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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unglaublich tolles Buch!
Man weiß, als Leser gar nicht, was man von Peter Stamm am liebsten lesen möchte.
Die Romane sind sehr gut, dennoch, die Erzählbände sind kleine Wunder, das beweist der Autor immer wieder.
Hier in dieser Erzählsammlung, geht es um Menschen, die sich so oft über die Gewohnheiten ihrer Selbst oder der Partner befragen, junge und...
Veröffentlicht am 23. Mai 2011 von Ciaxz, Anja

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 10 Erzählungen
"Seerücken" ist bereits der vierte Erzählband von Peter Stamm und leider nicht der beste. Ich hatte vor allem folgenden Eindruck: Nichts Neues bei Stamm. Das hat man alles von ihm auch schon besser gelesen. Seerücken ist eine Gegend im Kanton Thurgau. In dieser Region spielen die meisten der Kurzgeschichten.
Der karge Erzählstil ist immer noch...
Veröffentlicht am 4. Juli 2011 von zueribueb


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unglaublich tolles Buch!, 23. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
Man weiß, als Leser gar nicht, was man von Peter Stamm am liebsten lesen möchte.
Die Romane sind sehr gut, dennoch, die Erzählbände sind kleine Wunder, das beweist der Autor immer wieder.
Hier in dieser Erzählsammlung, geht es um Menschen, die sich so oft über die Gewohnheiten ihrer Selbst oder der Partner befragen, junge und ältere Menschen, Einsiedler, Paare, Liebende, Einsame.
Eine Frau die im Wald lebt und ihre Reifung erst später erkennt, ein junges Paar die ihre erste Wohnung gemeinsam bezieht, ein Schriftsteller, der sich in die einsame Bergwelt zum schreiben zurückzieht und wahrlich Kurioses erlebt.
Stamm, ist sogar als Betrachter und Protagonist mit in drei Geschichten verquickt.
Die Sprache ist fein, hier gibt es kein Wort was zuviel wäre. Die Beschreibungen präzise und durchdacht.

Ein unglaublich tolles Buch!

Anja Ciaxz
23. Mai 2011
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebe und Einsamkeit als grosse Themen, 4. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
Peter Stamm schafft es wieder einmal, in seinen neuen Erzählungen die grossen Themen rund um die Liebe zu streifen. Ausser der letzten Geschichte ("Coney Island") gefallen mir alle anderen. Besonders packend waren für mich "Sommergäste" (wo die Hauptfigur als Gast in einem einsamen Hotel logiert und das Ende wunderbar offen ist), "Sweet Dreams" (eine Art Hintergrundstory für eine seiner Erzählungen, wunderbar) oder "Der letzte Romantiker" (gemeint ist nicht die Hauptfigur, sondern ein Komponist, der aber hier auch eine Rolle spielt). Stamms Sprache ist wie immer knapp gehalten, wichtig ist immer, was er zwischen den Zeilen weglässt. So kann jede/r Leser/in den eigenen Gedanken nachgehen. So muss gute Literatur sein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schicksalsgeschichten von einem Meister der lakonischen Sprache, 28. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
Nicht alle Kurzgeschichten in "Seerücken" sind gleich fesselnd. Am Packendsten sind kurioserweise eher die längeren Erzählungen. Denn nur diese bieten genügend Raum, damit sich Stamms lakonischer Stil entfalten und den Leser einfangen kann wie ein großes grobmaschiges Netz. Diejenigen, die die mitunter etwas zu bedeutungsschwangeren und zu viel Verzagtheit verbreitenden Texte auf Dauer nicht aushalten können oder möchten, die sollten vom "Seerücken" ihre Finger lassen. Andere seien vorgewarnt: Wer mit diesem Erzählband zum ersten Mal auf die sich bedächtig drehende, stets rumorende Welt von Peter Stamm trifft, wird auch nach den übrigen Werken süchtig werden.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn man mehr vom Leben will, als das was man kennt..., 13. März 2011
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
Wenn man sich auf das Neue Buch von Peter Stamm, mit seinen zehn Erzählungen einlässt, erlebt man Momente des Berührtseins. Die Protagonisten, haben tragen alle ein wenig Einsamkeit in sich, haben Ziele, Wünsche, Bedürfnisse, Sehnsüchte. Ob erfüllt oder nicht, vielleicht dann doch eher nicht. Obwohl die Menschen bei Peter Stamm sich im Leben eingerichtet haben, versuchen sie auszubrechen aus der Mittelmässigkeit, als ob man mehr vom Leben wollte, als das was man bereits kennt. Das Neue Buch von Peter Stamm liest sich wie eine Anteilnahme, an Lebensschicksalen, Lebensverläufen, es sind kleine Ausschnitte in gelebte Menschenleben, wo wir wie einen Ausschnitt daraus ganz nah herangeholt erleben dürfen. Man spürt schon förmlich vorher, sobald es auf ein Ende einer der wunderbaren Erzählungen des Autors zugeht, dass man davon betroffen, angesprochen, manchmal freudig, manchmal seltsam davon berührt ist. Sogar danach, vernimmt man wie eine Art Echo in sich, und frägt sich was wohl aus den Protagonisten mittlerweile geworden ist, oder wie es ihnen wohl jetzt geht, so nahe können einem diese Erzählungen gehen, die schon fast etwas sehr Persönliches, ja etwas fast Intimes in sich tragen. Obwohl ich kein grosser Freund von Erzählungen bin, bin ich dann doch seltsam aber auch tief angerührt von jenen Erzählungen, die einem wie eine Kostbarkeit begegnen, dessen wirkliche Dimension und Bedeutung, einem wie erst im Nachhinein, erst in den eigenen Horizont von Realisierung gelangt.

