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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heldendichtung - eine sagenhafte Erzählung, 19. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Nibelungenlied (Ledereinband)
„Uns ist in alten mæren / wunders vil geseit
von helden lobebæren / von grôzer arebeit,
von fröuden, hôchgezîten, / von weinen und von klagen,
von küener recken strîten / muget ir nu wunder hœren sagen."
So beginnt das Nibelungenlied, der bedeutendste mittelhochdeutsche Heldengesang. Er entstand aus verschiedenen, in den germanischen Stämmen, besonders burgundischen und fränkischen, gesondert entwickelten Sagenkreisen, die mündlich überliefert wurden. Das Nibelungenlied ist das Ergebnis einer langen Entwicklung, in der geschichtliche Ereignisse sagenhaft verherrlicht werden. Die überlieferte, verbindliche Fassung ist das Werk eines oberdeutschen (österreichischen) Geistlichen. Er bearbeitete die alte, während der Völkerwanderungszeit (viertes bis sechstes Jahrhundert) spielende Heldendichtung im Sinne der zeitgenössischen höfischen Dichtung. Entstanden ist das Nibelungenlied wahrscheinlich zwischen 1198 und 1204, vermutlich im Umkreis des Bischofs Wolfger in Passau an der Donau. Das Lied besteht aus 39 Abschnitten („Aventiuren") und ist in etwa 2400 Nibelungenstrophen, vier paarweise reimenden Langzeilen, wobei die letzte Halbzeile überlängt ist, abgefaßt.
Nibelungen (nach dem König Nibelung, „Sohn des Dunkels"; zusammenhängend mit Nebel):
In der deutschen Sage Bezeichnung für ein von einem bösen Geist besessenes Zwergengeschlecht. Die Nibelungen sind die Besitzer großer Reichtümer, das heißt eines großen Goldhortes, des Nibelungenhortes, an den ein Fluch gekettet ist. Diesen Schatz behütet der mächtige Zwerg Alberich. Siegfried besiegt das elbische Zwergengeschlecht: Er tötet die Könige Nibelung und Schildung und überwindet Alberich. Die Bezeichnung Nibelungen übernimmt er für sich und seine Mannen. Nach dem Tod Siegfrieds geht die Bezeichnung auf die Burgunderkönige über.
Zum Inhalt:
Der junge Siegfried besteht während seiner Jugend viele gewagte Unternehmungen. Er besiegt einen Lindwurm (Drachen), in dessen Blut er sich badet. Das Blut verleiht ihm eine Hornhaut, durch die er bis auf eine Stelle zwischen den Schulterblättern, auf die während des Bades ein Blatt fällt, unverwundbar ist. Der edle Recke, der auch den Nibelungenhort erworben hat, wirbt um Kriemhild, Tochter Utes und Schwester der Burgunderkönige Gunther, Gernot und Giselher. Er erhält sie erst, nachdem er die jungfräuliche Brünhild, die Königin Islands, mit Hilfe der Tarnkappe, die er vom Nibelungenkönig Alberich gewann, an Stelle Gunthers in Kampfspielen besiegt und für Gunther zur Frau erworben hat. Siegfried plaudert aber das Geheimnis an Kriemhild aus. Als