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Kundenrezensionen

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Bei dieser Rezension kann es m.E. nur darum gehen, ob es gelungen ist, dieses JUWEL der deutschen Kultur in der Form des e-books zu präsentieren. Und grundsätzlich kann man das bejahen.
Vorteile gegenüber dem Druckwerk:
1. Man kann Textpassagen anstreichen und mit Kommentaren versehen, was ich als einen ganz gewaltigen Vorteil gegenüber dem Druckwerk ansehe.
2. Außerdem ist es möglich, Personen und Textstellen m.H. der Suchfunktion zu finden.
3. Markierung der "geflügelten Worte", vor denen dieses Werk ja nur so wimmelt, ist auch möglich.

Warum nun nur 4 Sterne?
1. Ein Inhaltsverzeichnis würde das Navigieren innerhalb des Textes erleichtern, obwohl er ja so lang nicht ist.
2. Es gibt überhaupt keinen Fettdruck: Text und Bezeichnungen von Schauplätzen und Personen gehen daher fast nahtlos ineinander über.
3. Erklärende Fußnoten wären hilfreich, ist wahrscheinlich aber für ein kostenlos überlassenes Werk, wofür ich Amazon sehr danke, zu viel verlangt.

Fazit: Ich bin sehr froh, den Faust jetzt auch in der digitalen Ausgabe zu besitzen, da ich großen Spaß daran habe, immer mal wieder darin zu schmökern, was mir nun auch unterwegs - ganz spontan - möglich ist.
Zusatz vom 12.05.12: Ich habe gekauft Saemtliche Werke von Johann Wolfgang von Goethe (Illustrierte) worin natürlich auch der Faust I enthalten ist und die bemängelten Fehler nicht hat. Und bei dem Preis von 2,68 € kann das keine schwierige Entscheidung sein. (s. meine Rezension!)
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am 18. Dezember 2008
Am Anfang herrscht ein Missverständnis. Da ist dieser Doktor, der seine Seele an den Teufel verkauft - das wissen alle, ganz gleich, ob sie den Faust gelesen haben oder nicht. Doch warum tut er das? Für ein Leben in Saus und Braus? Ganz und gar nicht!

Am Anfang ist die Depression. Der belesene und studierte Faust erkennt, dass er nichts erkennen kann. Er ist als Wissenschaftler und als Mensch an seine Grenzen gestoßen. Und nun, da er sich zur Elite der Gattung Mensch zählen darf, fühlt er sich leer und ohne jeden Funken Freude.

Was tut er in all seiner Verzweiflung? Er flüchtet in die Welt der Geister und Dämonen, sucht also Rat in der Esoterik, ganz konkret in den rätselhaften Botschaften von Nostradamus. Doch auch das vermag ihn nicht aus seiner Verzweiflung zu reissen. Gerade will er eine Ampulle mit Gift nehmen, da hält ihn das Glockengeläut am Ostersonntag zurück. Nach einem Spaziergang durch die Natur trifft er auf einfaches Volk, das ihm Respekt erweist und sich vor ihm verneigt. Das schmeichelt ihm, und als er am Abend in sein Heim zurückkehrt, erblüht in ihm wieder Hoffnung. "Ach wenn in unserer engen Zelle/ Die Lampe freundlich wieder brennt,/ Dann wird's in unserem Busen helle,/ Im Herzen, das sich selber kennt./ Vernunft fängt wieder an zu sprechen, Und Hoffnung wieder an zu blühn;/ Man sehnt sich nach des Lebens Bächen,/ Ach! nach des Lebens Quelle hin."

Doch kaum hat er sich mit der Welt ausgesöhnt, gerät die innere Balance auch schon wieder durcheinander. Und warum? "Wir sind gewohnt, dass die Menschen verhöhnen,/ Was sie nicht verstehen./ Dass sie vor dem Guten und Schönen,/ das ihnen oft beschwerlich ist, murren". Und so nimmt er sich selbst gespalten wahr: einerseits als ein Mensch, der sich mit dem arrangieren will, was er hat und ihn umgibt und seine Umwelt akzeptiert. Andererseits verachtet er diese mit Selbstzufriedenheit einhergehende Beschränktheit des Denkens. Aus dieser Zerrissenheit rühren - ach! - die zwei Seelen in seiner Brust. Die eine klammert sich an das, was ist, die andere drängt in höhere Sphären und nach Erkenntnis.

