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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Epochales Meisterwerk!
In diesem Buch zeigt sich ganz besonders, wie meisterhaft Thomas Mann mit der deutschen Sprache umgehen konnte. Stilistisch sind die "Buddenbrooks" ein Kunstwerk erster Güte, ein aus fadengeraden Sätzen, punktgenauen Beschreibungen, zielsicheren Dialogen, exakt gesetzten Motivwiederholungen gezimmertes Konstrukt, das über mehrere hundert Seiten hinweg eine...
Veröffentlicht am 18. Mai 2007 von chelita

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas schwierig zu lesen
Egal wessen Meinung eines Deutschlehrers ich eingeholt habe: Alle waren von dem Buch "Buddenbrooks" von Thomas Mann sehr begeistert. Durch den Film konnte ich mich auch schon im Vorhinein mit dem Inhalt des Werkes anfreunden und entschloss mich letzten Endes dazu, mir zusätzlich das Buch anzuschaffen und mich mit dem von der Leserschaft genial empfundenen Schreibstil...
Vor 23 Monaten von Editor veröffentlicht


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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lasst euch mitnehmen!, 18. Oktober 2003
Theoretisch handelt dieses Buch lediglich von mehreren Generationen einer Familie und deren persöhnlichen, wie geschäftlichen Glück- und Unglücksfällen. Theoretisch müsste sich ein Leser allein des Verhältnises "Inhalt zu Umfang" wegen langweilen. Zu diesem Schluss mögen all die Unwissenden kommen, die sich bisher haben abschrecken lassen von dahingeklatschten Inhaltsangaben und Aussagen solcher, die beispielsweise in der Schule eher unfreiwillig in den "Genuss" dieses Werkes kamen.
Die Wahrheit aber ist: Thomas Mann nimmt den Leser mit ins 19. Jahrhundert. Zeigt ihm auf einzigartige Weise Werte, Alltag, Sitten und Brisanz dieser Zeit. Ermöglicht den Einblick in eine Familie ohne auch nur andeutungsweise zu langweilen. Schnell fühlt man sich mit den buddenbrookschen Problemen, ja mit der buddenbrookschen Situation vertraut und verschmilzt mehr und mehr mit ihrer Geschichte - erlebt ihr Schicksal.
Obwohl mir die abschließende Wertung: ein großes Werk, leicht über die Lippen geht, kann ich mir die Warnung an all jene nicht verkneifen, die nicht gewillt sind, sich von Thomas Mann mitnehmen zu lassen: Dieses Buch braucht die richtige Einstellung und Erwartung!
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48 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jahrhundertroman!, 16. Oktober 2005
Zu Thomas Manns "Buddenbrooks" fallen mir - noch ganz unter dem rauschhaften Eindruck des Leseerlebnisses - wirklich nur Superlativen ein!
1901 entstand dieser Roman über den Verfall einer Lübecker Kaufmannsfamilie und auch wenn es heute kein Großbürgertum von diesem Ausmaß mehr gibt und die Welt der Senatoren und Konsuln untergegangen ist, ist dieser Roman von einer Lesbarkeit und Aktualität, die man heutzutage kaum mehr antrifft.
Darüber hinaus beschreibt Thomas Mann seine Figuren mit einer Liebe zum Detail und einer so sanften Ironie, dass den Leser immer wieder eine tiefe Freude erfasst!
Drei Generationen und die Zeit von 1835 bis 1877 umfasst dieser Roman und es kommt alles darin vor, was das Leben zu bieten hat:
Gewinner und Verlierer, Mutige und Verzagte, Glück und Unglück, Wohlstand und Aufstieg, Siechtum und Niedergang!
Die vielen Handlungsstränge und die Fülle der Figuren sind so perfekt komponiert, dass es den Leser stets bei der Stange hält.
Thomas Mann, dessen Werk ja derzeit eine Renaissance erfährt, ist zurecht einer der wichtigsten Schriftsteller des 20.Jahrhunderts, der auch heutigen Lesegenerationen viel zu sagen hat. Unfasslich bleibt mir zuletzt, dass er dieses Buch mit nur fünfundzwanzig Jahren schrieb: Ein Meisterwerk!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen etwas wacklig, 15. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Buddenbrooks: Verfall einer Familie (Gebundene Ausgabe)
Was gibt es über dieses Buch noch zu sagen? Diese Erzählkunst, die feine Ironie, der tiefe Hintersinn waren den Nobelpreis wahrlich wert.
Was ist also zu dieser speziellen Ausgabe zu sagen (und nur darauf bezieht sich das Folgende; das Buch selbst ist mit fünf Sternen nicht annähernd angemessen zu bewerten)? Der Leineneinband ist sehr schön, auch hervorzuheben, dass das Design von der ersten einbändigen Ausgabe übernommen wurde. Das Papier hat eine angenehme Farbe und Konsistenz, das Druckbild ist schön, Allerdings scheint die Bindung etwas lose zu sein. Nach einmaligem Lesen lassen sich die Buchdeckel bereits leicht gegeneinander verschieben. Ich vermute, dass nach mehrmaliger Lektüre "leichte Gebrauchsspuren" erkennbar sein werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine schöne und intensive Zeitreise!, 11. Mai 2007
Von 
H. Lietz (N.A.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Buddenbrooks (Audio CD)
Ich war ein wenig skeptisch wie man über 700 Seiten auf 7 CDs bekommt ohne den Handlungsstrang zu verlieren und den Zuhörer durch neue Personen zu verwirren. Das Ergebnis ist sehr gut gelungen. Die aufwendigen und authentischen Sprecher verleihen dem Hörspiel eine ungeheure Dichte und versetzen den 'Zuhörer' sehr plastisch 150 Jahre zurück. Vor allem die Dialoge sind eine Zeitreise, in eine Zeit, in der Sprache und sprachlicher Ausdruck geschätzt und gepflegt wurde. Gleichzeitig bringt es dem Zuhörer die Charaktere näher und verleiht eine Authentizität wie es ein Buch kaum vermitteln kann. Eine sehr lebhafte Familiengeschichte als ganz großes ,Kopfkino'.

