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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humorvolles Meisterwerk
Jenny Treibel hat es geschafft: Durch die Heirat mit einem Fabrikanten ist sie aus einfachen Verhältnissen ins Berliner Großbürgertum aufgestiegen. Stolz trägt sie den Pomp ihrer Klasse zur Schau und schwärmt gleichzeitig verklärt von der romantischen Liebe und vom einfachen Leben. Diese Ideale vergisst sie allerdings ganz schnell, als sich...
Veröffentlicht am 6. Juni 2007 von Rolf Dobelli

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Lektüre ohne Nachklang
Im Muster einer klassischen Komödie verbunden mit schönsten fontanschen Beschreibungen wird einem das wohlhabende Leben des berliner Fabrikanten und Kommerzienrats Treibel mit seiner dünkelhaften und dominanten Gattin Jenny - geborene Bürstenbinder - aufgezeigt. Jenny, eine typische Vertreterin der neu geborenen Bourgeoisie, ist oberflächlich...
Veröffentlicht am 1. August 2010 von Heli An


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht sein Meisterwerk, aber sehr angenehm, 15. Februar 2006
Von 
Michael Pietrucha (Forchheim Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel: Roman (Taschenbuch)
"Frau Jenny Treibel" zeichnet, wie so oft in seinen Werken, das Leben im Kreis von Besitz- und Bildungsbürgertum Ende des 19.Jh. im Deutschen Reich. Der Titel beschreibt allerdings nicht, wie bei "Effi Briest", den handelnden, sondern den rahmenbildenden Charakter des Buches. Sowieso ist dies kein klassischer Roman, da weder viel passiert, noch große Lebenszeiträume beschrieben werden, sondern eher ein kurzer Augenblick auf das Leben dieser Gesellschaft geworfen und schließlich geschildert wird, wie Jenny Treibel, selbst einst ein armes Mädchen, versucht, die Verlobung ihres willensschwachen Sohnes Leopold mit der scheinbar nicht standesgemäßen Professorentochter Corinna zu verhindern. Das Buch ist eine schöne, kurze Lektüre und schon allein aufgrund des ausdrucksstarken, gepflegten und fließenden Stils des Meisters des deutschen Realismus ein Genuss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Satirisch-humorvoll, 14. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Kindle Edition)
Bissig und satirisch nimmt Fontane die Besitzbürger des 19. Jh. mit ihrer Schmalspur-Bildung gekonnt auf die Schaufel. Lesevergnügen ist garantiert, und die Jenny Treibel erkennt man auch in unserer Gesellschaft auf Schritt und Tritt wieder.
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5.0 von 5 Sternen große unterrichtshilfe, 6. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: EinFach Deutsch Textausgaben: Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel: oder "Wo sich Herz zum Herzen find't". Gymnasiale Oberstufe (Taschenbuch)
die reihe bausteine zeichnet sich durch diverse gute, nützliche hilfen für den lehrer und seine literarischen unterrichtsvorbereitungen aus. der band zu fontanes "jenny treibel" gehört unbedingt dazu. ein breites spektrum der betrachtungsmöglichkeiten des buches wird hier auch in fundierter quellenstützung und mit vielen aufgabenvorschlägen präsentiert. klasse!
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5.0 von 5 Sternen danke sehr, 14. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Kindle Edition)
Vielen Dank - das ist eins meiner E-books und entspricht genau meinen Vorstellungen. Vielen Dank dafür!
Viele Grüße
Karin Wählen
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4.0 von 5 Sternen Geld macht nicht glücklich, aber beschert ein bequemes Leben, 8. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Broschiert)
Theodor Fontane ist ein Autor des Realismus. Seine Werke werfen zugleich auch immer einen kritischen Blick auf das Zeitgeschehen. Adel und Finanzwirtschaft trafen sich im Zeitalter der Industrialisierung beim abendlichen Diner und tauschten freundliche Nettigkeiten aus. Garniert wird das Ganze mit künstlerischen Einlagen. Die Industriekapitäne planten ihren nächsten Schachzug. Die Damen der Gesellschaft schmückten sich mit Edelsteinen und Halbwissen. Krönender Abschluss der Soiree im Hause der Treibels ist der Liedervortrag von Frau Kommerzienrätin: „Wo sich Herz zum Herzen find’t“.

