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5.0 von 5 Sternen Philosoph der Sinne
Wer sich mit Philosophie beschäftigen möchte, hat hier einen verhältnismäßig leicht und lebendig zu lesenden Einstiegsphilosophen vorliegen, der dem unbedarften Nichtphilosophen Eintritt in ein sehr helles Zimmer (der Erkenntnis) eröffnet. Humes wichtigster Beitrag zur Philosophie ist wohl jener, dass der reine Empirismus keine ausreichende...
Vor 18 Monaten von Walter veröffentlicht

versus
1 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Philosophie aus vergangenen Jahrhunderten
Gut scheint Philosophie zu sein, wenn Überlegungen nicht veralten können. Zwar in Zusammenhang mit einer universitären Lehrveranstaltung erworben, brachte die Arbeit mit Humes Werk doch ein Hauf an Erkenntnissen - wenn man denn bereit war, sich zu ihnen durchzuzwängen. Es liest sich zwar ganz passabel, doch ist der Stil natürlich veraltet. Die...
Veröffentlicht am 21. September 2011 von Haro


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosoph der Sinne, 11. Januar 2014
Von 
Walter "Walter" (Buxtehude, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand (Taschenbuch)
Wer sich mit Philosophie beschäftigen möchte, hat hier einen verhältnismäßig leicht und lebendig zu lesenden Einstiegsphilosophen vorliegen, der dem unbedarften Nichtphilosophen Eintritt in ein sehr helles Zimmer (der Erkenntnis) eröffnet. Humes wichtigster Beitrag zur Philosophie ist wohl jener, dass der reine Empirismus keine ausreichende Grundlage für die Wissenschaft darstellt, – ohne dessen Unterbau aber auch reine Logik und seine Methoden sehr schnell zu Vernünfteleien, zu Gewohnheiten und Schablonen des Denkens, zu Tautologien führen, die keinen festen Halt mehr an die Realität haben; einem Versuch durch Geist zu besetzen, woran die eigene Erfahrung nicht heranreicht. Einem fehlenden Abgleich von Innen- zu Außenwelt (Realitätsverlust). Denn keine Methode hat noch je eine Hypothese hervorgebracht.
Ja, ich muss es zugeben, Hume ist mein bisheriger Lieblingsphilosoph (Spinoza, Kant, Gadamer, Feyerabend, Fromm, Pascal, Montesqieu, Rawls vielleicht noch inbegriffen). – Unsere Sinne sind die Einlasspforten, durch welche uns die Bilder der Gegenstände oder Subjekte zugeführt werden. Sinnlichkeit steht in direkter Verbindung mit den apriorischen Funktionen des Intellekts (Erkennungsvermögen). Sie bringt die Anschauungen hervor (Begriffe ohne Anschauung sind leer); eine unschuldige und lautere Quelle all unserer Erkenntnisse, von welcher das Denken erst seinen Gehalt borgt. Alle tiefere Erkenntnis, so auch die eigentliche Weisheit, wurzelt in der anschaulichen Auffassung der Dinge. Alles Urdenken, jeder geistige Zeugungsprozess geschieht in Bildern. Und weil dem so ist, muss man vielleicht auch einmal die Phantasielosigkeit beschreiben: Der Phantasielose verhält sich zum freibeweglichen, ja geflügelten Tiere wie die an ihren Felsen gekittete Muschel, welche abwarten muss, was der Zufall ihr zuführt. Bis die wirkliche Sinnesanschauung herbeitritt, nagt er an Begriffen und Abstraktionen, welche doch nur Schalen und Hülsen, nicht aber der Kern der Erkenntnis sind. Er wird nie etwas Großes leisten; es wäre denn im Rechnen und in der Mathematik.
Humes Philosophie ist aber keine losgelöste romantische Schwärmerei (wie etwa Hegels Mystizismus), das Herz sollte auch nicht über aller Vernunft stehen (die Poesie des Herzens kann die Prosa der Verhältnisse nicht ersetzen), sondern er ist ein Theoretischer Philosoph, der nach Sehnsucht der Erkenntnis, nach effizientesten und besten Ergebnissen strebt. Absolute Stärken sind bei seinen Ursache-Wirkung-Beziehungen auszumachen (Kausalität). Gedanken und Verstand entwickeln sich beispielsweise aus verketteten Eindrücken, Einbildungen, Ideen und Vorstellungen. Der lebendigste Gedanke ist aber dennoch schwächer als die dumpfeste Wahrnehmung. Nur durchdrungene und verkettete Vorstellungen ergeben letztlich für alle nachvollziehbare Gedanken, die als vernünftig, plausibel oder wahr eingeschätzt bzw. erkannt werden können. (Hier folgt er Spinozas „adäquaten Ideen“; nur klare, weil zusammenhängende Ideen, sind weiterführend. Andere lassen den Geist leiden. Es ist daher zu gewahren, dass Leute, die uns in aggressiver Art die ihnen eigenen „Wahrheiten“ auftischen wollen, diese selbst nicht in Zusammenhang oder schlüssige Abfolge bringen konnten; der Geist leidet insofern, als dass er undurchsichtige, inadäquate, verworrene Ideen zu denken hat. So liegt in jedem geistigen Unvermögen sein Gereiztsein. Jeder Irrtum hat sein Gift.)
