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5.0 von 5 Sternen Der Großmeister der Subtilität
Angesichts der neueren Verfilmung des Stoffes, bei der man vermeintlicherweise glauben mag, die Geschichte der Effi Briest von Fontane aufgetischt zu bekommen, lohnt einmal wieder die Lektüre des Originals. Man wird dabei entdecken, dass der Roman eine sehr andere Geschichte erzählt als ihre aktuelle Verfilmung - und zwar nicht nur wegen des geänderten...
Veröffentlicht am 29. März 2009 von Thomas Reuter

versus
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3.0 von 5 Sternen Muss man auch kennen!
Effi Briest hatten wir im Deutschunterricht, aber ist halt eine Geschichte, wo die Frau kaum Wert hat, wird von ihrem Ehemann verstoßen, weil sie eine Affäre hat, darf dann ihr Kind nicht mehr sehen usw. , nur weil ihr Mann auch langweilig ist, meine Güte, auch alles alte Kamellen und nicht besonders zeitgemäß. Aber muss man halt im Unterricht...
Vor 6 Monaten von I. Gerstner veröffentlicht


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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Großmeister der Subtilität, 29. März 2009
Rezension bezieht sich auf: EinFach Deutsch Textausgaben: Theodor Fontane: Effi Briest: Gymnasiale Oberstufe (Taschenbuch)
Angesichts der neueren Verfilmung des Stoffes, bei der man vermeintlicherweise glauben mag, die Geschichte der Effi Briest von Fontane aufgetischt zu bekommen, lohnt einmal wieder die Lektüre des Originals. Man wird dabei entdecken, dass der Roman eine sehr andere Geschichte erzählt als ihre aktuelle Verfilmung - und zwar nicht nur wegen des geänderten Schlusses.
Fontane orchestriert in großartiger Weise all die unterschiedlichen Stimmen seiner Figuren Effi, Frau und Herr Briest, dem Liebhaber Crampas und dem ältlichen Innstetten. Von einem Distanz haltenden und Überblick bewahrendem Erzähler werden sie alle in ihrer gesellschaftlichen Rolle erfasst und beleuchtet. Aus der erzählerischen Distanz begreift man den gesellschaftlichen Zwang, dem alle hier auftretenden Charaktere unterworfen sind: Das naive Mädchen Effi, die - noch halb Kind - ihren Eltern gefallen will, zugleich aber den preußisch eingeimpften Ehrgeiz in sich kultiviert; die sich selber halb weis machen will, sie könne diesen 30 Jahre älteren Innstetten lieben, der pikanterweise vor vielen Jahren um die Mutter geworben hat. Innstetten, der sich - mitunter sogar rührend - um das ihm doch recht fremde Mädel kümmert, der aber keinerlei Schimmer hat, was eine Beziehung zu einem Menschen neben der gesellschaftlichen Konvention und Rolle noch sein könnte; der schließlich einen Menschen im Duell erschießt, nicht weil er aus den tiefen seiner Verletztheit nicht anders konnte, sondern weil er glaubt, gesellschaftlich wohl so handeln zu müssen - auch wenn ihm selbst leichte Zweifel hieran kommen. Schließlich die Eltern, die ihre eigene Tochter nach dem entdeckten Ehebruch mit Crampas glauben verstoßen zu müssen, weil es sich wohl so geziemt. Ein Haufen Fremdbestimmter, die eigentlich nicht wissen was sie tun, noch was sie tun sollen. Die dem Popanz eines abstrakten Ehrenkodex aufsitzen, aus dem es innerhalb dieser Gesellschaft kein entkommen gibt.
