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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, aber mit kleinen Abstrichen, 12. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Gedichte: Eine Anthologie (Taschenbuch)
Diese Anthologie ist unbedingt kaufenswert. Der Herausgeber versammelt die wichtigsten Gedichte - soweit es der beschränkte Rahmen einer kleinen, preiswerten Ausgabe erlaubt. Trotzdem werden die Vorlieben des Herausgebers deutlich; man muß sie nicht unbedingt teilen. Natürlich fehlen wichtige Gedichte, Wilhelm Busch und andere Vertreter des kultivierten Humors fehlen leider ganz. Ist die Welt der Lyrik nur erhaben und traurig?
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gedichte Fibel - nicht grad für ABC-Schützen, 23. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Gedichte: Eine Anthologie (Taschenbuch)
Eine Gedichtanthologie zu beschreiben ist ein seltsames Unterfangen. Denn so ein Werk ist nichts anderes, als eine Sammlung von Gedichten verschiedenster Autoren. Soviel schon mal zum Inhalt. Da man dem Verfasser und auch dem Leser hier nicht ernsthaft zumuten kann, Gedichtbeispiele abzupinseln bzw. zu lesen, so sei schon am Anfang deutlich erklärt: Das wird ein sehr knapper Text!

Veröffentlicht soll er aber werden, um einerseits Lyrik-Pessimisten für eine Gedicht-Fibel zu erwärmen und anderseits Lyrik-Optimisten eine Empfehlung für eine sorgfältig zusammengestellte und preiswerte, chronologisch verfasste Textsammlung zu geben.
Reclam-Hefte nennt man umgangssprachlich die Bücher der Universal - Bibliothek - Reihe aus dem Haus Reclam. Den meisten sind sie sicherlich in der Farbe gelb erinnerlich, aus der Schulzeit oder auch aus dem Studium. Gelbe Heftchen bezeichnen einsprachige Ausgaben, es gibt auch noch andere Färbungen aus dieser Reihe. Bspw. grün: Das sind meist Interpretationshilfen / Anmerkungen. Oder etwa zweisprachige Ausführungen sind orange gehalten. Wir befassen uns also mit einem Büchlein, dass aus einer bildungsbeschwerten Verlagsreihe stammt. Zum Verlag selbst: Der gewohnte Hinweis in Richtung Internet! Ohne aber zu verschweigen, dass der Herausgeber der Deutschen Gedichte - Dietrich Bode - fast 40 Jahre bei Reclam gewirkt hat, davon fast die Hälfte der Zeit als Geschäftsführer.

Buchaufbau
***********************
Vorwort: Auf zwei Seiten wird das Anliegen des Verlags beschrieben, ein derartiges Heftchen zu veröffentlichen. Habe ich heute zum ersten Mal gelesen, ehrlich! Also eigentlich der Part, den ich hier mit meinen Text auch versuche .....Die vorherrschende Meinung: Die Auswahl kann nicht repräsentativ für das deutsche Lyrikschaffen im Allgemeinen sein, denn durch die Wahl eines Taschenbüchleins muss immens selektiert werden. Das geschieht nach Ansicht des Verlages nach zwei Gesichtspunkten: Für die Literaturepoche einerseits charakteristische Werke sollen genauso ausgewählt werden wie auch Werke, die einen Autor besonders repräsentieren. Das in Kürze die Zusammenfassung des Vorworts!

Inhaltsangabe (5 Seiten): Die Autoren inklusive ihrer Lebensspanne (also etwa: Hermann Hesse[1877-1962] und ihre auserkorenen Gedichte mit: (sinnigerweise) Seitenangabe
Die Gedichte an sich (326 Seiten): dazu dann bei "Eigener Meinung" mehr ....

Quellenverzeichnis (9 Seiten): Für diejenigen von Interesse, die weitergehende Informationen zwecks Studium oder einfach nur Interessehalber benötigen. Gleichzeitig wird mit der sauberen Quellenangabe zweierlei deutlich: Erstens: Kein Gedicht ist gekürzt (müsste sonst in der Quelle als solches vermerkt sein) und zweitens: Der philologische Anspruch dieses Bändchens wird durch die lückenlose Quellenangabe deutlich.
Autorenverzeichnis (2 Seiten): Hilfreich dann, wenn man schnell "mal was von Heinrich Heine" sucht ...

