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Kundenrezensionen

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am 10. Oktober 2009
Einmal mehr ein Buch von Peter Stamm, das sich sehr gut liest. Es geht um einen Architekten (Alex), der seit Jahren eine Beziehung mit einer Berufskollegin (Sonja) führt, bei der nicht klar ist, wie tief sie geht und wohin sie führt. Aus einer "Aussenbeziehung" mit einer Polin (Iwona) ergibt sich die Frage, was mit deren "Resultat" (einem Kind namens Sophie) geschehen soll. Ich möchte hier nicht alles verraten, finde aber den Plot im Ganzen gesehen ziemlich unrealistisch. Trotzdem hat mich die Geschichte sehr gefesselt...! Einfach eine packende Lektüre, dieses neueste Werk von Stamm.
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am 8. September 2009
Jeder Beziehungsroman kann ausschliesslich auf den beteiligten Personen aufgebaut werden.
Die Fiktion des Romans "Sieben Jahre" verspricht zwar zu Beginn einiges. der Plot ist gekonnt aufgegleist. Das Interesse des Lesers wird geweckt, er ist gespannt auf die Entwicklung der Dreierbeziehung. Mit zunehmender Seitenzahl erstirbt sein Interesse, weil die drei Hauptpersonen keine Seele haben - zumal die zwei Frauen -weder Sonja noch Iwona dem Leser
im Verlaufe des Romans "begreifbar" werden. Ihre physische Gestalt ist belegt, genau erfasst und wiedergegeben. Sie bleiben interessante, aber leider blutleere Frauengestalten.
Die Aktionen und Reaktionen,Denken und Handeln des Ich-Erzählers werden zwar klar herausgeschält, werden aber trotzdem nicht durchgehend nachvollziehbar. - Schade!
An der Sprache, dem Fluss, dem Drive kann nichts ausgesetzt werden.
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am 8. November 2011
Alex liebt Sonja - glaubt er zumindest. Aber so ganz sicher ist er da eigentlich ist. Und Iwona liebt Alex, und zwar mit einer Hingabe, die ihm einerseits Angst bereitet, ihn aber auch nicht loslässt. Sonja und Iwona - unterschiedlicher können zwei Frauen kaum sein - die eine hübsch, wohlhabend, gebildet, die andere hässlich, arm und scheinbar dümmlich, doch eins verbindet sie: Alex. Und Alex spürt, dass Iwona Macht über ihn und seine Gefühle hat, obwohl sie keinerlei Forderung stellt. Doch bei ihr findet er die uneingeschränkte und bedingungslose Liebe, die er bei Sonja vergeblich sucht und der er sich kaum entziehen kann, Und obwohl Iwona alles andere als seine Traumfrau ist. Denn die ist Sonja, seine Frau. Er kann und will der Wahrheit nicht ins Auge sehen, hält an seinem Ideal fest, obwohl er inzwischen gar nicht so recht weiß, was dies ist...
**************
Obwohl Peter Stamm komplett auf die direkte wörtliche Rede verzichtet, was oft verhindert, eine Verbindung zu den Personen aufzubauen, tritt der Leser ein in Alex' Gefühlwelt, in seine innere Zerissenheit zwischen den unterschiedlichen Arten der Liebe. In einer überraschenden Klarheit und Offenheit erzählt der Protagonist Alex als Ich-Erzähler seiner Bekannten Antje von seinen Zweifeln, von der heimlichen Macht, die Iwona auf ihn ausübt, und ist sich dabei gar nicht sicher, warum er dies tut: sucht er bei ihr eine Freisprache seiner vermeintlichen Schuld ? Auf jeden Fall aber sucht er immer noch nach dem Sinn der Liebe und fragt sich, wer der Glücklichere ist: der der liebt, oder derjenige, der geliebt wird? Während wir einerseits die aktuellen Geschehnisse rund um sein Geschäft und seine Ehe beobachten, erfahren wir über die Entstehung seiner Zerissenheit, die Suche nach dem Glück, doch da er selbst nicht sicher ist, was genau dies ist, wirkt sich diese Unsicherheit auf sein Leben und seine Beziehung aus. Er scheitert.
Ich muss gestehen, ich war anfangs skeptisch, ob ein Buch ohne wörtliche Rede, das dadurch eher nüchtern und leblos wirkt, mich fesseln kann. Aber nachdem ich mich an den eigenwilligen und wirklich leidenschaftslosen Stil gewöhnt hatte, der selbst in dramatischen Situation nicht davon abwich, konnt e ich das Buch seltsamerweise nicht aus der Hand legen. Ich zweifelte, ob ich Alex mögen oder verachten soll, entschloss mich dann zu einer Mischung aus beiden, hatte wohl eher Mitleid mit ihm, genauso wie mit Iwona.
Dieses Buch ist jedoch eines zweifellos: Lesenswert
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am 22. August 2009
Alex und Sonja. Alex und Iwona. Alles beginnt um etwa die gleiche Zeit, am Ende des Architekturstudiums in München. Dann kommt die Heirat (mit Sonja). Dann wird Sophie geboren, als Tochter von Iwona, die dann aber mit Alex und Sonja aufwächst. Dann trennt man sich, dann - und so beginnt das Buch, ist man doch irgendwie zusammen.

