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5.0 von 5 Sternen Drift ?
"Hiermit endige ich also mein ganzes kritisches Geschäft. Ich werde ungesäumt zum Doktrinalen schreiten (...)". Das ist einer der letzten Sätze aus der Vorrede zur Kritik der Urteilskraft, von (dem in damaligen Maßstäben) bereits sich in einem methusalem-artigen Alter befindlichen Kant. Die Kritik der Urteilskraft stellt also den...
Veröffentlicht am 2. April 2006 von Michael Baumann

versus
3.0 von 5 Sternen Für Kant-Freunde
Wenn Sie ein besonderer Kant-Freund sind und sich mit Kant nicht gerade zum ersten Mal oder zum Spaß auseinandersetzten, dann ist diese reclam-Ausgabe absolut empfehlenswert. In "Kritik der Urteilskraft" legt Kant nicht nur seine ästhetischen Ansichten dar, sondern auch seine Teleologischen. Wie gesagt für Kant-Liebhaber empfehlenswert, für...
Vor 13 Monaten von C. veröffentlicht


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drift ?, 2. April 2006
Von 
Michael Baumann "Michael Baumann" (Uedem, Niederrhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
"Hiermit endige ich also mein ganzes kritisches Geschäft. Ich werde ungesäumt zum Doktrinalen schreiten (...)". Das ist einer der letzten Sätze aus der Vorrede zur Kritik der Urteilskraft, von (dem in damaligen Maßstäben) bereits sich in einem methusalem-artigen Alter befindlichen Kant. Die Kritik der Urteilskraft stellt also den Abschluss der Arbeit der "Kritik" dar; ein deduktives Geschäft, das sich zum Ziele setzte, die Erkenntniskräfte (in theoretischer wie praktischer Hinsicht) a priori zu bestimmen. Die Urteilskraft stellt nicht zufällig den Schlusspunkt dieser Untersuchungen dar: es geht nämlich darum - wie Eric Weil sich sinngemäß ausdrückte - herauszukriegen, ob nicht überhaupt die Kritik mit dieser Zielrichtung ein großer Unsinn gewesen sei, da - man wird es zugeben (müssen) - die Natur, die erkannt werden soll und diese Natur selbst mit ihren praktisch unerschöpflichen Mannigfaltigkeiten, kurz der Geist und sein Erkenntnisziel nicht überhaupt völlig inkompatibel sind. Das also -modern ausgedrückt- zwischen Geist und Welt eine Drift besteht, die auch deduktiv nicht überwindlich ist.
Um dieses Erkenntnisziel zu erreichen setzt Kant in der vorliegenden Untersuchung eine "Zweckmäßigkeit der Natur" vorraus. Dieses Ideal soll dazu dienen, das Besondere unter (ein) Allgeimeines subsumieren zu können. Damit gilt es zu untersuchen: den Bereich des Ästhtischen mit seinen subjektiven Begleitzuständen der Lust und Unlust, sowie einer Teleologie in der Natur (bei welcher Untersuchung Kant jene berühmt-berüchtigte "Erhabenheit" der Natur mit dem Empfinden des Schönen zusammenbringt). Wohlgemerkt: es wird nach a priori gültigen Prinzipien gesucht, die diesen subjektiven Empfindungen zum Grunde liegen.
Noch ein Wort zur angeblichen Wissenschaft von heute und der fehlenden Bedeutung der Teleologie: das kann ich nicht feststellen. Meines Erachtens ist die moderne Forschung, so sie etwas "über die Natur der Natur" herausbringen will, nach wie vor auf Gedeih und Verderb auf solche Prinzipien angewiesen. Ich sehe nicht, wie Forschung ohne solchen "Entwurf" vor sich gehen sollte; dem "angaffen" des Dreiecks entspringt niemals der Inhalt des Pythagoras'schen Satzes.
Das Buch ist ein "Kant": entsprechend hoch sind die Anforderungen. Hat man aber einmal durchdrungen, worauf das Geschäft Kants dringt, will es mit dem Studium besser weg. Dennoch handelt es sich um ein schwieriges Stück Philosophie; für "zwischen-und während-den-Busfahrten" völlig ungeeignet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die dritte große Kritik, 11. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Kritik der Urteilskraft (Broschiert)
1790 erschien erstmals die "Kritik der Urteilskraft" von Immanuel Kant (1724 - 1804), mit der er die Reihe seiner Kritiken beendete.
Dieser dritten Kritik (die keine tadelnde Ver-, sondern analysierende Be-urteilung ist) gingen zahlreiche kleinere und größere Untersuchungen und Schriften voran, so etwa Beobachtungen über "das Gefühl des Schönen und Erhabenen" oder Gedanken über "metaphysische Anfangsgründe der natürlichen" so wie der "praktischen Weltweisheit". Oder er zog eine "Kritik des Geschmackes" in Erwägung und befasste sich mit den "Grenzen der Sinnlichkeit und der Vernunft".
Die den Anspruch auf Umfassendheit erhebende "Kritik der Urteilskraft" ist also nicht auf des Menschen Vermögen der bloßen Objektbeurteilung bezogen, sondern schließt (wertende) 'Ästhetik' und 'Teleologie' mit ein, darunter Kant die Zielgerichtetheit des Handelns des Menschen und der Naturereignisse sich dachte, ohne diese theologisch oder sonstwie doktrinal zu konstituieren.
So ist das Buch in zwei Teile geordnet:
1. Kritik der ästhetischen Urteilskraft und
2. Kritik der teleologischen Urteilskraft.
Kant stößt hier an die Grenzen des systematisch Fassbaren. Ein großes Problem bereitet ihm der Zweck bzw. die Zweckmäßigkeit in seiner ganzen Teleologie ("Von der ästhetischen/logischen Vorstellung der Zweckmäßigkeit der Natur"): inwiefern ist dieser Gedanke (der ein regulativer und somit ein von Subjekten ordnend nachgereichter ist) in der Natur vorgegeben und nachzuweisen? Und steckt hinter einem vermeintlichen Nachweis doch wieder nur der Gedanke, der sich dort sozusagen wiederfindet? Oder das ganze Deutungsgebäude kippt in Unsagbares um: "Das Geschmacksurteil beruht auf Gründen a priori" (§ 12). Merke: was nicht herzuleiten ist, muss a priori sein. Woher wissen wir aber, ob die Vorliebe des einen Subjekts etwa für Fischsuppe bei Abneigung gegen Gulaschsuppe eben so a priori gegeben sei wie die umgekehrte Neigung bzw. Vorliebe eines anderen Subjekts, das eben die Gulaschsuppe bevorzugt und Fischsuppe als widerlich ablehnt? "Ob man mit Grund einen Gemeinsinn voraussetzen könne", fragt Kant in § 21 des ersten Teils. Eine gute Frage! Die Antwort, die Kant uns gibt, ist minder gut: "Da (...) die allgemeine Mitteilbarkeit eines Gefühls aber einen Gemeinsinn voraussetzt: so wird dieser mit Grunde angenommen werden können, und zwar ohne sich desfalls auf psychologische Beobachtung zu fußen, sondern als die notwendige Bedingung der allgemeinen Mitteilbarkeit unserer Erkenntnis, welche in jeder Logik und jedem Prinzip der Erkenntnisse, das nicht skeptisch ist, vorausgesetzt werden muss." -- Köstlich! -- Es muss so sein, weil es nicht anders vorausgesetzt werden kann!