Das, was für die Ohren der modernen Leser nach gesellschaftlichem Small Talk klingt, birgt politischen Sprengstoff. Die Arbeiter forderten ihr Recht und die Privilegien des Adels werden bedroht. Deshalb tritt man bescheiden auf, um nicht „dem Neid der Menschen und dem sozialdemokratischen Gefühl so ganz nutzlos neue Nahrung zu geben“.

In Theodor Fontanes Roman ‚Frau Jenny Treibel’ prallen Wirtschaft und Wissenschaft in Person zweier sehr ungleicher Frauen aufeinander. Auf der einen Seite steht ‚Frau Kommerzienrätin Jenny Treibel’ - Fontane verschweigt den Gesellschaftsrang im Romantitel - geborene Bürstenbinder. Sie stammt aus einfachen Verhältnissen („die gute Frau Bürstenbinder, die das Püppchen drüben im Apfelsinenladen immer so hübsch herauszuputzen wusste“), hatte aber durch die Heirat mit dem „Berlinblaufabrikanten“ Treibel Geld und Titel erworben. Professor Willibald Schmidt, der in jungen Jahren vergebens um die Gunst von Jenny Bürstenbinder warb, nennt die Kommerzienrätin „Ein Musterstück einer Bourgeoise.“ Nach außen betont Jenny Treibel, dass „Geld eine Last ist und dass das Glück ganz woanders liegt“, doch Corinna Schmidt pariert im Gespräch der beiden Damen: „Das sagen alle die, die drüber stehen und die kleinen Verhältnisse nicht kennen“.

Corinna Schmidt, Tochter von Professor Willibald Schmidt, ist ihre Gegenspielerin. Sie ist gebildet und besitzt Verstand. Das Werben ihres Cousins Marcel, ein angehender Archäologe, weist sie zurück. Sie träumt von einem sorglosen Leben im Wohlstand und legt ihre Motive Marcel gegenüber offen: „Aber ein Hang nach Wohlleben, der jetzt alle Welt beherrscht, hat mich auch in der Gewalt, ganz so wie alle anderen, und so lächerlich und verächtlich es in deinem Oberlehrers-Ohre klingen mag, ich halt es mehr mit Bonwitt und Littauer als mit einer kleinen Schneiderin, die schon um acht Uhr früh kommt und eine merkwürdige Hof- und Hinterstubenatmosphäre mit ins Haus bringt und zum zweiten Frühstück ein Brötchen mit Schlackwurst und vielleicht auch einen Gilka kriegt. Das alles widersteht mir im höchsten Maße; je weniger ich davon sehe, desto besser. Ich finde es ungemein reizend, wenn so die kleinen Brillianten im Ohr blitzen, etwa so wie bei meiner Schwiegermama in spe …. ‚sich einschränken’, ach, ich kenn das Lied, das immer gesungen und immer gepredigt wird …“.

Während eines Diners bei Treibel kokettiert mit Ihrem Wissen und umgarnt geschickt den jüngsten Spross der Treibelschen Dynastie, Leopold. Aber eine Ehe mit dem als willensschwach, ängstlich und zögerlich beschriebenem Leopold will Jenny Treibel auf jeden Fall verhindern.