Die Architektur als Berufung gibt den Beiden Alex und Sonja die Möglichkeit, ihren Vorstellungen von Leben und Raum zu nachzuleben. Im eigenen Leben schaffen sie es nicht. Da sind sie gefangen in ihren engen Gedanken und Strukturen. Sie können nicht wirklich auf sich zugehen. Die Verteidigung der Standpunkte beginnt mit dem ersten Kuss, und dem schon schwierigeren, zweiten.

Unser Ich-Erzähler Alex - aber auch die anderen Figuren - weichen hartnäckig den Möglichkeiten aus, ihrem Leben eine Richtung zu geben. Die Leben sind getrieben von den Ereignissen um die Personen herum. Dinge, Begebenheiten, Begegnungen passieren einfach. Alex ist hartnäckig im Beurteilen und Urteilen und kommt - wie so mancher - zu messerscharfen Analysen über Lieben und Leben (er sagt Iwona mehrmals, dass er sie nicht liebt, er sinniert über den Charakter von Sonja und was oder wer ihr grad besser täte als er selber).

Peter Stamm betreibt mit "Sieben Jahre" eine Nabelschau der allzu menschlichen Fähigkeit zur Selbsterkenntnis ohne relevanten Impact. Er schafft in diesem grossen Werk eine Distanz des Lesers zu den Personen; sie sind leicht überzeichnet, extremer, die Geschichte plätschert nicht so einfach dahin wie jene in "An einem Tag wie diesem", sie ist nicht so melancholisch, dann doch beissender in der Situationsdarstellung und den grotesk anmutenden, teilweise aufmüpfigen Gedanken über die eigene Existenz und die Unfähigkeit, das Glück zu erkennen und nachhaltig zu geniessen.

Ich fühlte mich ertappt!
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am 25. März 2011
...echt die Laune verhagelt hat.

Ist das ein gutes Urteil für das Buch selbst? Ich bin mir noch nicht ganz sicher.

Fakt ist, daß die Sprache des Buches den Leser sofort in die Handlung holt, weil sie schnörkellos und ohne Künsteleien daherkommt. Man beginnt zu lesen und kann sich dem Sog nicht mehr entziehen. Manchmal sind die Zeitsprünge vollkommen überraschend und man muss der Geschichte etwas nachrennen, aber na gut.

Genau deswegen geht einem der Hauptdarsteller auch so dermaßen auf den Geist. Etwas solch unentschlossenes, jämmerliches, nicht entscheidungsfähiges habe ich lange nicht erlebt. Ebenso die Gesellschaft, in der er sich bewegt, sich glücklich glaubt. Seine Frau: Das selbe in Grün. Ziel- und planlos, aber immer auf der Höhe der Zeit sein müssen. Sein Seitensprung: Das Sich-Aufgeben in Reinkultur, sich behandeln lassen wie der letzte Dreck, ohne je aufzubegehren.

Ich kann mich mit solchen Figuren nur sehr schwer identifizieren bzw. mich in sie hineinversetzen. Manches Mal wirkte die Darstellung der Personen wie Kunst der Kunst willen, noch ein bißchen niederträchtiger, noch ein bißchen überzogener. Oder es war der geschickte Schachzug der Überzeichnung und ich bin ihm auf den Leim gegangen, weil: Aufregen tue ich mich ja über sie. Hmmm.

Schlußendlich weiß ich noch nicht, ob ich das Buch gerne gelesen habe. Ja, die Nachrichten über die Liebe und das Leben habe ich wohl vernommen und finde sie sehr nachdenkenswert - aber muss man sie so verpacken, daß man sich hinterher nicht sicher ist, ob man das Buch mochte? Ich weiß nicht. Manch einer wird sagen: Toller Effekt. Man könnte auch sagen: Effekthascherei.