Eine mehr als gelungene und aufwendige Produktion!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das putzt ganz ungemein...", 17. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Buddenbrooks: Verfall einer Familie (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt muss ja nicht mehr viel gesagt werden. Die Buddenbrooks könnten gut und gerne die Vorlage für die Drehbücher der Soaps dieser Welt sein:

Das Lieben und Leiden einer gut situierten Familie in Lübeck und ihr langsamer Untergang, eingebettet in ein Portrait deutscher Geschichte Mitte des 19. Jahrhunderts.

Viel wichtiger aber ist die Sprache und Hingabe mit der Thomas Mann seine Figuren zeichnet. Man taucht richtig ab in die Welt und die Ereignisse damals in Lübeck. Man kann sich regelrecht das Klappern der Pferdewagen auf dem Kopfsteinpflaster und das Rascheln der opulenten Kleider der Damen vorstellen. Man leidet und bangt, man lacht und weint mit den Figuren.

Und genau wie in einer Soap, kann man den nächsten Tag nicht erwarten, wenn man wieder das Buch zur Hand nimmt und lesen kann wie es weitergeht.
Und am Ende... Am Ende ist man traurig, dass es vorbei ist, und man hat den Wunsch Thomas Mann könnte noch eine Fortsetzung schreiben;-)

Für mich das schönste Buch, das ich je gelesen habe und ich bin schon sehr gespannt, auf die neue Verfilmung. Aber bisher konnte keine Verfilmung dem Roman auch nur annähernd das Wasser reichen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich greife nur eine Episode heraus, 28. Januar 2012
Ich möchte eine Episode herausgreifen, an der sich das Genie des Autors besonders gut erkennen läßt. Tony besucht ihren frustrierten Bruder Thomas, erzählt ihm von ihrer Freundin Armgard, deren Mann, von Spielschulden erdrückt, seine Ernte "auf dem Halm" verkaufen muß. Ein solches Geschäft ist eine etwas zwielichtige Sache, die in der Regel dem unter Druck stehenden Verkäufer einen miesen Preis und dem Käufer einen gewaltigen Profit beschert. Thomas lehnt zunächst entrüstet ab, gemäß dem Wahlspruch des Hauses: "Mein Sohn, sey mit Lust bey den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, daß wir bey Nacht ruhig schlafen können". In dem weiteren grandiosen Dialog zwischen den Geschwistern wird Thomas' Widerstand nach und nach immer schwächer und nach einer schlaflosen Nacht macht er doch das Geschäft. Das war im Mai. Als Anfang Juli die Firma Buddenbrook ihr hundertjähriges Jubiläum feiert, erwähnt Thomas'Frau Gerda ganz nebenbei, daß "das Barometer gefallen" sei (einem Genie wie Thomas Mann verzeihen wir eine solche Formulierung...), dann erfährt der Leser in einem Nebensatz etwas über den "noch blauen Himmel", eingestreut in die Schilderungen über die Feierlichkeiten fallen einige Worte über immer drückender werdende schwüle Hitze, dann die Beschreibung, wie Sonne und Schatten einander in schnellem Wechsel ablösen. Und dann das Telegramm und Thomas'Seufzer, daß der Hagel doch wohl nicht so schlimm gewesen sein kann. Während er eigentlich ganz ausführlich die Feierlichkeiten des Firmenjubiläums und die Befindlichkeiten der Familienmitglieder schildert und ohne die Katastrophe, die Vernichtung der "auf dem Halm" gekauften Ernte, auch nur mit einem einzigen Wort zu erwähnen, führt der Autor den atemlosen Leser in Nebensätzen und eingestreuten Bemerkungen genau auf diesen Höhepunkt hin. Einfach großartig.
