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4.0 von 5 Sternen Guter Überblick, 7. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ursachen (Grundthemen Philosophie) (Taschenbuch)
Ich studiere Philosophie und dieses Buch war die Textgrundlage für das Seminar Kausalität. Das erwähne ich, um im Gegensatz zur guten Rezension von Openuser einfach einen akademischen Aspekt hinzuzufügen.

Der Aufbau des Buches ist gut gelungen, durch eine historische Einleitung bekommt man die wichtigsten Einflüsse auf diesem Themenfeld mit. Danach ein paar Theorien zur Kausalität und am Ende seine eigene Theorie. Die Kapitel sind leicht verständlich und gut geschrieben. Am Ende jedes Kapitels findet man eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse des jeweiligen Kapitels.

Wie Hüttemann am Ende von Kapitel 3 sagt, ist das Ziel des Buches eine ontologische Erklärung, also eine Erklärung was Kausalität ist, abzugeben. Man muss sich bei manchen Theorien aber daran erinnern, da man sonst auch darauf kommen könnte dass manche Theorien eher epistemische Erklärung seien, also eine Erklärung wie man Kausalität erkennt/wahrnimmt.
Wie Openuser schon erwähnte, gibt es noch keine allumfassende Kausalitätstheorie die alle Ursache-Wirkungsverhältnisse beinhaltet, doch bieten diese Theorien eine gute Grundlage für mögliche Definitionen.
Zum Einwand, dass Physiker über keinen Kausalbegriff verfügen, möchte ich entgegen von Herrn Hüttemann etwas anderes Behaupten. Physiker haben sehr wohl einen gewissen Ursache-Wirkungsbegriff, sie fragen sehr wohl warum das Ergebnis (Wirkung) aus dem Experiment (Ursache) so aussieht. Allerdings könnten sie diesen mit den Bedingungen von Hüttemann nicht Kausalität nennen, denn sie haben eben nicht zwangsläufig eine Asymmetrie von Ursache und Wirkung. Hüttemann sagt, dass eine Wirkung zeitlich nicht vor der Ursache sein kann. Dies klingt plausibel und ist eigentlich auch nicht großartig in einer normalen Welt bestritten. Das Problem das die Physiker haben, sind Funktionen, man kann sie integrieren und ableiten, somit spielt die zeitliche Priorität und somit die Asymmetrie keine Rolle. Das dies keine Rolle spielt liegt daran, dass die Physiker versuchen das Ursache-Wirkungsverhältnis durch Funktionen zu beschrieben, die man eben integrieren oder ableiten kann.

Im Buch selber finden sich noch ein paar Tippfehler, aber das ist bei den meisten Erstauflagen der Fall. Im Seminar kam noch der Verbesserungsvorschlag dass Hüttemann in diesem Buch zu möglichst allen Texten das Erscheinungsjahr hinzufügen solle, da dies nicht bei allen Texten der Fall ist, um leichter die Theorie in eine Zeitepoche ordnen zu können um die Theorie mit bereits bekannten Theorien zu vergleichen. Zudem wäre es einfacher die Theorien zu vergleichen wenn alle zumindest ein Beispiel hätten gemeinsam hätten um die Stärken und Schwächen dieser Theorie im Vergleich aufzuzeigen. So muss man sich diese Beispiele alle selber konstruieren um diesen Vergleich zu bekommen.

Im Ganzen ist das Buch lesenswert, gibt einen guten Überblick doch wer einen genaueren Überblick haben möchte, sollte die von Hüttemann verwendeten Literaturverweise benutzen, da einige Male die Theorie knapp oder nur zum Teil dargestellt wurde um das Buch eben als Einführung und keinen zu dicken Wälzer zu schaffen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Einführung nicht nur für Philosophen, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Ursachen (Grundthemen Philosophie) (Taschenbuch)
Ich habe mit dem Hüttemann mein viertes Buch aus der Reihe "Grundthemen Philosophie" des De Gruyter Verlags gekauft (nach Willensfreiheit, Wissen, Religion). Meine Begeisterung hält an. Ich bin kein Philosoph, kann keine Vorlesungen besuchen. Diese Bücher informieren sehr solide über philosophische Themen.
Mit 224 Seiten nicht zu ausführlich. Alle Zitate ins Deutsche übersetzt, Personen- und Sachregister vorhanden. Das Buch ist verständlich und klar geschrieben, so dass es Spass macht, es auch zu lesen.

Und das Buch ist ein Novum: Zum Thema "Ursachen" hat noch niemand ein allgemeinverständliches Buch in deutscher Sprache vorgelegt. Andreas Hüttemann ist Professor für Philosophie in Köln, dieses Thema gehört zu einem seinen Hauptinteressensgebieten.

Nach einer historischen Einleitung zur Geschichte der Kausalität (53 Seiten) werden zahlreiche Kausaltheorien vorgestellt. Man kann feststellen, dass keine Kausaltheorie alle Kausalverhältnisse abdecken kann, jede Theorie hat ihre Schwächen (diese Situation ist für die Philosophie typisch). Am Ende des Buches entwickelt der Autor eine eigene Kausaltheorie.

Beim Lesen kommt es immer wieder zu überraschenden Einsichten. Wer macht sich schon klar, dass der Begriff der Ursache in der modernen Physik nicht auftaucht und warum das so ist?
Das Thema hat auch eine enorme praktische Relevanz, beispielsweise wenn nach Katastrophen nach der Ursache gefragt wird.

Klare Kaufempfehlung also für interessierte Laien und Bachelor-Studenten.
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Ursachen (Grundthemen Philosophie)
Ursachen (Grundthemen Philosophie) von Andreas Hüttemann (Taschenbuch - 31. August 2013)
EUR 19,95
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