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271
4,3 von 5 Sternen
Das Bildnis des Dorian Gray.
Format: TaschenbuchÄndern
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77 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2006
1891 festigte der englische Schriftsteller Oscar Wilde mit seinem "Bildnis des Dorian Gray" seinen bis heute unverblassten Ruhm als begabter Schriftsteller, aber auch als "Enfant terrible" der aristokratisch-literarischen Szene.
Er erweist sich in diesem Buch als ungeheuer lustvoller Formulierer von BonMots, als unerschrocken-ehrlicher Beobachter und entlarvt in diesem Buch die hohle Welt des schönen Scheins!

Mit diesem Buch verewigte Oscar Wilde die selbstbezogen-gefühllose Spezies der "Dandys" -- ein Kunstbegriff, der durch Dorian Gray seine literarische Entsprechung fand. Er löste damit im Upperclass-London einen Boom aus, dem er selbst als "Trendsetter" Vorschub leistete.

Der Maler Basil Hallward portraitiert den jugendlich-frischen, unverbrauchten Dorian Gray. Er verfällt seiner unschuldigen Jugend und bannt alle diese Attribute so kunstvoll auf die Leinwand, dass Dorian fortan nur einen Wunsch hat: Das Portrait möge an seiner Statt altern, er selber sich seine jugendliche Ausstrahlung bewahren. Dieser Wunsch wird schließlich Wirklichkeit und Dorian Gray erfährt zukünftig, wie schrecklich es sein kann, eigentlich unmögliche Wünsche erfüllt zu bekommen. Dorian ist kein Held, dem Einfluss seines Freundes Lord Henry Wotton, der völlig skrupellos ist, komplett ausgeliefert.
Er lebt wüst und langweilt sich dennoch, macht sich - trotz seines blendenden Aussehens - viele Feinde und lebt fortan in der Furcht, an diesem Portrait seine eigene Verschlagenheit und charakterlichen Defizite ablesen zu können wie in einem Buch. So wird der Tausch zunehmend zur Bürde...

