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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Lübeck Thomas Manns, 9. März 2009
Von 
Jan Schneidereit (Bad Oeynhausen, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Welt der Buddenbrooks (Gebundene Ausgabe)
Zeitlich nahe zur Breloer-Verfilmung wurde vor ein paar Tagen das Buch "Die Welt der Buddenbrooks" von Hans Wisskirchen veröffentlicht.
Gerade für Kenner des Romans eine höchst willkommene Sekundärlektüre. Die Autoren, Literaturwissenschaftler, Historiker, Lübeck-Kenner geben unzählige nützliche Hintergrundinformationen zum Lübeck des 19. Jahrhunderts, zu Personen, geschichtlichen Ereignissen, politisch-sozialen Entwicklungen und dgl. mehr.

Eingeleitet mit Ausführungen über Thomas Mann und Lübeck, über die Reifung des Künstlers Thomas Mann wird der artifizielle Charakter des Romans deutlich gemacht.

Im zweiten Teil, verfasst von Manfred Eickhölter, geht es um einige Romanpassagen und ihre Deutung vor dem Hintergrund des Kenntnisstandes eines Lübecker Lesers des Jahres 1905. Der Autor verfügt offenkundig über ein fundiertes Wissen zur Entwicklung der Stadt Lübeck im 19. Jahrhundert, das er immer wieder direkt auf Romanpassagen bezieht, und er kommt zu hochinteressanten, manchmal verblüffenden Schlüssen. Etwa dem, Johann Buddenbrook als "rücksichtslosen, brutalen Aufsteiger" zu charakterisieren ...

Die Lektüre kann ich wärmstens jedem "Buddenbrook"-Freund empfehlen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen." ( Thomas Mann), 28. November 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Welt der Buddenbrooks (Gebundene Ausgabe)
Hans Wisskirchen ist der Präsident der Thomas-Mann-Gesellschaft und Honorarprofessor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität zu Lübeck. Gemeinsam mit der Literaturwissenschaftlerin Britta Dittmann und dem Literaturwissenschaftler Manfred Eickhölter hat er einen gedanklichen Spaziergang durch die Welt Buddenbrooks unternommen, an dem die Leser dieses Buches rege Anteil nehmen dürfen.

Im Beitrag von Hans Wisskirchen erfährt man Näheres über Thomas Mann, die Stadt Lübeck und den Roman " Die Buddenbrooks ". Manfred Eickhölter betrachtet textlich die Stadt Lübeck im Roman " Buddenbrooks " und Thomas Manns Bezüge zu dieser Stadt, lange nachdem er Lübeck verlassen hatte. Britta Dittmann schließlich fokkusiert das Buddenbrookhaus.

Thomas Mann wurde am 6.6.1875 in Lübeck geboren und verstarb am 12.8.1955 in Kilchberg bei Zürich. Er entstammte aus einem alten Patriziergeschlecht. Sein Vater war Senator der Freien Hansestadt, seine Mutter brasilianischer Herkunft. Er besuchte das Katharineum bis zur Obersekunda und verließ mit der Mittleren Reife nach dem Tode seines Vaters 1892 die " Anstalt ". 1893 siedelte die Familie nach München über. Dort volontierte Thomas Mann bei einer Versicherungsgesellschaft, wurde 1899 Mitarbeiter des " Simplicissismus " und erlangte 1901 mit " Buddenbrooks " Berühmtheit. 1905 heiratete er Katja Pringsheim, Tochter eines Münchner Professors. Der erste Weltkrieg führt zum Zerwürfnis der Brüder Heinrich und Thomas Mann: Er bewirkte eine zunehmende Politisierung des " Unpolitischen ". 1929 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Die Machtergreifung Hitlers zwang Thomas Mann 1933 in die Schweizer Emigration. 1939 nahm es eine Gastprofessur an der Princeton University (USA) an, lebte fortan in Pacific Palisades (Kalifornien) und wurde 1944 amerikanischer Staatsbürger. Nach dem Krieg zog er erneut nach Kilchberg bei Zürich.

Das Buch macht deutlich , dass in Manns Schaffen die Spannung zwischen Kunst und Geist im Mittelpunkt stand und zwar in den Erscheinungsformen der Krankheit und Lebensuntüchtigkeit aus Überfeinerung auf der einen und tatkräftigem, lebensvollen Bürgertum auf der anderen Seite. Mit großem stilistisches Können zeichnet er sensible, nervöse Künstlernaturen oder mehr dem kunstvollen Schein als dem wirklichen Sein verhaftete Menschen, die aus sich notwendigerweise gezwungen sind, als Außenseiter und einsam Betrachtende zu leben. Er erweitere die Aussagemöglichkeiten des Romans mit den Mitteln der Ironie, der ironischen Brechung, der Selbstparodie des Romans, neuer Formen der Zeitbehandlung und der kunstvollen Verwendung symbolischer Zeitmotive.

Sehr interessant liest sich die textliche Erhellung des biographischen Hintergrunds von Thomas Mann und die Rückblicke auf die Stadtgeschichte Lübecks. Der Roman " Die Buddenbrooks " zeigt inhaltlich die Verbundenheit Thomas Manns mit seiner Geburtsstadt, wie Manfred Eickhölter sehr gut darzustellen weiß.
Wer sich mit der Geschichte des Buddenbrookhauses vertraut machen möchte, hat Gelegenheit dies aufgrund des Beitrags von Britta Dittmann zu tun. Dieses Haus gehörte einst der Familie Mann. Heute ist dort das Heinrich- und Thomas- Mann- Zentrum untergebracht. Es finden Lesungen, Tagungen und Workshops statt, die sich nicht nur mit den beiden Schriftstellern, sondern mit der gesamten Familie Mann befassen.