Daß Thomas Mann auch eine gehörige Portion Humor besaß, beweist er gegen Ende des Romans mit der Schilderung eines Schultages Hanno Buddenbrooks und der Beschreibung dessen Lehrer und Mitschüler. Abgesehen davon, daß die Figuren lebendig und unverwechselbar vor meinem geistigen Auge standen, sind die Schilderungen derartig humorvoll und komisch und auf den Punkt gebracht, daß ich mehrmals schallend gelacht habe.
Die Buddenbrooks sind für mich ein Höhepunkt der Weltliteratur, wie es nur ganz wenige gibt...
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nobelpreis zu Recht verdient., 27. Juli 2007
Ende der siebziger Jahre habe ich Ausschnitte aus dem Dreiteiler "Buddenbrooks" gesehen. Mit 12 Jahren konnte ich damit natürlich noch nichts anfangen, aber es blieb immer im Hinterkopf. Ende der 9. Klasse bekamen wir eine Liste mit Büchern, die wir im Laufe des Schuljahres lesen sollten. Von einigen war noch eine Inhaltsangabe zu schreiben, die wir allerdings nie wiedergesehen haben. Auch wurde über die Bücher nicht gesprochen. Eines davon war "Tonio Kröger". Danach habe ich mich nicht mehr an die Werke Thomas Manns herangetraut. Vor zwei Jahren hatte ich das Glück, Armin Mueller-Stahl mit seiner Lesung "Rollenspiel" zu hören, einem Tagebuch zu dem Dreiteiler "Die Manns". Danach wurde er auch noch im Fernsehen wiederholt. Dieser, Dreiteiler hat mich dann wieder neugierig gemacht. Mein erstes Buch von Thomas Mann nach langer Zeit waren nun "Buddenbrooks". Im Urlaub habe ich fast jede freie Minute damit verbracht. Langweilig wurde es nie. Beim Lesen war ich doch froh, nicht im 19. Jahrhundert gelebt zu haben. Man sieht jede Person vor sich: Die alten Buddenbrooks, die noch sehr tatkräftig waren. Jean und Elisabeth, die beide sehr frömmelnd waren. Die ungleichen Brüder Christian und Thomas. Die aufstrebenden Hagenströms (auch noch katholisch!). Die unnahbare Gerda. Die naive Tony, die man eigentlich nur bedauern konnte. Beide Ehen waren arrangiert. Nach dem Scheitern der ersten Ehe bemüht sich sich, diesen Makel, durch eine zweite Heirat wieder auszumerzen. Ihr erster Mann Bendix Grünlich ist durch und durch falsch. Ein Rätsel, wie Jean auf ihn hereinfallen konnte. Das wäre dem alten Johann Buddenbrook mit Sicherheit nicht passiert. Auch der zweite Ehemann will nur an die Mitgift, um ein Leben zwischen Wohnung und Hofbräuhaus zu führen. Ihrer Tochter geht es später in ihrer Ehe mit Weinschenk genauso. Alles nur, um die Fassade zu wahren. Wenn man Tony hätte etwas lernen lassen, hätte sie vielleicht gemerkt, was um sie herum geschieht. Es gibt aber noch einen dritten Mitgiftjäger, der eine ebensolche Witzfigur ist: Pastor Tiburtius, der Tonys Schwester Clara heiratet. Beim Lesen und auch in den Verfilmungen springt ihm die Geldgier