Anfangs las ich das Buch mit Anteilnahme, aber doch in der Gewissheit, einen Klassiker vor mir zu haben, den man heute eben als eine Geschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts liest, ohne Bezüge zur aktuellen Gegenwart. Je mehr ich in der Geschichte voran kam, drängte sich mir jedoch auf, dass in vielfacher Hinsicht Oscar Wildes bekanntestes Buch auch heute noch drängend modern ist. Viele Menschen leben ihr Leben wie auf einer Bühne, statt Authenzität zählt Aus- und Ansehen -- spätestens bei diesem Gedanken, ließ mich die Geschichte des Dandys nicht mehr los.
Große Literatur und ein Spiegel, in den wohl niemand wirklich gerne hineinblickt!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Mai 2004
Dorian Gray ist ein blonder, etwa 20jähriger Schönling, der in einem Stoßgebet sich wünscht, alles Leid, das er erfährt, alle Sünden, die er begeht und sein Alterungsprozeß sollen dem Bildnis widerfahren, daß ein Künstlerfreund von ihm angefertigt hat. Dorian selbst ist eher ein verzogener Weichling, der von einem Lord Henry als Versuchskaninchen benutzt wird. Henry will sehen, wie sehr er Dorian beeinflussen kann, seinen Egoismus schüren kann. Dorian selbst wird dabei immer gleichgültiger, weil auch seine Reue nur dem Bildnis widerfährt.
Etwas schwülstig und tümelnd bisweilen geschrieben, aber in Provokationsabsicht. Hochinteressant.
Status: Empfehlenswert.
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68 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
... ich würd sie alle vergeben. Dorian Gray nimmt vorweg, was heute alle Welt tut oder tun würde. Was passiert, wenn ich tun und lassen kann was ich will ( Opium, Frauen, Absinth damals, Kokain, Party und Sex heute) und man siehts mir nicht an! Was ist wenn ich niemals altern würde? Früher eine Faustscher Pakt mit dem Teufel, heute die Schönheits-OP machen's möglich.
Dorian Gray, ein schöner junger Mann lässt sich von einem Maler porträitieren. Als er sein Bildnis erblickt, wünscht er sich, sein Körper und sein Gesicht würden niemals altern, sondern an deren Stelle das Gemälde. Der Pakt mit dem Teufel nimmt seinen Lauf, als Dorian nach einer grausamen Beendigung einer Liebesbeziehung entdeckt, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Er lebt unaussprechliche Sünden aus und altert nie, was ihm die gesellschaftliche Anerkennung und Gemeinschaft garantiert.
Wilde versteht es, exotische Redewendungen und Beschreibungen mit sündigen Gedanken zu verbinden. Auch wenn heute Liebe und Laster kaum mehr noch Sünden sind, läßt einen das Buch nicht mehr los. Der überraschende Schluss setzt dem Buch ein Denkmal. Zu recht ein immer und immer wieder gelesener und verfilmter Klassiker.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. September 2011
Dorian Gray ist schön. Ein unschuldiger, naiver junger Mann, dessen Antlitz so vollkommen ist, dass es andere in seinen Bann zu ziehen vermag. Und so wird er zur Muse des Künstlers Basil Hallward, der voller Inspiration unter anderem ein perfektes Portrait von Dorian anfertigt und es ihm schenkt.
Auf die Vergänglichkeit seiner Jugend aufmerksam gemacht, empfindet Dorian plötzliche Eifersucht dem Bild gegenüber und wünscht sich sehnlichst, es würde an seiner Stelle altern, ihm hingegen möge ewige Jugend und Makellosigkeit geschenkt werden.
Und so kommt es. Aber nicht nur Dorians Alterungsprozess spiegelt sich im Portrait wieder, sondern es hinterlassen auch seine Verfehlungen und Sünden ihre Spuren - umso zahlreicher, als die anfängliche Naivität, Großherzigkeit und Güte Dorians nach und nach von blumigen Reden von Freunden und Bekannten, seiner Neugier und einem Buch über das Erleben sämtlicher Empfindungen zerstört werden und einen selbst- und genusssüchtigen Menschen erschaffen.

Wildes Roman darf mit Recht als großartige Gesellschaftskritik des ausgehenden 19. Jahrhunderts aufgefasst werden, zeichnet er doch ein bissiges und stark wertendes Bild der oberen Gesellschaftssschichten dieser Zeit. So gibt es scheinbar im ganzen Buch nur wenige "gute" Menschen zu bewundern, die sich - bis auf den Maler Basil, der seinerseits von Lord Henry verlacht wird - alle in den unteren Schichten ansiedeln.
Es ist nicht nur die Rede von Genusssucht und Selbstgefälligkeit, sondern von einem Leben, das aus Teegesellschaften, Oper und Vergnügungen zu bestehen scheint.
In diesem Umfeld platziert der Autor ausschweifende Unterhaltungen über Moral und Recht, über die Seele, die Ehe und allerlei andere grundlegende Themen.
Und dort liegt auch das Problem des Buches. Dass Wildes Kritik hier scharfzüngig und doch ohne direkte Anklage vorgebracht wird, macht das Werk interessant. Aber die seitenlangen Gespräche sind -vielleicht auch durch die Sprache - langatmig und benötigen teilweise enorme Konzentration und Disziplin, um sie tatsächlich aufmerksam zu lesen.
Vergleicht man die Kapitel, in denen eine wirkliche Handlung stattfindet mit jenen, in denen "nur" geredet wird, so wird man feststellen, dass hier die Handlung, die eigentliche Geschichte nur noch schmückendes Beiwerk zu sein scheint. Ein Rahmen, innerhalb dessen Wilde sich nach Herzenslust austoben, seine Ansichten, seine Erfahrungen, seine Worte einbringen konnte und diese Möglichkeit reichlich genutzt hat.

