 1999
Novalis hat in seinem bekanntesten Werk "Heinrich von Ofterdingen" eine Unzahl bekannter und auch weniger bekannter Symbole verwendet und macht viele Andeutungen, die dem Nicht-Fachmann nur selten einleuchtend erscheinen.
Genau hier setzt die vorliegende Lektürehilfe an. Nah am Text werden alle verwendeten Symbole in Ihrem Zusammenhang eklärt - allen vorweg natürlich das Symbol romantischer Dichtung schlechthin - die "Blaue Blume". Aber auch viele andere hilfreiche Erläuterungen sind in diesem kleinen und preiswerten Bändchen versammelt.
Auch eine Einordnung ins - wegen seinem frühen Ableben recht fragmentarischen - Gesamtwerk von Novalis fehlt nicht und gibt nützliche Anhaltspunkte.
Rundum eine gelungene Sekundärliteratur, die das Verständnis des Werkes ganz ungemein erleichtert. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch die zahlreichen weiterführenden Literaturhinweise, die ein vertiefendes Studium ermöglichen.
Eigentlich gibt es kaum etwas, was an diesem Buch zu kritisieren wäre - daher auch die volle Sternenzahl. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Novalis, unser deutscher Frühromantiker hat ganz gezielt geschrieben. Für die Menschen des angehenden 19. Jahrhunderts schrieb er diesen Bildungsroman und er hat gleichzeitig damit Fichtes Auffassung von der alles beherrschenden Vernunft (!) widersprochen.
Der Mensch sollte mehr aus dem "Gemüte" heraus, also aus dem Bauch, wie es heute heißt, handeln. Dadurch käme er der Wahrheit (Wirklichkeit!) näher. Der Dichter allein könne bei Betrachtung aller inneren und äußeren Dinge Geschichten schreiben und Verwobenes entwirren, meinte er.
Novalis hat sich also gegen das seinerzeit schon anbrechende Egoistentum gewandt, das in Politik (Napoleon) und in der Literatur (Stendhal) Furore machte, bis heute.
So betrachtet war er ein Warner. Er starb früh, war unsterblich in Sophie von Kühn verliebt, die er in ganz jungen Jahren schon verlor und suchte Trost, aber wie (!) in der Suche (Sucht?) nach dem wahren Leben.
Diese Einstellung, verbrämt mit warmherzigem Christentum, hat ihn Hymnen an die Nacht schreiben lassen, immer wieder versteckte Erotik bei ihm entflammt und die Sehnsucht nach der sogenannten "blauen Blume der Romantik" als Symbol der Suche (wohl auch in bezug auf Erotik) beschrieben.
Die Sprache ist natürlich nicht mehr zeitgemäß, wie sollte sie auch, aber gerade das macht den Reiz aus.
Von Hardenberg, alias Novalis, ist der bedeutendste Vertreter der deutschen Frühromantik und er ist ein Lesegenuß für alle, die sich auf ihn einlassen.
In diesem Bildungsroman "Heinrich von Ofterdingen" erzählt er nicht nur Märchen, er räumt z.B. auch auf mit der überzogenen Heldenvorstellung der Kreuzritter, und das allein ist schon etwas wert, meine ich. Nicht übel sind die eingestreuten Gedichte.