Verzeichnis der Überschriften und Anfänge (12 Seiten): Das ist besonders hilfreich. Warum? Ihr sucht ein Gedicht und könnt euch nur an den Anfang erinnern. Beispiel: "Laue Luft kommt blau geflossen". Ein Blick in das Anfänge -Verzeichnis und -----Treffer: Joseph v. Eichendorff. Das Gedicht heißt übrigens "Frische Fahrt". Etliche Gedichtsammlungen bieten hier nur Autoren - oder Namensverzeichnis des jeweiligen Gedichts an. Reclam ist hier einen praktischen Schritt voraus!.
Eigene Anmerkungen zum Inhalt, Preis und Handling

Ich habe ja anfänglich versprochen, niemanden mit Lesebeispielen aus der Sammlung zu konfrontieren. Aber als Einleitung zu diesem letzten Textabschnitt kann ich es mir einfach nicht verkneifen, folgende Zeilen (stehen nicht im zu besprechenden Werk) euch an die Hand zu geben:

Gedichte lesen

Wer
von einem Gedicht
seine Rettung erwartet
der sollte lieber
lernen
Gedichte zu lesen
Wer
von einem Gedicht
keine Rettung erwartet
der sollte lieber
lernen
Gedichte zu lesen
(Erich Fried)

Denn: poetischer kann man (und ich schon mal gar nicht) es doch nicht ausdrücken. Ein Gedicht. Das ist kein zweckgebundener Text. Kunst ja, Luxus bestimmt. Horizonterweiterung: allemal. Genuss: vielfach. Das Gefühl zu haben, dass einen jemand aus der Seele sprechen kann.
Wie ihr bestimmt mitbekommt: Gedichte sind für mich kleine Bildungshäppchen, die ich gerne bei mir trage. Egal ob in der Straßenbahn oder im Bad oder beim Kaffeetrinken. Die Anthologie Deutscher Gedichte habe ich gerne bei mir. Schon seit meiner Schulzeit. Aber warum nun grade diese Sammlung aus dem Hause Reclam? Weil sie a) preiswert ist (8,00 Euro) und b) in die Gesäßtasche passt. Wenn es sein muss. Oder eben Manteltasche, Handtasche, Laptoptasche und wohin auch immer man das Büchlein stecken mag. Ich bin übrigens erstaunt, wie langlebig das Heft ist. Stolze 15 Jahre schon im Gebrauch und noch keine einzige Seite hat sich gelöst!! Und das bei einem "Taschenbuch"!

Zur inhaltlichen Vorauswahl seitens des Herausgebers kann ich euch auch zum Schluss nur Gutes berichten. Angefangen mit dem Wessobrunner Gebet" (erste bairische Textüberlieferung, so um 816) - also vom Althochdeutschen über Mittelhochdeutsch bis heute (letzte Autoren sind Grass, Krechel und Brinkmann) werden 12 Jahrhunderte deutscher Gedichtkunst erfasst. Und wie ich meine auch bezogen auf die einzelnen Epochen: Sehr charakteristisch ausgewählt. Obgleich es immer Themen geben wird, die unabhängig von Epochen immer wieder thematisiert werden. So finden wir in diesem Heftchen über die Jahrhunderte verteilt Gedanken über Liebe und Tod, soziale Beziehungen, Moralvorstellungen und Glaube, Gerechtigkeit. Gedankenkreise also, die sich lohnen. Immer wieder, zu jeder Zeit und Stunde. Und eben auch in jeder Textform. In meinem Fall also in der Gedichtform.
Wer mit einem Gedichtband liebäugelt: Glasklare Kaufempfehlung