Die Idee ist zweifelsfrei einzigartig und der Mut Wildes zu diesem Roman ist respektabel. Vom heutigen Leser allerdings wird viel verlangt und ohne eine weitere Auseinandersetzung mit dem historischen Kontext werden die Feinheiten des Inhalts und der Gesellschaftskritik vielen sicherlich verborgen bleiben.
Aufgrund der Langatmigkeit einiger Kapitel und einiger doch recht pathetischer Parolen muss ich in der Bewertung einen Stern abziehen. Dieses Buch ist zwar ein Klassiker und weit von "schlecht" entfernt, aber es ist eben auch nicht für jeden lesbar und teilweise ermüdend.

Einen weiteren Stern Abzug handelt sich meine Ausgabe (Komet-Verlag) ein, da diese nur so vor Fehlern (sowohl in der Rechtschreibung als auch in der Übersetzung und Grammatik) strotzt. Andere Ausgaben des gleichen Buches ohne diesen Makel würden entsprechen 4 Sterne erhalten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 30. Oktober 2009
London 1890. Basil Hallward (Axel Malzacher) ist ein sehr talentierter Maler. So kommt es, dass er den jungen Dorian Gray (David Turba) malen will und verliebt sich auch noch in diesen. Dorian ist vom Anblick seines Bildes völlig geblendet und äußert den Wunsch, niemals altern zu wollen. Ein teuflischer Pakt sorgt letztendlich dafür, dass lediglich sein Bildnis altert, Dorian jedoch weiterhin in der Blüte des Lebens steht. Von seiner großen Liebe verschmäht, führt Dorian ein exzessives Leben, dessen Folgen lediglich auf seinem Abbild zu sehen sind. Hier zeigt sich jedem, der das Bild anschaut, der wahre Dorian Gray, der sich stetig verändert hat, aber dessen äußeres Erscheinungsbild immer noch das eines jungen hübschen Mannes ist...

Titania Medien bietet uns wieder einmal eine gelungene Doppelfolge aus der Reihe "Gruselkabinett". Und auch, wenn sich anfangs die Frage stellt, ob diese Folge wirklich seinen Platz in dieser Reihe hat, so ist doch die unheimliche Atmosphäre, die sich durch das ganze Hörspiel zieht, Grund genug für 152 Minuten bester Gruselkabinett-Unterhaltung.

"Das Bildnis des Dorian Gray" ist wohl das bekannteste Werk Oscar Wildes und zeichnet sich nicht durch beständigen Grusel, sondern durch seine klugen und schönen Dialoge aus, die die erste CD beherrschen. Hier hätte vielleicht etwas gekürzt werden können, aber Freunde guter Literatur werden hier auch mal ein Hörspiel nach ihrem Geschmack finden. Unheimlich wird es etwas später und so gruselt man sich bei diesen zwei Folgen auf ungewohnte Art und Weise, aber nicht minder gut. Besonders die Zeit nach der Lösung der Verlobung ist schaurig-schön gestaltet und fesselt den Hörer, der hier Zeuge wird, wie Gray dem Wahnsinn verfällt...

