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Der Zauberberg
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39 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2004
Sicherlich zeugt auch dieser Roman von der sprachlichen Gestaltungskunst und dem anschaulichen Erzähltalent Thomas Manns: Da wird vor den Augen des Lesers eine in sich geschlossene kleine Welt aufgebaut, nämlich das Lungensanatorium "Berghof" in Davos, in dem die Patienten allmählich jeden Bezug zum "Flachland" verlieren. Einige der Hauptfiguren werden so anschaulich dargestellt, dass man sie vor sich zu sehen meint: Die Hauptfigur, der "simple Held" Hans Castorp, ein weichlicher Spross des Hamburger Stadtadels, der eigentlich nur für drei Wochen zur Erholung im Berghof bleiben wollte, dann jedoch krank wird und sieben Jahre dort bleiben muss; sein Vetter Joachim, ein ritterlich-schlichter Offiziersanwärter; der leutselige, manchmal etwas krampfhaft witzige Chefarzt Dr. Behrens, dem Dr. Krokowski, ein Psychologe mit einer gewissen Neigung zur Scharlatanerei, zur Seite steht; schließlich Mme. Chauchat, eine verheiratete russische Dame, deren kurzfristige Liebesbeziehung zu Hans Castorp die eigentliche Haupthandlung des Romans ausmacht.
Obwohl also im einzelnen viel schönes und lesenswertes darin enthalten ist, kann man den Roman als Ganzes dennoch nicht zu den großen Meisterwerken der deutschen Literatur oder gar der Weltliteratur zählen. Das Grundgebrechen liegt meiner Meinung nach darin, dass eine gewisse Neigung des Autors zu langatmiger Weitschweifigkeit und Detailverliebtheit, die sich stellenweise schon in den "Buddenbrooks" zeigt, hier zu einer wirklichen Manier ausartet. Hans Castorp beginnt in der Abgeschiedenheit, Naturwissenschaften zu studieren; für Thomas Mann ein Anlass, sich Seitenweise über Physik, Botanik, Physiologie und Pathologie auszulassen. Da es nun einmal ein intellektueller Entwicklungsroman sein soll, darf auch die philosophische Bildung nicht zu kurz kommen: Daher lässt Mann zwei Gelehrte auftreten, die sich Hans Castorps in erzieherischer Absicht annehmen, den Humanisten Settembrini und als seinen Gegenspieler den jesuitischen Obskurantisten Naphta. Diese beiden weltfremden Herren, denen leider entgangen ist, dass es inzwischen einen Kant und einen Schopenhauer gegeben hat, führen nun in scholastischer Manier Gespräche über Gott und die Welt, über Geist und Materie, die sich über viele, viele Seiten erstrecken und auch geduldige Leser auf eine harte Probe stellen. Ich meine, dass wer einen Roman in die Hand nimmt durchaus keinen platonischen Dialog lesen will; wer sich dagegen für Philosophie interessiert, dem muss es wenigstens als ein krasser Anachronismus erscheinen, dass Gespräche, die ihrem erkenntnistheoretischen Stand nach dem vorkantischen 18. Jh. angehören, ins frühe 20. Jh. verlegt werden.
Neben diesen philosophisch-sein-sollenden, dabei eigentlich bloß sophistischen Gesprächen finden sich überall im Buch essayistische Einschübe des Autors, die zwar stellenweise lesenswert sind, aber leider auch oft in breit ausgesponnene Trivialitäten ausarten, wenn etwa über drei Seiten auseinandergesetzt wird, dass die reale Zeit einer Erzählung etwas anderes ist als die inhaltliche.
