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Kundenrezensionen

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Wer eine Revolution zur Hälfte vollendet, gräbt sein eigenes Grab

Büchners Danton mag nicht mehr an die Revolution glauben. Er ahnt, dass sie ethische und materielle Fragen nicht lösen kann. Danton erkennt, dass man seine Bemühungen dem Blutvergießen ein Ende zu bereiten nicht wohlwollend gegenübersteht. Er weiß, dass er unter der Guillotine sterben wird und erträgt schon im Vorfeld sein bevostehendes Ende gelassen, allerdings mit leichtem Zynismus.

Büchners Danton übermittelt sozusagen den Gedanken, dass Handeln nicht lohnt, dass die Summe aller Tätigkeiten wachsendes Leid und Lebensekel zum Ergebnis haben.

Der Weg der Menschen führt durch eine nicht enden wollende Kette von Enttäuschungen,aus denen sie nicht mehr herausfinden können. Selbst die Geborgenheit in einem Glauben, sei es ein politischer oder ein religiöser, kann auch nicht länger schützend wirken.

Danton muss an seinem eigenen politischen Genie verzweifeln, weil sein "Herz nicht steinern", "sein Geist nicht beschränkt ist".

Hier ist der zentrale Unterschied zu Robespierre. Besagter Revolutionär kennt den Zwiespalt von Gefühlsimpulsen und revolutionären Notwendigkeiten nicht. Sein Handeln ist nicht gelähmt durch Erkenntnis oder durch Gefühle. Er agiert aufgrund konsequenter Prinzipien, ist gewissermaßen ein Despot guten Gewissens.

Im Widerstreit von Danton und Robespierre gehört Büchners Liebe eindeutig Danton.

Danton ist Robespierre gegenüber der erkennende Psychologe, welcher die ideologische Verbrämung im Grunde minderwertiger Motive durchschaut.

Hinter Robespierres Moralphilosophie steckt das höchst bedenkliche Vergnügen andere schlechter zu empfinden als sich selbst.
Im Gegensatz zu Robespierre ist Danton nicht selbstgerecht und orientiert sich bei seinen moralischen Urteilen stets an der Wirklichkeit. Danton ist kein Theoretiker, er ist ein Mensch, der beobachtet, genau hinsieht und dann seine Schlüsse zieht.
Diese unterschiedliche Sicht macht die beiden schließlich zu Gegnern.

Was am stärksten gegen Robespierre spricht ist - meines Erachtens- sein tödlicher Ernst mit welchem moralische Urteile sich in das gnadenlose Klacken des Fallbeils verwandeln.

Die Unfähigkeit sein eigenes Handeln zu durchschauen, der Mangel an Einsicht in die verborgenen Motive seines Tuns lassen den Leser Abstand von Robespierre nehmen und alle Sympathien auf den genußfreundigen Danton verlagern, nicht zuletzt weil er ein Mensch unter Menschen ist.

Empfehlenswert!
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am 7. Juni 2015
An "Dantons Tod" scheiden sich, wenn das Stück in der Schule gelesen wird, in der Regel die Geister: Die einen lassen sich sofort von dem (erstaunlich modernen) Ton des Stücks einnehmen, die anderen (und das ist oft die Mehrheit) können damit gar nichts anfangen. Es passiert ja nicht so viel, die vielen historischen Bezüge (auf Personen und Ereignisse, die man nicht oder nur ungenau kennt) erschweren die Lektüre und auch die Struktur des Stücks ist nicht so leicht zu erkennen. Der Band zu "Dantons Tod" in der Reihe "Schroedel Interpretationen" bietet da sehr gute Hilfestellungen. Der Autor ist ein ausgewiesener Büchner-Kenner, was sich bei dem schwierigen Gegenstand auszahlt. Der Band ist gut geschrieben und wer sich die Zeit nimmt, ihn ganz durchzulesen (128 Seiten), wird sehr davon profitieren.
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TOP 1000 REZENSENTam 3. Dezember 2012
Die Revolution frisst ihre Kinder - dieser Satz, ein wörtliches Zitat aus "Dantons Tod", heute längst zu einem geflügelten Wort geworden, fasst den Inhalt dieses Werkes auf die kürzeste und bündigste Weise zusammen. Ihm an der Seite steht ein Satz aus dem Munde von Maximilien de Robespierre, den man ebenfalls hier findet: Die Tugend muss durch den Schrecken herrschen. Der Rigorosität dieser Haltung fallen längst nicht mehr nur die Feinde der Revolution zum Opfer, sondern die Revolutionäre der ersten Stunde selbst, angefeuert durch eine von Hunger und Verarmung ausgezehrte, aber in ihrer Rohheit leicht erregbare wankelmütige Masse. Der nackte Inhalt der äußeren Handlung ist in diesen beiden Zitaten fast vollständig ausgeschöpft.

