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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen '[...] ihr Menschen seid nur eine unnütze Hülle für Wesen, die es nicht mal zu Fühlern geschafft haben [...]'
'Ist das nicht phantastisch, ihr Menschen seid nur eine unnütze Hülle für Wesen, die es nicht mal zu Fühlern geschafft haben, die nicht mehr als ein Klumpen ohne Geist und Seele sind.'

Inhalt:
Carmen wird in Brasilien von einem Moskito gestochen und plötzlich schwer krank. Keiner erkennt, was die Ursache für ihre Krankheit...
Vor 18 Monaten von sabatayn76 veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen aus der Sicht einer Anopheles-Mücke...
Das Buch von Carmen Stephan ist an sich gut geschrieben. Spannend und unterhaltsam. Man lernt viel über die Geschichte und Entdeckung der Malaria, das ist wirklich interessant! Aus der Sicht einer Mücke zu schreiben ist ein nettes stilistisches MIttel, obgleich natürlich fragwürdig ;-) Die letzten 15 Seiten habe ich nur quergelesen, da sehr...
Vor 5 Monaten von T.A. veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen '[...] ihr Menschen seid nur eine unnütze Hülle für Wesen, die es nicht mal zu Fühlern geschafft haben [...]', 31. Januar 2013
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Gebundene Ausgabe)
'Ist das nicht phantastisch, ihr Menschen seid nur eine unnütze Hülle für Wesen, die es nicht mal zu Fühlern geschafft haben, die nicht mehr als ein Klumpen ohne Geist und Seele sind.'

Inhalt:
Carmen wird in Brasilien von einem Moskito gestochen und plötzlich schwer krank. Keiner erkennt, was die Ursache für ihre Krankheit ist, keiner denkt an Malaria. Nur die Anopheles-Mücke, die Carmen gestochen hat, weiß Bescheid, bleibt in ihrer Nähe, fühlt sich nach dem Bluttrinken mit Carmen verbunden, versucht, den anderen Hinweise zu geben und Carmen so zu retten. Dabei erzählt der Moskito die Geschichte des Wechselfiebers, philosophiert über Leben und Tod, kommentiert die Zerstörung der Erde durch den Menschen.

Mein Eindruck:
'Mal Aria' ist eines dieser Bücher, die man nach dem Auslesen sofort erneut lesen möchte.

Carmen Stephan ist meiner Meinung nach ein Geniestreich gelungen: 'Mal Aria' ist bisweilen amüsant, immer tiefgründig, informiert über die Geschichte der Malaria, bewegt, macht betroffen und nachdenklich.

Dabei ist 'Mal Aria' sprachlich anspruchsvoll, aber so packend erzählt, dass sich das Buch im Nu liest. Auf beinahe jeder Seite möchte man sich Sätze markieren, weil sie so treffend sind und sehr pointiert formuliert wurden.

Auch die ungewöhnliche Perspektive, dass die Anopheles-Mücke die Geschichte erzählt, hat mir sehr gut gefallen und war extrem überzeugend. Der Verlauf der Krankheit wurde sehr realistisch und sehr authentisch beschrieben.

Mein Resümee:
Ein wirklich großartiges Buch. Ich freue mich auf den nächsten Roman der Autorin.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aus der Sicht eines Anopheles-Moskitos, 21. August 2012
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Gebundene Ausgabe)
Carmen, neben einem Zebra-Moskito die Hauptfigur des Romans, hatte ein Jahr lang in Brasilien in einem Architekturbüro gearbeitet. Während ihres abschließenden Urlaubs mit Carl wird sie von einem Moskito gestochen. Mit Carmens Blut im Körper empfindet und beobachtet das Insekt unerwartet wie ein Mensch. Das Wesen mit dem Gewicht eines Wassertropfens kann sich in Carmens Gedanken treiben lassen. Carmen bekommt hohes Fieber, verliert das Bewusstsein. Brasilien wird gerade von einer Welle des Dengue-Fiebers heimgesucht, so vermuten Carmens Ärzte, auch die Touristin sei an Dengue-Fieber erkrankt. Unser blutsuagendes Insekt ist aufgewühlt, schließlich hat es Carmen höchstpersönlich gestochen. Carmen ist an Malaria (Schlechte Luft) erkrankt, der Krankheit, die man nach den Ausdünstungen der Sümpfe benannte. Leider ist Carmen in Brasilien in Behandlung, nicht in Afrika, wo der Volksmund sagt, "Es ist solange Malaria, bis alles andere ausgeschlossen ist."