förmlich aus den Augen. Auch die drei unverheirateten Schwestern Buddenbrook sind einfach herrlich. Beim Lesen der Stellen über Hanno musste ich doch mit den Tränen kämpfen. Kurzum, dieses Buch ist einfach großartig geschrieben. Den Nobelpreis hat Thomas Mann dafür zu Recht bekommen, auch wenn die Lübecker verständlicherweise nicht begeistert davon waren, sich darin wiederzufinden. Es ist noch genauso aktuell wie damals. Für leichte Unterhaltung eignet es sich nicht, und ich war froh, in der Schule als Wahlpflichtfach französisch gewählt zu haben. Hilfreich ist, sich ein Glossar anzulegen, da Thomas Mann bekanntlich mit Fremdwörtern nicht gerade sparsam umgeht. Auch Interesse an Geschichte ist von Vorteil. Man lernt einiges über die Revolutionsjahre 1848/49. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Literaturfreund. Die Länge und die Schreibweise sollten einen nicht schrecken.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literaturästhetik am Verfall einer Familie, 7. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Buddenbrooks (Broschiert)
Wie anmaßend, einen Thomas Mann Roman rezensieren zu wollen! Und dann noch die "Buddenbrooks". Folglich sollen hier zu diesem phantastischen Stück Literatur nur ein paar Gedanken und Eindrücke nebst einer kleinen Idee des Inhalts erwähnt sein. Als "Verfall einer Familie" unterschreibt Thomas Mann den Titel dieses Romans. Es ist die wenig verschlüsselte Geschichte seiner eigenen Familie und derer Geschicke im Mantel der Patrizier- und Kaufmannsfamilie Buddenbrook in der Hansestadt Lübeck beginnend um 1830 bis hinein ins zwanzigste Jahrhundert. Rainer Maria Rilke bezeichnete die "Buddenbrooks" als einen Akt der Ehrfurcht des Schriftstellers Mann vor dem Leben, welches gut und gerecht ist, indem es geschieht. Dieses erzählt Thomas Mann mit seinen Höhen und Tiefen, in seinen kleinsten Details und größten Verstrickungen. Ein Teil der Familie glaubt der Leser zu sein oder wenigstens einen kompletten Einblick in den Familiensitz samt seiner Bewohner, über Jahre und Jahrzehnte hinweg, zu haben, so genau, mit soviel Akribie und Liebe zur Sprache und den Charakteren erzählt Mann die Episoden, die ein Ganzes werden. Die Wandel der Zeiten werden vor dem Leserauge lebendig, jeder Absatz ist ein Genuß von geistiger Ästhetik und der Schönheit der Sprache. Es ist kein modernes Buch, kein fesselnder, spannender Plot versucht den Leser zu gewinnen. Vielmehr ist es das Leben dieser einen Familie, vor dem der Leser mit Rilke und Mann in seinem einfachen Verlauf, in seinem schlichten Geschehen Ehrfurcht bekommt - und Hochachtung für die literarische Umsetzung durch Thomas Mann. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großbürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, 2. Februar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Buddenbrooks: Verfall einer Familie (Gebundene Ausgabe)
Warum sollte man die Buddenbrooks von Thomas Mann lesen? Das Erstlingswerk eines Schriftstellers, der zu langen Schachtelsätzen und langatmigen Personenbeschreibungen neigt?