In diesem Augenblick erscheint Faust Mephisto, der Fürst der Finsternis. Und was macht Faust? Nun, er versucht nur halbherzig, das Böse mit Beschwörungsformeln von sich fernzuhalten. Das gelingt ihm dann auch gar nicht - vielleicht, weil ihm dabei unbewusst ein Fehler unterläuft. Denn nach Paracelcus müsste er die vier Elementardämonen verfluchen, den Salamander für das Feuer, Undine für das Wasser, Sylphe für die Winde und den Kobold für die Erde. Letzteren verwechselt er aber und nennt an seiner Stelle den Incubus, also den "teuflischen Sexualpartner einer Hexe", wie es in den Erläuterungen heißt.
Der Mephisto erscheint also, und der Moment seines Erscheinens ist nicht zufällig gewählt. Faust beschäftigt sich mit der universellen Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält und hadert mit der korrekten Übersetzung des allerersten Bibelsatzes. "Im Anfang war das Wort." Nein, "das Wort" erscheint ihm gar nicht angemessen, er wählt stattdessen den Begriff "die Tat" - und will also bewusst in Kauf nehmen, dass im Schöpfungsweg Versuch und Irrtum eingeschlossen sind. Just da taucht also Mephisto auf und stellt sich als den Geist vor, "der stets das Böse will und stets das Gute schafft - ein Teil des Teils, der anfangs alles war". Also nichts weniger als ein abgespaltener Teil von Gott. Und zwar jener Teil, bei dem der Irrweg zum Selbstzweck geworden ist. Denn einerseits ist sein Selbstverständnis, alles mit Recht zu verneinen - weil alles, was entstehe, es wert sei, dass es zugrundegehe. Bis dahin geht es nur um den normalen Zyklus des Werdens und Vergehens. Mephisto geht allerdings noch einen Schritt weiter und behauptet böse, es wäre demnach besser, wenn gar nichts erst entstünde. Faust reflektiert dieses lebensfeindliche Moment später noch einmal, als er sich wünscht, er wäre gar nicht erst geboren worden.

Dann kommen Faust und Mephisto ins Geschäft - die Schlüsselszene des gesamten Stücks. Zu welchem Zweck aber verkauft nun der Doktor seine Seele? Eben nicht, "um ein leichtes Leben" zu führen. Im Gegenteil. Mit Genuß will er ganz und gar nicht betrogen, "nicht mit Lock- und Gaukelwerk umspannt" werden, wie es in Anspielung auf Platons Höhlengleichnis heißt. Sollte dem Teufel dieser Betrug gelingen, will Faust sofort die Wettschuld einlösen und an Mephisto seine Seele übereignen. Oder eher: alle zwei.

Aber was zum Teufel möchte Faust denn nun, wenn es nicht Hedonismus ist? Lauter Dinge, die ihm keine substanzielle Freude bereiten! Genüsse, die unerfüllbar bleiben und somit ewige Sehnsucht garantieren: Speise, die nicht sättigt; ein Spiel, bei dem man nie gewinnt; ein Mädchen, das an seiner Brust schon mit einem anderen flirtet.

Zunächst einmal versucht ihn Mephisto zu überlisten, führt ihn durch die Welt, um ihm zu zeigen, "wie leicht sichs leben lässt" - aber das beeindruckt Faust nicht. Unbeteiligt, ja, gänzlich unbeeindruckt steht er am Rand in Auerbachs Keller, wo gezecht, gesungen und gelacht wird.
Dann geht die Reise weiter in die Hexenküche. Dort weist Mephisto die Hexe zurecht, als die ihn "Satan" nennt, denn dieser sei längst in die Sagenbücher entschwunden. "Heute nenne man den Teufel lieber Baron" - eine Anspielung auf die Käuflichkeit des Titels und ein Seitenhieb auf dubiose "Finanz- und Schlotbarone" zu Goethes Zeit.
Die Hexe braut einen Trank für Faust, der ihn verjüngt. Und dann entdeckt er etwas, das in ihm ein erstes Begehren weckt: das Bild einer nackten Frau! Allein das Bild fasziniert ihn, denn er entdeckt in dieser Projektion, die keiner real existierenden Frau zuzuordnen ist, den "Inbegriff von allen Himmeln". Mephisto entgegnet listig: "Natürlich, wenn ein Gott sich erst sechs Tage plagt,/ Und selbst am Ende Bravo sagt,/ Da muss es was Gescheites werden."