Brünhild im Streit mit Kriemhild von ihr erfährt, daß nicht Gunther, sondern Siegfried sie im Kampf und im Schlafgemach bezwungen habe, veranlaßt sie Hagen von Tronje, Siegfried auf einer Jagd hinterhältig zu ermorden. Kriemhild ist untröstlich; Hagen nimmt ihr auch noch den Nibelungenhort, um ihn für König Gunther im Rhein zu versenken, damit der Witwe die Mittel für eine Rache genommen werden. Als später der Hunnenkönig Etzel um die rachebesessene Kriemhild wirbt, willigt sie in die Heirat ein. Sie lädt ihre Brüder zu einem Fest nach Ungarn ein. Ihr einziger Gedanke dabei ist die Rache an Hagen und an den Burgundern...
Aufbau und Stoffgeschichte:
Der Verfasser des Nibelungenliedes ist bestrebt, für keine der handelnden Personen Partei zu ergreifen; er will das Schicksalhafte der Geschehnisse hervorheben. Zwar fehlen in der blutrünstigen Geschichte auch die höfischen Züge nicht: Kriemhild und Siegfried entsprechen ganz dem liebenden Paar der höfischen Dichtung, Siegfried ist der vollkommene Ritter, am Wormser und am Hof Etzels geht es recht gesittet zu und zur weltlichen "hövescheit" kommt die geistliche: Bevor das Gemetzel am Hof beginnt, begeben sich Burgunder und Hunnen zum gemeinsamen Kirchengang. Doch letztlich ist all das nur Vorwand: Mord, Rache, Haß, Hinterlist und heidnischer Schicksalsglaube bestimmen das Denken und das Handeln der Menschen. Keiner der Helden stirbt "christlich" im Gedanken an Gott oder an ein Jenseits. So schwach war die Grundlage, auf der das Gebäude der vorbildlichen höfischen Welt ruhte.
Das Nibelungenlied besteht aus zwei ursprünglich getrennten Hauptteilen:
1. den Heldentaten des jungen Siegfried, seiner Werbung um Kriemhild und seinen Tod - das "Siegfriedlied" und
2. Kriemhilds Vermählung mit Etzel, ihrer Rache und dem Untergang der Burgunder am Hof König Etzels - das "Burgunderlied".
Dem zweiten Teil liegen geschichtliche Tatsachen zu Grunde: die Vernichtung des burgundischen Reiches am Rhein durch die Hunnen im Jahr 436, an der Attila aber - im Gegensatz zum im Nibelungenlied geschrieben - nicht beteiligt war.
Die drei wichtigsten Handschriften sind:
A: aus Hohenems - jetzt in München - die kürzeste (2316 Strophen),
B: in Sankt Gallen, die volkstümlichste und der Urschrift am nächsten stehende Handschrift (2376 Strophen) und
C: ebenfalls aus Hohenems - jetzt in Donaueschingen - die sorgfältigste, längste (2442 Strophen) und am meisten höfisch umgestaltete Fassung.
Alle drei Handschriften stammen aus der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker der deutschen Mittelalterliteratur! - Sprache verbesserbar, Textanhang sehr gut!, 23. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Nibelungenlied (Taschenbuch)
Sieh an, das BUch gibt's bei Reclam in noch nahezu gleicher Ausführung wie damals zu meiner Schulzeit!

