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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humorvolles Meisterwerk
Jenny Treibel hat es geschafft: Durch die Heirat mit einem Fabrikanten ist sie aus einfachen Verhältnissen ins Berliner Großbürgertum aufgestiegen. Stolz trägt sie den Pomp ihrer Klasse zur Schau und schwärmt gleichzeitig verklärt von der romantischen Liebe und vom einfachen Leben. Diese Ideale vergisst sie allerdings ganz schnell, als sich...
Veröffentlicht am 6. Juni 2007 von Rolf Dobelli

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Lektüre ohne Nachklang
Im Muster einer klassischen Komödie verbunden mit schönsten fontanschen Beschreibungen wird einem das wohlhabende Leben des berliner Fabrikanten und Kommerzienrats Treibel mit seiner dünkelhaften und dominanten Gattin Jenny - geborene Bürstenbinder - aufgezeigt. Jenny, eine typische Vertreterin der neu geborenen Bourgeoisie, ist oberflächlich...
Veröffentlicht am 1. August 2010 von margarita


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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humorvolles Meisterwerk, 6. Juni 2007
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Taschenbuch)
Jenny Treibel hat es geschafft: Durch die Heirat mit einem Fabrikanten ist sie aus einfachen Verhältnissen ins Berliner Großbürgertum aufgestiegen. Stolz trägt sie den Pomp ihrer Klasse zur Schau und schwärmt gleichzeitig verklärt von der romantischen Liebe und vom einfachen Leben. Diese Ideale vergisst sie allerdings ganz schnell, als sich die kluge Professorentochter Corinna mit Jennys willenlosem Sohn Leopold verlobt. Die Mutter wirft ihr ganzes Gewicht in die Waagschale, um die nicht standesgemäße Verbindung zu verhindern. Der lebhaften Corinna bleibt trotz ihres Charmes der gesellschaftliche Aufstieg verwehrt, sie muss sich den bürgerlichen Konventionen fügen. Theodor Fontane hat mit "Frau Jenny Treibel" im Alter von 72 Jahren seine Höchstform erreicht. Voller Humor zeichnet der Meister des poetischen Realismus ein lebendiges Bild der Berliner Gesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts. Der Roman besitzt alle Qualitäten, für die Fontane verehrt wird: Lächelnd und voller Menschenliebe schildert der Autor unterschiedliche Charaktere, deren Gespräche er mit ironischen Seitenhieben auf die konservative Gesellschaft spickt. Die Lektüre von Fontanes witzigstem Werk ist eine Zeitreise in eine andere Welt, in der die Suche nach dem Glück aber offenbar ebenso dramatisch und komisch war wie heute.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fontanes Meisterwerk!, 27. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Broschiert)
Dieses Buch ist eines der wenigen, das mich in der Schule wirklich fasziniert hat! Die Handlung an sich gibt nicht besonders viel her: Jenny Treibel versucht die Heirat ihres Sohnes Leopold mit Corinna, einer Professorentochter, zu vereiteln, da sie diese als unter ihrerm Stand/Würde ansieht.
Hierbei kommt der Charakter der Jenny Treibel voll zur Geltung: selbst einmal arm gewesen versucht sie nun alles, um ihre Stellung im Besitzubürgertum zu halten und zu mehren. Fontane hat es wirklich verstanden den Realismus in dieses Buch zu bringen und er zeichnet ein detailliertes Bild der wilhelminischen Gesellschaft.
