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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus dem Gemüt heraus leben!
Novalis, unser deutscher Frühromantiker hat ganz gezielt geschrieben. Für die Menschen des angehenden 19. Jahrhunderts schrieb er diesen Bildungsroman und er hat gleichzeitig damit Fichtes Auffassung von der alles beherrschenden Vernunft (!) widersprochen.
Der Mensch sollte mehr aus dem "Gemüte" heraus, also aus dem Bauch, wie es heute heißt,...
Veröffentlicht am 1. März 2004 von Klaus Grunenberg

versus
8 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Entscheidend für eine Epoche, aber lesenswert?
Für die Epoche der Romantik war dieser Roman wegweisend. Und für jeden der sich mit dieser Zeit auseinandersetzen will, ist dieses Buch nur zu empfehlen, da man in ihm alle Grundzüge der Epoche wiederfinden kann (angefangen von dem Sehnsuchtsmotiv, symbolisiert von der blauen Blume bis hin zur Suche nach dem goldenen Zeitalter). All jene allerdings, die bei...
Am 13. November 2001 veröffentlicht


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus dem Gemüt heraus leben!, 1. März 2004
Von 
Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Heinrich von Ofterdingen (Taschenbuch)
Novalis, unser deutscher Frühromantiker hat ganz gezielt geschrieben. Für die Menschen des angehenden 19. Jahrhunderts schrieb er diesen Bildungsroman und er hat gleichzeitig damit Fichtes Auffassung von der alles beherrschenden Vernunft (!) widersprochen.
Der Mensch sollte mehr aus dem "Gemüte" heraus, also aus dem Bauch, wie es heute heißt, handeln. Dadurch käme er der Wahrheit (Wirklichkeit!) näher. Der Dichter allein könne bei Betrachtung aller inneren und äußeren Dinge Geschichten schreiben und Verwobenes entwirren, meinte er.
Novalis hat sich also gegen das seinerzeit schon anbrechende Egoistentum gewandt, das in Politik (Napoleon) und in der Literatur (Stendhal) Furore machte, bis heute.
So betrachtet war er ein Warner. Er starb früh, war unsterblich in Sophie von Kühn verliebt, die er in ganz jungen Jahren schon verlor und suchte Trost, aber wie (!) in der Suche (Sucht?) nach dem wahren Leben.
Diese Einstellung, verbrämt mit warmherzigem Christentum, hat ihn Hymnen an die Nacht schreiben lassen, immer wieder versteckte Erotik bei ihm entflammt und die Sehnsucht nach der sogenannten "blauen Blume der Romantik" als Symbol der Suche (wohl auch in bezug auf Erotik) beschrieben.
Die Sprache ist natürlich nicht mehr zeitgemäß, wie sollte sie auch, aber gerade das macht den Reiz aus.
Von Hardenberg, alias Novalis, ist der bedeutendste Vertreter der deutschen Frühromantik und er ist ein Lesegenuß für alle, die sich auf ihn einlassen.
In diesem Bildungsroman "Heinrich von Ofterdingen" erzählt er nicht nur Märchen, er räumt z.B. auch auf mit der überzogenen Heldenvorstellung der Kreuzritter, und das allein ist schon etwas wert, meine ich. Nicht übel sind die eingestreuten Gedichte.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerlässliche Begleitlektüre, 27. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Erläuterungen und Dokumente zu Novalis: Heinrich von Ofterdingen (Taschenbuch)
Novalis hat in seinem bekanntesten Werk "Heinrich von Ofterdingen" eine Unzahl bekannter und auch weniger bekannter Symbole verwendet und macht viele Andeutungen, die dem Nicht-Fachmann nur selten einleuchtend erscheinen.