Ein Wermutstropfen wie immer zum Schluss: Schade, dass der Herausgeber die 12 Jahrhunderte nicht mittels Überschriften strukturiert hat. Man weiß beim blättern leider nie genau, in welcher Epoche man gerade zu Gange ist. Für eingefleischte Germanisten gewiss kein Problem, die erkennen das sofort am Autor. Ich hätte mir das aber gewünscht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Auswahl, 30. Juni 2013
Von 
Norma Schlecker - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Gedichte: Eine Anthologie (Taschenbuch)
Ich sammle Gedichtanthologien und beschäftige mich seit vielen Jahren recht intensiv mit Lyrik, nicht zuletzt als Germanistin. Dietrich Bode, langjähriger Mitarbeiter und Geschäftsführer bei Reclam, brachte im Laufe der Jahre mehrere Anthologien heraus.
In den "Deutschen Gedichten" findet man eine umfangreiche Auswahl, die natürlich nicht jedem gerecht werden kann. Geordnet sind die Gedichte chronologisch nach dem Geburtsjahr des Autors, bzw. nach der Entstehungszeit, wenn sich kein Autor zuordnen lässt.
Enthalten folgende Gedichte bzw. folgende Autoren (vom Mittelalter bis heute):
Wessobrunner Gebet – Anonym – Der von Kürenberg – Heinrich von Morungen – Wolfram von Eschenbach – Walther von der Vogelweide – Carmina Burana – Anonyme Lieder des 16. Jahrhunderts – Martin Luther – Ulrich von Hutten – Jacob Regnart – Friedrich Spee – Martin Opitz – Friedrich von Logau – Simon Dach – Aus dem Königsberger Dichterkreis – Daniel von Czepko – Paul Gerhardt – Paul Fleming – Andreas Gryphius – Christian Hofmann von Hofmannswaldau – Johann Klaj – Angelus Silesius (Johannes Scheffler) – Anonym – Barthold Heinrich Brockes – Johann Christian Günther – Friedrich von Hagedorn – Christian Fürchtegott Gellert – Ewald Christian von Kleist – Friedrich Gottlieb Klopstock – Gotthold Ephraim Lessing – Gottlieb Conrad Pfeffel – Christian Friedrich Daniel Schubart – Matthias Claudius – Gottfried August Bürger – Ludwig Christoph Heinrich Hölty – Friedrich Leopold Graf zu Stolberg – Johann Gaudenz von Salis-Seewis – Jakob Michael Reinhold Lenz – Johann Wolfgang Goethe – Friedrich Schiller – Friedrich Hölderlin – Novalis (Friedrich von Hardenberg) – Ludwig Tieck – Heinrich von Kleist – Clemens Brentano – Adelbert von Chamisso – Justinus Kerner – Ludwig Uhland – Joseph von Eichendorff – Friedrich Rückert – Franz Grillparzer – Wilhelm Müller – August von Platen – Heinrich Heine – Annette von Droste-Hülshoff – Nikolaus Lenau – Eduard Mörike – Ferdinand Freiligrath – Georg Herwegh – Friedrich Hebbel – Theodor Storm – Gottfried Keller – Theodor Fontane – Georg Weerth – Conrad Ferdinand Meyer – Friedrich Nietzsche – Detlev von Liliencron – Richard Dehmel – Arno Holz – Ricarda Huch – Richard Beer-Hofmann – Else Lasker-Schüler – Stefan George – Alfred Mombert – Hugo von Hofmannsthal – Rainer Maria Rilke – Theodor Däubler – Hermann Hesse – Ernst Stadler – Oskar Loerke – Georg Trakl – Georg Heym – Jakob Van Hoddis – Alfred Lichtenstein – Johannes R. Becher – August Stramm – Gottfried Benn – Max Herrmann-Neisse – Yvan Goll – Gertrud Kolmar – Theodor Kramer – Bertolt Brecht – Erich Kästner – Wilhelm Lehmann – Georg Britting – Marie Luise Kaschnitz – Peter Huchel – Günter Eich – Albrecht Goes – Karl Krolow – Johannes Bobrowski – Paul Celan – Erich Fried – Eugen Gomringer – Ernst Jandl – Friederike Mayröcker – Ingeborg Bachmann – Günter Grass – Hans Magnus Enzensberger – Günter Kunert – Walter Helmut Fritz – Jürg Federspiel – Harald Hartung – Wulf Kirsten – Helga M. Novak – Sarah Kirsch – Karl Mickel – Robert Gernhardt – Rainer Malkowski – Nicolas Born – Ursula Krechel – Rolf Dieter Brinkmann – Ulla Hahn – Thomas Rosenlöcher – Volker Braun – Kurt Drawert – Thomas Kling – Durs Grünbein – Albert Ostermaier

Die mittelalterlichen Texte in althochdeutscher, mittelhochdeutscher oder lateinischer Sprache liegen mit Übersetzungen bzw. Übersetzungshilfen vor. Zu finden ist alles - vom Zweizeiler (Kästners Moral: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Bis zur kompletten "Glocke". Das macht den Band sehr reizvoll.
Allerdings finde ich die Auswahl teilweise etwas seltsam. Ich finde, dass bei Gryphius schon "Es ist alles eitel" vertreten hätte sein müssen. Mir persönlich fehlen auch Autoren wie Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz und Peter Rühmkorf. Einfach Sprachartisten. Und bei Fontane wären noch 1-2 Balladen toll gewesen - etwa "John Maynard" und/oder "Die Brück am Tay". Weiterhin vermisse ich z.B. "Der Knabe im Moor" von Annette von Droste-Hülshoff sowie Else Lasker-Schülers "Mein blaues Klavier" usw.
Es sind auch viele vertonte Gedichte zu finden, etwa das wunderschöne, von Bach vertonte "Willst du dein Herz mir schenken" oder Claudius "Abendlied" (Der Mond ist aufgegangen).
In einem Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Buches findet man eine Auflistung der Autoren und der Gedichte, zum Schluss findet man ein Quellen- und ein Autorenverzeichnis sowie ein Verzeichnis der Überschriften und der Gedichtanfänge. In einem kurzen Vorwort wird die Auswahl begründet.
Alles in allem eine schöne Auswahl! Wer einen Streifzug durch die deutsche Lyrik vieler Jahrhunderte unternehmen möchte, sollte hier zugreifen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsche Gedichte: eine Anthologie, 18. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Gedichte: Eine Anthologie (Taschenbuch)
Es ist das beste Buch, das ich je laß
Ich danke dem, der das Buch drucken ließ
I love him
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super, 10. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Gedichte: Eine Anthologie (Taschenbuch)
Hier kann man sicher sein, dass man Gedichte finden wird, in denen man sich verliebt. Die gebundene Ausgabe ist zwar besser, aber hier erhällt man für einen "korreckten" Preis viel Lyrik.
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Deutsche Gedichte: Eine Anthologie
Deutsche Gedichte: Eine Anthologie von Dietrich Bode (Taschenbuch - 2000)
EUR 8,80
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