Ein Schriftsteller, der in ein verlassenes Berghotel geht, ohne zu realisieren, dass es verlassen ist. Er trifft dort eine seltsame Frau, die ihn als Hotelgast aufnimmt. Als ein Konkursbeamter und ein Kaufinteressent auftauchen, scheint Ana wie verschwunden zu sein..
Von einer erotisierenden Nachbarin in den Ferien. Ein Blick aus der Distanz auf die Nachbarn, die ein Unglück erleben und danach abreisen. Ein Verblasster Kinderwunsch, der durch die Optik auf die abreisenden Nachbarn, wie eine neue Dimension bekommt..
Ein Geistlicher, der wie ausgegrenzt zu sein scheint, und durch die Fütterung von Möven, wieder wie Licht zu sehen scheint..
Von einem einsamen Mädchen, das alleine im Wald lebt. Ihr Essen im Lebensmittelladen stiehlt. Ihre ständigen Begleiter, sind ein Ladendetektiv und ein Jäger..
Von einem Pförtner, der kurz vor der Pensionierung steht, und noch einen letzten Traum hat: Nach Kanada auszuwandern. Akribisch hat er alles schon vorbereitet und geplant. Doch dann sollte alles ganz anders kommen..
Von einem abgeschiedenen und etwas einsamen Gemüsebauer, der um seine Existenz kämpft. Als das Dorf unterhalb seines Hofes ein Openair organisiert, kommt Leben in das einsame Leben von Adolf. Dort lernt er Lydia kennen. Eine erste verunsicherte Annäherung, an eine Frau, an die erste Liebe, mit allen Unsicherheiten, die dabei ein Mann und eine Frau erleben können...
Soweit ein kleiner Ausschnitt, aus dem Erzählrepertoire von Peter Stamm.

Fazit: Ein klasse geschriebener Erzählband, über das Scheitern im Leben, über die Sehnsucht, über das wonach wir Menschen uns manchmal sehnen, uns getrieben fühlen, vielleicht mit all unseren Unsicherheiten, Seltsamkeiten, oder einer stillen Einsamkeit, der wie ein stiller Begleiter ständig anwesend ist und uns dabei zusieht. Peter Stamm schafft es oft nur mit einzelnen Sätzen und kurzen Bleistiftstrichen, Skizzen zu zeichen, die einen betroffen machen, berührt zurück lassen. Eine Atmosphäre, die von sanfter Melancholie durchzogen ist. Wenn das ein Schriftsteller beim Leser schafft, den Leser im Kern zu treffen, zeigt das dann doch von einer Klasse, die diesen Schriftsteller zu etwas ganz Besonderem macht, der das Leise und Stille, das Innere ganz besonders auf seinen Radarschirm nimmt, um es dann in der literarsichen Verarbeitung, wie aufbereitet dem Leser wie ein gezaubertes Gourmet-Menü serviert, vielleicht nicht zuletzt, weil wir Menschen vom Leben mehr wollen, als nur das was wir bis anhin kennen...

