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am 11. Juli 2013
Thukydides als einer der wichtigsten antiken Historiker stellt in seinem Werk den Peloponnensischen Krieg dar. Dass er dabei nicht immer ganz korrekt ist, muss allerdings bei der Lektüre berücksichtigt werden. Die Reden sind durchweg konstruiert und stellen teilweise nur seine eigene Meinung dar. Auch widerspricht er sich desöfteren.
Dies alles sollte aber trotzdem niemanden davon abhalten, Thukydides' Werk zu lesen. Denn trotz allem gehört er zu den wichtigsten Quellen, die den Althistorikern heute zur Verfügung stehen.

Diese Übersetzung lässt sich sehr flüssig lesen, da sie in gutem Deutsch und verständlich geschrieben ist. Außerdem ist die Übersetzung auch mehr als nachvollziehbar, wenn man sich den griechischen Originaltext daneben legt (Altgriechisch-Kenntnisse dafür natürlich obligatorisch).
Nach dem (von Thukyidides nicht vollendeten) achten Buch folgt dann noch eine Chronologie der Ereignisse, wichtige und vor allem zum Verständnis griechischer Praktiken nützliche Anmerkungen und noch ein paar auf den Punkt gebrachte Daten zu einzelnen Ereignissen. Sodass es sich als ein für das Studium der Antike, aber natürlich auch einfach zum Lesen aus Interesse, geeignetes Buch erweist.

Der für Reclam-Hefte im Schnitt ziemlich hohe Preis rentiert sich, wenn man sich wirklich für das Thema interessiert!
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Von den großen Köpfen der Geistesgeschichte war kaum einer seiner Zeit so weit voraus wie Thukydides. Fast 2000 Jahre hat es gedauert, bis man seine Bedeutung als Erfinder der modernen Geschichtsschreibung erkannte - ein erstaunliches Versäumnis, denn der Autor selbst benennt in klaren Worten das Revolutionäre an seinem Ansatz: Um klare Erkenntnis des Vergangenen" geht es ihm, und damit auch des Künftigen". Nicht dem Bericht des ersten Besten" sei er in seiner Darstellung gefolgt, vielmehr habe er selbst Erlebtes und von anderer Seite Berichtetes mit größtmöglicher Genauigkeit (...) erforscht." Sein Bemühen um Wahrheit war kein Selbstzweck; in den Geschehnissen des Peloponnesischen Krieges suchte Thukydides nach Mustern und Gesetzmäßigkeiten, unter oberflächlichen Anlässen ergründete er deren Ursachen. So koppelte er die historische Erkenntnis an die Erkenntnis der Natur des Menschen: In Machtstreben und Angst sah er unveränderliche Triebfedern menschlichen Handelns. Um diese Einsicht zu bewahren und damit kommenden Generationen bei der Gestaltung ihres Schicksals zu helfen, schrieb Thukydides eines der spannendsten und unerschöpflichsten Bücher der Literaturgeschichte.
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am 6. Mai 2004
Thukydides hat Konjuktur, keine Frage. Immer wieder wird in diesen Tagen auf den großen Historiker Thukydides verwiesen wenn es darum geht, die gegenwärtige amerikanische Politik zu bewerten (so z.B. der bekannte Politologe Münkler u.a.). Thukydides, den nicht wenige für den größten aller Historiker halten (wenigstens auf die Antike bezogen, ohne Herodot zu nahe treten zu wollen), ist also keineswegs "von gestern". Thukydides Werk ist vor allem eine Untersuchung der Macht und des Machtstrebens, einem der Markenzeichen der Menschheit (leider möchte man anfügen). Die "größte Erschütterung, die Hellas und ein Teil der Barbaren je erlebt hatten" (so in der freien Übersetzung), der Peloponnesische Krieg eben, war ein Wendepunkt in der Griechischen Geschichte. Dies haben keineswegs alle Griechen so aufgefasst. Aber Thukydides tat dies und zeichnete ein detailiertes Bild des Kampfes, den sich Athen und Sparta sowie ihre Verbündeten lieferten. Ziel war die Macht des anderen zu brechen und die eigene Hegemonie zu bewahren bzw. neu zu begründen. Es war die "größte aller griechischen Tragödien" (so D. Kagan).
In acht Büchern beschrieb Thukydides diesen "antiken Weltkrieg", der sich über einen Raum von Kleinasien bis nach Sizilien erstreckte. Das Werk bricht im Jahr 411 v. Chr. plötzlich ab und wurde von Xenophon in seiner Hellenika fortgesetzt - allerdings ohne die Brillianz des Thukydides zu erreichen. Dieser unterschied streng wissenschaftlich zwischen dem vorgeschobenen Anlässen für den Krieg und den wahren Hintergründen. Diese sah er in der Hegemonie Athens, die viele Griechen nicht mehr akzeptieren wollten und konnten.
Höhepunkte wie der berühmte Melierdialog (Thuk. V 85 ff) oder die "Pathologie des Krieges" (Thuk. III 82 ff.) sind auch heute noch faszienierend. Die Lehre, dass eine Hegemonie zusammenbricht, wenn sie nur auf ihre egoistischen Motive beharrt, ist in Teilen durchaus noch gültig. Aber der Sinn ist nicht, das antike Athen auf die modernen USA zu projezieren - das ist unsinnig, aber die Lehren des Thukydides geben gute Beispiele ab, wie man damit umgehen kann. Lehrreich und anregend zugleich - solche Literatur ist heute sehr, sehr selten. Kurz: Kaufen, lesen, nachdenken, verstehen. Daraus kann man schon Gewinn ziehen. Thukydides war eben nicht nur Historiker eines Krieges (weshalb er oft verpöhnt wurde), sondern auch ein brillianter Beobachter der Politik und ihrer Mechanismen. Es sei angemerkt, dass diese Ausgabe m.E. etwas näher am Originaltext ist als die Landmanns.
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TOP 500 REZENSENTam 24. Februar 2009
(Für die zwei verschiedenen Reclam-Ausgaben darf ich hier anscheinend keine getrennten Rezensionen abfassen, also zunächst zur zweisprachigen Reclamausgabe, dann zur rein deutschen Komplettausgabe:)
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Zweisprachiger praktischer Auszug aus Thukydides