Nun hat alle spezifische Philosophie ihre Schwächen. Bei Hume ist es die Gefahr des Skeptizismus (eine Handlungsart muss besser als die andere sein). Auch sind die Gefahren des Dogmatismus erst bei Kant bereinigt. Dennoch knüpft er an die Gedankengänge bisheriger großer Philosophen an, zeigt Substanz, vor allem da, wo es um das Schließen und Urteilen geht. (Moralische Urteile; speziell sein Buch: „Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral.“) Hume ist ein ganz großer Meilenstein in der Geschichte der Philosophie; ein lebensweiser, lebendiger Charakter, der höchst amüsante Zwischenerkenntnisse von sich geben kann: „Von allen Auseinandersetzungen am Unerfreulichsten sind diejenigen mit Personen, die auf ihren Prinzipien starrsinnig beharren; ausgenommen vielleicht solche mit gänzlich unredlichen Menschen, die an die von ihnen verteidigten Ansichten gar nicht glauben, sondern an der Streitfrage aus Scheininteresse, aus Lust am Widerspruch oder aus dem Wunsch daraus teilnehmen, sich dem Rest der Menschheit an Intelligenz und Scharfsinn überlegen zu zeigen.“ Wie wahr.
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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch eben, 29. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand (Taschenbuch)
Preis-Leistung wie im Buchhandel. Einfach ein Buch, dass man wegen des Studiums lesen kann...

Hume ist leicht verständlich. Mehr muss ich nicht schreiben.
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1 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Philosophie aus vergangenen Jahrhunderten, 21. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand (Taschenbuch)
Gut scheint Philosophie zu sein, wenn Überlegungen nicht veralten können. Zwar in Zusammenhang mit einer universitären Lehrveranstaltung erworben, brachte die Arbeit mit Humes Werk doch ein Hauf an Erkenntnissen - wenn man denn bereit war, sich zu ihnen durchzuzwängen. Es liest sich zwar ganz passabel, doch ist der Stil natürlich veraltet. Die ergänzenden Anmerkungen sind hilfreich.
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10 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Irreführend und unvernünftig, 3. Dezember 2010
Von 
Roman Nies (Helibrunna) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand (Taschenbuch)
Nun ja, Hume hatte die Untersuchungen noch lange nicht abgeschlossen, außer im Irrtum, als er dieses Buch schrieb. Bei näherem Hinschauen hat Hume nicht gründlich genug nachgedacht. Oder es zeigt sich bei ihm auch wieder nur die Schwäche des menschlichen Denkens, wenn es von falschen Denkvoraussetzungen ausgehend, sich selbst eines weiteren Horizontes beraubt. An einem Beispiel dafür möchte ich die grundsätzlichen Denkversäumnisse Humes erläutern.
Dass Humesches Denken heutzutage noch eine gewisse Rolle spielt, liegt daran, dass die Art seiner Fehlschlüsse zwangsläufig auf die Art seiner "Vernunftschlüsse" hinführt. So stammt der klassische, unverständlicherweise noch heute angewandte philosophische Einwand gegen Wunder von Hume und findet sich hier in Abschnitt 10. Da behauptet der Autor, dass die Wahrscheinlichkeit für eine natürliche Erklärung eines offensichtlichen wundersamen Ereignisses immer größer sei als für seine übernatürliche Deutung.
So weit so gut. Um diese Behauptung zu untermauern, führt er jedoch vier Hauptgründe an.
1. Kein angebliches Wunder ist je von einer genügend großen Zahl von Zeugen bestätigt worden, die weder getäuscht werden konnten, noch zu denen gehörten, die die Absicht hatten zu täuschen.
2. Die Menschen sehnen sich allgemein nach Wundern und glauben Wundergeschichten bereitwilliger als sie sollten.
3. Das was als Wunder bezeichnet wird, ereignet sich nur unter nicht zivilisierten Völkern.
4. Wundergeschichten finden sich in allen Religionen, und deshalb heben sie einander auf, da sie Lehren unterstützen, die sich nicht miteinander in Einklang bringen lassen.
So weit die sog. Vernunftschlüsse Humes. Aber sind sie wirklich vernünftig? Wohl kaum!