Die generös ausgestattete Ausgabe des Felix-Meiner-Verlags bietet neben dem vollständigen Text Kants in derzeitiger Orthographie ein Vorwort, drei (!) ausführliche Einleitungen, eine Bibliographie und zwei Register von Heiner F. Klemme. Eine ideale Studienausgabe.
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3.0 von 5 Sternen Für Kant-Freunde, 19. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kritik der Urteilskraft (Taschenbuch)
Wenn Sie ein besonderer Kant-Freund sind und sich mit Kant nicht gerade zum ersten Mal oder zum Spaß auseinandersetzten, dann ist diese reclam-Ausgabe absolut empfehlenswert. In "Kritik der Urteilskraft" legt Kant nicht nur seine ästhetischen Ansichten dar, sondern auch seine Teleologischen. Wie gesagt für Kant-Liebhaber empfehlenswert, für Kant-Anfänger: Finger weg!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am besten mehrmals lesen, 2. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Kritik der Urteilskraft (Taschenbuch)
Eher schwerer Stoff, aber ein Muss für jeden, der sich mit Ästhetik und Philosophie auseinandersetzen möchte. Was ist schön? Wie lässt sich Schönheit beurteilen?
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kraft des Urteils als Chance, 14. Februar 2009
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kritik der Urteilskraft (Taschenbuch)
Kants (1724-1804) Kritiken aus dem späten 18. Jahrhundert sind so etwas wie eine kopernikanische Wende des Denkens. Nicht die Anschauung allein, nicht die Vernunft zu den Dingen steht mehr im Vordergrund, sondern das Denken über das Denken zum Ende aller Dinge und den "Dingen an sich" revolutioniert und bestimmt die Geistesgrößen in Philosophie, Theologie und Literatur. Selbst Kants Kosmologie aus dem Jahre 1755 überwiegt in seiner Erkenntnis aus heutiger Sicht den bisher führenden Laplace bzgl der kosmologischen Hypothesen zur Entwicklung des Universums und der Entstehung der Planetensysteme. Die Kant'sche Welt der Philosophie scheint wie das Ordnungssystem der Welt zu funktionieren, anziehend oder abstoßend wird sie empfunden und in beider Kräfte hält sie sich bestens. Darum: Lassen Sie sich inspirieren vom kleinen Königsberger Professor.