Genau hier setzt die vorliegende Lektürehilfe an. Nah am Text werden alle verwendeten Symbole in Ihrem Zusammenhang eklärt - allen vorweg natürlich das Symbol romantischer Dichtung schlechthin - die "Blaue Blume". Aber auch viele andere hilfreiche Erläuterungen sind in diesem kleinen und preiswerten Bändchen versammelt.
Auch eine Einordnung ins - wegen seinem frühen Ableben recht fragmentarischen - Gesamtwerk von Novalis fehlt nicht und gibt nützliche Anhaltspunkte.
Rundum eine gelungene Sekundärliteratur, die das Verständnis des Werkes ganz ungemein erleichtert. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch die zahlreichen weiterführenden Literaturhinweise, die ein vertiefendes Studium ermöglichen.
Eigentlich gibt es kaum etwas, was an diesem Buch zu kritisieren wäre - daher auch die volle Sternenzahl. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historischer Wert, 10. September 2008
Novalis, mit bürgerlichen Namen Georg Philipp Friedrich von Hardenberg (1772-1801), schuf seinen »Heinrich von Ofterdingen« als romantischen Gegenentwurf zu Goethes klassischen Bildungsroman »Wilhelm Meisters Lehrjahre«.

Mehr als 200 Jahre nach dessen Erstveröffentlichung, ist die Lektüre des »Heinrich von Ofterdingen« heute zugegebenermaßen nicht immer eine Freude: Schwammige Formulierungen essentieller Textpasssagen, die Bruchstückhaftigkeit des Fragments, viele Abschweifungen und die Mehrdeutigkeit der zahlreichen Allegorien drücken die Lesefreude. Wenn man sich in dieses Werk von Novalis »hereinkämpft«, wird man zumindest durch manche poetische und tiefgreifende Abschnitte über Natur und Künstlerhandwerk entschädigt.

Belohnt wird der Leser auch durch den ausführlichen Kommentar von Andrea Neuhaus zu dieser Ausgabe. Dieser Kommentar hilft nicht nur, manche schwierigen Passagen besser zu verstehen, sondern auch das Ofterdingen-Fragment historisch richtig einzuordnen. Interessant ist hierbei vor allem der Vergleich »Ofterdingen« und »Wilhelm Meister«, mit den unterschiedlichen Bildungs- bzw. Individualisierungsidealen (Romantik: Individualisierung ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Normen; Klassik: Ausgleich zwischen beiden Polen).

Generationen romantischer Künstler hat Novalis mit seinem Werk bleibend beeinflusst. Schon allein um diese prägende Wirkung und die Anziehungskraft von Novalis Werk nachvollziehen zu können, lohnt sich die Lektüre dieses Buches. Jedoch kann der historische Wert des Buches seine erzählerischen Mängel nicht vollständig ausgleichen. Vier von fünf Sterne gibt es einzig wegen Andrea Neuhaus' wirklich gelungenen Kommentar zur vorliegenden Ausgabe aus der »Suhrkamp BasisBibliothek«.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Märchen als Roman, 5. November 2002
Novalis ließ dieses Buch als "Roman" veröffentlichen, ist jedoch ein wunderbares Märchen voll von Sehnsucht, Träumerei, Wissensgier und Geschichten. Der junge Heinrich träumt von einer blauen Blume, dem Symbol der Poesie, und möchte seinen Wissensdurst nach der vollendeten, erfüllenden Poesie stillen. Mit wunderschönen Gedankenbildern beschreibt Novalis seine Erlebnisse und Begegnungen. Immer wieder sind wunderschöne Gedichte und Geschichten zu lesen. Vor allem jene Geschichte am Ende des ersten Teils gilt als Wegweisung zum leider unvollendeten zweiten Teil. Dies ist das einzige Manko an diesem Roman, jedoch ein sehr gravierendes. Denn auf Grund Tiecks Bericht (Ende des unvollendeten zweiten Teils) kann man nur erahnen, worauf Novalis Roman enden wollte. So geht auch viel Eigeninterpretation verloren, da unspektakulär das Geheimnis der blauen Blume und die "Aufklärung" der Geschichte Ende des ersten Teils gelüftet wird.