Mephisto verspricht eiligst, ihm eine solche Frau zu verschaffen. Oder besser: ein solches Bild von einer Frau, dem "Muster aller Frauen", denn es geht ja um die Projektion eines begehrenswerten Subjekts. Mit dem Zaubertrank der Hexe, sagt Mephisto, sehe er "bald Helenen in jedem Weibe". Das sollte eine Anspielung auf Helena von Troja sein, die als die schönste Frau der Welt gegolten hat - und für die Griechen sogar der Auslöser des Trojanischen Krieges war.

Auf diese Weise wird nun also das Gretchendrama eingeleitet. Denn Gretchen ist die erste Frau, die Faust über den Weg läuft. Sofort verliebt er sich in sie, kommt aber nicht umhin, sie gespalten wahrzunehmen - als Objekt einerseits, wenn er sie "Püppchen" nennt, als Heilige andererseits, wenn er sie etwa als "Engel" bezeichnet. Mit beidem kommt Gretchen nicht zurecht, sie wird ins Unglück gestürzt. Oder besser: sie spiegelt ein ähnliches Dilemma wie das von Faust. Denn der Schmuck, mit dem sie von Mephisto geblendet wird, verfehlt seine Wirkung nicht und entfacht in ihr Begehren: "Nach Golde drängt,/ Am Golde hängt/ Doch Alles. Wir Armen."
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am 22. Oktober 2001
Goethe und „Faust" - das ist die Kombination „des" deutschen Schriftstellers und „des" Theaterstückes der deutschen Literatur. Aus diesem Grund sei hier noch einmal nachhaltig empfohlen, dieses Werk zu lesen. Man unterscheidet zwischen dem „Urfaust", „Faust I" und „Faust II". Wenn man von „Faust spricht, meint man gewöhnlich „Faust I". Dieses Werk hat Goethe etwa in der Mitte seines Lebens geschrieben, während ihn der Faust-Stoff ein Leben lang beschäftigt hat.
In „Faust - der Tragödie erster Teil" geht es einerseits um eine Wette, andererseits um einen die Grenzen seines Wissens und Könnens nicht akzeptierenden Wissenschaftler und drittens um eine tragische Liebesgeschichte, die mit einem Kindsmord endet.
Goethe gelingt es, diese drei Themen kunstvoll miteinander zu verweben. So wetten Gott und der Teufel um die Seele Fausts, der berühmte Wissenschaftler und Forscher Faust möchte mit Hilfe des Teufels sein Wissen, vor allem aber seine Erfahrungen erweitern und das hübsche Gretchen lässt sich von Faust ein Kind andrehen. Zwischendurch treten noch einige Geister, geile Hexen, mannstolle Witwen, dusslige wissenschaftliche Hilfskräfte, studentische Erstsemester und besoffene Dauerstudenten auf.
Aktuell wird das Werk allerdings durch die sehr ambivalente Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, durch die Brillanz der Dialoge und Figurenzeichnung und die Vielschichtigkeit des Geschehens - ein Werk, das man mindestens dreimal lesen und dreimal im Theater sich in verschiedenen Inszenierungen anschauen sollte.
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am 20. November 2013
Diees Hörbuch hat mich wirklich enttäuscht. Nicht weil der Sprecher oder der Inhalt schlecht wären. Allerdings ist es beinahe unhörbar solange man keine Kopfhörer aufhat oder in einem einsamen geräuscharmen Raum sitzt. Den Lautstärkeregler sollte man auch immer an der Hand haben wenn man nicht sein Trommelfell beschädigen möchte. Ab und an ist der Sprecher so unglaublich leise das man ihn kaum versteht, sekunden später brüllt er dir die Seele aus dem Leib. Ein weiterer Punkt der mir das Hörvergnügen stark genommen hat ist folgender: Schon die Reimform der Sprache macht es schwer immer allem folgen zu können und den sinn zu verstehen. Um dies allerdings noch schwerer zu machen wurde ein Sprecher der leicht nuschelt ausgewählt. Nicht zu vergessen auch noch absolut nervtötende, unnötige und sinnlose Hintergrundgeräusche eingefügt. Flüstert der Sprecher in diesem Moment hört man nur noch elendes Froschgequake oder albernes Vogelgezwitscher. Mag ja schön und gut sein. ICH WILL ABER EIN BUCH ANHÖREN und keine Gartengeräusche. In meinen Augen ist die Abmischung der Tonspuren und die Lautstärke der einzelnen Elemente total bes*******. Ich empfehle dieses Hörbuch nicht, es sei denn man kann sich in seinem Schallschutzkeller mit dem Lautstärkeregler in der Hand gut entspannen.
