Kundenrezensionen


10 Rezensionen
5 Sterne:
 (5)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Eine Geschichte zu schreiben, bedeutet, auf Wahrheit zu drängen"
Schon immer hat die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz in ihren Romanen ihre Figuren rebellieren lassen gegen uniformiertes Denken und angepasste Gefühle. In ihrem neuen Buch „Nachkommen“ unternimmt sie am Beispiel des Literaturgeschäftes einen erneuten Versuch. Dabei leitet sie ihre Überzeugung: "Eine Geschichte zu...
Vor 8 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen So gar nicht mein Fall
Ich hatte mir keine leichte Kost erwartet, aber dass es mir so schwer fallen würde, dieses Buch zu lesen, damit hatte ich dann auch wieder nicht gerechnet.
Kurz zusammengefasst:
* Ich mag den Stil nicht - diese kurzen Sätze oder Satzfragmente. Hmm, denk ich mir dann, wieso jetzt das? Will mir die Schriftstellerin damit etwas sagen, und wenn sie mir...
Vor 5 Monaten von Dorothea veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Eine Geschichte zu schreiben, bedeutet, auf Wahrheit zu drängen", 22. Juli 2014
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schon immer hat die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz in ihren Romanen ihre Figuren rebellieren lassen gegen uniformiertes Denken und angepasste Gefühle. In ihrem neuen Buch „Nachkommen“ unternimmt sie am Beispiel des Literaturgeschäftes einen erneuten Versuch. Dabei leitet sie ihre Überzeugung: "Eine Geschichte zu schreiben, bedeutet, auf Wahrheit zu drängen".

Marlene Streeruwitz, die wie ihre Hauptfigur, die 20-jährige Nelia Fehn 2011 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, kennt den Betrieb und auch die Hintergründe jenes Geschäftes, in das sie ihre Protagonistin geradezu stürzen lässt. Für einen Roman, den Marlene Streeruwitz selbst geschrieben hat und der im September unter dem Titel „Die Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland“ bei S. Fischer erscheint, ist Nelia Fehn für den Deutschen Buchpreis nominiert worden, und bis auf die Shortlist gekommen.

In diesem Buch lässt Streeruwitz Nelia die „Schlachtordnung“, wie sie unser Gesellschaftssystem nennt, sezieren und kritisieren. Nelia hat ihre Mutter, die Schriftstellerin und Feministin war, früh verloren. Ihr Vater hat sich nie um das Kind gekümmert. Die Tochter tritt in die Fußstapfen der Mutter und landet mit ihrem Debütroman, der mit einer Welt abrechnet, in der das Geld das Sagen hat, auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Nun reist sie nach Frankfurt, um vielleicht den Preis entgegenzunehmen, doch er geht an eine andere Schriftstellerin. Ob es sich im Vorfeld der Preisverleihung und während der offiziellen Feierlichkeiten tatsächlich so zuträgt, wie Marlene Streeruwitz das ihre junge Nelia erleben lässt, entzieht sich meiner Kenntnis, aber man wird den Eindruck nicht los, dass sie dabei eine Menge eigener Erfahrungen aus dem Jahr 2011 verarbeitet hat.

Nelia Fehn ist ein Beispiel für eine Generation von „Nachkommen“, die nicht mehr die Verantwortung dafür übernehmen will, was die Generationen vor ihr angerichtet haben. Sie sagt in diesem Buch einmal einen für sie typischen Satz:
„Ich kritisiere nicht. Ich lehne ab. Ich lehne jede Verantwortung für alle diese Erbschaften ab, mit denen ich belastet werde. Jede Verantwortung." Da wird viel Wut spürbar, Wut über das eigenen Leben und Wut über die Welt. Eine Erfahrungswelt, in die sich eine 1950 geborene Schriftstellerin, wie ich finde, hervorragend und überaus sensibel einfühlen kann. Sicher wird der oben erwähnte im Herbst erscheinende Roman davon noch mehr Zeugnis geben.

„Nachkommen“ ist ein unromantisch und mit viel Sarkasmus geschriebener Abgesang an die Literatur, mit beißender Schärfe erzählt er von den lächerlichen Ritualen und dem knallharten Umgang in einem zum Geschäft gewordenen Betrieb, in dem es nur um Geld und Macht geht, nicht mehr wirklich um Literatur.