Für die Entscheidung über die Anschaffung einer bestimmten Ausgabe von Interesse ist die Frage, welche Edition die Bedeutungs- und Gestaltungsebenen am besten eröffnet. Die Texte bei Reclam geben den Originaltext weitgehend oder ganz getreu wieder, einschließlich der orthografischen Besonderheiten des Urtextes. Als angeleitete Lektüre sind die gelben Reclam-Ausgaben dabei zu Recht unersetzlich. Für das Eigenstudium würde ich eher zu der Hardcover-Werkausgabe bei Reclam neigen, denn hier findet sich ein schier überbordender Anmerkungsapparat mit mehr als der doppelten Länge des Urtextes selbst. Im Grunde müsste man ihn dann zweimal lesen: einmal mit den Anmerkungen durchschossen, um die vielen Verweise und Bezüge zu verfolgen, ein weiteresmal zusammenhängend, um Tempo und Rhythmus zu erfassen.

Erst diese vielen Nachweise und Verweise decken die Montagetechnik Georg Büchners in diesem Schauspiel auf: die historischen Quellen, oftmals Original-Redetexte der Protagonisten, werden zitiert; Personen und historische Vorgänge werden genannt und in Beziehung gesetzt. Erst so wird der Blick frei für die Nähe des Schauspiels zu den tatsächlichen Vorgängen.