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am 31. Mai 2014
Durch das Zeitalter der Aufklärung sensibilisiert, wollten die Romantiker jenen Zustand wieder revitalisieren, in dem der Mensch und die Natur eine Einheit bildeten. Eine Einheit, die sich einer zunehmenden Entfremdung ausgesetzt sah, da kapitalistische Bewegungen, Erkenntnisse der Naturwissenschaften und eine zunehmende Säkularisierung, den Zeitgeist, immer mehr, anstelle des Geheimnisvollen und Wunderbaren, beeinflussten. Es galt den Menschen über die Poesie zur ersehnten Einheit zurückzubringen und den Weg für das goldene Zeitalter, zu öffnen. Novalis, von der kantischen Transzendentalphilosophie beeinflusst, nahm dessen Weg auf, transformierte aber seinen Ansatz, um den Fokus anstatt auf das Finden allgemeiner Gestzmäßigkeiten, vielmehr auf die Selbstbeobachtung im Einzelnen zu legen. Wenn Kant sich nicht der Besonderheit einer bestimmten Erfahrung widmete, so reichen Novalis gerade bestimmte Einzelzüge, " nur wenige Zeichen im Sand ", um das Ganze abzubilden. Das innere Seelenleben als Quelle der Welterfahrung, wo sich der Sinn des wirren Schauspiels offenbart, oder wie es Goethe formulierte, " ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt "

Genau diese innere Welt heißt es bei Heinrich von Ofterdingen aufzuschließen, um die " verborgene Herrlichkeit der sichtbaren Welt " erkennen zu können. Es beginnt mit einem Traum von einer blauen Blume, einem Erweckungserlebnis, welches einen Prozess, als Reise zum schöpferischen Ich auslöste. Es geht um das bekannte Motiv des Hinabsteigens in die eigene Seele, wo der Protagonist seinem eigentlichen Selbst begegnet und dieses auf wunderliche Weise, später in Form eines geschriebenen Buches in einer Höhle vorfindet. Auf seiner Reise nach Augsburg, lernt er das Märchenhafte, Romantische und Poetische kennen und weiß zunehmend sein bisheriges kindliches Gefühl in eine künstlerische, verbale Form zu verpacken. Sein Potential zum Dichter kristallisiert sich zunehmend heraus und auch der Ton des Buches wird zunehmend allegorischer und märchenhafter. Erklärungen über die Kunst des Dichtertums verwandeln sich kontinuierlich in etwas intuitiv zugängliches, wodurch die Metaphorik weniger durch das Verstandesdenken, als vielmehr dem Gefühl erfahrbar wird. Ein wunderschöner, bildgewaltiger, aber auch gefühlvoller und träumerischer Roman von Novalis, der leider kurze Zeit später schon verstarb.
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am 28. Dezember 2001
Hallo Ihr lieben Leser,
dieses Buch, dieser unvollständige Roman ist all
denen zu empfehlen, die in Zeiten des dekadenten
Kapitalismus wieder etwas Luft zum Atmen und Schönheit in Ihrem Herzen erlangen möchten.
Novalis, der Mitbegründer der Romantik, schreibt
Gedanken nieder, die wir alle in unseren Herzen
tragen, nämliche Liebe, Liebe, Liebe und nochmals
Liebe. Dieses Buch gibt Kraft und beschreibt den
Prozess hin zur Liebe, beschreibt die Vollendung
des Individuums und ist richtungsweisend für den
Traum vieler Menschen, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.
All Ihr Melancholiker und Schöngeister, kauft dieses Buch und hütet die Zeilen in euren Herzen.
MfG
Goldmund
P.S.: Ich verstehe die Aussage der beiden anderen
Rezensoren nicht, denn, mir ist klar, das
"Realos" so ein Buch niemals verstehen werden, denn die Frage: Führe ich ein oberflächliches Leben würde zwangsläufig auftauchen. Warum kritisiert Ihr Kapitalismusbolzen so ein Buch?
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Viel Ach" und Oh", zarte Liebesschwüre und heiße Tränen, finstere Wälder und sprudelnde Quellen, schroffe Felsen und düstere Schlösser, goldene Strahlen und funkelnde Steine - und natürlich die blaue Blume, Symbol der Romantik schlechthin. In seinem 1802 erschienenen Roman lässt Novalis nichts aus: Er fährt die ganze Palette an romantischen Accessoires auf und bewegt sich für den heutigen Geschmack dabei mitunter hart am Rande des Kitsches. Die Geschichte um den jungen Heinrich, der auf einer Reise nach Augsburg seine eigentliche Bestimmung zum Dichter und Propheten einer neuen Welt erkennt, ist ein Klassiker der deutschen Romantik und wurde zur Inspiration für Generationen von Dichtern. Lange vor der Erfindung des magischen Realismus lässt Novalis Steine und Bäume sprechen. Traum und Wirklichkeit, reale und surreale Phänomene fließen ineinander, und die durch die Aufklärung rationalisierte Welt erhält ihren Zauber zurück. Wem das alles zu versponnen und esoterisch klingt, der mag sich an die tiefere, ewig gültige Botschaft dieses Romans halten: Folge deinen Anlagen, erkenne deine Bestimmung und werde, der du bist.
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am 14. Februar 2012
Chatten im Internet ist auch mal ganz nett.
Doch Twittern und Facebook, da sage ich nein.
Schau lieber in ein Buch hinein.
Möchte, dass Inhalt und Sprache "himmlisch klingen"!
Und darum les' ich im "Ofterdingen".
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am 14. November 2012
Diese Ausgabe enthält einfach nur den Text. Zum Lesen als Seminarvorbereitung oder um eine Übersicht zu bekommen völlig ausreichend. Für 0 Euro ein unschlagbares Angebot;)
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