Fontanes Roman endet mit einem Happy End. Corinna gelangt zur Einsicht, dass man nicht „die ganze Welt auf den Kopf stellen“ kann, um mit den Worten der Wirtschafterin Schmolke zu sprechen, und dass man „sein Leben nicht auf Hass stellen“ soll. Professor Schmidt bezeichnet die Eskapade als Irrtum, Tollheit und Schritt vom Weg. Corinna heirate Marcel, bekennt jedoch: „Sieh das mit dem Leopold, das wäre vielleicht gegangen, warum am Ende nicht? … Aber diese Mama, diese furchtbare Frau … Und mehr noch Marcel, ich glaube nicht, dass ich sehr unglücklich geworden wäre …“. Sieg des Verstandes oder Eingeständnis der Niederlage? Wenn Professor Schmidt Pindar zitiert („Werde, der du bist“) sieht er Marcel an den großen Grabungsstätten forschen, aber für Corinna fällt ‚nur’ die Rolle der Begleiterin ab. Ob die junge Frau darin die Erfüllung ihres Lebens finden wird?
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4.0 von 5 Sternen Frau Jenny Treibel, 6. September 2011
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Audio CD)
Erster Eindruck: Fontanes Werk in gelungener Umsetzung

Die aus einfachen Verhältnissen durch eine Heirat mit dem Kommerzienrat zur Bourgeoisie aufgestiegene Jenny Treibel hält in ihren Reden immer noch am Bild der romantischen Liebe und dem Leben in einfachen Verhältnissen fest ' sogar als sie von der Verlobung ihres Sohnes Leopold mit der Tochter eines Gymnasiallehrers Corinna erfährt. Mit allen Mittel versucht sie, diese unstandesgemäße Verbindung wieder zu lösen...

Theodor Fontane hat zahlreiche bedeutende Romane verfasst, zu ihnen gehört unter anderem 'Frau Jenny Treibel' aus dem Jahr 1893, der für viele als das humorvollste Werk des Schriftstellers gilt. 1985 wurde der Titel vom Norddeutschen Rundfunk umgesetzt, diese Aufnahme ist nun beim Hörverlag erschienen und passt wunderbar in dessen anspruchsvolles Repertoire. Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht die Titelgebende Figur, die in all ihrer Scheinheiligkeit kompromisslos aufgedeckt wird. Sie verwehrt der Tochter eines ehemaligen Freundes genau das, was sie selbst für sich in Anspruch nahm ' eine Vernunftehe, um gesellschaftlich aufzusteigen. Sie propagiert die wahre Liebe, macht sich aber immer noch über das schmalzige Gedicht eben jenes damaligen Verehrers lustig. Sie nutzt alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel, um ihren Willen durchzusetzen, will jedoch immer al sanftmütig und liebevoll erscheinen. Trotz all dieser humorvollen Leichtigkeit schimmert immer wieder die Gesellschaftskritik durch, die Fontane in dieses heitere Stück verpackt hat. Doch auch die anderen Figuren sind in aller Deutlichkeit dargestellt, werden in entlarvenden Szenen offen gelegt, ihre Ziele und ihr Streben immer wieder in Frage gestellt. Das vielschichtige Werk wurde behutsam in das Medium Hörspiel umgesetzt, enthält an wichtigen Szenen einen Erzähler, kommt zum großen Teil aber mit der Dialogform aus. Auch ' und gerade - bei Respekt vor klassischen Werken bietet Frau Jenny Klein eine recht anspruchsvolle Geschichte auf hohem Niveau, ohne verkopft zu wirken. Vielmehr kann die humorvolle Handlung bestens unterhalten.

Zahlreiche wunderbare Sprecher haben sich hier vor dem Mikrofon versammelt, um dem Hörspiel Leben und Tiefe zu verleihen. Als Frau Jenny Treibel ist Maria Körber zu hören, die das Scheinheilige und Hochmütige ihrer Figur auf den Punkt trifft, all das Zwiespältige und Lächerliche findet sich in ihrer Stimme wieder. Franz Josef Steffens ist als Gymnasiallehrer Prof. Willibald Schmidt zu hören und kann seine einprägsame Stimme gekonnt einsetzen, auch diese Figur von allen Seiten zu beleuchten und den Mann in all seinen Facetten erscheinen zu lassen. Seine Tochter Corinna wird von Imogen Kogge gesprochen, ihr Eifer und Starrsinn, der schließlich doch an Jenny Treibels starken Willen zerbricht, stellt die genau dar. Weitere Sprecher sind unter anderem Gerhard Garbers, Ulrich Matschoss und Ulli Lothmanns.