Die Sprecher lesen sich, mal wieder, wie das Who is who der deutschen Synchron- und Hörspielszene: Dorian Gray, umgesetzt von David Turba, begeistert durch seine snobistische Art und Weise. Lord Henry Wotton, gesprochen von Tom Vogt, brilliert mit einem Zynismus, wie er heutzutage nur von Dr. House übertroffen werden kann. Weitere Sprecher, aber nicht minder wichtig und/oder gut, sind: Axel Malzacher, Simon Jäger, Dennis Schmidt-Foß, Dagmar von Kurmin, Melanie Pukaß, Regina Lemnitz und Kristine Walther. Erzählt wird die Geschichte von Hasso Zorn, der den Hörer durch die Geschichte trägt, ohne zu werten oder zu beurteilen.
Die musikalische Untermalung ist diesmal wieder perfekt gelungen, wird diesmal aber beinahe minimalistisch eingesetzt, dann aber zur perfekten szenischen Untermalung. Sämtliche Effekte und Geräusche sind natürlich, wie immer von den Titanias, genauso toll wie eh und je. Titanias Hörspiele sind einfach Kino für die Ohren!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2007
Oscar Wildes einziger Roman aus dem Jahr 1890/91 spielt im viktorianischen Zeitalter in London. Das gesamte Hörbuch ist beherrscht von den Dialogen dreier Männer und mit zunehmender Dauer dem inneren Monolog des Dorian Gray. Es ist eine Gegenüberstellung zweier gegensätzlicher Auffassungen von Moral. Auf der einen Seite der Maler Basil Hallward, der das viktorianische England „vertritt“, dessen romantisierende Lebensauffassung, die Idealisierung von Seele und Geist. Auf der anderen Seite der hedonistische, rein der Lust und der Sinneserfahrung huldigende Lord Henry Wotton, der die Vorstellungen des Autors wiedergibt. Entsprechend der offenen Zurückweisung überkommener Moral und bigotter Lebensführung, der fast lustvollen Darstellung des amoralischen Lebensstils Dorian Grays, führte dieses Buch zu einem Skandal und der Autor wurde öffentlich angefeindet. Nicht zuletzt durch dieses Buch und die im folgenden offen zu Tage tretenden homosexuellen Neigungen Oscar Wildes kam es zu einer Gerichtsverhandlung und zur Inhaftierung des Autors. Gesundheitlich angeschlagen, verschwand er nach der Haft aus der Öffentlichkeit und starb am 30. November 1900.
„Dorian Gray“ blieb der einzige, große Roman von Oscar Wilde. In seiner Komposition brillant und sprachgewaltig, elegant im Stil und hart und kompromisslos in seinen Aussagen. Wilde verwob Prometheus-, Faust- und Luzifer-Mythen zu einem Kunstwerk, das bis heute seine Wirkung auf die Leser hat und seinen Erfolg zu Recht verdient.
Der Vortrag des ungekürzt übertragenen Romans durch Jan Josef Liefers ist ein Glücksfall. Vor allem die im Mittelteil des Hörbuchs sehr langen, schwierigen und komplexen Textpassagen, die den inneren Wandel des Dorian Gray darlegen, werden so intensiv und wahrhaftig vorgelesen, dass man das Gefühl hat, Gray selbst trage die Essenz seiner Vorstellungen, Qualen und leidenschaftlichen Erfahrungen mit.
Wichtigster Kunstgriff dieses Romans ist die Rolle, die das Bildnis Dorians hat. Es wird zu einer eigenständigen Person, zu einem Gewissen und Gedächtnis Grays. Das Bild wird zum wahren Dorian Gray, wird zu dem Mann, der erlebt, fühlt, trauert, triumphiert.
Es ist zugleich Sinnbild für den heute herrschenden Jugendwahn. Oscar Wilde beruft sich auf die griechischen Klassiker, das Dandytum seiner Zeit und die Wirkung des Schönen im romantischen England. Doch ist die moderne Aussage, das „Dorian–Gray–Syndrom“ (eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, bei der das eigene Ich im Mittelpunkt des Strebens und Denkens steht) heute um so wirksamer und aktueller als vor einhundert Jahren.
Vielleicht erklärt das den auch heute noch anhaltenden Erfolg des Buches. In jedem Fall ist es in dieser Hörbuchedition, die in einer wundervollen roten Pappschachtel, einem ausführlichen Booklet und einem perfekten Sprecher zu einem angemessenen Preis zu erwerben ist, ein Gewinn für jede Hörbuch-Bibliothek.
Einzig der überbordende Detailreichtum, der fast fanatische Perfektionismus Oscar Wildes führt immer wieder zu langweiligen, für die Entwicklung des Protagonisten unwichtigen Schilderungen und Passagen, die dem Hörbuch das Tempo nehmen. Auch wenn Jan Josef Lievers in dem Bemühen diese Textstellen möglichst interessant zu gestalten großes Lob zuzusprechen ist, kann er doch nicht vermeiden, dass der Hörer Schwierigkeiten hat, die Konzentration zu wahren.

