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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konstruiert? Ja aber gewollt und vor allem gekonnt.
Der einzige Vorwurf, den sich Markus Werner mit seinem Buch "Am Hang" zuweilen ausgesetzt sieht, ist der, dass die Handlung doch arg konstruiert wirkt.
Ich persönlich, sehe darin keine Schwachstelle des Buches, sondern vielmehr ein Muss.
Die zwei Hauptcharaktere Loos und Clarin treffen am Pfingstwochenende im Tessin in einem Hotel aufeinander, als Clarin...
Am 15. Juli 2005 veröffentlicht

versus
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Literatur
Markus Werner ist mir mit seinen großen Romanen wie „Festland", „Zündels Abgang" etc. in bester Erinnerung. Umso größer die Freude, dass der genannte Autor nach längerer Schreibpause mit „Am Hang" einen neuen Roman vorlegt. Auch Elke Heidenreich hat in ihrer Sendung „Lesen!" dieses Ereignis entsprechend gewürdigt und...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2004 von F. Martin


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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konstruiert? Ja aber gewollt und vor allem gekonnt., 15. Juli 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der einzige Vorwurf, den sich Markus Werner mit seinem Buch "Am Hang" zuweilen ausgesetzt sieht, ist der, dass die Handlung doch arg konstruiert wirkt.
Ich persönlich, sehe darin keine Schwachstelle des Buches, sondern vielmehr ein Muss.
Die zwei Hauptcharaktere Loos und Clarin treffen am Pfingstwochenende im Tessin in einem Hotel aufeinander, als Clarin einen freien Platz - auf der ansonsten hoffnungslos überfüllten Terasse des Hotels - sucht. Durch dieses scheinbar zufällige Aufeinandertreffen geraten beide ins Gespräch. Clarin, der junge, erfolgreiche Hedonist, trifft hier quasi auf seinen Gegenpol, den enttäuschten Linken Loos, der, vereinfacht dargestellt, das Grundkonzept seiner Überzeugung jedoch vehement verteidigt. Schon die Figuren, die hier aufeinandertreffen, wirken auf seltsame Weise konstruiert. Sie bilden lediglich das Transportmittel, für das, was Werner zweifelsohne mit seinem Buch gelungen ist: Eine brilliante Abbildung zweier grundverschiedener Lebenseinstellungen, die sich in einer ständig zuspitzenden Dialogsituation befinden. Es dreht sich um Moral, Lebenseinstellungen und die Konsequenzen, die sich aus gewissen Lebenseinstellungen ergeben. Alle Figuren und die ganze Umgebung bilden hier lediglich das statische Gerüst, die Bühne mit der die ganz im Zentrum stehenden Dialoge hervortreten können.
Für mich liegt die großartige Pointe des Buches nicht im Ende, das für den aufmerksamen Leser wirklich nicht überraschend kommt. Vielmehr wird durch das Ende wieder ein perfektes Gleichgewicht zwischen Clarin und Loos hergestellt, da Loos' Dominanz innerhalb der Dialoge relativiert wird. Denn die besitzt Loos zweifelsohne; immer eine scharfe Bemerkung, immer eine Pointe mehr im Ärmel, dominiert er Clarin auf recht elegante Art.
Durch das Ende gewinnt, Werners Buch somit ein Gleichgewicht, eine Anregung zum Nachdenken, die vor allem auch handwerklich Ihresgleichen sucht. Er vermeidet vor allem durch seine schriftstellerische Klasse, dass das Buch den Hauch von Zeigefingermoral bekommt. Das Konstruierte ist dafür aber unentbehrlich.
Wer den scharfen Dialog liebt, den plötzlichen Übergang vom Seichten zum Scharfen, der ist bei Werner richtig aufgehoben. Jeder, dem die bedingungslose Unterordnung der Umgebung und der Figuren, so gut sie auch gemacht sei, wiederstrebt und der sich eher ganzheitliche Darstellungen von Moral und Lebenseinstellungen wünscht, der sei unter anderem auf Hesse verwiesen (von Markus Werner in seinem Buch übrigens selber mit einem Augenzwinkern empfohlen).
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34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weil selten etwas so ist, wie es scheint!, 3. August 2004
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Gebundene Ausgabe)
Kann Hass eine Vorbedingung von Liebe sein? Diese und viele andere Fragen werden an einem Tisch in einem Restaurant im Tessin zwei Abende lang erörtert. Begegnet sind sich dort, offenbar rein zufällig, Thomas Clarin, ein junger Scheidungsanwalt und Thomas Loos, ein in die Jahre gekommener Altphilologe. Die beiden Herren führen einen hochinteressanten Dialog, der eine Vielzahl alltagsphilosophischer Problemkreise berührt. Vorrangiges Gesprächsthema allerdings sind Reflexionen über die Ehe, die Liebe, Seitensprünge, Verlassenheit und Tod. Die beiden Tischpartner vertreten in diversen Punkten sehr gegensätzliche Ansichten. Dies hängt nicht zuletzt mit den unterschiedlichen Lebenserfahrungen, über welche die Protagonisten immer wieder berichten, zusammen. Während der offenkundig verwitwete Altphilologe das Hohelied der Minne anstimmt und die Achtung, damit wohl auch das bedingungslose Ja dem Du gegenüber, in den Vordergrund einer Beziehung stellt, ist Clarin von dererlei Vorstellungen überfordert. Er bevorzugt stattdessen lockere Beziehungen ohne Gefühlstiefe, ohne großes Engagement. Auf solche Weise, glaubt er, könne man Tragödien verhindern. Wie sich die beiden Standpunkte zueinander verhalten, was diese beiden gebildeten Herren umtreibt und möglicherweise verbindet, erschließt sich erst ganz allmählich auf den letzten Seiten dieses Buches.