Ich empfehle dazu die Lektürehilfe von Klett, die einem wirklich noch jeden Winkelzug und die versteckten Genialitäten in diesem Werk aufzeigt, um voll in den Genuss dieses Buchs zu kommen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fontane voller Ironie, 5. August 1999
Von Ein Kunde
"Frau Jenny Treibel" gehört zu Theodor Fontanes bekanntesten und auch besten Romanen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der heiratsbedingte Aufstieg der Kleinbürgerin Jenny Bürstenbinder in die Kreise der Fabrikanten-Bourgeosie in den 1880er Jahren. Relativ schnell hat sie sich dem Verhalten, der Sprechweisen und dem Lebensstil ihrer neuen Schicht angepaßt und entsprechend hat sie auch ihre Söhne erzogen. In ihrem Gedächtnis, in ihrem Herzen - wie sie es nennt - trägt sie jedoch die Erinnerung an ihre Jugendzeit, die sie trotz der erlebten Armut zusehends als einfaches, aber glückliches Leben idealisiert. Voller Sentimentalität erinnert sie sich ständig an das Lied "Wenn sich Herz zum Herzen findet", das ihr damaliger Verehrer für sie geschrieben hat; sie läßt es auf ihren Gesellschaften vortragen und wird nicht müde zu beteuern, daß "Herz" und "Liebe" die eigentlichen Werte seien, ohne die man nicht glücklich werden könne. Nichtsdestotrotz hatte sie seinerzeit ihren Verehrer im Regen stehen lassen, als der renommierte und vor allem reiche Fabrikant Treibel um ihre Hand anhielt. Diese Vergangenheit Jennys wird Gegenwart, als die Tochter ihres ehemaligen Verehrers ihren willenschwachen Sohn heiraten will und somit selbst den Aufstieg in die Bourgeosie beabsichtigt. Alle heeren Worte, alle beschworenen Werte sind bei Jenny schnell über Bord geworfen, sie kämpft nun wie eine Löwin, um diese unstandesgemäße Heirat zu verhindern. Diese Geschichte ist höchst amüsant geschrieben und brilliert in ihrer subtilen Ironie, hinter der der Leser immer wieder den augenzwinkernden Fontane erkennt. Unbedingt zu empfehlen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Lektüre ohne Nachklang, 1. August 2010
Von 
margarita - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Broschiert)
Im Muster einer klassischen Komödie verbunden mit schönsten fontanschen Beschreibungen wird einem das wohlhabende Leben des berliner Fabrikanten und Kommerzienrats Treibel mit seiner dünkelhaften und dominanten Gattin Jenny - geborene Bürstenbinder - aufgezeigt. Jenny, eine typische Vertreterin der neu geborenen Bourgeoisie, ist oberflächlich und sentimental, hängt in ihrem wohlbetuchten Leben gerne romantischen Erinnerungen an ihre Jugendliebe Professor Schmidt nach, der ihr einst ein Gedicht widmete, welches sie noch heute mit dünner Stimme auf Gesellschaften vorzusingen pflegt. Sie umgibt sich gerne mit der klugen und unterhaltsamen Corinna, Tochter des Professor Schmidt, welche sie regelmäßig zu Dinners und Festen quasi als "Zierde" ins Haus einlädt. Das Blatt wendet sich jedoch, als Corinna Leopold, den Sohn der Treibels, verführt. Jenny Treibel, Tochter eines kleinen Krämers, ist mit der nicht standesgemäßen Eheschließung alles andere als einverstanden und setzt alles dran, den Bund zu verhindern. Sie hat relativ leichtes Spiel, denn Corinna scheint tatsächlich in erster Linie aus sportlichem Ehrgeiz und dem Verlangen nach Komfort, nicht aus Liebe, gehandelt zu haben.

Historisch gesehen ist der Roman nicht ubedeutend, da er das Berliner Besitzbürgertum (Bourgeoisie) und Bildungsbürgertum gegenüberstellt, sowie die Beziehung der beiden Schichten verdeutlicht. Die Bourgeoisie ziert sich gerne mit allem "künstlerischen" und "intellektuellen", die Welten bleiben aber strikt getrennt. Allerdings geht das Buch für meinen Geschmack nicht so in die Tiefe, daß es wirklich fesselt. Die Personen kämpfen nicht wirklich und erleiden auch keine großen Schicksalsschläge. Nicht vergleichbar mit einer Effi Briest! In der Summe ist das einfach eine nette Geschichte, nett zu lesen, aber kein Muss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswerter Klassiker, 20. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Broschiert)
Berlin im ausgehenden 19. Jahrhundert. Das Regiment im Haus von Kommerzienrat Treibel führt seine Frau Jenny, die aus einfachen Verhältnissen stammt, sich daran aber nicht gern erinnert und stets bestrebt ist, sich standesgemäß zu geben. Sie hofft, dass Treibels politische Ambitionen Früchte tragen, produziert sich gerne bei gesellschaftlichen Zusammenkünften und versucht, ihren hoffnungslosen zweiten Sohn Leopold auch noch anständig zu verheiraten.

Dass die kecke, gewitzte und kokette Professorentochter Corinna Schmidt ein Auge auf Leopold geworfen zu haben scheint, passt der Dame so gar nicht ins Konzept. Leopold soll wie sein älterer Bruder eine Frau von gleichem Stand heiraten, schließlich ist Otto Treibel mit einer Hamburgerin aus sehr gutem Hause verheiratet.