Wer kennt sie nicht, die Sagen um den kühnen Recken Siegfried, seine Unbekümmertheit, die ihm schließlich das LEben kosten wird, die Rache seiner Ehefrau, die den Untergang der Burgunden herbeiführt ... (und das Alles nur wegen einem streit zweier eitler, zänkischer Frauen!)?!

Ich hatte dieses gewaltige Epos, das den LEser an seinem tragischen Ende so betroffen macht, nicht zum ersten Mal gelesen, als ich es nochmal mit 16 lesen musste! Aber erst da begriff ich besser, worum es eigentlich ging, was die Problematiken bei diesem Buch sind!
Nichtsdestotrotz haben wir bei diesem Buch mit unserem Lehrer noch weiter genug herumgerätselt, um die Bedeutung einzelner Aussagen des Buches, oder gar der Bedeutung des ganzen buches überhaupt!
Denn das Buch ist vielschichtiger, als man zunächst meinen könnte! Noch heute streiten sich ja die Gelehrten zum Teil noch über die Bedeutung(en).
Auf jeden Fall ist das Buch früher sehr oft missverstanden worden (Kaiserreich, Drittes Reich).
Missverstehen kann man es aber nur, wenn man es zu oberflächlich ansieht! Denn es ist nicht nur ein reines "Hau- drauf- und- Schluss"- Thema (mit bitterem Ausgang für die "Helden" am Ende!).
Warum nur müssen die "Helden" am Ende so tragisch sterben? (das steht doch im Widerspruch zu dem "Ende" der meisten anderen "Heldensagen"!). Warum ist hinterher ohnehin (fast) jeder tod? Was ist Wahres an der Geschichte gewesen? Welche Geschichten wurden miteinander verknüpft? Warum ist es hier so schwierig, zwischen "gut und böse" (Personen) zu unterscheiden?
Fest steht: das Nibelungenlied beruht in Teilen auf historischer Wahrheit (wenn sie auch meist sehr "frei interpretiert" wurde). Hier kommen außer der wahren Geschichte aber auch sehr viele alte Helden- und Göttersagen zum Einsatz, die zum Teil schon Jahrhunderte früher (z.B. in der Edda) niedergeschrieben wurden. Einige Tendenzen in dem Buch sind von der Aussage her widersprüchlich: man merkt doch sehr deutlich den Konflikt zwischen alten germanischen Erzähltraditionen und WErtevorstellungen und neuem christlichen Gedankengut (letztlich ist diese Geschichte ja in Klöstern abgefasst worden!). Das erschwert das Veständnis stellenweise. Die (christliche) Mahnung, mehr die christlichen Werte zu achten, anstatt der alten (germanischen) Kriegerethik zu huldigen, scheint dennoch deutlich = "unchristliches Verhalten" (man denke hier an die Personen Hagen von Tronje, Kriemhild, Brunhild! / List, Gewalt, Machtinstinkte, Stolz, Eitelkeit, Berechnung = unchristl. Verhalten!) führen zum Untergang der einst so mächtigen Burgunden im Lande der Hunnen (die - als Heiden! - wiederum sehr verächtlich dargesetellt werden).
So kann man die Aussage des buches heute sehen.
Ich habe das Buch schon damals gelesen, als Kind; das Buch hat mcih schon damals gefesselt, obwohl ich es noch gar nicht wirklich verstanden hatte!

Das Buch fesselt aber nicht nur durch seine Tragik und Dramatik, sondern auch durch die psychologisch komplexen Charaktere.

Die Sprache hätte der Reclam Verlag aber meiner MEinung nach gerne noch mehr an die geläufige deutsche Sprache anpassen können! - Ich denke da vor allem an die vielen nicht in Deutschland geborenen Schüler heutzutage, denen diese Sprache z.T. erheblich Probleme bereitet!

Um so löblicher finde ich den reichen Textanhang, der mit seinen vielen Erläuterungen zum Text diesen nicht nur verständlicher, sondern auch interessanter macht.

Letztlich kommt das Buch ja in unseren Schulen immer mehr außer Mode, was verständlich ist, da es mit dem Zeitgeist (und dem überfüllten Lehrplan) nicht mehr so einfach in Übereinstimmung zu bringen ist.