Das soll erzählt werden. Fontane übt an seiner Gesellschaft Kritik, indem er sie in ihrer Beschränktheit zeigt und die Mittel, mit denen er dies tut, sind wunderbar: Die Spannung der Geschichte ergibt sich einzig aus dem Zuschauen der Charaktere in ihrer jeweiligen Zwangsituation. Die psychologische Genauigkeit dabei ist für den Leser schierer Erkenntnisgenuss. Hinzu kommen die vielen Motive und Symbole wie die Schaukel, der reißende Schlon und der exotische Chinese, die - verwoben mit dem gesamten Stoff - die Handlungsgeschichte überhöhen und aufladen. Diejenigen Elemente hingegen, die man auf der Geschehensebene landläufig mit Spannung verbindet wie die Hochzeit Effis, die Affäre mit Crampas oder das Duell mit Todesfolge werden geschickt, ja mit Meisterschaft übergangen. Diese hochgradige, an Lakonie grenzende Subtilität macht einem erst die ganze Wucht der des Erzählten erfahrbar. Wenn es beispielsweise im ersten Satz des 3. Kapitels - nachdem wir Effi bisher nur als kindliches, mit Freundinnen spielendes Mädchen wahrgenommen haben - heißt: "Noch an demselben Tage hatte sich Baron Innstetten mit Effi Briest verlobt." Effi Briest zeigt Fontanes ganze Könnerschaft.
Was macht der Film von Hermine Huntgeburth hieraus? Ich möchte vorwegschicken, dass ich Literaturverfilmungen grundsätzlich für ein spannendes Genre halte. Huntegeburths Film jedoch läuft in allen Bereichen auf eine unentschuldbare Verflachung hinaus. Die Vielschichtigkeit der Charaktere wird gegen ein holzschnitzartiges Gut / Böse vertauscht. Effi ist von Anbeginn die trotzige Kritikerin, die sich dieser Gesellschaft ausgeliefert fühlt und aufbegehrt. Innstetten wirkt in seinem Verhalten wie ein brutaler Waldschrat, der Effi in der Hochzeitsnacht aufs Übelste vergewaltigt. Der Sympathieträger Sebastian Koch hingegen widerspricht dieser Aussageabsicht der Regisseurin. Die Affäre (im Buch gibt es nur einen einzigen erzählten Kuss und bis zur Entdeckung der Briefe weiß man nicht definitiv von der Affäre) wird natürlich weidlich ausgekostet. Und schließlich emanzipiert sich Effi zum Schluss des Films. Sie ist nicht - wie alle anderen Figuren im Roman ebenfalls - das Opfer ihrer Gesellschaft, sondern transzendiert diese. Sie geht als alleinige Siegerin, als erste emanzipierte Frau über ihre Gesellschaft hinaus und lässt alle anderen bedröppelt zurück. Das wiederum verkehrt die Aussage Fontanes ins Gegenteil! Während Fontanes Roman eine zwar unausgesprochene - und daher umso harschere - Kritik an der gründungsbürgerlichen Gesellschaft der Bismarckzeit übt, entlässt der Film sein Publikum in mit dem siegesgewissen Lächeln auf den Lippen, es wieder einmal geschafft zu haben. Jawohl Effi, du hast es all diesen Relikten der Vergangenheit gezeigt.
Natürlich weiß man, dass das Kino in seiner Zuschauerlenkung anders arbeiten muss als der Film. Es ist allerdings schade, wenn es ihm nur noch gelingt, die einfachsten und basalsten Gefühle auszudrücken.

Zur vorliegenden Ausgabe ist zu sagen, dass sie hervorragend ist. Sie hat Zeilenangaben, verfügt über einen Fußnotenapparat und hat einen großen Anhang, angefangen von einem Lebensabriss Fontanes über den historischen Fall zur Vorlage Effis bis hin zur Rezeption, die auch Fassbinders Verfilmung mit einschließt.