Empfehlung.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 10 Erzählungen, 4. Juli 2011
Von 
zueribueb (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
"Seerücken" ist bereits der vierte Erzählband von Peter Stamm und leider nicht der beste. Ich hatte vor allem folgenden Eindruck: Nichts Neues bei Stamm. Das hat man alles von ihm auch schon besser gelesen. Seerücken ist eine Gegend im Kanton Thurgau. In dieser Region spielen die meisten der Kurzgeschichten.
Der karge Erzählstil ist immer noch brillant, jedoch kann der Inhalt nicht mit Stil mithalten. Teilweise fand ich die Erzählungen relativ schwach und belanglos. Das normale Leben mit seinen kleinen Abgründen. Nach der Lektüre blieb bei mir jedenfalls nicht viel haften. Schnell gelesen, schnell vergessen. Am Besten fand ich, wenn die Protagonisten, meist sehr einsame Charaktere, sich ihrer eigenen Schwächen bewusst werden und wie sie damit umgehen. Die erste Geschichte mit ihrer abgründigen Stimmung erinnerte mich an Erzählungen von Franz Hohler. Eine Liebesgeschichte, insbesondere die Annäherung der Charaktere, ist zwar berührend, doch das Happy End ist aber etwas bemüht. Am Besten fand ich die Geschichte mit der Klavierspielerin.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leicht lesbare Mickerigkeiten, die allerdings schwer zu verarbeiten sind, 17. Juni 2011
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
Peter Stamm, der in Winterthur lebende, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Schriftsteller, schreibt Prosa, Hörspiele und Theaterstücke. Sein erster Roman "Agnes" erschien 1998, es folgten die Romane "Ungefähre Landschaft", "An einem Tag wie diesem" und "Sieben Jahre". Der vierte Roman war sein bisher bester, eine höchst verwirrende Geschichte, einer unter der Oberfläche fortschreitend implodierenden Katastrophe. Sein neuer Erzählband "Seerücken" wurde in der Kategorie Belletristik für den Preis der Leipziger Buchmesse 2011 nominiert. Die Jury fand übereinstimmend, dass Peter Stamm in diesem Band "rätselhaft schillernd und beunruhigend genau von Menschen erzählt, denen das Leben nicht im großen Stil gelingt".

Man könnte glauben "Seerücken" sei auch eine ungefähre, unendliche Landschaft, wo am Horizont der See in den Himmel übergeht, doch wenn man bei Wikipedia recherchiert, dann findet man unter der Bezeichnung einen in Richtung West-Ost verlaufenden Hügelzug, Relikt einer Hochebene, ein mit einzelnen Bauernhöfen und kleinen Dörfern dünn besiedeltes, schlecht erschlossenes Gebiet im Kanton Thurgau. Das ist eine Gegend die dem präzise, klar und Glasscherben scharf formulierenden Stamm sehr nahe ist.

Einfühlsam, doch in einem distanzierten Erzählgestus, ohne jegliche schmückenden und vergleichenden Beiworte oder Metapher, erzählt Peter Hamm in lakonischen, schnörkellosen Sätzen, doch ungeheuer kunstvoll, in einem oft repetierten reduktionistischem Stil, von im Leben der Menschen häufig wiederkehrende Themen, wie möglichen oder unmöglichen Liebesbeziehungen, dem Konnex von Vision und Realität, der menschlichen Distanziertheit oder hemmungsloser Intimität, vom Scheitern im Alltag. Es sind mehr oder weniger private Katastrophen, ohne nervenaufreibendes Martyrium, die im menschlichen Unfeld kein großes Aufsehen erregen. Peter Stamm schärft mit seinen unterschiedlichen Figuren, wie die Theaterkritikerin Barbara Villinger Heilig meint "mit einer glatt gekämmten Prosa", den Blick auf unser Leben.

In "Der letzte Romantiker" ist es die Klavierlehrerin, die als Konzertpianistin scheitert; in "Der Koffer" ist es der Mann der seiner Frau einen Koffer ins Krankenhaus bringen will und durch sein Verhalten seine Nachbarn irritiert; in "Im Lauf der Dinge" überfährt eine Vater im Urlaub versehentlich sein Kind; in "Sommergäste" sucht der Ich-Erzähler, ein Gorki Experte, vermutlich Peter Stamms Ego als Student, Ruhe in einem geschlossenen Hotel, um eine Arbeit für die Uni zu schreiben und unterliegt möglicherweise ahnungslos Halluzinationen; in "Das Mahl des Herrn" ist es der Pfarrer, der durch die Hölle geht, weil er vor einer leeren Kirche predigt und dann zum Schluss scheinbar doch seinen Frieden findet; in "Siebenschläfer" ist es der alleinstehende, unglückliche Biobauer, der schließlich fähig ist eine Beziehung einzugehen.