Über die Verfilmungen der Buddenbrooks u .a .m . wird zum Ende des Buches berichtet und es wird mit ausgesuchtem Bildmaterial dem Leser ein guter visueller Eindruck verschafft.

Ich habe " Die Buddenbrooks " vor vielen Jahren mit Begeisterung gelesen und bin jetzt schon sehr neugierig auf die Verfilmung Heinrich Breloers, derer man sich Ende Dezember im Kino erfreuen darf.

Empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt der Buddenbrooks - Ein Lübsches Bilderbuch, 31. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Welt der Buddenbrooks (Gebundene Ausgabe)
Wer nach oder während der Lektüre der "Buddenbrooks" Hintergründe zu diesem Magnum Opus Thomas Manns sucht, kann entweder selbst nach Lübeck ins Buddenbrook-Haus reisen oder sich alternativ dieses Buch anschaffen. Die ausgewiesenen Mann-Experten Hans Wisskirchen, Britta Dittmann und Manfred Eickhölter, allesamt an Geschichte und Gegenwart des Buddenbrook-Hauses beteiligt, geben in vier Kapiteln Einblick ins Thomas Manns Biographie, seine Beziehung zu Lübeck und wie seine Vaterstadt Eingang in sein Werk gefunden hat, die Geschichte des schon erwähnten Buddenbrook-Hauses und die Rezeptionsgeschichte der Familiensaga (u.a. eine Beschreibung sämtlicher Verfilmungen bis auf die aktuelle von 2008 und des Theaterstücks).

Sprachlich ist das Buch einfach und allgemeinverständlich, aber nicht niveaulos verfasst. Der Leser erhält viele Informationen, die ihm helfen, die Buddenbrooks und ihre Beziehung zu Lübeck besser nachzuvollziehen. Was dieses Buch jedoch absolut lesenwert macht, ist vor allem die große Vielzahl von Abbildungen. Nahezu jede Seite ist im oberen Drittel ist mit alten Stichen der Hansestadt Lübeck bzw. Travemündes, Fotographien der Familie Mann oder Illustrationen der beiden Buddenbrook-Ausgaben von S.O. Sørensen (1953) sowie P.Rosié (1974) versehen. Diese Bilderfülle erhöht den Lesegenuss sehr und vermag auch, für gewisse Redundanzen im Text zu versöhnen. So wird beispielsweise an sehr vielen Stellen die Theorie wiederholt, Thomas Mann habe im ersten Teil des Romans (erste und zweite Generation der Buddenbrooks um Johann d.Ä. und Jean) das historische Lübeck geschildert, nach der Revolution von 1848 jedoch die Zeit literarisch eingefroren. Diese Hypothese wird zwar mehr oder weniger glaubhaft untermauert, es ist meiner Meinung nach jedoch ein wenig übertrieben, sie im Vierseitentakt zu wiederholen.

Trotz der leichten, aber nicht so gravierenden Schwächen im Text lohnt das Buch allein schon durch seine Bebilderung den Kauf. Eines ist dieses Buch jedoch nicht: eine Interpretation des Romans. Zwar wird der Inhalt auf ca. 10 Seiten in Kürzestform zusammengefasst und ein paar verstreute Deutungshinweise werden gegeben, aber ein "Lektüreschlüssel" kann und soll es nicht sein. Empfehlenswert daher nicht so sehr für die Schule und nur bedingt für das Studium (eher populärwissenschaftlich), aber auf alle Fälle für jene, die schon durch die Lektüre des Romans selbst von der "Welt der Buddenbrooks" inmitten der hanseatischen Herrlichkeit Lübecks fasziniert sind, ein Muss!
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4.0 von 5 Sternen das buch zum buch zum film, 1. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Welt der Buddenbrooks (Gebundene Ausgabe)
im vorfeld der jüngsten "buddenbrooks"-verfilmung erschien dieses buch. der bisher unwissende erfährt darin, was es mit dieser deutschen familiengeschichte auf sich hat, aber auch für den schon in t.m.-literatur bewanderten gibt es neues zu erfahren, jedenfalls ging es mir so.
die autoren, allesamt literaturwissenschaftler und beruflich verbunden mit dem lübecker buddenbrook-haus sowie mit den brüdern mann, geben einen gut verständlichen und lesbaren überblick über das buch "buddenbrooks", seinen verfasser und dessen verhältnis zu der romanhandlung. es gibt auskünfte über die stadt lübeck und was es mit dem buch, dem verfasser und dieser stadt gemein hat. hinweise zur entwicklung des historischen lübeck und der lübischen kaufmannschaft werden ausführlich gegeben, verbunden mit möglichen vorbildern für figuren im mann'schen roman. der verquickung zwischen fiktion und realität wird auf verschiedenen gebieten nachgegangen.
ein kapitel widmet sich ausführlich dem lübecker buddenbrook-haus, seiner geschichte und gegenwart (als museumsstätte für th. und h. mann). zuletzt gehen die autoren auf die nachwirkung des werkes bis heute ein- verfilmungen werden vorgestellt und bewertet, theateraufführungen, illustrationen und comic- fassungen beschrieben. außerdem wird versucht, auf mögliche "enkel" der buddenbrooks hinzuweisen, auf nachfolger im versuch, familienromane zu schreiben. diese auswahl ist sicher recht subjektiv und meines erachtens entbehrlich.
erwähnenswert noch, dass ich auf 249 seiten 325 bilder gezählt habe. meines erachtens lohnt sich der kauf auch schon wegen der ausgesprochen großzügigen illustration.
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Die Welt der Buddenbrooks
Die Welt der Buddenbrooks von Hans Wißkirchen (Gebundene Ausgabe - 4. November 2008)
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