Publiziert wurde Thukydides' Werk nach dem Ende des Peleponnesischen Kriegs, den er so mustergültig beschrieb. Als Kampf um Athens Hegemonieanspruch, aber auch als Gleichnis allgemeingültigerer Prinzipien wie Kampf um die Macht, Recht, ... . Jeder wird hier seine eigenen Parallelen finden und ziehen.
Viele Philosophen, Staatskundler, Erforscher der Internationalen Beziehungen haben daher immer wieder auf Thukydides Bezug genommen. So lässt sich über ihn sein eigener Satz zitieren: andrôn gàr epiphanôn pâsa g^ä táphos, als hervorragender/strahlender Mann ist ihm die ganze Erde Grabmal.

Etwa der so genannte Melierdialog (S. 52-73) gilt wohl zu Recht als _der klassische Text zum "Recht des Stärkeren" und zu Neutralität im staatlichen Miteinander. Die Auswahl aus dem komplett durchaus umfangreichen Werk ist nachvollziehbar - das Zentrale ist enthalten.

Links ist der Text in Griechisch, leider ohne Fußnoten, Kommentare oder Erklärung ungewohnter Vokabeln. Dennoch kann man sich mit Altgriechisch-Kenntnissen durchaus dem Text im Original nähern.

Rechts steht "Der Peleponnesische Krieg" in der Übersetzung von Helmut Vretska und Werner Rinner. An die knapp 70 Seiten zweisprachigen Textes schließen minimale Erläuterungsanmerkungen und ein ausführlicheres Nachwort von 16 Seiten plus Literaturliste an.
Irgendwie scheint derzeit (2009) das Reclambändchen leider nicht bei A. selbst enthalten zu sein - doch lesenswert ist es sehr: klare fünf Sterne.
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Rezension noch speziell zur Reclam-Komplettausgabe in Deutsch

Alles schon mal da gewesen? Liest man Thukydides und seine Darstellung des innergriechischen Kriegs vor 2400 Jahren, so kommt dieser Gedanke fast automatisch. Thukydides ist noch heute Standardlektüre für Internationale Beziehungen. Lässt sich diese umfangreiche Reclam-Komplettausgabe eigentlich auch einfach "nur so" lesen? Ja, denn sie ist flüssig, aktuell und frei genug ins Deutsche übersetzt, von Helmut Vretska und Werner Rinner. Wer der Übertragung nicht blind vertrauen möchte, wird ansonsten ja auch verschiedene Ausgaben im Original finden (z.B. s.o.).

