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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aggressionen integrieren und die Empathie als das „Gegengift zur Gewalt“ fördern und entwickeln
Es ist eine wohl von allen Fachleuten unbestrittene Tatsache, dass die Zahl der verhaltensauffälligen bis aggressiven Kinder in den Kindertagesstätten und Schulen des Landes zugenommen hat. Weitaus weniger Einigkeit herrscht in der Fachwelt über die Ursachen dieser signifikanten Zunahme. Das Fernsehen, Gewaltspiele am PC, die mangelnde frühkindliche...
Vor 14 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nützlicher Inhalt, schlechte Übersetzung
Inhaltlich gäbe ich Juuls "Aggression" sofort 5 Sterne.
Leider ist es sprachlich auf einem Niveau, dass ich beim Lesen ganz kirre werde (um nicht zu sagen: aggressiv).
Das Buch ist für alle Eltern, Erziehungspersonen und Lehrpersonen nützlich, die mit vermeintlich "schwierigen" Kindern zu tun haben. Es hilft Aggressionen nicht als etwas zu sehen,...
Vor 4 Monaten von BleK veröffentlicht


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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aggressionen integrieren und die Empathie als das „Gegengift zur Gewalt“ fördern und entwickeln, 23. Mai 2013
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
Es ist eine wohl von allen Fachleuten unbestrittene Tatsache, dass die Zahl der verhaltensauffälligen bis aggressiven Kinder in den Kindertagesstätten und Schulen des Landes zugenommen hat. Weitaus weniger Einigkeit herrscht in der Fachwelt über die Ursachen dieser signifikanten Zunahme. Das Fernsehen, Gewaltspiele am PC, die mangelnde frühkindliche Bindung – man mag all die Erklärungen gar nicht aufzählen, weil man spürt, dass sie die betroffenen Erzieher, Eltern und Lehrer nicht weiterbringen werden, weil es hier um gesellschaftliche Phänomene geht, auf die der Einzelne wenig Einfluss hat. Dennoch müssen sowohl Eltern als auch Erzieherinnen und Lehrer mit Kindern und deren Aggression umgehen, sie müssen lernen, sie zu verstehen ohne zu urteilen und ihre positiven Seiten für die Entwicklung der Kindern achten und sie nutzen.

Darum geht es dem bekannten Pädagogen Jesper Juul in seinem neuen Buch, in dem er deutlich macht, dass Aggression bei Kindern und Erwachsenen ein „notwendiges Verhalten“ ist. Obwohl er an manchen Stellen den Umgang mit aggressiven Kindern in unseren Schulen und Kitas in negativer Form sehr überzeichnet, lohnt es, sich auch mit seinem neuen Buch auseinanderzusetzen.

Aggressives Verhalten, so Juul, darf nicht länger tabuisiert und diskriminiert werden. Er zeigt, was passiert, wenn diese Gefühle unterdrückt oder sanktioniert werden. Er betont, wie wichtig es sei, in der Erziehung von Kindern im Elternhaus, im Kindergarten und in der Schule zu lernen, mit diesen Gefühlen konkret umzugehen und so die Fähigkeit zu entwickeln, Stück für Stück besser mit ihnen umgehen zu können. Die Fähigkeit, Aggressionen als für die Entwicklung von Kindern wichtige Gefühle entschlüsseln zu können, versetzt Erwachsene in die Lage, das Selbstwertgefühl der Kinder und ihr Selbstvertrauen nicht nur zu schätzen, sondern zu stärken.