Dennoch zählt das Werk Novalis' zu einem der schönsten Märchen aller Zeiten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " Wo gehen wir hin ? ; Immer nach Hause "., 31. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Heinrich von Ofterdingen (Taschenbuch)
Durch das Zeitalter der Aufklärung sensibilisiert, wollten die Romantiker jenen Zustand wieder revitalisieren, in dem der Mensch und die Natur eine Einheit bildeten. Eine Einheit, die sich einer zunehmenden Entfremdung ausgesetzt sah, da kapitalistische Bewegungen, Erkenntnisse der Naturwissenschaften und eine zunehmende Säkularisierung, den Zeitgeist, immer mehr, anstelle des Geheimnisvollen und Wunderbaren, beeinflussten. Es galt den Menschen über die Poesie zur ersehnten Einheit zurückzubringen und den Weg für das goldene Zeitalter, zu öffnen. Novalis, von der kantischen Transzendentalphilosophie beeinflusst, nahm dessen Weg auf, transformierte aber seinen Ansatz, um den Fokus anstatt auf das Finden allgemeiner Gestzmäßigkeiten, vielmehr auf die Selbstbeobachtung im Einzelnen zu legen. Wenn Kant sich nicht der Besonderheit einer bestimmten Erfahrung widmete, so reichen Novalis gerade bestimmte Einzelzüge, " nur wenige Zeichen im Sand ", um das Ganze abzubilden. Das innere Seelenleben als Quelle der Welterfahrung, wo sich der Sinn des wirren Schauspiels offenbart, oder wie es Goethe formulierte, " ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt "

Genau diese innere Welt heißt es bei Heinrich von Ofterdingen aufzuschließen, um die " verborgene Herrlichkeit der sichtbaren Welt " erkennen zu können. Es beginnt mit einem Traum von einer blauen Blume, einem Erweckungserlebnis, welches einen Prozess, als Reise zum schöpferischen Ich auslöste. Es geht um das bekannte Motiv des Hinabsteigens in die eigene Seele, wo der Protagonist seinem eigentlichen Selbst begegnet und dieses auf wunderliche Weise, später in Form eines geschriebenen Buches in einer Höhle vorfindet. Auf seiner Reise nach Augsburg, lernt er das Märchenhafte, Romantische und Poetische kennen und weiß zunehmend sein bisheriges kindliches Gefühl in eine künstlerische, verbale Form zu verpacken. Sein Potential zum Dichter kristallisiert sich zunehmend heraus und auch der Ton des Buches wird zunehmend allegorischer und märchenhafter. Erklärungen über die Kunst des Dichtertums verwandeln sich kontinuierlich in etwas intuitiv zugängliches, wodurch die Metaphorik weniger durch das Verstandesdenken, als vielmehr dem Gefühl erfahrbar wird. Ein wunderschöner, bildgewaltiger, aber auch gefühlvoller und träumerischer Roman von Novalis, der leider kurze Zeit später schon verstarb.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider fast vergessen, 5. Januar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heinrich von Ofterdingen (Taschenbuch)
"Heinrich von Ofterdingen" ist das zwischenzeitlich leider fast vergessene Werk eines hypersensiblen Dichters der deutschen Frühromantik. Obwohl oder vielleicht gerade weil die Sprache von Novalis von einer unzeitgemäßen mystischen Zartheit ist, wehen einen bei der Lektüre des Buches Klänge und Gedanken aus geheimnisvollen, längst vergessenen Sphären an.
Hat man sich erst einmal auf die Gefühls- und Gedankenwelt des Werkes eingelassen, wird man mit einem unvergleichlichem Leseabenteuer belohnt.
In der Rockmusik würde man aufgrund der teilweise etwas drogenverhangen wirkenden Gedankenbilder wohl von einem psychadelischen Trip sprechen, auf den einen der Autor mitnimmt.