In der Tat ist der Reclam-"Peleponnesische Krieg" ein durchaus umfangreiches Werk, das locker selbst eine längere Bahnfahrt hin und zurück begleiten kann.

Anmerkungen zu Wörtern und Ereignissen sind reichlich enthalten (und sinnvoll). Fünf Sterne.
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am 21. November 2011
Es handelt sich um eine gewissenhafte, bis ins Detail am Original bleibende Übersetzung in gutem Deutsch. Die beste Thukydides-Übersetzung, die mir untergekommen ist.
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am 28. August 2015
Der Autor erweist sich mit diesem Werk als Hisoriker und Zeitzeuge, aber auch als Philosoph und Schriftsteller. Das Werk ist im Wege der erwarteten Pflichtlektüre eines Studienganges zu mir gelangt. Es eignet sich für den geschichtlich interessierten und geneigten Leser. Man kann darin auch schmökern und sich einzelne Kapitel vornehmen.
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"Tote und Sterbende lagen übereinander, halbtot wälzten sie sich auf den Straßen und bei allen Brunnen und verlangen nach Wasser. Die Tempel, in denen sei hausten, lagen voller Leichen der dort Verstorbenen. Völlig überwältigt vom Leid und ratlos, was aus ihnen werden solle, kehrten sie sich nicht mehr an göttliches und menschliches Gebot" (39).

Thukydides Werk über den peloponnesischen Krieg gilt bis heute als der Beginn der Geschichtswissenschaft. Das Werk des Historikers, der selbst am "antiken Weltkrieg" zwischen Athen und Sparta teilgenommen hat, liefert mehr als nur einen chronologischen Ablauf der Auseinadersetzung. Vielmehr werden die Pathologie des Krieges und die Auswirkungen auf Psyche und Moral des Menschen untersucht. Thukydides Erkenntnisse haben Gültigkeit bis heute. Durch seine äußerst anschauliche Beschreibung der 430 v.Chr. in Athen herrschenden Pest (siehe Zitat) verdeutlicht der Autor, als was er den Krieg sieht: Eine Krankheit.

In der vorliegenden Reclam-Ausgabe finden sich die bekanntesten Auszüge aus dem Geschichtswerk. Den Anfang macht die Trauerrede des Perikles, in der er Athen als ein perfektes Idealbild, die "Schule von Hellas" (19) darstellt. Direkt im Anschluss folgt die Beschreibung der Pest, die dem vorher dargestellten Ideal widerspricht. In der "Pathologie des Krieges" verdeutlicht sich das negative Menschenbild des Autors, der in der universellen Herrschaftssucht des Menschen die Hauptgründe von Kriegen sieht. Exemplarisch wird diese Hybris am Beispiel der Insel Melos gezeigt. Aus purem imperialem Machtwillen will Athen die Insel dazu zwingen, ihre Neutralität aufzugeben. Die von den Athenern nach Thukydides vorgegebene Begründung spricht Bände: "Wir glauben nämlich, dass die Götter wahrscheinlich, der Mensch ganz sicher allezeit nach dem Zwang der Natur überall dort, wo er Macht hat, herrscht" (65). Dies ist das Recht des Stärkeren in Reinform.

Fazit: Spannend zu lesende Darstellung über das Wesen des Krieges und die Natur des Menschen. 2000 Jahre alt und aktueller denn je.
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am 1. September 2008
das Werk von Thukydides hat nach fast zweieinhalb Jahrtausenden nichts von seiner Brisanz verloren.
Beschrieben wird der Peloponnesische Krieg zwischen Sparta und Athen. Erklärt werden die politischen Ränke und die Vorgeschichte des Konfliktes. Beleuchtet wird auch wie sich die Stadtstaaten in diesem Krieg erschöpften und ihre Bedeutung einbüßten.

Der Preis ist unschlagbar und Geschichtsinteressierte sollten es gelesen haben.
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am 12. Juni 2014
Büchlein kam prompt und war hilfreich. kein Suchen und Bestellen in der Unibuchhandlung. Was will ich mehr? Ich bin zufrieden.
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