Diese hier vorliegenden Kritik ist die dritte im Bunde der Kritiken, alle bilden das Hauptwerk des präzise denkenden Philosophens. Der dritten "Kritik der Urteilskraft" gingen voraus die "Kritik der reinen Vernunft" und die "Kritik der praktischen Vernunft". Kant in Kürze vollständig zu präsentieren, ist ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen. Doch ihn zu lesen, kann man als "universales Individuum" a priori niemals aufgeben, weil man sich einer besonderen Leseerfahrung beraubt, die letztendlich auch nur eine Annäherung an Kant ermöglicht. Nun steckt in den ersten beiden Kritiken das bereits drin, was sich in der letzten offenbart. Ehe man sich auf die praktische Vernunft einläßt, wird in der reinen Vernunft das Noumenon als "Ding an sich" betrachtet und man erreicht ein Denken im synthetischen Sinne durch synthetische Urteile. Paart man das ideelle Ding, das Noumenon mit subjektiver Betrachtung und subjektivem Urteil, so gelangt man zum Phänomenon in praktischer Vernunft und mit ihr lässt sich a posteriori erkennen, dass "das Wesen des Geschmacks ohne Interesse am Objekt des Urteils auskommt".

Und so gelangt man zur philosophischen Ästhetik der Urteilskraft, die in ihrem Wesen subjektiv ist, wie auch Kant in diesem Alterswerk zunehmend subjektiv zeigt. Ästhetik und die Theorie der organischen Natur in dieser Kritik erscheinen beide in ihrer Zweckmäßigkeit weit voneinander entfernt. So obliegt es der Urteilskraft, diese zu verbinden, indem Reflexion über Schönes verbunden wird mit dem Forschen nach dem Schönen in der Natur. Denkt man diese Zweckmäßgikeit zu einem Endzweck des Menschen, betrachtet alles unter dem Prinzip der Teleologie, so überhöht man Natur und Kunst durch die Moral als Endzweck des Menschen. Vernunft der ersten Kritik, Freiheit der zweiten Kritik wird so verbunden in der hohen Subjektivität bzw. in dem subjektiven Vermögen der Urteilskraft, sowohl der ästhetischen wie der teleologischen. Endgültig forciert die Urteilkraft die Hinwendung zum Endzweck, dem Zweck, der "keines anderen als Bedingung bedarf". Das Dasein des Menschen hält Kant für den höchsten Zweck selbst in sich, "den Menschen als der Schöpfung Endzweck".

Unter dem Gesetz der Zweckmäßigkeit erfolgt die Integration von Natur, Freiheit und Vernunft, im Prinzip ist es eben genau diese Teleologie, die Alles in Eines (das Ganze) fasst. Damit bettet sich Kant ein in den Zeitgeist seiner Epoche, der Alleszermalmer (Goethe) zeigt sich gezähmt durch den Geist der Zeit.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker- aber schwierig, 15. Januar 2003
Die Kritk der Urteilskraft (KU) ist ein schwieriges, in der modernen Kantdiskussion schon deshalb lange Zeit beiseite geschobenes Werk. Die dritte Kritik wird aber auch deshalb weit weniger beachtet, weil ihre Sachthemen an Bedeutung verloren haben. Die Untersuchung der Ästhetik ist in der Philosophie selten geworden, das teleologische Denken in den Naturwissenschaften so gut wie verschwunden.
Die inneren Schwierigkeiten beginnen mit der Mehrschichtigkeitkeit des Werks. Es hat sowohl eine System- als auch eine Sachaufgabe, und beide Aufgaben sind ineinander verwoben. ZUm einen finden wir das im dt. Idealismus in den Mittelpunkt tretende Motiv der Einheit des Entzweiten. Die auseinander getretenen Bereiche der Natur und Freiheit, des ERkennens und Handeln sollen zur Versöhnung geführt werden. Das Werk hat somit systemschließenden Charakter. Zum anderen verdankt sich der systematische Zusammenhang einem subjektiven Vermögen. Die transzendentale Untersuchung der erfahrungsunabhängigen Urteilskraft stellt daher die kritische Begründung eines neuen Sachgebiets dar.
Auch wenn der Zugang zu ihm durch das Systemproblem erschwert wird.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz normal, 3. November 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kritik der Urteilskraft (Taschenbuch)
Wie Kant es halt üblicherweise so handhabt nahezu unlesbar da es kaum Deutsch ist. Also definitiv nicht für Einsteiger geeignet. Würde eher Sekundärliteratur in zeitgemäßerer Sprache empfehlen die Kant etwas kürzer und bündiger präsentieren
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Kritik der Urteilskraft
Kritik der Urteilskraft von Immanuel Kant (Taschenbuch - 1986)
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