Für den neugierigen Leser nur so viel: Einer der Schlüsselsätze dieses klugen, gleichwohl auch spannenden Romans ist meines Erachtens folgender: " Wenn Du einen Riesen siehst, so frage dich zuerst, ob es sich um den Schatten eines Zwerges handelt." Gewollte Maskarade, Vermummungskunst und schließlich Enttarnung sind die eingesetzten Mittel dieses wunderbaren Autoren, um zu zeigen, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt und selten etwas so ist , wie es scheint.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sprachliches und inhaltliches Vergnügen, 17. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Taschenbuch)
Eine brillante Verwebung verwirrender Puzzlestücke, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter zu vermischen scheinen, und schlicht grossartiger Zwiegespräche, die zu lesen oder zu hören (ich hatte das Hörbuch) eine reine Freude sind. Beide Charaktere - der undurchschaubare Loos, der um seine verlorene Frau trauert, und der ewige Junggeselle Clarin - diskutieren über das Leben, die Zeit, die Liebe - und eben auch über ihr eigenes Leben, ihre Wünsche, ihre Ansichten, und ihre Lieben und Geliebten, und das so unterhaltsam wie sprachlich wundervoll. Die zunehmend verwirrende Verknüpfung beider Leben, die schlussendlich nicht eindeutig zu klären ist, ist ein genialer Dreh des Autors - aber was mich wirklich an diesem Buch begeistert hat, sind die Unterhaltungen der beiden Männer. Präzise, wahr, auf den Punkt formuliert - grossartig!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer sich gut verborgen hat, hat gut gelebt, 4. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Gebundene Ausgabe)
Diese Sentenz Ovids ist das Motto des Herrn, der sich dem Scheidungsanwalt Thomas Clarin auf der Terrasse eines Tessiner Restaurants als Thomas Loos vorstellt. So heißt er nicht, wie sich später zeigt. Der Name ist ein Wortspiel, eine verkappte Drohung. Thomas' Los will er sein, Schicksal spielen für Clarin. Zunächst tauschen die beiden sich nur über ihre Lebenshaltungen aus, deren Gegensatz vor allem beim Thema Ehe greifbar wird. Loos (bleiben wir bei diesem Namen) war 12 Jahre lang verheiratet, vor einem Jahr hat er seine Frau verloren, wie er sagt. Die Ehe war ihm das eins und alles, die Substanz seines Lebens. Dem Zynismus des Bindungsverächters Clarin, der meint, die Stufenleiter der Ehe führe vom Begehren über das Mögen über Gewöhnung zur Abneigung und schließlich zum Haß, setzt er die These entgegen, wirklich lieben könne man nur, was man einmal gehaßt habe.
Mehr und mehr beginnen dann die Gespräche der beiden die allgemeine Ebene zu verlassen und ins Biographische zu wechseln. Loos erzählt von seiner Frau, ihren Vorlieben und Abneigungen, kleinen Gesten und Eigenheiten, Clarin von Valerie, seiner letzten Beziehung, einer verheirateten Frau, deren Mann er nie kennengelernt hat. Er hat sie hier im Tessin verlassen, wo sie sich zur Kur in eben dem Hotel aufhielt, in dem auch Loos' Frau wohnte. Damit beginnen sich, untergründig und vage zunächst, die Lebensgeschichten beider Männer zu verschlingen. Als Clarin schließlich erkennt, wie sehr Loos' Schicksal mit seinem Leben und seiner Haltung verbunden ist, ist es zu spät: er hat bereits zuviel preisgegeben. In der Tat, Loos hat sich gut verborgen. Zu gut, soweit es den vertrauensseligen, extravertierten Clarin betrifft.
Mit "Am Hang" ist Markus Werner ein präzise geschriebener, spannender kleiner Roman gelungen, der den Leser in Atem hält und, wie jede gute Geschichte, am Ende auf angenehme Weise beunruhigt. Der einzige Wermutstropfen (und deshalb nur 4 Sterne): die Pointe, auf die hin erzählt wird, schimmert zu früh durch.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Encore une fois!, 29. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Taschenbuch)
Elke Heidenreich hat nicht immer Recht, in diesem Fall aber schon: Wenn Sie dieses Buch zu Ende gelesen haben, werden Sie es sofort nochmals lesen, zumindest die ersten Kapitel. Das Buch fängt langsam an, was soll's, mag man anfangs denken, liest aber gerne weiter, weil Werners wunderbare Sprache einen magischen Sog entwickelt, die Geschichte verdichtet sich immer mehr, man glaubt die Lösung zu ahnen, kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil man endlich seinen Verdacht bestätigt finden will... und alles ist anders.
Glücklich, wer die Lektüre dieses zauberhaften Buches noch vor sich hat!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert, 15. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Taschenbuch)
Allein die Sprache in Markus Werners Roman reißt den Litearturbegeisterten schon mit. Markus Werner ist Schweizer und schreibt so ganz anders, als ich das von anderen Autoren gewöhnt bin. Die häufige Verwendung der indirekten Rede macht seinen unnachahmlichen Erzählstil aus und doch ist man mitgerissen.