Der Autor schärft nicht nur in den zehn wenig ausfransenden, eindrucksvollen Reträten, mit präzisen, scharfen und klaren Sätzen, den Blick auf unser alltägliches Leben, sondern er zeigt auch, wie Figuren, die sich immer selbst ein Rätsel waren, sich plötzlich von Fall zu Fall, durch einen konzeptlosen Heilungsprozess, verändern. Diese Heilprozesse sind bei Peter Stamm eigentlich die Ausnahme, denn seine Stärke liegt darin, dass er wie kaum ein anderer Autor, Belanglosigkeiten und angespannte Apathien breit gefächert beschreiben kann. Doch dann hält er es plötzlich nicht mehr aus und braucht, wie Iris Radisch formuliert "einen literarischen Klops", um seine Erzählung zu beenden. Da dieser unvorhersehbare Plot wie ein Tornado, der übrigens in der näheren Umgebung des Seerückens keine Seltenheit ist, auf den Leser niedergeht, macht er die eine oder andere Geschichte, die gerade einen Sog entwickelt hat, von Fall zu Fall kaputt. In seinen Romanen braucht er diese Tornados nicht, da kann er die Ästhetik des Einfachen, die Banalität und die grauen Töne der Teilnahmslosigkeit durchgängig halten. Vielleicht sieht der eine oder andere Leser das Potential dieser Stamm-Erzählungen darin, dass sie häufig mit grotesken Ideen und wenig subtilem Horror garniert furchtbar enden müssen. Ich meine, letztendlich ist es vielleicht doch auch dramaturgisch interessant und eine Reflexion darüber, wie man zwei unterschiedliche Erzählwelten zusammenführen kann.

Von den Büchern der short list für den Preis der Leipziger Buchmesse finde ich "Seerücken" lesenwerter als die Geschichten, die in Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes" erzählt werden.
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5.0 von 5 Sternen Seerücken..., 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Taschenbuch)
... war mein erster Erzählband, den ich für ein Seminar an der Universität lesen musste. Ich hatte keinerlei Erwartungen an die Lektüre! Auch von Peter Stamm hatte ich vorher noch kein anderes Buch in der Hand gehabt. Also begann ich einfach zu lesen. Nach 4 Stunden war ich mit dem Buch durch und war äußerst enttäuscht darüber. Enttäuscht darüber, dass es schon vorbei war! Mich hat dieses Buch gefesselt. Zwar gibt es zwischen den einzelnen Erzählungen welche die fesselnder sind als andere, aber das ganze Buch als Werk ist für mich mehr als gelungen und hat meine Lust an Erzählungen geweckt. Peter Stamm's Werk "Blitzeis" liegt bereits neben dem Bett und wartet darauf verschlungen zu werden!
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5.0 von 5 Sternen Schwebezustände, 26. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Taschenbuch)
...wer nicht vorher schon eingenommen ist oder Vergleiche mit bestehenden Autoren anstellt wie manche "Kritiker" hier wird angenehm überrascht sein, bzw. wie in meinem Fall "berührt". Auf leisen Sohlen kommen die Erzählungen daher und man wartet gespannt auf die unerwartete Wendung in jeder Geschichte, auf das Besondere, den Sinn und dann? Stamm lässt die Geschichten im Raum stehen, so wie die Personen. Die Erwartung des Tragischen bleibt oft unerfüllt... teilweise passiert dann doch was, aber man kann sich nicht drauf verlassen. Die Personen sind wie fast zufällig zueinandergestellt, berühren sich in der Handlung kurz und man weiss nicht was draus wird. Diese Schwebezustände die mich hinterher noch innehalten lassen finde ich faszinierend...und machen Lust auf mehr...an entscheidenden (?) Momenten...
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ehrengrab für statisch unzulängliche Romansplitter, 10. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
Sherwood Andersen muss immer wieder herhalten: er hat mit "Winesburg,Ohio" eine Region in großartigen Erzählskizzen im Stil seiner Zeit porträtiert - und mit diesem Denkmal für alle nach ihm Kommenden Maßstäbe gesetzt. Seerücken liegt dagegen im Vollschatten. Aber vielleicht wird man Stamm mit diesem Vergleich auch nicht gerecht, sind hier lediglich die Fingerübungen eines Erfolgsautors zwischen Buchdeckel gebunden worden. So wie manch bildender Künstler seinem Galeristen kleinformatige Farbspielereien liefert, damit dieser den Kunden dekorative Unikate für den Flur anbieten kann. Bedarf ist ja vorhanden.