Selbst wenn Behauptung 1 richtig wäre, so beweist sie jedenfalls nicht, dass kein angebliches Wunder je genügend Zeugen haben kann. Wenn es Wunder gibt, geschehen sie nicht unbedingt, weil es überhaupt Zeugen gibt. Und auch wenn Behauptung Nummer 2 stimmt, kann davon nur abgeleitet werden, dass man sehr kritisch gegenüber den Behauptungen von Wundern sein sollte. Die Behauptung 3 ist falsch, da auch bei kultivierten Völkern von so genannten Wundern berichtet wird. Das bedeutet nicht, dass wirklich Wunder stattfinden. Aber viele gebildete Menschen glauben, dass Wunder stattgefunden haben oder stattfinden können. Somit stimmt die Behauptung Humes nicht und entspricht eher seinem Wunschdenken. Es spräche lediglich für eine gewisse Arroganz, wenn Hume wie manche moderne Apologeten des Atheismus einfach hochgebildete Menschen wie z.B. Hochschulprofessoren und Naturwissenschaftler, die an die Wunder beispielsweise der Evangelien glauben, schlicht als "ungebildet" bezeichnen sollte. Bewiesen wäre mit so einer Behauptung nichts.
Die Behauptung 4 ist ebenfalls falsch, zumal Wunder, wenn es sie gibt, kaum an eine bestimmte Religion gebunden sind. Aber selbst innerhalb der Religionen kann es Übereinstimmungen geben. So glauben z.B. Muslime, Juden und Christen an die Existenz der gleichen wunderwirkenden Engelmächte. In Hinduismus und Buddhismus und in den sog. Naturreligionen entsprechen dem "Geister" und "Götter".
Wunder seien nicht möglich, weil sie gegen die Naturgesetze verstoßen. Und das sagte er, obwohl er noch gar nicht alle Naturgesetze kannte. Heute glauben die Naturwissenschaftler im Allgemeinen nicht mehr so bereitwillig an Humes optimistische Aussage, dass in der Natur alles geregelt sei. Aber Hume konnte nichts von Heisenbergs Unschärferelation wissen.
Hume behauptet, dass wegen der Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkeit einer natürlichen Erklärung immer den Vorzug vor einer Wundererklärung gegeben werden müsse. Wenn es aber Wunder tatsächlich gibt, dann wird ein Mensch, der es erlebt, sofort die natürliche Erklärung für unwahrscheinlich halten. Der "ungläubige" Thomas glaubte den Jüngern beispielsweise nicht, dass sie den auferstandenen Jesus gesehen hatten. Er war "gebildet" genug, um zu wissen, dass das völlig unwahrscheinlich war. Er änderte aber seine Meinung, als er selber Jesus sah. Es geht bei der philosophischen Betrachtung nicht darum, ob Jesus auferstanden ist oder nicht, sondern, ob aus Vernunftschlüssen gefolgert werden kann, dass es Wunder nicht gibt. Und wenn nicht, warum nicht. Humes Überlegungen sind dazu ungenügend und falsch.
Man kann nicht wie Hume sagen, weil etwas unwahrscheinlich erscheint und gegen die Erfahrung spricht, gäbe es das nicht. Hume war Empiriker. Er sagt, weil es eine millionenfach belegte Tatsache ist, dass Tote nicht auferstehen, wird die Chance für eine Auferstehung des Lazarus zu gering, als das man sie ernsthaft in Betracht ziehen kann. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Erlebnisse im Leben von Napoleon tatsächlich genauso stattgefunden haben wie es die Historiker behaupten ebenfalls sehr gering. Und dabei handelt es sich noch nicht einmal um Wunder. Humes Denken geht also von falschen Prämissen aus. Das Leben kümmert sich nicht immer um Wahrscheinlichkeiten! Andauernd geschehen Dinge die weder wahrscheinlich sind noch berechenbar sind! Das macht das Leben so interessant. Von den Überlegungen Humes kann ich das kaum behaupten. Mir ist schleierhaft, was den Schotten so sehr umnebelt hat, dass er die einfachsten Dinge nicht mehr durchblicken konnte.
Wer schon im Kleinen so haarsträubendes von sich gibt, sollte der dann in den anderen Kapiteln seines Buches noch gehört werden? Über die verschiedenen Arten der Philosophie, über den Ursprung der Vorstellungen (sehr viel spekulativ), über die Assoziation der Vorstellungen (beansprucht sehr die Vorstellungskraft), über skeptische Zweifel in Betreff der Verstandestätigkeiten (sehr viel zweifelhaft) über die Wahrscheinlichkeit (sehr unwahrscheinlich), über die Vorstellung der notwendigen Verknüpfung (vieles unnötig) , über Freiheit und Notwendigkeit (Hume überbetont die Freiheit, wobei man sich darüber streiten kann, ob das, was er als "Freiheit" bezeichnet wirklich Freiheit ist), über die Vernunft der Tiere (ist das wichtig?) , über eine besondere Vorsehung und ein zukünftiges Dasein (das hatte keine große Zukunft) und über die akademische oder skeptische Philosophie[ (die weiter fort geschritten ist und Hume nur noch eine Randexistenz gewährt - zu Recht).
Nun ja.
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Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand
Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand von David Hume (Taschenbuch - 1986)
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