Schon am Anfang des Romans zieht er Resumée, wagt einen Rückblick auf die Geschehnisse, die den Protagonisten mit vielen offenen Fragen zurück lassen. Und dennoch zieht sich durch die Handlung eine Spannung, der zumindest ich mich nicht entziehen konnte, obwohl es sich um das scheinbar zufällige Zusammentreffen zweier Männer handelt, die ins Gespräch kommen. Die Ungeduld des Einen ist teilweise ebenso unverständlich wie die Gleichgültigkeit und partielle Verwirrung des Anderen.

Aber wie das bei guten Büchern so ist, macht man sich als Leser im Verlauf der Lektüre seine Gedanken und betrachtet das Erzählte mit fortschreitendem Lesen als Ganzes. Als ich das Buch ausgelesen hatte, habe ich gleich nochmal den Anfang gelesen - eine vom Autor wohl bewusst inszenierte Technik.

Meine Empfehlung für heute!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillantes Kammerspiel, 7. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine faszinierende Erzählung mit novellistischen Zügen, welche sich aus der Masse der literarischen Neuerscheinungen wohltuend hervorhebt. Die uralte, aber stets emotial attraktive Thematik "Treue und Verrat", "Beziehung und Betrug", "hedonistische Oberflächlichkeit und hingabevolle Bindung" wird dialektisch in Form eines reizvollen Vexierspieles ausgelotet. Was wissen die jeweiligen Liebespartner voneinander und was bleibt ihnen aufgrund ihrer Ignoranz, ihres naiven Vertrauens oder ihrer Einfühllosigkeit voreinander verborgen... Die beiden männlichen Protagonisten ergänzen in einem über zwei Nächte sich hinziehenden Gespräch bewusst und unbewusst ihre gegenseitigen Defizite und gelangen jeder für sich zu einer anderen Wahrheit, die beide aus dem Lot wirft. Alles ist stimmig an diesem brillanten Kammerspiel: Inhalt, Form, Sprache...auch die - wenn auch teilweise schwadronierenden philosophischen Exkurse, auch der trockene Schweizer Humor und nicht zuletzt die gelungenen Dialoge. Dieses Werk ist eine Bereicherung der neueren deutschsprachigen Literatur.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Novelle..., 25. Februar 2006
Von 
Alexandra Egli (Frankfurt/M.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Taschenbuch)
...ein kleines literarisches Meisterstück, das so ungezwungen leicht beginnt und sich langsam aber stetig zu einer bedrohlichen schwarzen Wolke verdichtet. Da sitzen zwei Männer durch Zufall am gleichen Tisch eines Hotelrestaurants im schweizer Tessin und beginnen ein Gespräch, dessen Inhalt mehr und mehr die persönlichen Ansichten und Lebensmodelle der beiden offenbart. Der jüngere, Clarin, ein oberflächlicher, sorgloser leichter Charakter, fühlt sich von Stunde zu Stunde mehr angezogen von Loos, einem depressiven, schwermütigen und dunklen Menschen. Was diese Anziehung, aber auch stetig wiederkehrende Ablehnung des Anderen ausmacht, kann Clarin nicht in Worte fassen, doch die Neugierde treibt den Anwalt am nächsten Tag erneut in das Restaurant um das Gespräch mit dem Altphilologen fortzusetzen. Dass die beiden in Wahrheit nicht zufällig an einem Tisch sitzen, wird dem Leser schnell klar, denn wie so oft im Leben, ist nichts wie es scheint; und so betrachtet man als Außenstehender gebannt, die Entwicklung der Geschichte um zu erfahren, wie gefährlich eng die beiden "fremden" Männer doch miteinander verbunden sind.