Soweit würde ich jetzt hier nicht gehen.
Wenn ich mir aber so seine "Hymnen an die Nacht" durchlese, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob da nicht irgendwelche bewußtseinserweiternden Substanzen im Spiel waren.
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28 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träume, SehnSÜCHTE und Phantasien, 28. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Hallo Ihr lieben Leser,
dieses Buch, dieser unvollständige Roman ist all
denen zu empfehlen, die in Zeiten des dekadenten
Kapitalismus wieder etwas Luft zum Atmen und Schönheit in Ihrem Herzen erlangen möchten.
Novalis, der Mitbegründer der Romantik, schreibt
Gedanken nieder, die wir alle in unseren Herzen
tragen, nämliche Liebe, Liebe, Liebe und nochmals
Liebe. Dieses Buch gibt Kraft und beschreibt den
Prozess hin zur Liebe, beschreibt die Vollendung
des Individuums und ist richtungsweisend für den
Traum vieler Menschen, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.
All Ihr Melancholiker und Schöngeister, kauft dieses Buch und hütet die Zeilen in euren Herzen.
MfG
Goldmund
P.S.: Ich verstehe die Aussage der beiden anderen
Rezensoren nicht, denn, mir ist klar, das
"Realos" so ein Buch niemals verstehen werden, denn die Frage: Führe ich ein oberflächliches Leben würde zwangsläufig auftauchen. Warum kritisiert Ihr Kapitalismusbolzen so ein Buch?
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Reise zu sich selbst, 20. Februar 2012
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Heinrich von Ofterdingen (Taschenbuch)
Viel Ach" und Oh", zarte Liebesschwüre und heiße Tränen, finstere Wälder und sprudelnde Quellen, schroffe Felsen und düstere Schlösser, goldene Strahlen und funkelnde Steine - und natürlich die blaue Blume, Symbol der Romantik schlechthin. In seinem 1802 erschienenen Roman lässt Novalis nichts aus: Er fährt die ganze Palette an romantischen Accessoires auf und bewegt sich für den heutigen Geschmack dabei mitunter hart am Rande des Kitsches. Die Geschichte um den jungen Heinrich, der auf einer Reise nach Augsburg seine eigentliche Bestimmung zum Dichter und Propheten einer neuen Welt erkennt, ist ein Klassiker der deutschen Romantik und wurde zur Inspiration für Generationen von Dichtern. Lange vor der Erfindung des magischen Realismus lässt Novalis Steine und Bäume sprechen. Traum und Wirklichkeit, reale und surreale Phänomene fließen ineinander, und die durch die Aufklärung rationalisierte Welt erhält ihren Zauber zurück. Wem das alles zu versponnen und esoterisch klingt, der mag sich an die tiefere, ewig gültige Botschaft dieses Romans halten: Folge deinen Anlagen, erkenne deine Bestimmung und werde, der du bist.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chapeau für Novalis, 14. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Heinrich von Ofterdingen (Taschenbuch)
Chatten im Internet ist auch mal ganz nett.
Doch Twittern und Facebook, da sage ich nein.
Schau lieber in ein Buch hinein.
Möchte, dass Inhalt und Sprache "himmlisch klingen"!
Und darum les' ich im "Ofterdingen".
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles was man braucht, 14. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heinrich von Ofterdingen (Kindle Edition)
Diese Ausgabe enthält einfach nur den Text. Zum Lesen als Seminarvorbereitung oder um eine Übersicht zu bekommen völlig ausreichend. Für 0 Euro ein unschlagbares Angebot;)
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Erläuterungen und Dokumente zu Novalis: Heinrich von Ofterdingen
Erläuterungen und Dokumente zu Novalis: Heinrich von Ofterdingen von Ursula Ritzenhoff (Taschenbuch - Juli 1999)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,47
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