Wie Marlene Streeruwitz das allerdings erzählt und beschreibt, darf mit Fug und Recht als ein Beispiel dafür gewertet werden, dass es mit der Literatur und ihrer ihr innewohnenden Kraft der Kritik und der Hoffnung auf Veränderung noch längst nicht zu Ende ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen So gar nicht mein Fall, 21. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte mir keine leichte Kost erwartet, aber dass es mir so schwer fallen würde, dieses Buch zu lesen, damit hatte ich dann auch wieder nicht gerechnet.
Kurz zusammengefasst:
* Ich mag den Stil nicht - diese kurzen Sätze oder Satzfragmente. Hmm, denk ich mir dann, wieso jetzt das? Will mir die Schriftstellerin damit etwas sagen, und wenn sie mir etwas sagen will, warum sagt sie es dann nicht?
* Ich mag die Person nicht, von der das Buch handelt. Ihre Lebensweise ist mir fremd, sie ist mir unsympathisch. Je mehr ich von ihr lese, umso weniger mag ich sie. Alle anderen, die in dem Buch vorkommen - so negativ sie auch beschrieben sein mögen, sind mir eigentlich lieber als diese Nelia.
* Ich konnte beim besten Willen nicht die "Ordnung der Generationen" finden und auch sonst wenig, worüber ich hätte nachdenken wollen.
Natürlich wird es viele geben, die diesen Stil gut finden, denen dieses Buch gefällt. Für mich war es eine Erleichterung, als ich es endlich fertig gelesen hatte, und ich werde es ziemlich sicher nie wieder aufschlagen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen MAG SEIN, 29. August 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mag sein. Mag sein, dass. Dass diese Autorin Wichtiges zu sagen hat. Zu sagen hat über Gesellschaft und Geschlecht. Über Macht, Männer, Mädchen, Misere. Mag sein. Mag sein auch nicht. Ich kann es nicht entscheiden. Denn. Was soll ich machen? Ich kann diesen bescheuerten Streeruwitz-Stil nicht lesen. Einfach nicht lesen. Es nervt. Total. Diese kleingehackten Sätze. Wie früher in der Bundeswehrwerbung. Cool, männlich. Oder eben: feministisch.

Thema Buchpreis. Oh je. Betriebsbespiegelung. Nochmal: Oh je. „Ein Blick hinter die Kulissen des Deutschen Buchpreises“, jubelt die „Zeit“. Der hat uns ja dringend gefehlt. Dieser Blick. Was da so abgeht an Machtspielen und männlichem Sexismus im Literaturbetrieb, na klar. Witzig? Aber überhaupt nicht. Schon die Idee: vollkommen unlustig. Auf der Longlist ist die Schwarte aber schon. Würdige Nachfolgerin für Abonji, Franck, Hacker, Schmidt und die anderen bereits vergessenen Damenbücher, die diesen Frauenförderpreis bekommen haben.

Und nochmal: Kann nicht schreiben, die Frau. Sätze wie: „Dieses Hineinziehen in das Ereignis und dann überschwemmt sein. Schwimmend und um Auftauchen ringend.“

Lieber nicht. Lieber ein richtiges Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Köstlich, 8. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbar zu lesender Roman (ja Roman, nicht Buch - warum ist im Roman zu lesen). Der Literaturbetrieb als Spiegel einer falschen Gesellschaft: eine Buchpreisverleihung, moderne Familienstrukturen, Trauer und Liebe sind die Umstände in denen die zwanzigjährige Protagonistin und Autorin sich ihren ganz persönlich Weg quasi zu Fuß durch Frankfurt "ergeht".
Mit feinem Sinn für Humor, köstlichen Spitzen und detailfreudigen Beschreibungen begleitet Streeruwitz ihre Nelia Fehn auf diesem Weg jenseits aller Konventionen. Ideal für Leser und Leserinnen, die den Genuss einer hochsensiblen Sprache und eine scharfe Zeitdiagnose zu schätzen wissen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungen und spannend, 8. Oktober 2014
Von 
Frau Feder "Blume" (Eggern bei Heidenreichsein) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Gebundene Ausgabe)
In mir entstand sehr deutlich ein Bild von Nelia, ihre Besonderheit, vielleicht sogar Zickigkeit, die ich beim lesen angefangen habe zu verteidigen. Sie ist einfach radikal, ehrlich und das gefällt mir. Eine Geschichte ist dann gut erzählt, wenn mich die Protagonisten und Protagonistinnen bewegen. In dem Roman traf das sehr zu. Die Literaturszene so zu sehen fand ich auch spannend. Interessant wären sicher die öffentlichen Auftritte der Autorin gewesen, wenn sie den Buchpreis dort bekommen hätte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachkommen, 14. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Kindle Edition)
Nachkomen ist ein sehr bemerkenswertes Buch, ein besonderes Buch.
Sprachlich höchst eigenwillig, aber sehr gelungen. Spannend, auf hohem Niveau.
Warum "nur" 4 Sterne: Nach fulminantem Beginn mit verzweigten Handlungssträngen und tiefschürfender Auslotung verwandtschaftlicher Abhängigkeiten und Animositäten flacht der Roman leider etwas ab, besonders in der etwas langatmig geratenden Darstellung der Buchmesse samt Vatertrefen.
Insgesamt aber: unbedingt lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Kein Geschichterl, 21. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Gebundene Ausgabe)
Diesen Roman. Den hat sie geschrieben. 2014 erschienen. Marlene Streeruwitz. Aus Österreich. Die kennt man doch. «Nachkommen» ist der neue Titel. Den hat sie sich gewählt. Für ihr Buch. Wie die Verlagsheinis das immer nennen. 432 Seiten bedrucktes Papier. Dieses Buch.