Aber auch abgesehen von diesen (pseudo-) philosophischen Erörterungen ist die Handlung oft langatmig, zusammenhanglos und uninteressant. Hans Castorp betreut Schwerkranke, deren jeweilige Lebensumstände erzählt werden; er führt Gespräche mit Dr. Behrens darüber, welche Zigarrenmarken er bevorzugt und warum; er hat während eines Ohnmachtsanfalles einen Traum, der ihn an einen seltsamen Ort am Mittelmeer versetzt; er ist fasziniert von einem Grammophon mit Plattensammlung, das im Berghof angeschafft wird, was dem Autor die Gelegenheit bietet, seitenlange Inhaltsangaben der einzelnen Opern zu liefern; es gibt einen Ehrenhandel unter Polen, die bis dahin im Roman nicht vorgekommen sind und danach nicht mehr vorkommen werden; es tritt ein Mädchen mit hellseherischen Fähigkeiten auf; dann gibt es gar eine spiritistische Sitzung, bei der der inzwischen verstorbene Joachim als Geist erscheint, ohne dass man wüsste, warum und wozu.
Der Leser liest alle diese Kapitel geduldig durch, in der Erwartung, dass die Fäden der Handlung doch irgendwo zusammenlaufen werden und sich ein innerer Zusammenhang zwischen den einzelnen Episoden herausstellen wird; daher meint man an so vielen Stellen: "Jetzt wird's kommen" - aber es kommt nichts.
Den Schluss des Romans bildet der Beginn des ersten Weltkrieges, zu dem Hans Castorp sich als Freiwilliger meldet, ohne dass irgendeine glaubhafte Motivation dazu auch nur angedeutet würde, ja, obwohl sogar zuvor gesagt wurde, dass er jeglichen Bezug zu seiner alten Heimat verloren habe und sich ein Leben außerhalb der Berge gar nicht mehr vorstellen könne.
Wenn man diese Konzeptlosigkeit des Ganzen betrachtet, muss einem sogar der Verdacht kommen, dass diese ganze so anmutig geschilderte Berghof-Kulisse letztlich vor allem dazu ersonnen ist, das inhaltlich heterogene an Einem Ort stattfinden zu lassen, und so den fehlenden inneren, kausalen Zusammenhalt durch einen bloß lokalen zu ersetzen.
Hätte der Autor sich im wesentlichen auf die Liebesgeschichte mit der Chauchat beschränkt, hingegen das Thema der geistigen Bildung (das in den "Buddenbrooks" - wenn man zwischen den Zeilen liest - viel subtiler umgesetzt ist, hier hingegen sich gewaltsam aufdrängt und bloß äußerlich bleibt), weggelassen, dann hätte wohl ein guter Roman von 500 oder 300 Seiten daraus werden können; für 1000 Seiten ist es einfach zu wenig.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. September 2014
Man muss schon ein echter Fan solcher ausführlichen Erzählungen sein. Ich lese schon sehr lange dran, aber das Buch nimmt mich nicht ein. So bin ich nach gut einem Monat erst auf Seite 300.
Das Buch finde ich nicht spannend geschrieben, sondern es stellt die ausführlichen Tageserlebnisse des Besuchers auf Zeit Hans Castorp in einer Davoser Spezialklinik dar. Er besucht seinen Onkel Joachim Castorp für drei Wochen, aber am Ende werden es wohl mehr. Er trifft dabei viele durchgedrehte Charaktere, die alle Ihre ausführlichen Beschreibungen im Buch erhalten. Die benutzte Sprache ist altdeutsch mit sehr vielen detaillierten und facettenreichen Beschreibungen der Alltagsgegenstände, Menschen und Kleider. Am Ende ist es meiner Meinung ein sehr aufgeblähter Roman, was man auch an den über 1.000 Seiten sehen kann. Aber ich kämpfe mich durch. Vielleicht schaffe ich es ja bis Ende des Monats. Vielleicht wird es ja auch noch interessant. Das würde ich dann nochmals dieser Rezension anmerken.
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9 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. November 2009
Thomas Mann ist kein Autor, der mit Humor aufwartet. Tonio Kröger, Die Buddenbrooks, Tod in Venedig. Hier sind die Menschen sehr nüchtern, geradlinig, ohne eigentliche Schwächen, wie man sie bei realen Menschen antrifft. Auch die Fehler gestaltet Thomas Mann als sterile Abwege, psychiatrisch isolierte Persönlichkeitsschwächen.