Die kleine "gelbe" Reclam-Ausgabe kann das nicht leisten, sie bedarf daher der Ergänzung durch Sekundärliteratur zum Thema.
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am 27. Januar 2016
In den Buch geht's um die französische Revolution und ich finde das Buch sehr langweilig und es gibt keine Spannung. Würde ich es nicht in der Schule bearbeiten würde ich niemals von diesem Buch erfahren und es wäre gut. Das Buch ist ziemlich komplex und die Sprache ist ehrlich unschön. Des öfteren sehr unlogische stellen. Ich rate jeden nicht leser und lesewürmern dieses Buch zu lesen. Macht wirklich kein Spaß.
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am 10. September 2005
Georg Büchner wurde am 17. Oktober 1913 in Goddelau bei Darmstadt geboren. Um die reaktionären Verhältnisse in Hessen zu ändern, schloss er sich der radikalen Freiheitsbewegung an und war 1834 Mitbegründer der „Gesellschaft der Menschenrechte". Nach seiner Doktorarbeit im naturwissenschaftlichen Bereich war er als Dozent an der Universität engagiert worden. Er konnte dieser Tätigkeit jedoch nur ein einziges Mal nachkommen, da er wegen seiner politischen Flugschrift „Der hessische Landbote" seit 1835 steckbrieflich gesucht wurde. Zwischen 1835 und 1837 verfasste er die drei Dramen „Dantons Tod", „Woyzeck" und „Leonce und Lena" sowie die Erzählung „Lenz" und die Flugschrift „Der Hessische Landbote". Zahlreiche weitere Schriften wie Briefe und Aufsätze sind bekannt und erhalten geblieben.
„Dantons Tod" ist das Erstlingsdrama Büchners. Im März des Jahres 1835 erschien es stark zensiert im Literaturblatt „Phönix". Bereits im Juli desselben Jahres wurde es schließlich als selbstständige Buchausgabe verlegt.
Das Drama spielt zur Zeit der Französischen Revolution. Die Figuren sind bis auf wenige Ausnahmen nicht fiktiv, sondern reale Personen und die Handlung stützt sich auf wichtige und ereignisreiche Daten der Revolution.
Georg Büchner hat bei den Lesern und Zuschauern seines Stücks durchaus geschichtliche Kenntnisse in Bezug auf die Französische Revolution vorausgesetzt. Es ist daher empfehlenswert sich ein wenig mit den wichtigsten Daten auseinander zusetzen, bevor man mit dem Lesen beginnt.
„Dantons Tod" muss als Lehrstück der Geschichte begriffen werden. Georg Büchner, der selbst Revolutionär in Deutschland war, will mit seinem Stück zeigen, warum die Französische Revolution gescheitert und in einer Schreckensherrschaft ausgeartet ist.
Büchner wuchs zur zeit des Biedermeiers auf. Bürger und Bauern sollten sich wieder von politischen Dingen fern halten. Die Aristokraten wollten die Aufklärungszeit ungeschehen machen. Anfang 1830 wächst bei vielen Intellektuellen und Studenten die Unzufriedenheit der reaktionären Verhältnisse. Es entstehen revolutionäre Gruppen, in denen auch Georg Büchner mitwirkt. Damit die aufkommende Revolution eine bessere als die in Frankreich Ende des 18. Jahrhunderts wird, gibt Büchner in seinem Drama wieder, warum die Französische Revolution scheitern musste. Dabei ist er darauf bedacht, die Ereignisse nicht zu verherrlichen, sondern möglichst realistisch widerzugeben. Büchners Kritik richtet sich vor allem gegen den Idealisten Robespierre. Er stellt Robespierre einen Danton gegenüber, der begriffen hat, das Robespierre falsch handelt. Danton und Robespierre haben zwar beide erkannt, dass das Volk noch nicht für eine Herrschaft bereit ist; Robespierre hält jedoch an seinem Kurs fest. Damit die Revolution nicht scheitert, übernimmt er selbst die Funktion des Volkes. Er herrscht über das Volk und gibt vor, im Sinne des Volkes zu herrschen. Um den „Willen des Volkes" durchzusetzen und die eigene Macht zu sichern, lässt Robespierre alle seine Gegner ermorden. Er ist der Auffassung, dass derjenige, der nicht seine Meinung teilt, auch gleichzeitig gegen die ganze Revolution ist. Robespierre bevormundet das Volk wie zuvor die Aristokraten und somit wandelt sich die Revolution in eine Schreckensherrschaft. Danton ist jedoch der Auffassung, dass Mord nicht gerechtfertigt werden kann; auch wenn dieser angeblich im sinne der Revolution, also nach Robespierre tugendhaft ist.
Büchner warnt in seinem Drama „Dantons tot" vor der Ermordung politischer Gegner. Er zeigt anhand des Konflikts zwischen Danton und Robespierre, dass durch eine Schreckensherrschaft kein sinnvolles Zusammenleben gestaltet werden kann. Büchner wendet sich gegen jegliche Bevormundung des Volkes und spricht sich für politische und gesellschaftliche Auseinandersetzungen aus. Mit Dantons Tod möchte Büchner ein scheitern der Revolution in Deutschland verhindern, indem er Robespierres Schreckenherrschaft kritisiert und Dantons Auffassung lobt und mit dessen Tod zeigt, dass sie nur auf Grund von Ungerechtigkeiten keine Chance zur Verwirklichung hatte.
Georg Büchners Drama ist in keinem Fall antirevolutionär, jedoch steht es der Französischen Revolution kritisch gegenüber. Vielmehr zeigt Büchner allerdings durch „Dantons Tod", dass es eine Revolution geben kann, die in einer Entwicklung mündet. Eine Revolution, wie sie sich Danton vor seinem Ableben in Büchners Drama wünschte.
Eine für die damalige Zeit hervorragende Auseinandersetzung mit der Revolution und ihrer möglichen Folgen.
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am 10. Januar 2016
Dieses Buch ist das beste Beispiel für jemanden, der intellektueller rüberkommen will, als er ist. Zusammenhanglose pseudo-philosophische Reden über griechische Mythologie und Geschichte, abgewechselt mit den eloquenten und gleichzeitig unglaublich primitiven Kommentaren über Sex, und am Ende stirbt der Hauptcharakter. Alles, was ich nach dem Lesen über die Handlung dieses Stücks von pseudo-intellektueller Grütze weiß, steht im Titel. Eines der wenigen Bücher, bei dem man über die Handlung mehr erfährt, wenn man eine Zusammenfassung im Netz liest. Welcher selbsternannte Literaturexperte dachte, dass das hier lehrreicher Stoff für die Oberstufe sei??
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am 17. März 2010
Diese Lektürehilfe hat mir überhaupt nicht geholfen. Ich habe sie mir gekauft, weil ich Probleme hatte Dantons Tod zu verstehen und auf eine verständliche Erläuterung des Inhalts gehofft. Leider wurde ich enttäuscht. Szenen über mehrere Seiten werden in 3 Sätzen zusammengefasst, das hätte man auch ohne Hilfe herausfinden können.
Ich kann den Klett Lektüreschlüssel dagegen sehr empfehlen. Nicht viel teurer aber hundertmal besser!!!!!
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am 23. Februar 2015
Sehr schnelle Zusendung, gerne wieder, da die Preis- Leistung stimmt!