Fazit: Diese Edition ist fantastisch. Der Sprecher ist in Bestform, Layout und Ausstattung sind hervorragend. Da auch der Text, einer der großen Klassiker der Weltliteratur, brillant ist, kann man nicht fehlgehen, wenn man diese Box erwirbt. Man sollte aber wissen, dass Langmut und Konzentrationsfähigkeit vonnöten sind, den oft sehr langen Monologen zu folgen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. September 2013
Vorsicht! Inzwischen werden ohne Kennzeichnung maschinelle Übersetzungen als deutsche Bücher verkauft, wie auch hier. Kostprobe aus dem "Blick ins Buch" (das ist also nun ein Muss vor dem Kauf): "Wer schöne Bedeutungen finden in schöne Dinge sind die angebaut". Um das zu verstehen einfach auf Translate Google zurück ins englische: "Those who find beautiful meanings in beautiful things are the cultivated." Voila, schon haben wir den verständlichen Originaltext. Empfehlung: Sich die Mühe und das Geld sparen und das engliche Original (kostenlos) kaufen (ASIN B0084AXZK0).
Update: Seit dem 6.9.2013 ist die maschinelle Übersetzung nicht mehr vorhanden, stattdessen nun eine kostenlose Version mit normaler Übersetzung.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2006
Solch ein schlechtes Buch im Hinblick auf Druckfehler und inhaltliche Fehlübersetzungen habe ich noch nie gelesen.
Während bei mir die Leselust aufgrund dieser Tatsache stetig abnahm, stieg das Bedürfnis, beim Komet-Verlag Beschwerde einzulegen.
Fazit: Oscar Wilde - TOP. Komet-Verlag - FLOP! Lieber die Originalversion lesen oder in eine andere Druckausgabe investieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juli 2010
Oskar Wildes einziger Roman befasst sich mit Themen die auch heute noch aktuell sind und es wohl auch immer bleiben werden, da sie Teil der menschlichen Natur sind. Eitelkeit, Jugend - und Schönheitswahn, der maßlos ausschweifende Lebensstil einer kleinen, elitären Gesellschaftsschicht und die damit einhergehende Heuchellei sind die Hauptschwerpunkte dieser interessanten Geschichte, in deren Mittelpunkt der junge, zunächst schüchtern und auch etwas dümmliche Dorian Gray steht. Durch die Beeinflussung eines zünischen Lebemannes verändert er sich zunehmend zu einem skrupellosen und unmoralischen Menschen, der nur auf sein eigenes Vergnügen aus ist und dabei reihenweise Personen die ihm nahe stehen ins Unglück stürtzt. Von Dorian selbst aber scheint sein wildes Leben nicht den geringsten Tribut zu fordern, da er auch nach Jahren der Ausschweifungen mit Huren und Opium noch immer jung und schön ist. Was niemand weiß ist das er es durch den fanatischen Willen für immer jung und schön zu bleiben irgendwie geschafft hat einem Portrait von ihm die Bürde seiner Sünden aufzuerlegen und dieses nun an seiner Stelle altert. Angeeckelt von der hässlichen Fratze seines wahren Wesens, schließt er das Bild in einem alten Lagerraum ein, doch vergessen kann er es nicht und letzten Endes wird es ihm zum Verhängnis.
Die Geschichte an sich ist wirklich faszinierend und gibt einem so einiges zu Denken. Auch wenn die Sprache des Buches antiquiert wirken mag und einige Passagen schon etwas schwerer zu verstehen sind kommt man nicht umhin immer weiter zu lesen weil man bestätigt finden will was man schon die ganze Stecke zum Ende hin vermutet. Die Spannung des Romanes ergibt sich nicht aus irgendwelchen gewalt - oder sexbetonten Stellen oder der detaillierten Schilderungen von Grays Verfehlungen, dass überlässt der Autor weitestgehend der Fantasie des Lesers, nein