Faszinieren tut der Stoff dennoch noch immer. Und wirft weiter Fragen auf.
Auf jeden Fall bleibt das Buch in kulturhistorischer Hinsicht noch immer für diese ZEit eine der wichtigsten Quellen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewertung der Reclam "Nibelungen"-Ausgabe, hrsg. von Bernhard Sowinski, 26. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Nibelungenlied (Taschenbuch)
Wer sich über den literarischen Hintergrund des Wagner-Zyklus` "Der Ring des Nibelungen" informieren will, findet hier eine preiswerte, gut kommentierte und mit einem interessanten Anmerkungsapparat versehene Ausgabe.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gewaltige Tragödie, 4. Mai 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Nibelungenlied (Taschenbuch)
Die Handlung des "Nibelungenlieds" ist komplex wie in mittelalterlichen Dramen nicht ungewöhnlich: die Sage um den gewaltigen Recken Siegfried, der dem König Gunther das Mannweib Brunhilde freit, indem er Gunther diese mithilfe seiner selbst - unter der Tarnkappe verborgen - besiegen lässt.
Siegfried erhält dafür Gunthers Schwester Kriemhild, woran er aber nicht lange Freude hat, denn diese kann gegenüber Brunhild den Mund nicht halten, was im Rahmen einer Intrige letztlich zu Siegfrieds Tod durch Brunhilds und Gunthers Getreuen Hagen führt.
Damit beginnt das Epos aber erst, denn Kriemhilds Liebe zu Siegfried ist so stark, dass Trauer und Rachegedanken sie ihr Leben lang begleiten. Auch als sie später den Hunnenkönig Etzel heiratet, nutzt sie ihren neuen Einfluss, um alle Verwandten an den Hof Etzels zu laden, um den Tod Siegfrieds zu sühnen, wo es am Ende zu einem mörderischen Gemetzel kommt, das tausenden den Tod bringt und keinen der Beteiligten überleben lässt.
Die mörderische Konsequenz dieser gewaltigen Tragödie und deren zunehmende Düsternis wie auch die psychologische Fundierung beeindrucken auch heute noch, das große Schlachten im letzten Drittel des Werks lässt schaudern. So muss das Nibelungenlied als eines der konsequentesten und radikalsten Totschlägerdramen der Weltliteratur gelten.
Aber - ouwe, ouwe, ouwe: Die Verse in diesem Epos rumpeln und scheppern stellenweise wie viereckige Räder am Karren, die Sprache ist teils - insbesondere anfangs - von unsäglicher Schlichtheit, erinnert streckenweise gar an Büttenredentonfall (Worms ist ja nicht weit von Mainz). Von den Bildern will ich gar nicht reden. Oft stellt sich unfreiwillige Heiterkeit ein - ob's jetzt an der Übersetzung oder am Original liegt, kann ich nicht beurteilen: Ich kenne das mittelhochdeutsche Original nicht.
In den ersten "Abenteuern" des Nibelungenlieds finden sich sicher die schlechtesten Verse und Reime, die ich in meinem Leben gelesen habe.
Das kann aber am Ende den Gesamteindruck eines äußerst gewalttätigen Epos, welches nicht umsonst bis heute in der literarischen Welt Einfluss ausübt, nicht wirklich trüben. Das Nibelungenlied wird nach meinem Dafürhalten keinen unbeeindruckt lassen, der es liest.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Unterrichtshilfe, 25. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Nibelungenlied (Taschenbuch)
Um die Schüler über den Rand ihres Geschichtebuches blicken zu lassen um mit "Originaltexten" zu arbeiten gut geeignet. Machte den Schülern Spaß.
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8 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr Gut!, 30. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Nibelungenlied (Taschenbuch)
Das Buch ist einfach klasse.Das gesamte Nibelungenlied übersetzt ins Neu-Deutsche!Eine spannende Lektüre für zwischendurch.Würde mir aber auch das Originale Mittelhochdeutsche kaufen.
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7 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Nibelungen-ein zeitloses Heldenepos, 6. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Nibelungenlied (Taschenbuch)
Normalerweise ist das Mittelalter in den Köpfen der meisten Menschen eher ein dunkler Fleck in der Vergangenheit. Allerdings ist vielen das Nibelungenlied ein Begriff. Es stellt eine Szenerie aus Brautwerbung, List, Täuschung, Mord, Rache und vielem mehr dar, ganz wie in einer heutigen Soap-Opera, allerdings wesentlich ernster und bei weitem tiefgründiger. Dieses Epos eignet sich perfekt, um eine Reise ins Mittelalter zu unternehmen, denn es unterhält vom glücklichen Anfang bis zum bitteren Ende und gibt somit einen Einblick in eine längst vergessene Zeit.
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Das Nibelungenlied
Das Nibelungenlied von Bernhard Sowinski (Taschenbuch - 1986)
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