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am 15. August 2007
Darf man überhaupt als Normalsterblicher Goethes Faust rezensieren? Natürlich darf man, denn es ist keineswegs selbstverständlich, dass Klassiker heute noch gelesen werden, am allerwenigsten in der Schule im Deutschunterricht. Man stelle sich nun einmal vor, mit der schwierigen und sicher schmerzlichen Aufgabe konfrontiert zu sein, eine Bibliothek mit 10000 Bänden auflösen zu müssen. Welche fünf Bücher dürfen mit in die neue Mietwohnung? Natürlich als zweites (nach der Bibel) der Faust, die anderen drei Bücher soll sich jeder selbst überlegen. Aber warum? Nicht nur, weil das faustische Motiv die Literaten und Denker seit Jahrhunderten umtreibt und beschäftigt, sondern weil es der Leser in Goethes Faust mit einem Menschen zu tun bekommt, der genauso gut heute leben könnte und mit Sicherheit lebt. Ein angesehener alter Mann mit weitem Bildungshorizont (heute vielleicht weniger häufig) verzweifelt an seiner eigenen Unvollkommenheit und Vergänglichkeit und verschreibt sich dem Teufel. Den Rest der tragischen Geschichte (tragisch allerdings nur in der Tragödie erster Teil) muss jeder selbst (vielleicht zum besseren Verständnis mehr als einmal) lesen, um auf etwas zu stoßen, dessen Unverzichtbarkeit im 21. Jahrhundert noch offenbarer zu Tage getreten ist als jemals zuvor: die Frage nach Gott bzw. der Tragödie einer Existenz ohne ihn. An alle Schülerinnen und Schüler: Nur Mut, wenn beim ersten Lesen vielleicht nicht alles sofort klar ist. Erstens gibt es Nachschlagewerke und zweitens - was noch viel wichtiger ist - Menschen, mit denen man sich über ein gelesenes oder zu lesendes Buch unterhalten kann.
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am 31. Januar 2005
Goethes "Faust - Der Tragödie erster Teil", erstmals 1808 vollständig veröffentlicht, gehört unbestritten zum Größten, was die Literatur je hervorgebracht hat. Viele Jahre Beschäftigung mit dem Stoff, den Goethe schon im „Urfaust" (1775) und „Faust - ein Fragment" (1790) bearbeitet hatte und eine außergewöhnliche sprachliche Brillanz sind in das Drama eingeflossen, dessen Komplexität und Vielfalt sowohl sprachlich als auch inhaltlich Maßstäbe setzen. Die Geschichte um den erkenntnisbesessenen Faust, der einen Pakt mit dem Teufel schließt und daraufhin mit ihm auf eine Weltfahrt geht, ist von Goethe sehr humorvoll, spannend und auf hohem Niveau realisiert worden. Hier treffen hoher Anspruch und Unterhaltung in einer Weise zusammen, wie ich es selten erlebt habe. Es steht mir nicht zu, abschließend über diesen Meilenstein zu urteilen, aber für mich persönlich war es ein unvergleichliches Erlebnis, ebenso wie der zweite Teil.
Da der Inhalt überaus anspruchsvoll und vielseitig ist, empfehle ich die kommentierten Ausgaben von Erich Trunz und Ulrich Gaier, welche mit profunden Erläuterungen aufwarten, welche das Verständnis und den Zugang ungemein erleichtern.
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am 14. Juni 2011
Was soll man zu Goethes "Faust" sagen? Ein Werk, welches sowohl inhaltlich wie sprachlich enormen Einfluß auf die deutsche Kultur hatte. Etliche Passagen sind zu geflügelten Worten oder Sprichwörtern geworden. Ein Muss....
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am 31. Oktober 2001
Goethe und „Faust" - das ist die Kombination „des" deutschen Schriftstellers und „des" Theaterstückes der deutschen Literatur. Aus diesem Grund sei hier noch einmal nachhaltig empfohlen, dieses Werk zu lesen. Man unterscheidet zwischen dem „Urfaust", „Faust I" und „Faust II". Wenn man von „Faust spricht, meint man gewöhnlich „Faust I". Dieses Werk hat Goethe etwa in der Mitte seines Lebens geschrieben, während ihn der Faust-Stoff ein Leben lang beschäftigt hat.