Drei Sterne aus Unsicherheit. Sicherlich eine Geschmacksfrage.
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am 28. April 2016
Ein wunderbarer Roman - Der Autor ist eine "Feder"! Allen zu empfehlen die Lesefreude genießen wollen, denn diese finden sie garantiert.
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am 23. Mai 2013
Wenn ich eines richtig gut finde, sind es Geschichten, die Männer von Männern schreiben, Gedanken und Wünsche, Unsicherheiten und alles von dem Frauen nur raten könnten, ob und wie, wann es in einem Mann vorgeht.
Stamm schafft das in meinen Augen sehr gut!
Ich bin eine Mutter in Elternzeit, habe nicht allzuviel Zeit, aber ich habe das Buch wirklich verschlungengen, es war für mich das erste seit zwei Jahren, dass ich recht anspruchsvoll und zugleich als anstrengend und doch interessant empfand.
Weil ich es aber doch Ansich etwas langatmig fand, gibts nur 4Sterne.
Es lohnt sich jedoch in auch dann zu lesen, wenn man etwas über einen Menschen oder ein Buch erfahren möchte, dann muss man halt auch Geduld und einen langen Atem mitbringen, m. E. nach.
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am 2. Juni 2010
Dieses Buch ist ein Roman über die Liebe. Damit hat Peter Stamm etwas gewagt, was die meisten Schriftsteller aus dem deutschsprachigen Raum heute eigentlich tunlichst vermeiden. Denn die Beschreibung von Emotionen ist vielen Autoren, die sich gerne über ihre intellektuelle Kapazität definieren und sich mit radikaler Gesellschaftskritik brüsten, ganz einfach nicht geheuer. Bei der Beschreibung des Leidens an der Liebe ist Fingerspitzengefühl gefragt; eine Fähigkeit, über die Peter Stamm ganz offensichtlich verfügt - und das allein ist schon beeindruckend. Stamm beschreibt eine Dreiecksgeschichte, oder besser gesagt eine Liebegeschichte, in der ein Mann sich an der Liebe zu zwei sehr unterschiedlichen Frauen aufreibt. Während er eine halbes Leben lang versucht, seine Beziehung zur vermeintlich schöneren, stärkeren und intelligenteren Frau zu managen und mit Sinn zu füllen, entgleitet ihm die Unscheinbare, aber ihn wahrhaft liebende Frau langsam und unwiderruflich. Abzug gibt es aus meiner Sicht deshalb, weil es Stamm nicht gelingt, die Spannung konsequent durchzuhalten. Doch ist es gerade nicht so, dass ich als Leser gegen Ende weniger gefesselt wurde als zu Beginn. Nein, der erste Teil des Buches ist wesentlich weniger fesselnd und weist etwas langweilige Passagen auf. Die interessante Wendung gelingt Stamm ganz unspektakulär irgendwo in der Mitte des Romans und die zweite Hälfte vermag dann wesentlich mehr zu überzeugen. Insgesamt ein Buch, das man nach dem Lesen nicht unbeteiligt zur Seite stellt, sondern das noch ein ganzes Stück später nachwirkt. Kein Weltroman, aber nachhaltig. Wie eine Melodie, die nachklingt.
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am 14. März 2011
Schon lange hat mich kein Buch mehr so gefesselt, mitgenommen und beeindruckt. Es verdient uneingeschränkt 5 Sterne.

Die Handlung des Buches wurde hier schon erschöpfend dargestellt, kurz zusammengefasst nenne ich es: Ein Mann zwischen zwei Frauen. Erzählt wird in der Ich-Perspektive, und dies so klar und fesselnd, in all seinen charakterlichen Schwächen so nachvollziehbar, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. An einem Tag war es durchgelesen und ich weiß, dass es lange dauern wird, bis mich wieder ein Buch so beeindruckt.

Woran liegt es?
Zum einen an der schnörkellosen und klaren Sprache, die den Leser hundertprozentig in den Bann des Buches zieht, gerade wegen ihrer Unaufgeregtheit. Darüber hinaus halte ich die Charakterzeichnung der drei Hauptfiguren für überaus gelungen, vor allem der Ich-Erzähler ist in all seiner Fehlerhaftigkeit und emotionalen Beschränktheit einfach großartig ausgelotet. Mir persönlich gefällt außerdem, dass die Erlebnisse und das tägliche Umfeld der Figuren nicht 'papiern' und künstlich daherkommt, sondern ich jederzeit das Gefühl hatte, genauso leben viele Menschen heute, und: so verändern sie sich mit den Lebensphasen -Ausbildung voller Ideale und Träume, später gefangen im eigenen Hamsterrad.