Die Geschichten aus dem schweizer Thurgau sind schnell durchgelesen, stilistisch durchaus ansprechend. Was stört, sind die sich wiederholenden Mittel der retardierten Spannungserzeugung mit unschlüssigem Abreissen am Ende. Charaktere werden eingeführt und entsprechend ausgemalt, als ob ihnen noch ein weiter Weg in den Erzählungen bestimmt sei. Doch sehr schnell ist die Flasche leer, weg mit dem Spielzeug, es folgt der nächste Versuch.

Und dann fehlt auch so eine gewisse Erdung. Warum Seerücken - hier und jetzt?

Da gibt es doch wirklich andere aktuelle Autoren, die sich produktiv an ihrem Umfeld abarbeiten - man denke etwa an einen ehrenwerten Eifelbewohner namens Norbert Scheuer aus Kall-Keldenich.

Im Falle 'Seerücken' wäre wohl eher ein Wanderführer zu bevorzugen ...
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9 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen es ist doch schön wenn es bleibt wie es ist, 30. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Seerücken: Erzählungen (Gebundene Ausgabe)
Es ist doch schön, wenn es bleibt wie es ist

von Wolf Imblig

Der Seerücken, das ist eine Landschaft am Bodensee, nicht Berge, nicht Flachland, eine Gegend die sich den eindeutigen Zuschreibungen entzieht, zauberhaft unentschlossen, mit einer Ruhe und Abgründigkeit die faszinierend und langweilig zugleich ist. Dieser Region hat Peter Stamm seinen neuen Erzählungsband gewidmet. Dem Unentschiedenen. Nicht echt, nicht falsch, nicht wahr noch gelogen, das kann man auch von seinem Schreiben und seinen abgründigen Metaphern sagen: der Pförtner, der einfach verschwindet. Das leise Scheitern, die vorsichtigen, ruhigen Momente, das Unaufgeregte gehört zu seinen bevorzugten Sujets. Keine großen Worte, kein lautes Schreien, eher ein betuliches sich abfinden mit dem Zustand, das könnte man in seinem Schreiben entdecken. Doch ist vor allem der Zwischenzustand, die Unentschiedenheit zwischen Wahrheit und Fiktion, Realität und Erzählung das eigentliche Spannungsfeld des Stammschen Schreibens.