In „Faust - der Tragödie erster Teil" geht es einerseits um eine Wette, andererseits um einen die Grenzen seines Wissens und Könnens nicht akzeptierenden Wissenschaftlers und drittens um eine tragische Liebesgeschichte, die mit einem Kindsmord endet.
Goethe gelingt es, diese drei Themen kunstvoll miteinander zu verweben. So wetten Gott und der Teufel um die Seele Fausts, der berühmte Wissenschaftler und Forscher Faust möchte mit Hilfe des Teufels sein Wissen, vor allem aber seine Erfahrungen erweitern und das hübsche Gretchen lässt sich von Faust ein Kind andrehen. Zwischendurch treten noch einige Geister, geile Hexen, mannstolle Witwen, dusslige wissenschaftliche Hilfskräfte, studentische Erstsemester und besoffene Dauerstudenten auf.
Aktuell wird das Werk allerdings durch die sehr ambivalente Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, durch die Brillanz der Dialoge und Figurenzeichnung und die Vielschichtigkeit des Geschehens - ein Werk, das man mindestens dreimal lesen und dreimal im Theater sich in verschiedenen Inszenierungen anschauen sollte.
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am 16. November 1999
Bei Goethes Faust-Dichtung handelt es sich um eines der bedeutensten Werke der Weltliteratur. Der Faust ist eines der wirkungsvollsten Werke der Weltliteratur. In seinem Studierzimmer wendet sich der Wissenschaftler Faust in tiefer Frustration über das Versagen der rationalistischen Wissenschaft der Magie zu - sein Erkenntnisanspruch ist ein totaler und deshalb über-menschlicher. Nach einigem Hin und Her ist es aber nicht mehr der gerufene Geist, sondern Mephisto, der Teufel, der sich Faust nähert und ihm seine Dienste. Faust ist hinsichtlich dessen Fähigkeiten sehr skeptisch. Die Handlung mündet in eine unheilvolle Wette, die sich als Leitmotiv durch die spätere Handlung zieht. Entscheidend beeinflußt wird die Geschichte dadurch, dass Faust sich in Gretchen verliebt. Es entwickelt sich eine außerordentlich tragische Beziehung - Gretchen entwickelt sich zur Gegenspielerin Mephistos... Auch nur die Handlung wiederzugeben, dürfte in dem Rahmen dieser Rezension unmöglich sein. Der Stoff des Dramas hat den Dichter fast sein ganzes Leben lang begleitet - über sechzig Jahre lang. Die Entstehungsgeschichte ist bis heute nicht in allen Details aufgeklärt und wird es wohl auch nie werden. Es gibt überdies verschiedene Versionen des Werkes, u.a. den Urfaust, eine davon abweichende von G. später veröffentlichte Version und den eigentlichen Faust.
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am 24. Juli 2006
Ich kenne kaum einen Menschen der den "Faust" nicht lesen musste. Doch eigentlich müsste es heißen, der den Faust nicht lesen "durfte". Nicht umsonst ist Goethes "Faust" so ein bedeutendes Werk in der Literatur, denn es überzeugt durch die Vielschichtigkeit der Handlung. So fängt alles an mit der Wette zwischen Mephisto und Gott und endet mit Gretchen im Kerker. Faust macht viele Stationen z.B. hält er bei "Mephistos Reich" (Walpurgisnacht). Faust schrittweise Entwicklung wird anschaulich dargestellt. Goethes Schreibstil ist auch nicht wie viele meinen "sehr schwer". Gerade mit "Faust 1" schafft Goethe ein Werk für "jederman/frau". Sicherlich sind einige Informationen unerlässlich und machen das Stück verständlicher. So wäre z.B. empfehlenswert sich mit Goethes Leben und anderen Werken und vor allem mit dem gesellschaftlichen Hintergrund auseinanderzusetzen.

Da steh ich nun ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor...

Ich hoffe doch nicht, denn dann wäre meine Rezension ja umsonst gewesen ;-)

Zusammenfassung: Super Werk, man sollte es gelesen haben!
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