"Mit sechzig Jahren war Severino der Älteste im Dorf. Natürlich musste dieser Umstand etwas mit seinem Mantel, dem Mundschutz, seiner gänzlich neuen Handschrift zu tun haben. Nur, wie hing das alles zusammen? Manche, die sich in die Hütte wagten, gar mit ihm sprachen, erfuhren die abenteuerlichsten Dinge. Von Moskitos und unsichtbaren Tierchen war die Rede. 'Und die Mücken tun einem das Tier ins Maul?', fragte ihn ein Junge. 'Nein, die Tierchen wachsen im Bauch der Mücke, dann reisen sie von Mensch zu Mensch, dringen durch die Haut in deren Körper ein und treiben da ihr Unheil', antwortete er. Am Ende war es doch Severino, der verrückt geworden war." erzählt Carmen Stephan rückblickend auf die Geschichte der Krankheit über Severino Duarte, der in Italien den Übertragungsweg der Krankheit zu ermitteln versuchte.

Der Countdown läuft, Carmen geht es immer schlechter. Ein weiterer Arzt diagnostiziert Dengue-Fieber. Die Betriebsblindheit überlasteter Ärzte hat mancher schon selbst erlebt - während eine Grippewelle wütet, sieht man leicht in jedem schwer Erkrankten einen Grippekranken und sucht keine andere Ursache. Carmen ist noch immer voller Vertrauen in ihre Ärzte, doch das Zebra-Moskito wird allmählich nervös. Soll es Carmen vor den Augen der Ärzte etwa demonstrativ ein zweites Mal stechen, oder besser doch einen anderen Weg für seinen Aufruf an die Menschen suchen?

In Rückblicken informiert die Autorin, auf welchen Umwegen die Ursache für das "Wechselfieber" gefunden wurde und weist auf die Folgen für Natur und Gesundheit hin, wenn Moskitos nach der Abholzung ganzer Wälder in Wassertümpeln brüten, die sich auf den Brachflächen bilden. Beide Themen, die Betriebsblindheit überlasteter Ärzte und Malaria als ein Problem armer Bevölkerungsschichten, verdienen eine literarische Bearbeitung. Nur wer arm ist, muss heute noch an Malaria sterben. Carmens Ausgeliefertsein gegenüber ihren Ärzten, ihre zunehmende Schwäche durch die Krankheit finde ich außerordentlich gut beobachtet. Die Verbindung von Fakten und Fiktion ist Liebhabern dieser Kombination empfohlen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, dass mich zum Nachdenken bringt., 9. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch aus der Sicht eines Moskitos? Klingt im ersten Augenblick ziemlich merkwürdig und auch gleichzeitig erschreckend. Doch dass dieses Buch nicht den Alltag eines Insekts zeigt, wird schnell klar. Dieses Erlebnis ist weitaus tiefgründiger, schon ziemlich gruselig und erschütternd.
Carmen, die eigentlich nur noch schnell mit ihrem Freund eine Woche Urlaub machen möchte und dann von einem Moskito gestochen wird. Ihr Leben verändert sich schlagartig, eine grausame Fahrt bergab beginnt und nimmt den Leser mit in eine Situation, bei der einem Angst und Bange wird.
Sie bekommt alle Symptome, die ein klares Anzeichen für Malaria sind, doch leider auch für zahlreiche andere Krankheiten, die zum dem Zeitpunkt der Erkrankung die Runde machen, wie z.B. das Dengue-Fieber. Die Behandlung bei den verschiedensten Ärzten zieht sich über einen langen Zeitraum, doch ohne Erfolg und Aussicht auf Linderung. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit mit dem einziges Ziel: leben und nicht sterben!

Es ist ist fürchterlich zu sehen, dass die Ärzte sich 1. nicht genügend Zeit zu nehmen um sich mit der Krankheit von Carmen zu beschäftigen und 2. das sie so extrem betriebsblind geworden sind, dass ihnen ihre drastischen Fehler gar nicht mehr auffallen. Als ob es ihnen gar nichts ausmacht, dass Carmen vor Erschöpfung das Bewusstsein verloren hat und wenn nicht schnell jemand die richtige Krankheit diagnostiziert, auch leider sterben wird. Als ich ich diese Situationen gelesen habe, ist mir ganz schlecht geworden, denn diese Umstände gibt es nicht nur in Brasilien, sondern überall auf der Welt. Es ist schockierend, denn wenn du nicht genügend Geld hast, wird dir nicht geholfen…

Der kleine Moskito hat auch in diesem Buch einen wichtigen Auftritt, schließlich ist er auch derjenige, der Carmen diese Schmerzen angetan hat! Doch obwohl ich ihn eigentlich “hassen” sollte, so kann er trotzdem nichts gegen seine Natur machen. Er ist mir im Laufe des Buches immer sympathischer geworden. Das klingt jetzt zwar komisch, denn eigentlich finde ich Insekten doch ziemlich beängstigend. Es hat mich einfach sehr mitgenommen, dass er für Carmen solch starke Gefühle entwickelt hat und auch mit ihr gelitten hat, dass die Ärzte unfähig sind und ihre Krankheit nicht erkennen. Und er hat keine Möglichkeit gesehen sich gegenüber den Menschen zu äußern und zu zeigen, dass er der Auslöser ist und die einzig wahre Schlussfolgerung ist: es ist Malaria!

