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4.0 von 5 Sternen Goethe für Anfänger
Die »Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten« (so das grammatikalisch vom heutigen Sprachgebrauch abweichende Original) sind eine Sammlung von Novellen, die im Stil von Giovanni Boccaccios »Decamerone« durch eine Rahmen­handlung verbunden sind. Sie waren in den ersten Ausgaben der von Schiller herausgegebenen Literatur- und Philosophie-Zeitschrift »Die Horen« Goethes...
Veröffentlicht am 10. Mai 2012 von film-o-meter

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen kostenlose Kindleversion: nicht zu empfehlen
Ich habe mir dieses Buch für ein Germanistikseminar auf meinen Kindle geladen und habe mich sehr über den Inhalt gewundert. Die kostenlose Kindleversion dieses Buches beinhaltet gerade mal 30% von Goethes Erzählung. Unterhaltung deutscher Ausgewanderten ist eigentlich eine Rahmenerzählung, in der sechs Geschichten erzählt werden. In der...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2011 von Amazon Customer


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Goethe für Anfänger, 10. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten (Taschenbuch)
Die »Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten« (so das grammatikalisch vom heutigen Sprachgebrauch abweichende Original) sind eine Sammlung von Novellen, die im Stil von Giovanni Boccaccios »Decamerone« durch eine Rahmen­handlung verbunden sind. Sie waren in den ersten Ausgaben der von Schiller herausgegebenen Literatur- und Philosophie-Zeitschrift »Die Horen« Goethes Beitrag zu dem ehrgeizigen Projekt. Obwohl »Die Horen« nach Schillers Vorstellung strikt unpolitisch sein sollten, nutzt Goethe die Gunst der Stunde, um seiner kritischen Sicht der Französischen Revolution Ausdruck zu verleihen, die er im März 1790 in einem Brief als das »schrecklichste aller Ereignisse« bezeichnet hatte. Die Figuren der Rahmenhandlung, die Familie einer Baronesse samt Hauslehrern, sind vor den Revolutionskriegen geflohen, die die deutschsprachigen Gebiete jen­seits des Rheins in Aufruhr versetzt haben, was sich natürlich in den Unterhaltungen niederschlägt. Zumindest in den sechs Geschichten, die sich die Reisenden zum Zeitvertreib erzählen, konnte Goethe die Vorgabe zur »Keuschheit in politischen Urteilen«, die Schiller ihm gegenüber anmahnte, aber einhalten.

Sie handeln von den Verwicklungen der Liebe und gefährlichen Leidenschaften. Rätselhafte Geräusche, die ein verschmähter Liebhaber heraufbeschworen hat, beunruhigen die Sängerin Antonelli im gleichnamigen ersten Erzähltext, auf den eine kurze Gespenstergeschichte um mysteriöse Klopfgeräusche folgt. In zwei Anekdoten aus den Memoiren des Marschalls von Bassompierre geht es um ein durch den jähen Einbruch der Pest vereiteltes erotisches Abenteuer des Marschalls mit einer liebeshungrigen Krämerin und um eine betrogene Ehefrau, die die Geliebte ihres Mannes mit einem Schleier vertreibt, den sie nachts auf dem Bett der Ehebrecher hinterlassen hat.

Noch stärker moralisch gefärbt sind die beiden letzten Erzählungen. »Der Prokuarator« ist eine klassische Dreiecksgeschichte mit gutem Ausgang: Ein in die Jahre gekommener See- und Geschäftsmann vermählt sich mit einer jungen, attraktiven Frau und stellt ihr die Wahl eines Liebhabers frei, ehe er, von Rastlosigkeit getrieben, wieder zur See fährt. Nur ein Mann von Charakter und kein »leichtsinniger Knabe« solle es, bitteschön, sein. Obwohl seine junge Gattin allein den Gedanken an eine Affäre weit von sich weist, wird sie, nachdem sie eine Weile als Strohwitwe gelebt und viele begehrliche Blicke auf sich gezogen hat, tatsächlich auf einen Mann aufmerksam, der offenbar den Vorstellungen ihres Gemahls entspricht. Bald verzehrt sie sich vor Verlangen nach dem tugendhaften jungen Rechtsgelehrten, der aus Bologna in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist und dem sie sich schließlich offenbart. Der junge Mann kontert ihr Werben mit der Mitteilung eines Askese-Gelübdes, das er noch zwei Monate lang einzuhalten habe; danach sei er frei. Es könne jedoch um einen Monat verkürzt werden, wenn ihm jemand einen Monat abnehme. Die Verliebte willigt euphorisch in den Monat des Darbens und Fastens ein, sieht sich an dessen Ende jedoch von ihrer Verwirrung geheilt und auf den Weg der Tugend zurückgeführt.

Mit der Geschichte des reumütigen Ferdinand, der Geld aus dem Schreibtisch seines vermögenden Vaters gestohlen hat, um Eindruck bei seiner Braut Ottilie zu schinden, die sich am Ende jedoch als seiner unwürdig erweist, endet der Novellenzyklus. Durch kluge Investitionen tritt Ferdinand in die Fußstapfen seines geschäftlich erfolgreichen Vaters, findet die wahre Liebe und kehrt schließlich auf den Pfad der Tugend zurück. Als ihn die Vergangenheit einholt und sein Vergehen ans Licht zu kommen droht, kann er mit Glück und der Hilfe seiner Mutter das Schlimmste gerade noch verhindern und allen Schaden reparieren. Die Trennung von Ottilie besiegelt den Bruch mit dem alten Leben und seinen falschen Idealen.