Juul zeigt an vielen Beispielen, wie es gelingen kann, Aggressionen zu integrieren und beschreibt die Empathie als das „Gegengift zur Gewalt“. Er plädiert für die Entwicklung einer Kultur, die auf die Resilienz des Menschen baut und zitiert dazu eine Studie der Vereinten Nationen. Resilienz sei die Fähigkeit, „erfolgreich mit den alltäglichen Herausforderungen einschließlich der Lebensübergänge der Zeiten mit sich anhäufendem Stress und mit einschlägigen Nöten und Risiken zurechtzukommen. Gewöhnlich erkennt man resiliente Kinder an ihrem hohen Selbstwertgefühl, ihrer inneren Überzeugungskontrolle, ihrem Optimismus und ihrer klaren Ambition, Leistung und Zielorientierung, an ihrer Reflexion und Fähigkeit, Probleme zu lösen, an ihren gesunden Kommunikationstrukturen und an ihrer Fähigkeit, vorbildliche Beziehungen zu Erwachsenen zu suchen.“

Zwei kritische Bemerkungen zu diesem Buch am Ende. Juul sieht die bisherigen Leistungen von Kitas und Schulen auf diesem Gebiet zu negativ. Und er geht fraglos davon aus, dass Erwachsene, die doch unsere Kitas und Schulen prägen und sie entwickeln, diese oben beschriebene Fähigkeiten schon selbst vollständig besitzen. Meine Erfahrung lehrt mich da etwas anderes. Immer mehr Erwachsene, die Eltern werden, sind überhaupt nicht in der Lage, ihren Kindern so etwas wie Bindung, Empathie und Resilienz zu vermitteln, weil sie, oft am sozialen Rand der Gesellschaft lebend, überhaupt nicht die biographischen und emotionalen Kompetenzen dazu haben. Erzieherinnen und Lehrer-innen müssen dann, oft mit viel Engagement, versuchen, diese Lücken zu schließen. Unter den gegenwärtigen Bedingungen, ein schwieriges und oft nervenaufreibendes Unterfangen.

Dennoch: Juul hat mit seinem Buch dazu beigetragen, die Aggression aus der pädagogischen Schmuddelecke zu holen und ihr ihren wichtigen Stellenwert für die Entwicklung von Kindern zuzuweisen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nützlicher Inhalt, schlechte Übersetzung, 8. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
Inhaltlich gäbe ich Juuls "Aggression" sofort 5 Sterne.
Leider ist es sprachlich auf einem Niveau, dass ich beim Lesen ganz kirre werde (um nicht zu sagen: aggressiv).
Das Buch ist für alle Eltern, Erziehungspersonen und Lehrpersonen nützlich, die mit vermeintlich "schwierigen" Kindern zu tun haben. Es hilft Aggressionen nicht als etwas zu sehen, was um jeden Preis unterdrückt gehört, sondern zeigt auf, wie man diese unglaubliche Kraft, die ihnen innewohnt, in konstruktive Bahnen lenken kann.
Aber bitte, bitte lieber Fischerverlag, nehmt Euch bitte vor der nächsten Auflage die Zeit, das Buch nochmal zu lektorieren und korrigieren. Die Leserschaft wird es Ihnen danken!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aggression, 13. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
Seit über drei Jahrzehnten arbeitet Jesper Juul als Familientherapeut und hat schon einige Bücher über Erziehungsthemen geschrieben. In seinem neuen Buch versucht Juul das Thema Aggression aus der Tabuzone zu ziehen und ihm einen neuen Stellenwert in der Erziehung der Kinder zu geben.
Dabei bedient er sich auch hier wieder an Elternbriefen und Einblicken in seine Arbeit, die das Buch auflockern und das Thema vertiefen.

Wir alle möchten liebe und am besten perfekte Kinder haben, die nicht beißen, schlagen und schreien. Doch gehört konstruktive Aggression zur gesunden Entwicklung der Kinder dazu und es kann fatal sein, diese zu unterdrücken und mit Konsequenzen, dass neumodische Wort für Strafen, zu behaften. Aggressionen ist ein Gefühl, daß nicht unterdrückt werden darf, damit unsere Kinder zu selbstbewußte Menschen heranreifen können und den Umgang mit ihren Aggression erlernen.