Ob es ein Zufall ist, dass sowohl die Protagonistin als auch die Autorin Carmen heißen, mag ich zu bezweifeln, leider geht aus dem Buch nicht hervor, ob es sich in diesem Fall um eine wahre Begebenheit handelt. Ich kann es mir allerdings schon gut vorstellen, da die Beschreibungen des Krankheitsbilds Malaria und der gesamten Situation sehr realitätsnah wirken und ich teilweise das Gefühl hatte selbst im Fieberwahn da zu liegen und die Geschichte recht verschwommen mitzuerleben.

Das Cover ist großartig! Sehr einfach gehalten und mit der einzelnen Rose in der Mitte doch so genial! Warum das Wort Malaria auseinander geschrieben wird, wird erst im Laufe des Buches klar. Das dieser Aspekt allerdings noch einmal mit dem Titel aufgegriffen wird, finde ich super!

Fazit:

Mir das hat das Lesen des Buches viel Spaß gemacht, obwohl es eine sehr bedrückende und traurige Stimmung zum Ausdruck bringt. Carmen Stephan hat eine Geschichte geschaffen, die mich stark zum Nachdenken angeregt hat und das ich auch noch weit danach ein schummriges Gefühl in der Magengegend habe, weil ich es so grausam fand, dass die Protagonistin Carmen den Ärzten so ausgeliefert ist.
“Mal Aria” ist ein Buch, bei dem das Verhältnis zwischen klaren Fakten über die Krankheit, den Problemen in der Bevölkerung und der fiktiven Geschichte vollkommen stimmt. Ich kann euch dieses Buch ans Herz legen und wünsche euch viel Freude beim Lesen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lichtblick!, 25. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein aussergewöhnliches Buch. Mal Aria ist ein hochintelligenter, nachhallender und spannender Roman, der aus den "üblichen" Werken jüngerer deutscher Autoren hervorsticht. Völlig unangestrengt und doch in einer äusserst gehaltvollen Sprache erzählt ein Moskito von den Folgen seines Blutsaugens... Ich möchte nicht zuviel verraten, aber ich bin begeistert und wünsche dem Buch viele Leser. Und dass die Autorin bald mehr schreibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant, 15. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Roman aus der Perspektive einer Mücke ist ein spannendes Spiel mit Sichtwinkel und Bewertung des Geschehens. Auf jeden Fall das Gedankenexperiment wert, streckenweise sprachlich sehr stark.
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5.0 von 5 Sternen Tiefsinnig, gefühlvoll, informativ, 29. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hübsch verpackt in einen sehr gut geschriebenen Roman erhält man hier sehr viele Informationen über die Malaria im Laufe der Zeit. Die Autorin bringt alles schnell auf den Punkt, schreibt kurze Sätze, die es in sich haben, und kommt ohne viele Fremdwörter aus. Ich liebe es, wenn sich jemand in der deutschen Sprache so gut ausdrücken kann. Die Erzählung aus Sicht der Mücke ist erfrischend und heiter, stellenweise wohl auch etwas makaber oder traurig. Wie das Leben eben so ist. Noch dazu, wenn es jemand erzählt, der Schuld an dem ganzen Leid hat, selbst aber kein böser Kerl sein will und sich unschuldig fühlt.
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5.0 von 5 Sternen Die Geschichte von einer Mücke erzählt, 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Gebundene Ausgabe)
Einfühlsam, traurig, packend vom ersten Moment bis zur letzten Zeile. Carmen Stephan spielt mit den Worten und es macht eine riesige Freude dieses Buch zu lesen.
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3.0 von 5 Sternen aus der Sicht einer Anopheles-Mücke..., 8. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Carmen Stephan ist an sich gut geschrieben. Spannend und unterhaltsam. Man lernt viel über die Geschichte und Entdeckung der Malaria, das ist wirklich interessant! Aus der Sicht einer Mücke zu schreiben ist ein nettes stilistisches MIttel, obgleich natürlich fragwürdig ;-) Die letzten 15 Seiten habe ich nur quergelesen, da sehr ausführlich und düster beschrieben. Das Ende eher überraschend und traurig.
Geschichtlich interessant, aber ob es ein Buch für mehrmaliges Lesen wird.... Man wird sehen.
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5.0 von 5 Sternen Lehrreich, herzzerreißend und wunderbar geschrieben, 7. Januar 2014
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Kindle Edition)
Anopheles-Mücken sind unsympathische Viecher. Schließlich übertragen sie die gefürchtete Malaria, an der weltweit immer noch viel zu viele Menschen sterben, besonders auf dem afrikanischen Kontinent und besonders Kinder. 1,2 Millionen Opfer fordert die Krankheit jährlich.