es ist vielmehr die Entwicklung des Hauptcharakters und die Frage ob ihm nicht doch irgendwann jemand auf die Schliche kommen muß! Letztendlich gibt die Geschichte aber doch auch das Bild einer bornierten Gesellschaft wieder, die sich für die Krone der Schöpfung hält aber doch längst den Bezug zur Realität verloren hat. Das beste Beispiel dafür ist Lord Henry Wotton, Grays Mentor sozusagen, der zwar zu allen Themen des Lebens eine Weisheit auf Lager hat und bei jeder Gelegenheit die Welt in all ihren Facetten erklärt aber nicht auch nur ansatzweise dazu in der Lage ist zu erkennen wie Gray sich, unter seinem Einfluss, vom unschuldigen Jüngling zum kaltherzigen Menschenfeind und Mörder entwickelt, da er viel zu sehr damit beschäftigt ist sich an seinem Spielzeug (Gray) zu erfreuen!
Nun noch ein paar Worte zur Ausgabe des Buches. Ich liebe klassische Bücher wie dieses und ziehe sie im allgemeinen der modernen Literatur vor. Was ich aber am meisten schätze ist wenn ein alter Klassiker auch im klassischen Gewand daherkommt und da trifft diese wunderschöne Ausgabe im geprägten Ledereinband voll und ganz meinen Geschmack. Dieses Buch ist nicht nur ein Erlebnis beim Lesen sonder auch ein Juwel im Regal und weiß den Besitzer so auf zwei Arten zu erfreuen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Schon die Lebenswelt, die der Roman beschreibt, ist faszinierend: die Akteure leben isoliert von der uebrigen Gesellschaft auf einer Insel der Glueckseligen, wo es alles gibt, nur keine Arbeit und keine Anstrengung. Umgeben von den luxerioesen Interieurs der englischen Oberschicht und vom verachteten Broterwerb befreit, besteht das Streben dieser Herrschaften einzig darin, die vielen Musestunden und die Langeweile mit allen moeglichen Vergnuegungen moeglichst zweckfrei zu verbringen. Vergnuegen und Genuss kann hierbei alles moegliche bereiten, dass Fuehren eines geistreichen Gespraeches oder das Betrachten eines schoenen Bildes genauso, wie der Konsum von kaeuflicher Liebe und Drogen. Dabei teilen die Protagonisten selbst ihre Anschauungen in witzigen Bonmots und geistreichen Spruechen mit. Am besten sind die von Lord Harry, einem englischen Lebemann, der offensichtlich mit allen Wassern gewaschen ist, und der einen wirklich zum Lachen bringt, verhoehnt er doch in kurzer, messerscharfer Form alles, was dem Spiesser heilig ist. Der Autor selbst meldet sich kaum zu Wort.

Das Leben haette nun ruhig so weiter plaetschern koennen, mit Dinnerparties und Empfaengen, haette nicht gleich zu Anfang des Buches der Maler Basil Hallward dem mit aussergewoehnlicher Schoenheit begabten Titelhelden des Buches den Floh ins Ohr gesetzt, der einzige Zweck des Lebens bestuende in der Jugend. Dieser geht nun einen Faustschen Pakt mit dem Teufel ein um ewige Jugend zu erhalten, waehrend sich gleichzeitig seine Suenden im Gesicht desjenigen Portraits eingraben sollen, welches der Maler von im fertigte. Damit geht Dorian zu weit, verstosst gegen ungeschriebenes Gesetz und es muss natuerlich ein boesses Ende nehmen. In eleganter Erzaehlweise, die noch angereichert ist mit den Elementen des Schauerromans, fuehrt der Autor die Handlung unterhaltsam und spannend fort.

Dieser Klassiker ist immernoch aktuell. Wollen nicht auch die Menschen unserer Spassgesellschaft ewig jung sein, nur das sie auch noch den Spagat zwischen harter Brotarbeit und Fun schaffen muessen? Wenigstens erstere ist Dorian Gray erspart geblieben
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