Fontane zeichnet hier mit Witz und Ironie ein satirisches Gesellschaftsbild, das mir nach einigen Anlaufschwierigkeiten (viel politisierendes Wortgeplänkel bei geselligen Abenden, zahlreiche Bezüge zur damaligen aktuellen Gesellschaftslage, die mir nichts sagten) doch noch Spaß gemacht hat, mit sprechenden Namen (am besten fand ich, wenn er die Töchter von Professor Kuh als Kälber bezeichnet hat ) und etwas überzeichneten Figuren, den Irrungen und Wirrungen von Liebe und Kalkül bei der Partnerwahl und einer leise durchklingenden Kritik an Standesdünkel und Überheblichkeit, die sich in der Person von Jenny Treibel konzentrieren. Die Titelfigur war somit eine der unsympathischsten Figuren für mich.

10 Jahre nach Anschaffung als Schullektüre, die nie beendet wurde, bin ich froh, das Buch endlich gelesen zu haben - auch wenn ich mich zumindest anfangs auf die Sprache und die Hintergründe erst mal richtig einlassen musste.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fontanes genialer Wurf, 13. Dezember 1999
Von Ein Kunde
In Anbetracht des Verlages, der Aufmachung und des ungemein günstigen Preises der vorliegenden Ausgabe drängt sich mir folgendes auf: Sicherlich geht es mir wie vielen anderen Lesern: Zahlreiche Bücher, die man in der Schule lesen mußte, werden alleine schon durch diese Tasache zu unsäglichen Machwerken, die man mit der nächsten Appollo-Rakete auf den Mond schießen möchte. Bei "Frau Jenny Treibel" von Fontane ging es mir nicht so. Denn die Geschichte ist einfach zu stark, die Sprache zu gewitzt als daß man das Buch nach bestandenem Abitur einfach zur Seite legt - auf Nimmer Wiedersehen. Fontanes Gesellschaftssatire über den sozialen Aufstieg und den damit verbundenen mentalen und psychischen Veränderungen eines Menschen stammt aus dem vergangenen Jahrhundert, es könnte jedoch auch heute spielen. Selbstsucht, Überheblichkeit, Vergessen der Vergangenheit, soziale Härte, aber auch gleichzeitig die Idealisierung der guten alten Zeit - alles Elemente eines ständig aktuellen Themas, hier thematisiert in Jenny Bürstenbinder, der Tochter eines kleinen Gemüsehändlers, die in die höchsten bourgeoisen Kreise einheiratet. Fontanes witzig-ironischer Schreibstil macht die Lektüre darüber hinaus zu einem einzigartigen Erlebnis!. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sanfter Genuss, 6. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Broschiert)
Frau Jenny Treibel, Fabrikantengattin und "Kommerzienrätin", hat um des Geldes Willen nach oben geheiratet, zelebriert aber nach 30 oder mehr Jahren Ehe noch immer eine sentimentale Freundschaft zu ihrer Jugendliebe, einem Gymnasiallehrer. Doch wie wird sie reagieren, wenn dessen lebhafte, intelligente fünfundzwanzigjährige Tochter nun ihrem eigenen netten, mediokren Sohn Avancen macht, ebenfalls um des Geldes Willen?
Das ganze sanfte Drama spielt sich, hauptsächlich durch Gespräche der Protagonisten erzählt, binnen weniger Wochen und einiger Abend- und Nachmittagsgesellschaften ab, ein schönes Gesellschaftsporträt mit vielen zeittytischen Anspielungen, eine wunderbare Zeitreise ins späte 19. Jahrhundert. Ein wenig unglaubwürdig, weil zu gutmütig, scheint mir der Kommerzienrat Treibel zu sein. Überhaupt kommen, wie oft bei Fontane, die Männer eher besser weg als die Frauen, ungeschlagen allerdings die herzensgute Haushälterin Schmollke, die aber wiederum auch dadurch besticht, dass sie ständig ihren ebenfalls herzensguten Verblichenen zitiert.