Auf das in Zukunft auch weiterhin Fontane gelesen und nicht nur der Film gesehen wird.
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3.0 von 5 Sternen Muss man auch kennen!, 17. Januar 2014
Von 
I. Gerstner "Abitur" (Essen, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: EinFach Deutsch Textausgaben: Theodor Fontane: Effi Briest: Gymnasiale Oberstufe (Taschenbuch)
Effi Briest hatten wir im Deutschunterricht, aber ist halt eine Geschichte, wo die Frau kaum Wert hat, wird von ihrem Ehemann verstoßen, weil sie eine Affäre hat, darf dann ihr Kind nicht mehr sehen usw. , nur weil ihr Mann auch langweilig ist, meine Güte, auch alles alte Kamellen und nicht besonders zeitgemäß. Aber muss man halt im Unterricht durchkauen.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Sinngehalt...aber leider auch die entstehende Langeweile sind unübertrefflich, 7. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: EinFach Deutsch Textausgaben: Theodor Fontane: Effi Briest: Gymnasiale Oberstufe (Taschenbuch)
Effi Briest - ein Buch für sich. Die kleine Effi wird in jungen Jahren verheiratet und zieht schon bald zu ihrem Mann nach Kessin. Doch schnell muss sie merken, dass das Leben sehr einsam sein kann und ihr doch so liebender Ehemann sich zwecks seiner Arbeit immer mehr von ihr abwendet. Sie hingegen wendet sich im Verlauf der Geschichte einem anderen Manne zu und beginnt eine Affäre... doch wie es kommen muss blieb dies ihrem Gatten nicht auf ewig vorenthalten...

Während des Lesens ermöglicht die wirklich äußerst detaillierte Schreibweise von Fontane dem Leser vollkommen in die Welt der Effi einzutauchen. Über sämtliche Kapitel hinweg wird eine Zeit dargestellt, ein Leben, welches ,auf historischer Basis beruhend, einen sehr guten Einblick in die Individuälität und Entwicklung der Protagonistin gewährt, sowie aber die Charaktere in aller Ausführlichkeit darstellt.
An sinnlichem Gehalt ist Fontanes Werk ein großartiger Roman, der sogar im Hinblick auf die Handlung an sich ziemlich gut ausgearbeitet ist und die historische Begebenheit der Ardenne-Affäre, wenn auch teils stark verändert, gut in die Thematik des gesellschaftlichen Lebens dieser mit eingebracht hat.
Jedoch und das ist dem Buch eindeutig nachzusagen, ist es sehr langzügig geschrieben und wirkt teilweise sehr ermüdend auf den Leser ein. Durch zu genaue Details wird dem Leser die Möglichkeit genommen, sich selbst die Welt der Effi vorzustellen und auszumalen. Zudem sind manche Teile des Buches, wenn auch unwichtig erscheinend, doch von großer Relevanz und werden daher nur zu leicht überlesen.

Alles in allem hat Theodor Fontanes Werk jedoch an literarischem Wert gemessen 4 Sterne verdient.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlende Spannung, 21. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: EinFach Deutsch Textausgaben: Theodor Fontane: Effi Briest: Gymnasiale Oberstufe (Taschenbuch)
Das Buch ist der totale Müll, viele Inhalte weggelassen und unnötige Zeitsprünge. Es ist echt eine Qual dieses Buch zu lesen, falls ihr es im Unterricht lesen müsst, holt euch die Zusammenfassung vom selben Verlag. Dieses Buch werd ich und meine komplette Klasse nie wieder anfassen!
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Passend für Schule, 9. November 2010
Rezension bezieht sich auf: EinFach Deutsch Textausgaben: Theodor Fontane: Effi Briest: Gymnasiale Oberstufe (Taschenbuch)
Hallo,
wollte auch mal was zu diesem äusserst gelungenen Exemplar von Effi Briest schreiben.
Da ich das Buch für die Schule lesen musste war ich natürlich nicht sehr ambitioniert es zu lesen, doch es war sehr leicht zu lesen. Einige Wörter muss man zwar nachschlagen, doch ansonsten ist das Buch perfekt.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen EinFach Deutsch Textausgaben: Theodor Fontane: Effi Briest: Gymnasiale..., 20. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: EinFach Deutsch Textausgaben: Theodor Fontane: Effi Briest: Gymnasiale Oberstufe (Taschenbuch)
W e i l z u m e s l e r n e n b e n ö t i g t w u r d e
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