Dieses Buch ist aus der Sicht einer Anopheles-Mücke geschrieben, und siehe da – sie ist sympathisch. Das liegt in erster Linie daran, dass sie ein schlechtes Gewissen hat. Nämlich gegenüber Carmen, der jungen Frau, die sie gestochen hat. Wer konnte denn ahnen, dass die Ärzte in Brasilien, wo Carmen sich gerade aufhält, so sehr auf das gerade grassierende Dengue-Fieber fixiert sind, dass sie nicht auf die Diagnose Malaria kommen? Niemand denkt außerhalb des gewohnten Rahmens.
„Menschen, die nicht denken, sind überflüssig; sie sind gefährlich.“

Carmen geht es zusehends schlechter, und die Anopheles-Mücke bleibt bei ihr, in der Hoffnung, dass jemand sie bemerkt und endlich auf die für Carmen rettende Idee kommt. Denn die Zeit rennt. Gerettet wird nur, wer schnell behandelt wird; ohne Behandlung führt Malaria in ein, zwei Wochen zum Tod.

Die Mücke nutzt die Zeit, um über die Geschichte der Malaria zu reflektieren.
„Malaria veränderte eure Politik, eure Geschichte; und auch das Leben derjenigen, die nicht daran erkrankten. Euer Leben.“
Die Krankheit entschied über den Ausgang von Schlachten, brach Kreuzzüge ab, und forderte mehr Opfer als Pest, Cholera und Pockenepidemien zusammen.

Die Mücke erinnert sich an den Wettlauf der Wissenschaftler, wer als erstes den Übertragungsweg findet, und an die Anpassung der Krankheit an die durch die Menschen verursachten geänderten Rahmenbedingungen.
„Am Ende waren die Reichen von Malaria befreit. Aber die Anderen, die Ärmsten: Für sie habt ihr es schlimmer gemacht.“

Die Mücke beschreibt afrikanische Strategien im Umgang mit der Krankheit und die Herkunft des Wortes „Spleen“ (dass dieser Begriff mit Malaria im Zusammenhang steht, wusste ich vorher noch nicht), denkt über das Verhältnis zwischen Arzt und Patient nach, definiert Freundschaft und philosophiert über das Leben und den Tod.
„Der Tod abstrakt funktioniert. Der Tod konkret funktioniert nicht.“

Die Mücke wundert sich über die Menschen, die den Gedanken an den Tod verdrängen.
„Warum begreift ihr das Leben nicht von seinem Ende her. Warum lebt ihr nicht vom Ende her.“

Das Bewusstsein, nie mehr den geliebten Menschen zu berühren, nie mehr den Lieblingsort zu sehen, dieses nie mehr ist das Schlimmste am Tod. Und niemand ist darauf vorbereitet.

Selten habe ich die Beschreibung des Sterbens so eindringlich und herzzerreißend gelesen wie in diesem Roman. Mich hat dieses Buch tief berührt, besonders, weil vor nicht einmal drei Monaten meine Freundin gestorben ist. Zwar an einer anderen Krankheit, aber mit dem gleichen unaufhaltsamen Verfall.

Es ist erstaunlich, wie viel Weisheit ein so schmales Buch enthalten kann, zumal es sich auch noch um den ersten Roman einer jungen Autorin handelt. Ebenso erstaunlich ist die anspruchsvolle Sprache. Einen so wunderbaren Schreibstil findet man heutzutage leider nur noch selten.

Dies ist eines der Bücher, die ich immer mal wieder zur Hand nehmen werde.
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5.0 von 5 Sternen Mal Aria, 26. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mal Aria: Roman (Kindle Edition)
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, ich fand es toll geschrieben, besonders weil es aus der Sicht der Malariamücke gesehen wird.Ich würde es weiterempfehlen.Klasse Buch!
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Mal Aria: Roman
Mal Aria: Roman von Carmen Stephan (Gebundene Ausgabe - 17. August 2012)
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