Sehr netter Kontakt, sehr schnelle Zusendung der Ware, sehr gerne wieder!
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am 2. Januar 2002
An sich ist das Buch schon ein Muss - es verleiht einen super Eindruck in die Zeit der französischen Revolution. Nicht nur der Preis der Klett-Ausgabe ist mehr als ansprechend, sonern auch der Anhang: Mit Büchners Lebensdaten, Hintergrund Infos zur Französischen Revolution, Briefen Büchners über sein eigenes Werk und vielem mehr bekommt man einen runden und abgeschlossenen Eindruck über das Meisterwerk!
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am 20. September 2007
Wen köpfen wir, wenn die Feinde schon geköpft sind? Die Revolution frißt ihre Kinder, zerfrißt die Helden. Ein Regime richtet sich gegen den Widerspruch. George Büchner ist mit Dantons Tod gelungen, die Mechanismen der Macht nachzuweisen, sobald der Umsturz erreicht ist. Von da ab gilt es die Macht nach allen Seiten abzusichern, jene auszuschalten, die nicht auf der vorgegebenen Linie liegen. Wer das 20. Jahrhundert betrachtet, wird in ihm eine Wiederholung des Schauprozesses finden, der in Dantons Tod aufgeführt wird. Büchners Sicht auf die Geschichte ist von Pessimismus geprägt. Auch wenn historisch gesehen, Dantons Hinrichtung womöglich notwendig erscheint, um dieser Revolution überhaupt eine Chance zu geben. Wenn die französische Revolution, die neue Freiheiten versprach, neue Unfreiheit hervorbringt, kann es um diese Revolution nicht so gut bestellt gewesen sein.

Man spürt in den Versen die Trauer hinter einer geplatzten Illusion, das Unvollendete des Idealen, die Zerrissenheit ihrer Helden. Ob jede Revolution zum Scheitern verurteilt ist, wenn die persönliche, wie parteiische Machtabsicherung ein Wert an sich ist, rückt Büchner in den Mittelpunkt der Fragen. Es sind immer noch die Menschen, die einen Umsturz anschieben, und die sind es auch, die den Erfolg verwalten. Ein Stück, das wieder und wieder auf die Bühne gehört und sich nie die Frage zu stellen braucht, was es mit uns heute noch zu tun hat.
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