"Am Hang" - wunderbar unterhaltsam erzählt von einem großartigen Schriftsteller.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr schön !, 5. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Taschenbuch)
Um es mal lax auszudrücken...der Typ kann echt schreiben !

"Am Hang" ist eines der leider seltenen Bücher, die es schaffen, einen durch seine warme, sanfte Sprache, von der ersten Seite an in seine Bann zu ziehen.

Dem Autor gelingt es, seine Einsichten über die Geheimnisse des Lebens in eine spannende Geschichte einzuflechten, ohne den Leser mit abstrakten Theorien zu langweilen.

Für laue Sommerabende, eine geradezu ideale Lektüre.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Literatur, 10. Dezember 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Am Hang: Roman (Gebundene Ausgabe)
Markus Werner ist mir mit seinen großen Romanen wie „Festland", „Zündels Abgang" etc. in bester Erinnerung. Umso größer die Freude, dass der genannte Autor nach längerer Schreibpause mit „Am Hang" einen neuen Roman vorlegt. Auch Elke Heidenreich hat in ihrer Sendung „Lesen!" dieses Ereignis entsprechend gewürdigt und damit das Buch tatsächlich wieder auf alle prominente Bestsellerlisten platziert. Kurzum: An Markus Werner kam der geneigte Leser im Bücherherbst 2004 nicht vorbei. Überwiegend positive Kritiken auch in den bundesdeutschen Feuilletons. Vor allem der spannende Plot wurde mehrfach gelobt und sogar eine wiederholte Lektüre des Romans nicht nur empfohlen, sondern zum besseren Verständnis der Handlung dringend angeraten. Intelligente Unterhaltung hat Herr Werner mit seinem neuen Buch sicher abgeliefert. Die rätselhafte Geschichte zweier Männer, deren angebliche Zufallsbekanntschaft stundenlange Gespräche über eine Frau und eine verlorene Liebe nach sich zieht, weiß auch zu packen. Literarisch alles sehr gekonnt. Aber leider wirkt gerade gegen Ende des Buches die Handlung doch stark konstruiert und bewusst auf Verwirrung des Lesepublikums bedacht. Der Knoten ist bei aufmerksamer Lektüre aber schnell gelöst. Trotz der Überraschung am Ende. Fazit: Ein interessantes Psychodrama, welches sicher auch als Theaterstück gut funktionieren würde. Markus Werner hat schon Besseres geboten (siehe oben). Aber in Anbetracht der eher mittelmäßigen deutschsprachigen Buchneuerscheinungen der letzten Woche und Monate ist „Am Hang" in jedem Falle eine wohltuende Ausnahmeerscheinung. Und wer weiß - vielleicht lese ich das Buch bei Gelegenheit nochmals. Neues zu entdecken gibt es mit Sicherheit.
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Am Hang: Roman
Am Hang: Roman von Markus Werner (Gebundene Ausgabe - 15. Oktober 2009)
EUR 17,90
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