Zu Literatur gehört das ungeschriebene Gesetz, dass der Autor sich in seinen Geschichten versteckt. Somit wird ein ungemein virulentes Spiel der Phantasien eröffnet: ist er es oder ist er nicht ? die Wahrheit hat die Struktur einer Fiktion, so Lacan. Sogar "Nur noch eine Fiktion" wie der Autor in der Geschichte "sweet dreams" des neuen Erzählungsbandes "Seerücken", beteuert. In dieser Geschichte ist er doppelt versteckt, als tatsächlicher Autor Peter Stamm, der diese Geschichte schreibt und als derjenige, der in der Erzählung auftaucht: nämlich als der Autor, der sich in einer Talkshow rechtfertigen muss für seinen eigenen Einfall und die Frage des Teufels` Advokaten beantwortet: Ist es nicht heikel sich für seine Geschichten reale Vorbilder zu nehmen? Der Autor Peter Stamm nutzt also einen Trick, ähnlich dem Trick den Hamlet in der Mausefallenszene anwendet, um den Mörder seines Vaters zu überführen und versucht damit doppelt zu antworten: In der Erzählung sieht eine junge Frau die Talkshow im Fernsehen und muss erkennen, dass eben dieser Autor derselbe Mann ist, den sie morgens im Bus bemerkt hatte und darüber hinaus, er nun sogar über sie und ihren Freund spricht: Er versucht im Fernsehen an Hand des Paares, dass er morgens im Bus gesehen hatte, eine junge Beziehung beschreiben zu wollen, die noch nicht geweiht ist von Lethargie und Desillusionierung der dauernden Beziehungstragödie und des Alters... In Wirklichkeit, so der Autor im Fernsehen, hätten ihn die beiden nur an etwas erinnert, seien möglicherweise nicht einmal ein Paar. Da der Plot der Erzählung "sweet dreams" in diesem Bus und mit diesem (wirklichen) Paar und dem unbekannten Dritten beginnt, ist geschickt versteckt, wie eine Stamm'sche Geschichte entsteht, nämlich in einer Realität, die aber behauptet lediglich eine Fiktion zu sein. Die Protagonistin sieht, wie sie von jemandem im Fernsehen beschrieben wird, er behauptet es als Fiktion, die aber der Realität der jungen Frau in nichts nachsteht. Schreiben bedeutet dann alle Spuren zu verwischen, um diese, einen Ursprung fordernde Fragen unkenntlich zu machen. Die Mausefallenszene des Hamlet versucht den Mörder des Vaters von Hamlet zu entlarven, in dem auf der Bühne des Stückes eine weitere Bühne erbaut wird in der Hoffnung, dass das Verdrängte und Geheime, der Ursprung des Aktes(das Subjekt des Mörders des Vaters) nun erscheinen möge. In der Erzählung "sweet dreams" wird in 90er Jahre Kinomanier der Autor als Subjekt in seiner eigenen Fiktion der Geschichte, hier im Fernsehen, eingeschleust, um zu beteuern, nur das Schreiben sei Wahrheit und nur das Schreiben wüsste, wie die Geschichte enden würde. Aber um welche Wahrheit geht es ? Es vermischen sich die Sichtweisen und wer war nun zuerst da, der Autor oder die Fiktion ? Es zeigt sich hier tatsächlich die Frage nach dem Mörder des Vaters: Es ist der Autor Peter Stamm selbst, der anstatt sich zu bekennen, versucht sich taktisch aus der Schlinge zu ziehen, indem er sich anscheinend einer Öffentlichkeit stellt und doch nur in der Melancholie verharrt, die aus der Distanz der Beobachtung und des Beschreibens entsteht. Bevor die Frau im Fernsehen sieht wie dieser Autor über die Fiktion spricht, (und letztlich dabei sie durch den Fernseher beobachtet) eine Fiktion, die er an ihr entdeckte, lebt sich in der Erzählung die Protagonistin sexuell an ihrem Freund aus, als müsste sie ihre eigene "reale", nicht fiktionale Existenz in der sexuellen Befriedigung zu bestätigen versuchen. Die Frau das sexuelle Wesen, der Autor als Beobachter dieses Bildes.

Schon in Stamms erstem vielgerühmten Roman "Agnes" existiert ja die faszinierende Frage ob sich ein Autor ein Frauenbild erschreiben kann oder nicht.
Am Ende beweist er, dass er als Autor sogar mächtig ist, die fiktive Frau real sterben zu lassen. Macht der Fiktion als Rückzugsort aus den verlassenen Beziehungen, sie rufen traurig nach Bewohnern. Anstatt sie zu besetzen und zu beleben schreibt hier ein Autor lakonisch: nur die Fiktion ist noch real. Aber welche Fiktion ist hier gemeint ? Die Fiktion der Subjektivität, die sich ewig schuldig machende Entgrenzung, der Tanz um das eigenen Nichts, oder die Fiktion, die als Ruine übrig bleibt, weil etwas nur äusserlich beschrieben wurde, anstatt diesem Etwas einen Platz zu bieten, um sich selbst zu formulieren. Fiktion hiesst bei Peter Stamm vor der Moral inne zu halten, in Distanz zu bleiben, und nicht durch die Moral hindurch zu tanzen, und sie somit zu sprengen und zu hinterfragen.