Regisseur Hans Rosenhauer hat neben den treffenden Dialogen auch für die passende musikalische Untermalung gesorgt, die sich aus Melodien von Jürgen Lamke zusammensetzt. Sie sind meist verspielt und greifen die humorvolle Grundstimmung des Stückes auf, setzen sie noch weiter fort, ohne aufdringlich zu wirken. Alles wirkt hier rund und gut aufeinander abgestimmt.

Natürlich ist auch auf dem Cover ein Abbild von Frau Jenny Treibel zu sehen, die gut bürgerliche Dame wird hier mit stolzem Gesichtsausdruck und einer gewissen Unnahbarkeit dargestellt. Die beiden CDs sind in einem stabilen und hochwertigen Digipack untergebracht, das insgesamt ansehnlich gestaltet wurde und kurze Informationen zum Autor bereit hält.

Fazit: Humor und Kurzweil täuschen hier nicht über die Kritik an den verschiedenen Figuren hinweg, sodass hier bestens Anspruch und Unterhaltung verbunden werden.
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5.0 von 5 Sternen Kein überragender, aber sauberer Fontane, 5. Juni 2011
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Kerngeschichte "Jenny Treibel" ist die Beziehung der Tochter des eher klein- bis mittelbürgerlichen Gymnasialprofessors Corrina Schmidt und dem Sohn Leopold des wohlhabenden Industriellen Kommerzienrats Treibel, dessen Frau die eher aus einfachen Verhältnissen stammende Jenny ist. Corrina möchte sich Leopold gerne schnappen; der ist auch interessiert, aber die Frau Mama ist dagegen. Die Kerngeschichte nimmt aber gar nicht soviel Raum ein, sondern wird umlagert von der Beschreibung einer Reihe anderer Personen und Beziehungen (etwa eines Gelehrtenzirkels des Gymnasialprofessors, der Ehe der Treibels oder eines englischen Besuchers), welche hauptsächlich in Form vieler Gespräche bei Tisch, Besuchen und gesellschaftlichen Anlässen bestehen. Der Charakter ist heiter; Fontane macht sich über die vielen kleinen Eitelkeiten und Nicklichkeiten der Berliner Gesellschaft und die Spannungen zwischen gesellschaftlichen Schichten mit viel Ironie lustig.

Das Buch ist sicher nicht das ganz große Werk. Die Liebesgeschichte ist nett, aber nicht allzu packend und nicht 'groß'. Die auftretenden Figuren sind schön und präzise gekennzeichnet, aber an vielen Stellen nix Neues; der Humor ist süffisant und geistreich, manches wird aber auch einen Tick langatmig. In der Dramaturige kann das Fehlen von echter Handlung anstatt nur Gesprächen gelegentlich etwas nerven. Man muss sich darauf einlassen, wird dann aber mit viel Sprachschönheit und Wortwitz belohnt. Kein Buch, das einen berührt oder bewegt, aber sehr gut unterhält und einen interessanten Einblick in das Leben der Zeit bietet.
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3.0 von 5 Sternen Nette Lektüre ohne Nachhall, 1. August 2010
Von 
Heli An - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Im Muster einer klassischen Komödie verbunden mit schönsten fontanschen Beschreibungen wird einem das wohlhabende Leben des berliner Fabrikanten und Kommerzienrats Treibel mit seiner dünkelhaften und dominanten Gattin Jenny - geborene Bürstenbinder - aufgezeigt. Jenny, eine typische Vertreterin der neu geborenen Bourgeoisie, ist oberflächlich und sentimental, hängt in ihrem wohlbetuchten Leben gerne romantischen Erinnerungen an ihre Jugendliebe Professor Schmidt nach, der ihr einst ein Gedicht widmete, welches sie noch heute mit dünner Stimme auf Gesellschaften vorzusingen pflegt. Sie umgibt sich gerne mit der klugen und unterhaltsamen Corinna, Tochter des Professor Schmidt, welche sie regelmäßig zu Dinners und Festen quasi als "Zierde" ins Haus einlädt. Das Blatt wendet sich jedoch, als Corinna Leopold, den Sohn der Treibels, verführt. Jenny Treibel, Tochter eines kleinen Krämers, ist mit der nicht standesgemäßen Eheschließung alles andere als einverstanden und setzt alles dran, den Bund zu verhindern. Sie hat relativ leichtes Spiel, denn Corinna scheint tatsächlich in erster Linie aus sportlichem Ehrgeiz und dem Verlangen nach Komfort, nicht aus Liebe, gehandelt zu haben.