Sehr deutlich kommt das in Tonio Kröger zur Geltung. Das sind keine Menschen eigentlich, die hier agieren, sondern Träger von Tugenden, Zweifeln, Irrwegen. Dennoch, es entsteht der Eindruck, gerade deshalb, hat der Autor damit ein vorzügliches Lehrstück über das Wandeln in Zwischenwelten geschaffen. Auch heute durchaus aktuell, da man täglich über Integration und Multikultur spricht. Tonio Kröger, der Sohn von Konsul Kröger und einer italienischen Mutter, muss in die Irre gehen: Er wird Künstler ohne Überzeugung.

Auch die Buddenbrooks kommen ohne echte Originale, also Menschen mit Schrullen, aus.
Dito Tod in Venedig. Über weitere Werke weiß ich zu wenig, deshalb führe ich dies nicht fort.

Nun zum Zauberberg. Was Thomas Mann wohl hier geritten hat, möchte man fragen.

Die Idee ist gut, und auch der Lauf der Geschichte ist unterhaltend, die Handlung interessant. Wie ich las, langweilten sich viele bei den philosophischen Gesprächen. Ich tat das nicht.

Was mir die Beurteilung schwer macht, ist das Element des Zauberbergs, das mich stört: Es sind die Figuren. Offensichtlich hat Thomas Mann sich entschlossen, endlich die Schrullen des Menschen zu berücksichtigen. Hätte er sich doch gleich eine richtige Komödie vorgenommen ...!
Die Charaktere des Zauberbergs sollen als bunte Tupfen menschlicher Unzulänglichkeit eine hoffnungslose Gesellschaft garnieren. Ein Kontrast zur Tragik des Unausweichlichen, der Tod durch die nicht therapierbare Tuberkulose, schien Thomas Mann vorzuschweben.
Was kam dabei heraus? Ein Panoptikum von Fratzen, von überzogenen und zum Teil albernen Typen. Und nicht nur das.

Beginnen wir gleich mit Hans Castorp. Der unbedarfte junge Mann ist Praktiker, nicht Denker. Er ist angehender Ingenieur. Schüchtern, abwartend, staunend. Im Verlauf seines Aufenthaltes im Sanatorium gerät er zunehmend in die Rolle des anspruchsvollen Zuhörers und auch Gesprächspartners in philosophischen Problemen, sowie heiklen Fragen in Sachen Liebe. Zudem beginnt er mit einem privaten Medizinstudium. Damit ist diese Figur hoffnungslos überfordert, oder besser formuliert, überfrachtet, denn der Autor erzwingt mit seiner schöpferischen Freiheit das Gelingen, obwohl Castorp einfach nicht gescheit genug angelegt ist.

Führen wir nun den Kreis von Personen vor, dessen Nabe Hans Castorp quasi ist.

Sein Cousin Joachim Ziemßen gehört zu den plausiblen Figuren. Doch er spielt ja nur eine wenn auch symbolische Nebenrolle, blass, uninteressant.

Der Leiter des Sanatoriums ist Hofrat Behrens, von Hans Castorp Rhadamant genannt. Rhadamanthys war ein sagenhafter König auf Kreta, der nach seinem Tode in der Unterwelt weiter wirkte als Gesetzgeber und Richter. Behrens regiert also die Toten, oder genauer, die Todgeweihten. Dabei stürmt er mit hervorquellenden Augen durch die Gänge und Behandlungsräume und belästigt jeden mit seiner cholerischen Weltuntergangsstimmungen. Diese speist sich aus einem Gemenge von fatalistischer ärztlicher Einsicht und kommerziellem Denken. Seine Aussage im Prinzip: Ihr habt den Tod im Nacken, also bleibt hier und flieht nicht vor dem Unausweichlichen.
Sein Adlatus, Dr. Krokowski, hält Vorträge über Liebe und Krankheit und kann seine gelben Stiefel blitzschnell mit nur einer Hand schnüren.
Weshalb wird die Bergklinik von solch schrillen Charakteren geleitet? Das erinnert an Slapstik.

Irgendwann geraten Hans und Behrens in tiefschürfende Gespräche über Medizin, Zigarren und die Haut der Frau Chauchat, welche Behrens wohl in einer zweideutigen Situation gemalt hatte.
Ja, Frau Chauchat, die laszive Exotin, die Hans Castorp durch ihre unterschwellige Verführung fesselt. Was will die Frau mit diesem Kind?

Settembrini ist wichtig. Der laute quirlige Italiener mit dem schmalen Geldbeutel ist angetreten, die Welt aufzuklären. Lustig wirkt er mit seinen Aufrufen und Postulaten für ein vernunftgeleitetes Leben. Was will der Weltverbesserer mit dem naiven Castorp? Er scheint ihn als eine fiktiven Figur bei seinen Selbstgesprächen zu benutzen. Ein immerhin plausibles Motiv für einen selbstverliebten selbsternannten Gelehrten. Immerhin.

Hans gerät mitten in den Streit zwischen Settembrini und dem Scholastiker und Jesuiten Naphta, welcher für Naphta tödlich endet, durch Selbstmord während eines angesetzten Duells.
Castorps Anwesenheit in dieser ernsten Diskussionsatmosphäre zwischen den Kuturwelten wirkt läppisch, konstruiert. Wie das Söhnchen einer mächtigen Person, die ohne Berechtigung überall Eingang findet.

Ferge und Wehsal, welche sich an Settembrini und Castorp hängen, sind unterwürfige Deppen, zur Dekoration.
Frau Stöhr, welche immer alle Begriffe verwechselt, stellt eine nette Ausnahme dar: unterhaltsam und glaubhaft.

Dann ist da der Kaufmann Mynheer Peeperkorn, Madame Chauchats neuer Begleiter bei ihrer Rückkehr ins Sanatorium, ein kompletter Schwachkopf. Pathetisch versucht er in sinnleeren Reden, eine Art Herrschaft über die Patienten zu gewinnen. Man hätte Frau Chauchat eine andere Wahl zugetraut. Alles nur fürs Geld? Allzu billig oder kitschig.