Während die Rahmenhandlung auf Grund der Ausflüge in philosophische Betrachtungen und der aus heutiger Sicht bemüht wirkenden Sprache für viele eine eher zähe Lektüre darstellen dürfte, eignen sich die kurzen Novellen ideal für alle, die zu viel Respekt vor dem großen Goethe haben, um sich auf dessen längere Texte einzulassen.

Fazit: nicht Goethes größter Wurf, aber als leichte Kost ideal, um auf den Geschmack zu kommen.
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4.0 von 5 Sternen Goethe goes Geselligkeit, 1. Dezember 2005
Von 
Melanie Holtmann "Mekko!" (Utopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten (Taschenbuch)
Goethe konzipierte mit den "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" eine Novellensammlung nach dem Vorbild von Giovanni Boccaccios "Decamerone". Ist dort die Flucht vor der Pest Initiationspunkt der Erzählungen, so sind es hier im Gefolge der Französischen Revolution die Wege einer Gruppe sozial höher Gestellter, die vor den Truppen der Angreifer über den Rhein fliehen. Man kommt zur Rast und verlangt Ablenkung, Unterhaltung und auch moralische Unterweisung - und man erzählt sich gegenseitig die vorliegenden Geschichten.
Goethe schrieb die kleinen Werke (bzw. stellte sie zusammen) für Schillers "Horen", die ganz explizit einem leichteren Amüsement dienen sollten. Er selbst empfand nach dem Kraftakt der "Lehrjahre" Wilhelm Meisters diese Aufgabe als außerordentlich entspannend, und so klingen gerade die ersten Geschichten eben auch nach Trivialliteratur. Goethe einer derartigen Geschmacksverirrung zu bezichtigen, würde wohl einem standhaften Germanisten kaum in den Sinn kommen. Aber auch der Meister hat sich einmal der leichten Muse gewidmet, und auch das ist ganz schön anzuschauen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen kostenlose Kindleversion: nicht zu empfehlen, 7. Dezember 2011
Ich habe mir dieses Buch für ein Germanistikseminar auf meinen Kindle geladen und habe mich sehr über den Inhalt gewundert. Die kostenlose Kindleversion dieses Buches beinhaltet gerade mal 30% von Goethes Erzählung. Unterhaltung deutscher Ausgewanderten ist eigentlich eine Rahmenerzählung, in der sechs Geschichten erzählt werden. In der Kindleversion kann man jedoch nur drei dieser Geschichten lesen und sonst gar nichts. Wer also die ganze Erzählung lesen und dennoch sparen möchte, sollte doch lieber zu Reclam Edition greifen (habe ich dann schließlich auch getan)

An für sich ist es eine ganz nette Erzählung, die an den Stil des "Decameron" von Boccaccio erinnert. Die Rahmenhandlung erscheint etwas trocken und man muss sich für ein tiefes Verständnis wirklich gut konzentrieren, aber die sechs Geschichten bieten eine angenehme Abwechslung.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Recht unterhaltsame Kurzgeschichtensammlung, 15. Oktober 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten (Taschenbuch)
War überrascht, wie schnell und flüssig man dieses relativ kurze Werk Goethes lesen kann. Die Rahmenhandlung, die in der Zeit der französischen Revolution angesiedelt ist, bildet wirklich nur einen Rahmen, um die Kurzgeschichten miteinander verknüpfen zu können.Die Qualität der Kurzgeschichten ist jedoch sehr schwankend. Während die ersten beiden, zwei unterhaltsame Schauergeschichten, und vor allem die letzte, namens "Ferdinand" richtig bei Laune halten, sind die mittleren unheimlich zäh und langweilig und man ist oft drauf und dran, das Buch beiseite zu legen. Der absolute Höhepunkt ist das aus der Sammlung ausgegliederte "Märchen". Ein großer Einfallsreichtum, eine herrlich poetische Sprache und vieldeutige Metaphern garantieren Lesespaß bis zum Schluß. Alles in allem sind die "Unterhaltungen..." doch ganz unterhaltsam und wer mal was anderes von Goethe als den "Faust" lesen will, der sollte ruhig mal einen Blick hineinwerfen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gerne gelesen, 27. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe diese Schriften vorher nicht gekannt.
zu viele Druckfehler, unsorgfältig redigiert.
Text auch heute noch aktuell. Empfehlenswert.
Bla, bla,bla. Weiter nichts zu sagen.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hörbuchedition: Ohne Märchen, 12. Juli 2009
Hervorragend gelesen, wie immer, von Gert Westphal, ABER WIE KANN MAN nur die UNTERHALTUNGEN als Hörbuch herausgeben und das MÄRCHEN am Ende weglassen? Und es auch noch nicht einmal auf der CD ausweisen? Wahnsinnig ärgerlich!! Denn z.B. in der Hamburger Werkausgabe Goethes sind alle Erzählungen und das Märchen unter den UNTERHALTUNGEN ... zusammengefasst. Wenn es auch Usus sein mag Erzählungen und Märchen (wie z.B. bei Reclam) getrennt voneinander zu verkaufen, so hätte man hier doch auf das Fehlen des Märchens auf dem CD-Cover hinweisen müssen. Eine 6 für Hanjo Kesting, den Herausgeber der Höredition.
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Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten
Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten von Johann W von Goethe (Taschenbuch - 1991)
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