Historisch gesehen ist der Roman nicht ubedeutend, da er das Berliner Besitzbürgertum (Bourgeoisie) und Bildungsbürgertum gegenüberstellt, sowie die Beziehung der beiden Schichten verdeutlicht. Die Bourgeoisie ziert sich gerne mit allem "künstlerischen" und "intellektuellen", die Welten bleiben aber strikt getrennt. Allerdings geht das Buch für meinen Geschmack nicht so in die Tiefe, daß es wirklich fesselt. Die Personen kämpfen nicht wirklich und erleiden auch keine großen Schicksalsschläge. Nicht vergleichbar mit einer Effi Briest! In der Summe ist das einfach eine nette Geschichte, nett zu lesen, aber kein Muss.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Werde, der du bist., 25. August 2003
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Broschiert)
Frau Kommerzienrat Jenny Treibel lebt im Berlin gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Als Tochter eines Kolonialwarenhändlers bedeutete die Heirat mit dem klugen und gutmütigen Treibel für sie einen sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg. Zwar bedauert sie bei einem Landausflug, nicht ihren Jugendfreund den Professor Schmidt geheiratet zu haben, aber die Ernsthaftigkeit dieses Gedanken ist fraglich.
Ihr noch unverheirateter Sohn Leopold Treibel gilt als gute Partie und Cornelia, die Tochter des Professors Schmidt bringt ihn recht geschickt dazu, sich mit ihr zu verloben. Jenny setzt alle Hebel in Bewegung um diese, ihr nicht standesgemäße, Braut wieder loszuwerden. Nach erfolgloser Debatte im eigenen Haus mit Ehemann und Sohn versucht sie ihr Glück beim Professor und dessen Tochter; zunächst erfolglos. Als nächstes lädt sie Hildegard, die Schwester Ihrer Schwiegertochter zu sich ein und hofft auf einen Sinneswandel bei Leopold.
Der aber hält an seiner Liebe zu Cornelia fest, ohne jedoch für klare Verhältnisse zu sorgen. Die Sache zieht sich hin und Cornelia kommt zur Einsicht, dass Leopold doch wohl nicht der richtige Partner ist und heiratet Ihren Vetter Marcell. Auf der Hochzeit versöhnen sich die beiden Familien wieder. Nur Leopold bleibt fern.
Der Roman enthält viele humorvolle Stellen und nimmt die Ideale und Etiketten jener Zeit geschickt auf den Arm. Zahleiche gelungene zeitgenössische Phrasen und Winkelzüge ziehen den Leser in diese Zeit hinein und lassen ihn die Berliner Gesellschaft erleben, als sei er dabei gewesen. Die Dialoge zwischen den Akteuren sind kraftvoll und voller Spitzfindigkeiten. Ein gelungenes Werk von Fontane.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genau für den Unterricht geeignet^^, 21. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: EinFach Deutsch Textausgaben: Theodor Fontane: Frau Jenny Treibel: oder "Wo sich Herz zum Herzen find't". Gymnasiale Oberstufe (Taschenbuch)
Diese Ausgabe ist am besten geeignet. Ist sehr verständlich geschrieben und mit dem Anhang versteht man es noch besser. Vor allem hilft es bei der Vorbereitung auf die Klausur!!! Kann es nur weiterempfehlen und denke das es euch auch hilft^^
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