Lesen und genießen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humorvolle Seitenhiebe, 21. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Kindle Edition)
"Frau Jenny Treibel" ist der humorvollste Roman, den ich von Theodor Fontane gelesen habe. Nach "Irrungen, Wirrungen" und "Effie Briest" geht es auch hier vordergründig darum, wer mit wem zusammen kommen soll oder auch nicht. War es in "Irrungen, Wirrungen" der Versuch, eine gesellschaftlich unmögliche Verbindung durchzusetzen, was scheiterte... und in "Effie Briest" der Leidensweg der Protagonistin, die sich in ihrer Ehe in einen anderen verliebte.. so nutzt Fontane diese Geschichte um einerseits ein millieugerechtes Bild diverser gesellschaftlicher Schichten zu zeichnen, andererseits auch einige Male klar Stellung zu beziehen - aber immer humorvoll und mit Liebe zu den verschiedenen Charakteren. Dieses besonders gelungene Werk gesellschaftlicher Satire aus dem Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts kann ich wärmstens empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Wo sich Herz zum Herzen findt?, 2. Februar 2010
In seinem Roman ,,Frau Jenny Treibel'' erzählt Theodor Fontane von der resoluten Jenny, die, ehemals Tochter eines Krämers, den Kommerzienrat Treibel geheiratet hat und so zu Geld und Ansehen gekommen ist. Trotz allem unterhält sie Beziehungen zu ihrem ehemaligen Verlobten Professor Wilibald Schmidt und dessen kluger Tochter Corinna. Diese hat den Wunsch, dem Bildungsbürgertum, dem sie angehört zu entfliehen und, wie Jenny damals, ins Besitzbürgertum aufzusteigen. Deshalb bringt sie Jennys jüngsten Sohn Leopold dazu, ihr einen Heiratsantrag zu machen. Als Leopolds Mutter davon erfährt, ist sie alles andere als begeistert und setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um die Verlobung wieder aufzulösen.
Dieses Werk Fontanes zählt nicht zu seinen bekanntesten und kommt wohl auch nicht an ,,Effi Briest'' heran. Trotzdem ist dem Autor mit ,,Frau Jenny Treibel'' ein Meisterstück gelungen, dass vor Komik, Ironie und Gesellschaftskritik nur so strotzt. Es gibt in diesem ganzen Roman keine Figur, die nicht ihr Fett wegkriegt, wobei es hier vorrangig um Kritik am Bürgertum geht, das Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Gesellschaftsstand war und sich in Bildungs- und Besitzbürgertum teilte. Besonders kritisiert Fontane dabei die Heuchelei, was in seinem Roman auch deutlich wird.
Zur Sprache kann man eigentlich nur sagen, dass Fontane eben so schreibt wie er schreibt und man sich an den opulenten Stil erst einmal gewöhnen muss.
Allen Fontane-Liebhabern möchte ich dieses Werk ans Herz legen, denn man lernt auch einmal die komische Seite dieses Autors kennen. Aber auch Gesellschafts- und Berlinromanleser werden sich an diesem Roman erfreuen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witz und Ironie von Anfang bis Ende., 23. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Frau Jenny Treibel (Taschenbuch)
Theodor Fontanes Roman spielt Ende des 19 Jh. in Berlin. Einst als Tochter eines Bürstenbinders geboren, schaffte es die Titelfigur Jenny Treibel durch Heirat mit einem Großindustriellen, in die höhere Mittelklasse aufzusteigen. Eigentlich liebte sie damals einen anderen - den späteren Professor Schmidt und Vater von der 25jährigen Corinna. Mit beiden steht sie noch immer in gutem Kontakt. Jenny Treibel gibt sich als Inbegriff einer Bourgoise, stets auf Äußerlichkeiten bedacht, spielt sie die Offenheit in Person. Über ihre Vergangenheit als arme Bürstenbindertochter sieht sie gekonnt hinweg. Bei einem der Treibelschen Diners ergibt es sich nun, daß die intelligente und temperamentvolle Corinna, dem jüngsten Sohn des Hauses, gehörlich den Kopf verdreht. Die Professorentochter liebt den stark von der Mutter beeinflußten Leopold nicht wirklich, aber der Gedanke an gepflegte Gesellschaften, Feierlichkeiten und Ausritte schien ihr aufregend. Als Leopold die Verlobung mit Corinna bekanntgibt, stellt das für Jenny natürlich eine Tragödie dar. Sie versucht alles, um die, in ihren Augen, nicht standesgemäße Hochzeit zu verhindern und wirft Corinna Bechenbarkeit sowie Gefühllosigkeit vor. Der Leser wartet mit Spannung auf den Ausgang der kurzweiligen Geschichte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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