Nur Umsatzbringer für die. Im besten Fall auch Gewinnbringer. Verkaufte Auflage ist wichtig. Roman sagen die nicht. Nur Buch. Ist denen egal. Hauptsache Geld kommt rein. Reichlich Geld. Brauchen die immer. Inhalt zählt bei denen nicht. Botschaft. Anliegen. Sprache. Kunst. Alles unwichtig für die. Das muss einen ja wütend machen. Auf den Literaturbetrieb. Die Schickeria der Verlage. Die mit ihren schwarzen SUVs durch Frankfurt brausen. Denkt Nelia Fehn. Zwanzig Jahre alt. Protagonistin im Roman der Streeruwitz. Jungstar der Frankfurter Buchmesse. Absolut jüngste Finalistin bisher. Unter den letzten Sechs. Ist eingeladen zur Preisverleihung. Ihr Verleger übernimmt die Kosten. «Die Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland». Das hat sie geschrieben. Den Preis bekommt aber doch eine andere Autorin. Macht nichts. Sie sei ja noch so jung. Sagen alle. Wenigstens ist sie schon mal dabei gewesen. Kann ja noch kommen. Später. Obwohl. Das Preisgeld hätte sie gut brauchen können. Sie ist ja ziemlich abgebrannt. Wie man so sagt. Hat auch noch keinen Vorschuss bekommen. Muss sie mal klären. Wenn die Mami das wüsste. Die hat ja auch geschrieben. Autorin war sie. Ist aber tot. Schon lange. Und der Opa ist heute Morgen beerdigt worden. Der hat sie großgezogen. Die Mami fehlt ihr so. Den Vater hat sie nie gesehen. Den hat die Mami damals verstoßen. Jetzt ruft der sie plötzlich an. Wohnt ja hier. Kennt ja wenigstens ihren Namen. Will sie treffen. Dringend. «Ich wollte kein Kind». Sagt er. Wie kann er so was sagen. Ihr ins Gesicht. Was soll das denn bringen. Mit ihnen. Vater und Tochter. Das wird nichts mehr. Alles umsonst. War doch schlimm genug heute auf der Messe. Der Trubel. Kein Durchkommen. Interviews. Warum haben sie den Roman geschrieben. Dumme Frage. Immer ruhig bleiben. Fernsehaufnahme bei 3Sat. Sie ist doch keine Anarchistin. Jetzt ist aber genug. Kamera aus. Raus ins Freie. Mal durchatmen. Schon wieder jemand. Der sie kennt von den Fotos überall. Sie anspricht. Bloß weg hier. Was zu essen wäre nicht schlecht. Vegetarisch. Schon ist sie am Ausgang. Hat nichts gefunden. Wann geht der nächste Flug. Sie recherchiert auf ihrem Smartphone. Da gibt es ja Bordverpflegung. Ihr Rucksackrollköfferchen klappert auf dem Pflaster. Frankfurt. Nur weg hier.

Literarisch eine Rebellin ist diese Frau Streeruwitz. Gegen den Strich gebürstet ihre komplexe Prosa. Man könnte sie feministisch nennen. Streng. Sarkastisch. Im Stil des Dekonstruktivismus. Immer kritisch hinterfragend. Aufgeteilt in kleine Satzfragmente. Analytisch. Immer im Stakkato. Mit radikal vereinfachter Interpunktion. Zunächst etwas störend für den Leser. Fast nur Punkte. Gewöhnt man sich aber schnell dran. Nelia als Protagonistin ist mir unsympathisch geblieben. Zu zickig. Ich konnte keinen Zugang finden. Zu ihr. Man erfährt auch nicht wirklich viel über sie. Keine markante Persönlichkeit jedenfalls. Als Nachkomme strickt jede Verantwortung ablehnend. Für alle Generationen vor ihr. Immer aufmüpfig und nachdenklich.