Im ersten Teil des Buches veranschaulicht er die momentan herrschende Situation in Schweden, die sich ihm in seiner Arbeit zeigt und wirft einen Blick in die Zukunft, aber auch einen Blick in die Vergangenheit, damit man ein Verständnis, wie Aggressionen zu einem Tabu werden konnten, entwickeln kann.
Dabei schreibt er auch für den interessierten Laien verständlich und anhand seiner Erfahrungsberichten in diesem Bereich, wirkt das Buch zu keiner Zeit langatmig und trocken, sondern anschaulich und lebendig.

Kinder die aggressives Verhalten zeigen sind nicht per se Problemkinder, nur fragt sie keiner nach dem Grund ihres Verhalten. Ihnen wird ein Stempel aufgedrückt und sie werden in eine Schublade gesteckt.
Mütter bekommen mitunter ein schlechtes Gewissen, weil ihnen der Kragen geplatzt ist und sie ihr Kind angeschrien haben. Sie haben Angst in der Erziehung versagt und ihren Kindern Schaden zugefügt zu haben. Dabei haben sie eigentlich alles richtig gemacht. Sie waren menschlich und haben in dem Moment ihr Gefühl gezeigt. Nur darf man das nicht den Kindern zur Last legen und ihnen die Schuld für den Gefühlsausbruch geben, sondern sollte dazu stehen und sich dann auch entschuldigen. Den Kindern erklären, warum man so wütend war. Die Erwachsenen verstehen sich darauf, den Kindern für vieles die Schuld zu geben, auch für ihre eigenen Gefühle. Nachdem Motto: " Ich habe gebrüllt, weil Du..."
Genauso, wie man im Gegenzug die Kinder fragen muss, warum warst Du da wütend, ich möchte dich verstehen, damit wir einen Weg finden. So werden Kinder ernst genommen und können daraus lernen. Nicht mit dem Satz, der an jeglicher Lösung vorbeigeht, "Hör auf zu schreien, ich weiß ja warum Du wütend bist"- wissen wir das wirklich immer, warum unser Kind so ist, wie es ist?

Juul ist bekannt dafür, dass er auf der Seite der Kinder steht, aber er hat einen sehr feinfühligen Weg gefunden, sich dabei nicht gegen die Eltern/Erzieher/Pädagogen zu stellen. Er möchte sie alle im Boot wissen. Es ist an der Zeit etwas zu ändern und das Thema Aggression zu enttabuisieren, zu verstehen, was für Aggressionen es gibt und das aggressives Verhalten nicht zwangsläufig zur Gewalt führt, sondern auch seine positiven Seiten hat. In seinem Buch beleuchtet er verschiedene Formen von Aggressionen und das eine konstruktive Aggression wichtig ist. Er verharmlost keineswegs die sinnlosen Gewaltattaken gegenüber Mitmenschen, sondern beleuchtet die verschiedensten Formen.

Ein wichtiges Buch, welches ich Eltern/Eriehern/Pädagogen empfehlen kann, damit Aggressionen legitimen Stand in der Gefühlswelt bekommen und nicht weiterhin unterdrückt werden.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superunterstützung für Eltern und Jedermann, der hinter die Kulissen von agressivem Verhalten schauen möchte, 9. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
da wir zwei sehr aktive und ausdrucksstarke Jungs (4 + 6 Jahre) zu Hause haben - wo es oft hoch hergeht - habe ich wahrscheinlich die Bestätigung gebraucht, dass Geschwister "sich reiben" müssen. Ich bin sehr harmoniebedürftig und habe oft Schwierigkeiten wenn es dann zwischen den beiden grob wird. Ich konnte dann selbst nicht mehr ruhig bleiben - wollte Unterstützung für mich (meine Reaktion) aber auch zu meinem Verständnis warum die zwei sich so reiben. Das Buch hat mir sehr geholfen, dies gelassener zu sehen und mich nicht verantwortlich dafür zu fühlen wie laut, körperbezogen,... es ab und zu abgeht. Wenn es mir jetzt zu heftig wird, geh ich raus in den Garten, warte ein paar Minuten ab, und wenn ich wieder komme sind die zwei zu 95% wieder ein Herz- und eine Seele (in den anderen 5% reicht meist das Zuhören + Streicheleinheiten, nur im Notfall - hol ich meine "Zaubersalbe" oder einen Eisbeutel, - und fertig). Diese Buch hat mir persönlich sehr viel Last von den Schultern genommen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aggression ist eine zentrale Emotion, 15. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
Speziell für Eltern mit Buben im Kindergarten- oder Volksschulalter ein wichtiges Buch, wenn sie ihrem Knaben die Chance geben wollen, sich als Mann vollständig zu entwickeln. Männer lösen Konflikte anders als Frauen. Da ist es wichtig, die Seite der Männer wieder vermehrt zu beachten. Ein sehr empfehlenswertes Buch - nichts Unbekanntes oder Neues - jedoch sehr klar und einfach von Juuls formuliert.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aggression als Aufforderung an die Erwachsenen zum Gespräch, 15. Mai 2013
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
Jesper Juul ist als Therapeut und Buchautor u. a. so erfolgreich, weil er Konflikte zwischen Kindern und Erwachsenen für jedermann verständlich beschreiben kann. Seine Fähigkeit, ein Problem klar zu benennen, ist bereits der erste Schritt zu dessen Lösung. Wer hat das Problem, wenn ein Kind sich aggressiv verhält?, fragt Juul und antwortet lapidar: Die Erwachsenen und das Kind. Den Umgang Erwachsener mit kindlicher Aggression sieht der Familientherapeut als Tabu moderner Gesellschaften. Fragen wir Kinder doch einfach, warum sie so wütend oder frustriert sind, dass der Topf ihrer Emotionen überkocht, regt Juul an. Die Wut von Kindern moralisch zu bewerten oder sie zur Strafe aus einer Gruppe auszuschließen, betrachtet er dagegen als unprofessionell, gar als Vernachlässigung der Kinder in Betreuungs-Institutionen. Moralische Urteile über kindliche Wutausbrüche sind laut Juul unzulässig, da der Mensch weder gut noch böse sei. Eine konstruktive Reaktion auf kindliche Aggression erfordere kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Juuls kurzer Text ermutigt aufgeschlossene Leser, nicht das wütende Kind per psychiatrischer Diagnose zum therapiebedürftigen Probemfall zu erklären, sondern sich zunächst mit der eigenen latenten Aggression auseinanderzusetzen.

Kinder rasten häufig aus, weil sie an ihre Grenzen gestoßen sind oder zwischen Wut und Traurigkeit noch nicht zu unterscheiden gelernt haben. Ihr aggressives Verhalten ist eine Aufforderung zum Gespräch, die Botschaft lautet: Ich fühle mich nicht gut. Ein wütendes Kind ist laut Juul kein Fall für den Psychiater. "Antisoziales Verhalten drückt Hoffnung eines deprivierten Kindes aus," zitiert Juul Donald Winnicott (1988). Als Familientherapeut hat der Autor in verschiedenen Ländern beobachtet, wie Erwachsene Aggressionen unterdrücken oder tabuisieren, die ihnen selbst Angst machen. Häufig wird geschlussfolgert, Aggression führe zu Gewalt, Gewalt führe zu Krieg und deshalb seien Aggressionen unter Kindern unbedingt zu verhindern. Solange Aggression tabuisiert wird, kann Selbsterkenntnis und Empathie sich nicht entwickeln, warnt Juul.

Jesper Juul beurteilt Betreuungseinrichtungen für Kinder äußerst kritisch. Er sieht sie als Kunstwelten, die Risiken und Kritik möglichst ausschließen und Kinder unter dem geltenden Konformitätsdruck an wichtigen sozialen Erfahrungen hindern. Grund für diesen Zustand sei eine Politik, die allein die Zeitspanne bis zur nächsten Wahl im Blick habe. Eltern und Pädagogen sieht Juul gefangen in überholten Rollen, so dass sie Kindern kaum Vorbilder sein könnten. Auch das in die Kritik geratene "Grenzen setzen" sieht Juul kritisch, es maskiere die Aggression Erwachsener als Sorge oder sei eine bemäntelte Bestrafung.

Besonders zwei Überlegungen aus Juuls Buch haben mich zum Umdenken beim Thema kindliche Agression angeregt. Ein herausragender Gedanke ist das Kindern und Erwachsenen gemeinsame starke Motiv, das Leben anderer bereichern zu wollen. Es ist häufig der Anstoß einen sozialen Beruf zu wählen. Die Botschaft "nicht wertvoll" zu sein - die wir aussenden, wenn wir Aggressionen bei Kindern sanktionieren - frustriert und zerstört das Selbstbewusstsein. Nachdenklich hat mich Juuls Definition von Strukturen gemacht, die Mobbing dulden. Mobbing-Prozesse an Schulen und Kitas sind laut Juul nicht zu lösen, indem Kinder als verhaltensauffällig diagnostiziert werden. Mobbing sieht er als Zeichen von Führungsschwäche einer Schulleitung, die den bequemeren Weg suche.

Gerade Eltern, die in der Erziehung für ihr Kind das Beste wollen, kann das schmale Buch anregen, über ihre persönliche Wertung von Aggression nachzudenken.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen 2 Sterne für die Lektoren und Übersetzer des S. Fischer Verlags, 3. Juni 2013
Von 
R. Sösemann (Tübingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
Der Inhalt dieses Buches ist - wie ich finde - sehr wichtig und sehr richtig. Meine verärgerte Kritik gilt ausschließlich der ärgerlichen deutschen Übersetzung.
Hätte ich nicht andere Bücher von Jesper Juul gelesen, hätte ich es vermutlich auf den Autor geschoben. Die derart ungeschmeidige Sprache ist wohl eher den nicht vorhandenen oder mittelmäßigen Lektoren und/oder Übersetzern des S. Fischer Verlages geschuldet, die an diesem Buch gearbeitet haben.
Jeder Absatz liest sich so sperrig und selbst die einfachsten Gedanken werden durch verquere Schachtelsätze vermurkst. Bereits beim Lesen der ersten Kapitel kamen bei mir "Aggressionen" hoch.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Thesen, die herausfordern!, 17. Mai 2013
Von 
Detlef Rüsch "detlefruesch" (Landshut, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch von Jesper Juul hat mich dieses Mal nicht ganz so überzeugt; auch wenn ich einigen Thesen zustimmen kann, ist doch auch einiges in Frage zu stellen und mir fehlt öfter der klare Tiefgang bzw. die manifeste Begründung von Thesen. Diese Schwächen durchziehen das ganze Buch, dessen Zielsetzung - einem angemesseneren Umgang mit Aggressionen insbesondere in den pädagogischen Bildungseinrichtungen - ich ja an sich nur bestätigen kann. Aber so Sätze wie am Anfang "In den letzten fünfzehn Jahren ist die Tendenz, wütende und frustrierte Kinder in Kindertagesstätten und Schulen zu diskriminieren, stark gestiegen, und Aggression ist heute zum Tabu geworden...Das neue Tabu setzt die geistige Gesundheit von Kindern sowie ihr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen aufs Spiel" (S. 10f) sind in Frage zu stellen.
Ich frage mich, wie Jesper Juul hier auf 15 Jahre kommt und was er hier genau unter Tabu versteht. Hier handelt es sich eher um einen Eindruck und eine These, die aber nur von seinem persönlichen Erleben herrührt und nicht in irgendeiner Weise belegt wird. Dass zu unterscheiden ist zwischen destruktiver und konstruktiver Aggression, ist vielen Pädagogen/-innen vertraut; nur bei dem Umgang damit gibt es eine Verunsicherung, die aber schon seit vielen Jahren besteht. Was an den Ausführungen Jesper Juuls tatsächlich hilfreich ist, sind seine Darlegungen von unzureichenden strukturellen Bedingungen, was zum Beispiel den Betreuungsschlüssel angeht und die Gestaltung der pädagogischen Räume sowie eine mangelhafte Bezahlung und Wertschätzung von Erziehern/-innen.
Die Behauptung, "dass der Großteil der Menschen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, (noch) nicht in der Lage sind, ihre eigenen aggressiven Emotionen zu integrieren" (S.30), finde ich ebenfalls gewagt. Hier hat sich meines Erachtens sehr viel getan.
Als hilfreich empfinde ich Juuls Darlegungen zu natürlichen Lernprozessen und dass es heute nur wenige "erwachsenenfreie Zonen" (S. 55) gibt. Hier wird deutlich, dass insbesondere in Deutschland die Debatte um Familien- und Fremdbetreuung noch nicht ausreichend geführt wird.
Die postiven Seiten des Buches sind die Darlegungen für einen hilfreichen Kontakt zwischen Kindertagesstätten, Schulen und den Elternhäusern. Hier gibt Jesper Juul wertvolle Tipps und zeigt auch mal ungewohntere Wege auf. Es wird oft auf bisherige Veröffentlichungen des Autors verwiesen und leider kein Literaturverzeichnis geboten. Ansonsten ist das Buch gut zu lesen und regt an, sich mit den institutionellen und familiären Bedingungen für das Aufwachsen der Kinder intensiver zu befassen.
Ein insgesamt wertvoller Diskussionsbeitrag, der hoffentlich zu vielenaggressiv-konstruktiven Auseinandersetzungen in Kita-Teams und in Schulkollegien führt!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jasper Juul "Aggression", 15. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
Jesper Juul hat in den letzten Jahren unzählige Bücher geschrieben. Es gibt einige große Themenbereiche von ihm, die immer wieder in seinen Büchern besprochen werden wie z.B. Beziehung statt Erziehung und das Familienleben. Aber das Buch Aggressionen ist speziell. Es ist vor allem auch auf dem deutschen Büchermarkt ein Sonderling ohne Konkurrenz. Jesper Juul ist der Meinung, dass heute die ganz normalen Aggressionen tabuisiert werden und dadurch Kinder die ihre Gefühle ausdrücken stigmatisiert und pathologisiert werden, was er für einen riesigen Fehler hält. Deshalb hat er dieses sehr deutliche und konkrete Buch aus der Sicht des Familientherapeuten geschrieben.

Das Buch ist für Eltern mit aggressiven Kindern, für Eltern mit nicht aggressiven Kindern und für Fachleute, Lehrer und Pädagogen gedacht. Jesper Juul erklärt, was Aggression ist, wo der Unterschied zu Gewalt liegt, woher Aggression kommt, wie sie aussehen sollte, wenn sie konstruktiv ist, wie sie aussieht, wenn es jemandem schlecht geht und destruktiv wird, wie Eltern, Pädagogen und andere Fachleute damit umgehen sollten. Er erklärt, wie die alltägliche, verdeckte Aggression der Erwachsenen auf die Kinder wirkt. So können Leser, die glauben, sie selbst kommunizierten nicht aggressiv, ihre eigenen Baustellen aufdecken und bearbeiten.
Aggression ist neben Angst, Lust und Liebe eine der grundlegenden Emotionen, mit denen Kinder bereits geboren werden, erklärt Juul. Nur wenn Kinder die Möglichkeit und eine konstante zuverlässige Einladung haben, ihre Emotionen auszudrücken, und sie darauf eine relevante und empathische Rückmeldung erhalten, können sich die Emotionen weiterentwickeln und differenzieren.

Aber Kinder, die aggressiv auf ihre Umwelt reagieren, bekommen üblicherweise keine Möglichkeit zu lernen, wie sie ihre Aggression in konstruktives Verhalten übertragen können. Sie werden als Problemfälle von Pädagogen und Lehrern diskriminiert. Sie stören. Und statt sie zu fragen, was sie wütend macht, werden sie vor die Tür gesetzt. Jesper Juul hat sich die Hintergründe von Kindern, die als aggressiv diagnostiziert wurden, angeschaut und sagt, dass es fast an ein Wunder grenze, dass diese Mädchen und Jungen bisher noch niemanden umgebracht haben. Denn die Zahl der gewalttätigen und übergriffigen Eltern, Stiefeltern, Großeltern und Lehrer, mit denen diese Kinder in ihrem kurzen Leben auskommen mussten, sei erschreckend hoch. Oft sind sich die Erwachsenen ihrer Taten nicht bewusst, oder sie sind schlau genug, ihre Verletzungen mit einem Lächeln, einer süßen Stimme oder einer zarten Berührung zu tarnen. Laut Juul, werden diese Kinder auch von Pädagogen vernachlässigt. Sogar noch mehr, als es in den eigenen Familien geschieht. Gleichzeitig berichten die selben Pädagogen, die sich eigentlich um die Kinder kümmern sollen, von den immer mehr werdenden Verhaltensproblemen der Kinder. Laut einer dänischen Studie bezeichnen Erzieherinnen 22 % der Jungen als Problemkinder, weil diese ihren Ärger und ihren Frust ausleben.

Aggression an sich sei nichts Schlechtes. Menschen benötigten Aggression, um voran zu kommen und um über sich hinaus zu wachsen. Ohne Aggression hätte er keine Bücher schreiben können, meint Juul. Menschen wären ohne Aggression nicht fähig, einen Marathon zu laufen, Träume zu verwirklichen, die eigenen Grenzen zu bestimmen oder ihre Kinder zu beschützen. Aggression an sich beschreibt er also als etwas Sinnvolles und Konstruktives.

Wenn ein dreijähriges Kind einen anderen Menschen beißt, geschieht das aus Frustration. Kinder in diesem Alter denken tausendmal schneller, als sie sich in mündlicher Sprache ausdrücken können. Sie denken, dass Eltern so etwas wie Götter sind und erwarten von ihnen, ganz und gar verstanden zu werden.

Bei älteren Kindern und Jugendlichen kann destruktive Aggression laut Juul immer in folgende Botschaft übersetzt werden: „Hallo, existiert dort draußen jemand, der wünscht, meine Welt kennenzulernen, und der versuchen will, das Leben aus meiner Perspektiven zu erfahren? Ich fühle mich in der letzten Zeit nicht gut und kann alleine nicht herausfinden, was sich machen lässt!“ Diese Botschaft sollten alle Erwachsenen als Einladung verstehen. Juul meint, ein Erwachsener, der sich drei oder vier Mal auf diese Einladung einlässt, würde sehen, dass es stimmt, was Juul sagt. Und zwar immer.
Ein gutes hilfreiches Augen öffnendes Buch.

(Kitti Toldmie)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach wunderbar, 12. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist (Gebundene Ausgabe)
Ich bin einer der wenigen Männer, die als Pädagogen in einer KiTa arbeiten. Bereits beim Lesen des ersten Kapitels rammte ich beide Füße fest in den Boden, stieß meide Arme in die Luft und rief von tief aus dem Bauch heraus so laut ich konnte: DANKE! Herr Juul DANKE!
Jesper Juul bringt just jene Misstände auf den Punkt, die mir seit langem mächtig quer liegen. Sie im Team anzusprechen (oder noch riskanter: öffentlich) stießen in der Regel zumindest auf Unverständnis.
Es ist schlichtweg eine Wohltat zu wissen, dass ein renomierter Therapeut öffentlich aufdeckt, worin die Gewalt und Übergriffigkeit in Strategien wie "immer freundlich", "immer höflich" und "immer grenzenlos zur Verfügung stehen" liegen.
Ich wünsche Pädagoginnen und Pädagogen viel Energie und Vergüngen damit, die Ansätze aus diesem Buch methodisch weiter zu entwickeln und anzuwenden!
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Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist
Aggression: Warum sie für uns und unsere Kinder notwendig ist von Jesper Juul (Gebundene Ausgabe - 13. Mai 2013)
Gebraucht & neu ab: EUR 12,50
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