Diese Antwort fällt mir nicht schwer und es gibt aus meiner Perspektive 3 Gründe für dieses Buch:
1. Es stellt mit seiner Handlung ein Jahnhundert (das 19.) aus der Sicht des Besitzbürgertums so genau dar, dass man für die Zeit des Romanlesens glaubt die damaligen Gepflogenheiten besser zu kennen, als die heutigen.
2. Weil die Sprache Thomas Manns sehr genial ist. Er schreibt Sätze über eine halbe Seite und dem Leser fällt dies kaum auf, geschweige denn, dass ihn diese verwirren könnten. Lange Sätze, die die Kunst haben leicht versändlich zu sein, haben Seltenheitswert.
Die Sprache ist mit einer leichten Ironie und einem Hang zur Situationkomik geschrieben, die mir gefällt und mich dazu brachte das Buch mehrere Male vor Lachen wegzulegen.
3. Weil dieses Buch, obwohl es lieber die Äußerlichkeite als die Innerlichkeiten aufzählt, so scharf gezeichnete Charaktere aufeinander prallen lässt, dass es eine wahre Freude ist sich in diese Personen hineinzudenken, auch wenn man sich direkt mit keiner dieser Figuren identifizieren kann.

Warum ich trotzdem nur 4 sterne vergebe? Eben weil mich die langen Beschreibungspassagen an manchen Stellen angeödet haben (mich persönlich interessieren psychische Vorgänge mehr) und ich keinen Charakter fand, mit dem ich mich identifizieren konnte.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verfall einer Familie, 22. März 2007
Lübeck, Handel und Familiendynastien. Die drei großen Pfeiler, auf die Thomas Mann seine "Buddenbrooks" baute. Bekannt für seine endlos langen Schachtelsätze hält sich Mann hier im Stil wohltuend knapp (jedenfalls im Vergleich zu manch anderem Werk). Manchmal ist der Stil trotzdem etwas schwer (weil ziemlich gestelzt) zu lesen. Deswegen gibt es einen Punkt Abzug. Mag die Geschichte auch relativ alltäglich sein - der Blickpunkt ist es nicht. Mann zeigt hier auf, wie eine reiche, angesehene Familie von Generation zu Generation immer mehr verweichlicht, von den eigenen Prinzipien abkommt und schließlich vor die Hunde geht. Und Mann berichtet davon wie ein eiskalter Beobachter, der gerade eine Fruchtfliege seziert. Er bleibt gleich emotionslos - egal, ob er gerade einen Raum oder einen Tod beschreibt. Und das ist wirklich ein genial gnadenloser Blickwinkel. Da seziert man doch gerne literarisch!
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Buddenbrooks: Verfall einer Familie
Buddenbrooks: Verfall einer Familie von Thomas Mann (Gebundene Ausgabe - 1. Oktober 1997)
EUR 14,00
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