Wie bereits erwähnt, ist es um so erstaunlicher, dass Thomas Mann mit diesen nicht günstig gezeichneten Figuren eine Stimmung, ja Spannung, über all die Seiten aufrecht zu erhalten vermag. Ich habe mich oft geärgert, jedoch nie gelangweilt. Gesamtbewertung somit schwierig ...
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15 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2007
Sicherlich gehört Gert Westphal zu den ausdrucksstärksten seiner Zunft.
Aber mit der Lesung des Zauberberges von Thomas Mann hat er sicherlich nicht einen seiner besten Momente abgeliefert.

Es fehlen viele Passagen des Buches - und da muß man sich fragen, was so etwas soll? Nach welchen Kriterien werden Abschnitte als lesenswert bzw. als überflüssig bewertet?
Wäre Herr Westphal Musiker gewesen, hätte er Bachs Goldberg Variationen nur teilweise gespielt - Variante 1 ja, Variante 2 überflüssig, Variante 3 bis 6 wird gespielt, Variante 7 aber nicht.

Hinzu kommen noch einige technische Ungereimtheiten. So bemerkt Thomas Mann, daß Hans Castorp das getrennte "st" spricht - im Gegensatz zu seinem Vetter. Dies findet vor der betreffenden Erwähnung im Buch in Westphals Lesung keinerlei Anwendung, und danach leider nur sehr unregelmäßig/inkonsequent.
Auch meine ich einige Unsauberkeiten in der Intonation bemerkt zu haben, die leider nicht korrigiert worden sind.

Alles in allem ein eher zweifelhaftes Vergnügen - halbgar, vielleicht.
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9 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Oktober 2006
Sicher, der Zauberberg ist mit Abstand Manns sprachgewaltigstes Werk, doch leider hält die Thematik dieser Gewalt nicht stand.

Wie auch im "Tod in Venedig" bleibt der Autor nur als Übervater und Professor dozierend distanziert zum Leser und zu seinen Figuren im Hintergrund, kalt beobachtend und mitleidslos (ver-)urteilend. Die Idee eine Gesamtschau der Wissenschaften, der Philosophie und des Zeitgeistes in Romanform zu verpacken, muss als gescheitert angesehen werden. Eine mehrbändige Abhandlung wäre der Thematik sicherlich zuträglicher gewesen.

Was bleibt ist Manns sprachliche Virtuosität und das Gefühl gleich Castorps 7 Jahre auf dem "Zauberberg" verbracht zu haben.
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6 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. August 2006
Es war schön sich dieses Buch vorzunehmen. Und es war auch schön es endlich durchgelesen zu haben. Ich kann lediglich zu der Ausdauer des Autoren mich positiv erklären. Aber ob mir diese sogenannte Geistesliteratur was gesagt hätte, war mir weniger ansprechend gewesen. Nun die Ausdauer von mir allein sich leere Seiten durchzunehmen war lehrreich für mich gewesen. Ein Spruch "Gut Ding will Weile haben" passt wohl zu diesem Buch. Und eigentlich hätte Thomas Mann auch eine andere Story nehmen können, die er in die Länge gezogen hätte. Dieses hätte bei dem Thema "Zeit" kein Unterschied getan. Im Großen und Ganzen ein sprachliches dickes Meisterwerk, was aber vom Inhalt her mir zu langweilig war. Langweilig, wie hin und wieder das Leben.
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3 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Oktober 2006
Dieses Buch ist ein Reprint der ersten Ausgabe dieses Werks aus dem Jahre 1924. Es gehört zu den ganz großen Werken der deutschen und der Welt-Literatur. Die Schönheit des Bandes erschließt sich, wenn man das Buch in Händen hält. Die Schönheit des Textes, in der Lektüre, die sich an Form und Design dieser Ausgabe in jedem Moment erfreut. So erging es mir, als ich dieses Buch erneut in die Hand nahm und darin las. Leider war ich darüber desillusioniert, dass die vermutlich in der damaligen Ausgabe im Buch enthaltenen Jugendstilelemente in dieser Ausgabe nicht eingepflegt worden sind. Der Buchblock wurde in der heute üblichen, eher nüchternen Form gebehalten. Leider bleibt dadurch der insgesamt positive Gesamteindruck, der sich eigentlich einstellen sollte, eher fragmentarisch. Dennoch, eine schöne Ausgabe.
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10 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Mai 2002
ich kann thomas manns buch als schlaflektüre für jedermann empfehlen. es geschah nämlich, dass ich in einem antiquariat in dem ich arbeitete alleine war und dummerweise dieses buch in die hände bekam, und dachte das sollte man doch lesen. leider fand ich es so langweilig, dass ich in dem bequemen lehnstuhl nach 20 seiten einschlief. ein kunde weckte mich dann, zum glück hatte er humor. lest doch lieber hoffmann, liebe leute, er geht mehr unter die haut.
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