Genaus diese Distanz ist das Thema einer weiteren Erzählung, in dem ein Mädchen sich in ihre eigene Welt zurückzieht, in den Wald. Dort kann sie ungestört 3 Jahre leben, sie versucht ihren Alltag in der Schule, am Nachmittag im Einkaufsladen weiter zu leben, doch nächtigt und lagert sie erstaunlicherweise fast frei von Furcht im Wald. Ohne Spuren zu hinterlassen, bewegt sie sich durch das Dickicht und schlägt ihr Lager genau an der Stelle auf, an der sie später der Jäger sehen und entdecken, aufspüren kann. Keine einfachere Metapher ist in der Lage zu beschreiben, wie sehr die Frau Projektionsfläche der Figur des Rückzuges, der Innerlichkeit und des Lebens, des blossen Seins, ohne Denken und Reflektion, darstellt. Der Mann ist der Jäger und Aufspürer, der trifft und schiesst, immer aus der Distanz und nie aus der eigenen rufenden Verletzung, sondern der Jäger verletzt (und nicht umgekehrt). Die Sexualität zwischen Jäger und Beute ist ein Gemeinplatz unserer Fiktionen der Liebe und so wundert es kaum, dass die Erzählung endet mit einem Todesschuss, der die Frau im realen Leben, 20 Jahre später einholt. Natürlich bleibt es offen, welche Metapher der Schuss bedient, ob es ein Gewehr oder eine Erinnerung oder ein Wunsch nach dem Finalen ist, der die Frau niederstreckt. Aber anstatt den Jäger zu beschreiben, wie es sein kann eine Beute zu erlegen, oder anstatt zu versuchen zu verstehen, warum die Magie des Beute machens immer wieder verhindert zu sehen, wie impotent darin die eigenen Position ist. Sie verkennt das Gegenüber als Beute, als Sonntagsbraten und verlagert so den Blick auf das Rahmen, das Festigen eines Bildes anstatt der Kraft des Bilderwandels und der Metamorphose der Bilder zu vertrauen.

Diese Phantasie durchzieht das Schreiben von Peter Stamm. Die Veränderung, die Hoffnung auf den Akt, die alles durchzieht, alles verändert, verwandelt, durchziehen muss, denn viel passiert ja nicht. Und natürlich ist Peter Stamm ein Meister der Erzählung: kurzes Andeuten, ephemere Erscheinung, erhabene Stille, dann sofort das Nächste. Der Akt ist hier meist der sexuelle und dann in sehr ungleichen und enttäuschenden Verhältnissen: Ein Paar frischt die Leidenschaft auf an dem Leiden der Nachbarn, ein Ökobauer bittet seine mögliche Partnerin: "bitte geh nicht, bleibe", es sind diese Momente auf die wir im Lesen warten, dass sie es tun, dass es geschieht, dass die Protagonistinnen sich ausziehen, mit kleineren Brüsten als erwartet. Zur Veränderung gehört ja, die Beobachterposition zu verlassen und sich verändern zu lassen, anstatt am anderen die Veränderung zu beschreiben.

Das Empörende dieser Geschichten ist ja nicht der zweifelsohne bestehende Sog der Lakonie. Nicht viel passiert und das mit kurzen einfachen Sätzen, die uns das Gefühl geben, einen Widererkennungswert zu haben: Ja ich hatte auch schon mal den Wunsch jemanden zu berühren und jemanden zu küssen: das kenne ich. (Das Hoffen auf den Akt als süssliche, ständige Verschiebung und das auch zu durchleben, in aller Konsequenz)

Dorian Grey und das Bildnis ist eine Forderung, in der Kunst sich nicht moralisch verantworten zu müssen. Das Geschriebene ist das zu Lesende und zwischen den Zeilen ist nur die Lücke, die den Leser in seiner eigenen Imagination bestärkt. Hier liegt die unbestrittene Stärke des Autors. In Peter Stamms Romandebut "Agnes" entstand eine flirrende Stille, kreisend um einen Icherzähler, auch ein Autor und eine Frau, nach einer Weile war nicht mehr klar, was ist hier wahr und was falsch. Erfand der Autor seine Figur? Wenn er der Schöpfer seiner Protagonisten war, wie viel eigenes Leben kann er ihnen zugestehen ? Auch empörend nüchtern sein Schreibstil, hat Peter Stamm eine Sicht entwickelt, die zeigt, wie sie sich anfühlt die "liebertée toujours". Der Preis der zu zahlen ist, ist die Unverbindlichkeit, alles wird Beobachtung, nichts mehr Teilnahme, was fehlt ist aktive Lebenssphäre. Die Bildekräfte der Sprache sind verraucht für eine Erscheinung, ein Ästhetisieren der Welt des Scheiterns.

Das wirklich Empörende aber ist das Fehlen eines subversiven Gebrauchs der Fiktion, nicht zu verwechseln mit dem Rückzugsort, aus dem heraus eine sichere Beobachtung möglich ist. Das subversive Potential einer Fiktion wäre eine aktiv erzeugte Lüge, die ein Hafenbecken wird für das sich immer entgrenzende Begehren der Tsunamisubjektivität. Doch hierfür braucht es Leben, Schmerz und Liebeskräfte.

In "Sommergäste", der ersten Erzählung des Bandes will sich ein Literaturforscher (!) in einem einsamen Berghotel zurück ziehen, um über das Frauenbild in der russischen Literatur, bei Maxim Gorki zu schreiben. Hier nun endlich regt sich die Frau, als einzige Bedienstete des Hotels gegenüber dem Autor und befragt ihn nach seiner Haltung, lässt sich nicht einordnen und verschwindet am Ende spurlos, nachdem sich die beiden möglicherweise gefährlich nahe gekommen waren.
Für den Autor bleibt sie als Geschichte in seiner Erinnerung, das Reale war ihre Fiktion. Was er von ihr erhalten hat ist dieses "viel mehr " als Strom und Wasser, es ist die Geschichte. Aber warum insistiert die Frau auf ihrer Eigenständigkeit ? Bis zur Grenze der Unfreundlichkeit behandelt die Bedienstete den Ich-Erzähler und spielt so mit ihm und er scheint ihr vom ersten Augenblick an verfallen.

Obwohl die Erzählung "Sommergäste" sehr den Eindruck erweckt mit heisser Nadel gestrickt zu sein, gehört sie dennoch zum besseren Teil des Erzählungsbandes. Sie endet jedoch fatalistisch bei einer Festigung der Ordnung, anstatt sie zu befragen, kommt es doch nur zu einer Sicherung der Situation: So lange wir uns versichern, dass alles eine reale Fiktion ist und war, so lange müssen wir als Leser, Autor, Liebender und Liebende keine Verantwortung für unser Begehren übernehmen. Der Preis, den wir dafür zahlen ist, dass uns die Fiktion "Überschreitung der Ordnung" das Gefühl gibt, für einen Moment bei uns zu sein, nicht allein zu sein, aber wir danach schlapp hinabsinken und feststellen müssen: Es war nur eine kurze Erregung, keine dauernde Welle der Veränderung. Und hier fragt natürlich alles nach dem Gesetz des Vaters, der erlaubt, dass man sein Gesetz durchbricht, aber nur, um damit die Zäune seines Königreiches zu reparieren.

Kurz: Das Frauenbild in der ersten, mit deutlichem Sog der Verlassenheit erzählten Geschichte, ist nicht das mächtige Bild der Frau der Russischen Erzählungen bei Dostojewski, Cechov oder Gorki, es ist das Bild eines Bildes einer Frau, das vom Autor Peter Stamm erzählt wird: Du bist keine Frau, sondern nur ein Bild. Wärest Du mehr, könnte ich Dich nicht halten. Deine (und meine) Subjektivität würde den Rahmen meines Schreibens verlassen, besser noch jeglichen Rahmen verlassen. Literatur und Feminismus ist die Frage nach dem Sprengstoff des Gesanges, einer Stimme. Aber anstatt die sich ent-äussernde, den Menschen feiernde klangvoll und singende, hymnische Stimme des Subjektes, den Einzelnen im Dickicht seines Lebens zu feiern und sich zu den Fehlern, die hierbei entstehen, den Verletzungen, den Wunden und Fallen zu stellen - anstatt die gesamte Debatte des Feminismus zu benutzen, um seine eigene Stimme als Autor zu verlieren, wurde hier die Begegnung mit der Frau zu einem Bild, dass keine Spuren hinterlässt, keine Wunden schlägt und auch keine Ordnung hinterfragt, sondern nur bestätigt. Die ewige Wiederkehr des Gleichen hier als Paranoia: Es ist doch schön wenn es bleibt wie es ist doch schön wenn es bleibt wie es ist: Es ist als wolle der Autor sagen: Liebe ist ein Aufeinanderprallen von Bildern, mehr nicht. Und: Bleibe ein Bild. Mehr könnte ich nicht ertragen.
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Seerücken: Erzählungen
Seerücken: Erzählungen von Peter Stamm (Gebundene Ausgabe - 4. März 2011)
EUR 18,95
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