Vor allem berührt mich das Thema, der Protagonist und seine Beziehung zu den zwei Frauen. Trotz seiner emotionalen Beschränkheit konnte ich seine Gedanken und Empfindungen stets nachvollziehen. Sehr viele kluge Sätze und Betrachtungen ließen mich innehalten und nachdenken. Gleichzeitig konnte ich den ' nur selten absehbaren ' Fortgang der Handlung kaum abwarten. Mehr kann man von einem Buch nicht verlangen.

Für mich eines der Bücher des Jahres und ich werde in jeden Fall mehr von dem Autor lesen.
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am 21. April 2010
"Mann trifft Frau" ist das älteste Sujet der Welt. Das zweitälteste heißt "Mann zwischen zwei Frauen". Glücklicherweise haben beide weder an Aktualität noch an Faszination eingebüßt, vor allem wenn man(n) sich wie im Roman von Peter Stamm lange Zeit nicht für eine der beiden Frauen entscheiden muss ...

"Sieben Jahre" erzählt die Geschichte dreier unsympathischer Personen. Dem unsicheren und orientierungslosen Alexander stehen zwei Frauen gegenüber: Seine Frau Sonja ist begabt, aber irre leidenschaftslos. Seine Geliebte Iwona ist störrisch und unfassbar anspruchslos. Stamm verknotet die drei zu einem peinigenden Beziehungsknäuel, lässt sie sich gegenseitig um ihr Glück bringen und verleiht keinem die innere Freiheit, aus dieser Misere auszubrechen.

Die simple Rahmenhandlung: Eine gemeinsame ältere Freundin ist zu Besuch bei Sonja und Alexander und er erzählt ihr in mehreren Rückblenden die Geschichte seiner Beziehung zu Iwona und wie sich diese mit der Geschichte seiner Ehe verwoben hat.

Die eine Hälfte der Geschichte ist ziemlich konventionell. Alexander und Sonja lernen sich während ihres Architekturstudiums kennen. Sie ist so was wie eine höhere Tochter, ehrgeizig, talentiert, kreativ und selbstsicher. Er ist ein sozialer Aufsteiger, wird dementsprechend von nicht wenigen Selbstzweifeln geplagt und leidet an all den Unsicherheiten, die seiner sozialen Rolle zukommen. Ich dachte die ganze Zeit: "was für ein schönes Paar" :-)

Der (Beziehungs-)Entwicklungsroman nimmt seinen Lauf: Studium, Urlaub, Heirat, gemeinsames Büro, Erfolg, Misserfolg, Insolvenz, Trennung. Das bürgerliche Lebensmodell in seiner ganzen Blutleere und Uneigentlichkeit ...

Das Dreieck wird komplettiert und die Geschichte verkompliziert durch die Polin Iwona, eine illegale Einwanderin. Ihre Eigenschaften: langweilig, farblos, unattraktiv, ungebildet. Aber ausgestattet mit einer unfassbaren Fähigkeit zur schweigsamen und anspruchslosen Hingabe, deren Quelle völlig im Dunkeln bleibt. Sie ist hoffnungslos verliebt in Alexander und hat doch nach allen lebenspraktischen Maßstäben nicht die geringste Chance.

Nichtsdestoweniger kommt er über die ganze erzählte Zeit hinweg (+/- 20 Jahre) nicht von ihr los. Er setzt regelmäßig sein Bilderbuchleben auf's Spiel ohne zu wissen, wofür eigentlich. Was Iwona ihm bietet, ist der wohlige Seelenfrieden, der sich dann einstellt, wenn man sicher sein kann, dass man den Erwartungen des anderen entspricht, völlig egal was man tut ... weil es keine Erwartungen gibt, nur dieses vorbehaltlose Lieben ...

Die Schilderung der verstörenden Anziehungskraft, die davon ausgeht und von der sich Alexander nicht frei machen kann, bildet den Kern des Romans. Das Verlangen nach diesem Seelenfrieden ist Schwäche und Erlösung zugleich. Er führt nirgendwohin und hat keine Zukunft, bei Lichte betrachtet ist er völlig irrational, aber im Halbdunkeln der unbewussten Wünsche kommt er mir manchmal recht plausibel und nachvollziehbar vor ... Der Klappentext stellt schon die zentrale Frage: "Hat ein Mensch Macht über uns, weil er uns liebt?" Stamms beunruhigende Antwort ist: ja.

Da heißt es, aufpassen von wem man sich lieben lässt. Und Vorsicht vor langweiligen, farblosen, unattraktiven und ungebildeten Frauen. Man könnte ihrer Anziehungskraft sehr schnell erliegen. Zum Glück gibt's die in Wien ohnehin nicht ;-)

Der Anziehungskraft des Romans kann man bedenkenlos nachgeben. Weil er gut ist. Ein schöner Start ins Literaturfrühjahr!
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