Ist die Literatur im Niedergang begriffen. Wie der Klappentext behauptet. Fragt man sich. Vom schnöden Gewinnstreben zu Boden gerungen. Ein korrumpiertes Literatur-Establishment als Totengräber einer Kunstrichtung. Hat die renitente Protagonistin recht mit ihrem Widerstand. Mit ihrem Wutausbruch. Mit ihrer Erregung. Wie Thomas Bernhard das genannt hat. Es muss Romane geben, ist sie sich sicher. «Romane und nicht Geschichterln. In die Erfindung gebündelte Wahrheit und nicht diese dünne Soße des Echten. Ins Zweidimensionale gepresster Kitsch». Wen mein Stakkato-Text nicht schreckt, der sollte diesen Roman lesen, er ist herzerfrischend anders, kein Geschichterl eben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Breite Gesellschafts- + Literaturkritik, 19. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Gebundene Ausgabe)
Marlene Streeruwitz verdient jede Anerkennung für ihre Aufmerksamkeit, ihren Verstand und ihren Mut, klare Kritik an fragwürdigen Strukturen + Gewohnheiten unserer Gesellschaft zu üben. Dieser "Roman" (Gott behüte, kein "Buch"!) verflicht familiäre Kalamitäten mit Unzulänglichkeiten des Literaturbetriebs und dem seltsamen Verhalten der jungen, kompromisslosen Protagonistin, bedauernswert in ihrer einsamen Unangepasstheit. Dazu werden noch einige banale gesellschaftliche Eigenheiten serviert. - Sprachliche Besonderheit steht einer Ikone der Literatur zu, persönlich hätte ich inhaltlich mehr Tiefe der Breite vorgezogen...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachkommen, 17. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Kindle Edition)
Das Buch ist eine Offenbarung! Das Leben einer Frau die sich immer konsequent treu bleibt und nie das Leben an der Oberfläche vorbeiziehen lässt, sich Fragen stellt und Nichts anderes will, als das Buch, das sie selbst in ihrer Gymnasialzeit geschrieben hat, als Text für sich selbst sprechen lassen will. Dennoch will man immer an ihr als Person rühren, die Verlagsmaschinerie will sie vereinnahmen, verdinglichen, reduzieren. Nelia jedoch gibt nichts preis , das ihr privat ist, unter anderem ist sie schonungslos ehrlich, aber lässt sich ihre Neugier und Lebenslust nicht nehmen, sie kann auch ihre Trauer um ihren Lebensmenschen, die Mami. Das Gefühl des Alleingelassenseins, in Worte packen und sie schützt die Mami, die gestorben ist, selbst im Andenken an sie. und so trifft sie ihren Vater, der für sie ein alter ,unbekannter Mann ist, und lernt ihn kennen. Dieses Kennenlernen ist jedoch so wichtig,obwohl es desillusionierend ist, weil sie aus möglicherweise Sentimentalen Stimmungen heraus eine Idealisierung dieses eigentlich bemitleidenswerten Mannes ausgesetzt wäre. Nelia schreibt ihrem Vater aber das Recht ab, ein Erinnerungsfoto ihrer Mami zu besitzen . Sie beurteilt ihn als Verlierer, der von Machtstrukturen und patriarchalisch geprägten Grundgedanken besessen ist, setzt sich dem Spruch aus ' Eigentlich wollte ich kein Kind' , es ist klar, dass sie ' das alles' auch nicht erben wird, da sie sich nicht ködern lässt und Versäumtes nicht rückgängig gemacht werden kann. Nelia kommt aber darüber hinweg, sie ist - obwohl nicht sie die Preisträgerin des erhofften Buchpreises ist, Gewinnerin.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Jeder Satz sitzt und trifft. Großartig!, 4. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Nachkommen.: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie bei allen ihren Büchern weiß Marlene Streeruwitz sprachlich zu begeistern und wird der Ankündigung: ein Roman über die Ordnung der Generationen und wie sie durch Gier und Vernachlässigung außer Kraft gesetzt wird, absolut gerecht. Ich bin sehr gespannt auf das Buch: Die Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland, das bisher wohl nur sehr inkompetent bei amazon bewertet wurde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nachkommen.: Roman
Nachkommen.: Roman von Marlene Streeruwitz (Gebundene Ausgabe - 23. Juni 2014)
EUR 19,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen