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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, aber keine pure Unterhaltung, 20. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Neandertaler und wir: Meine Suche nach den Urzeit-Genen (Gebundene Ausgabe)
Wer Lesen als pure Unterhaltung ansieht, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen, denn es fordert seine Leser an vielen Stellen heraus. Ohne Grundkenntnisse in Molekulargenetik können die zahlreichen Argumentationen und Strategien kaum nachvollzogen werden. Natürlich bemüht sich der Autor, diese Grundkenntnisse mit möglichst unter Verzicht auf Fachbegriffe kurz darzustellen, aber genau diese Vorgehensweise macht es dem Leser, der über die Fachsprache verfügt, eher schwerer. Schematische Zeichnungen, wie man sie beispielsweise in Schulbüchern findet, wären für den interessierten Laien sicher sehr hilfreich – vielleicht in der nächsten Auflage, die ich diesem Buch von Herzen wünsche.
Wer sich aber die Mühe macht, dem anspruchsvollen Erzählniveau Pääbos zu folgen, der wird schnell gepackt von ständig sich überbietenden spannenden Geschichten im Labor und an den Fundstätten, von den allzu menschlichen Seiten wissenschaftlicher Arbeit oder von den ebenso akribischen wie selbstkritischen Beweisführungen, an deren Ende aufregende Erkenntnisse stehen. Nicht einmal auf eine kleine Liebesgeschichte muss man verzichten.
Es gibt populärwissenschaftliche Bücher, die sich bequemer lesen, aber wohl kaum eines, das so präzise formuliert, so liebvoll aus dem Englischen übersetzt und vor allem so unendlich sorgfältig lektoriert worden ist (auf den 358 Textseiten habe ich lediglich 3 Rechtschreibfehler und nicht einen einzigen Kommafehler entdeckt!).
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen An der Front der wissenschaftlichen Forschung, 5. Juni 2014
Von 
karin1910 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Neandertaler und wir: Meine Suche nach den Urzeit-Genen (Gebundene Ausgabe)
Svante Pääbo war der erste, dem er mit seiner Arbeitsgruppe gelang, die DNA der Neandertaler, also einer ausgestorbenen Menschenart, zu sequenzieren, und daraus bedeutende Erkenntnisse über die Entwicklungsgeschichte der Menschheit sowie die Verwandtschaft zwischen modernen Menschen und Neandertalern abzuleiten.

In diesem Buch erzählt er sowohl von seinem persönlichen Werdegang als auch von der Geschichte seines Fachgebiets: Er berichtet unter anderem von ersten mühsamen Versuchen, alte DNA zu entschlüsseln, von der Schwierigkeit, überhaupt an passende Fossilien heranzukommen, vom immer wieder auftauchenden Problem der Verunreinigung mit moderner DNA und von den Momenten der Frustration, wenn ein mit viel Aufwand und Engagement betriebenes Experiment letztlich kaum brauchbare Ergebnisse liefert.
So hat man das Gefühl, an der Front der Paläogenetik hautnah dabei zu sein und kann auch die Freude nachempfinden, wenn es endlich zu einem Durchbruch kommt, sodass es beispielsweise gelingt, Neandertaler und Jetzt-Menschen einander gegenüberstellen oder sogar Hinweise auf eine noch unbekannte alte Menschenart zu entdecken.
Auch die Interpretation der erhaltenen Daten wird erläutert, wobei deutlich wird, dass diese oft mit vielen Unsicherheiten behaftet ist und immer ein gewisses Spannungsverhältnis besteht, zwischen dem Wunsch nach der möglichst baldigen Publikation von möglichst interessanten Ergebnissen und der Gefahr, sich auf zu gewagte Spekulationen einzulassen.

Die Ausführungen sind dabei sachlich gehalten, sodass sich die Lektüre eher trocken gestaltet. Der Großteil der Erklärungen ist aber gut verständlich, man kann den wesentlichen Gedankengängen auch ohne besondere Vorkenntnisse folgen.

Der Autor neigt allerdings zu einer gewissen Überheblichkeit, möchte zu sehr den Eindruck erwecken, dass letztlich er persönlich für alle wichtigen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Erforschung alter DNA verantwortlich ist. Seine eigenen Ideen und die seiner Mitarbeiter stellt er in gutem Licht dar, während er anderen Wissenschaftlern regelmäßig vorwirft, dass sie die falschen Methoden anwenden oder zu wenig sorgfältig arbeiten würden. Selbst wenn er damit im Ergebnis teilweise recht haben sollte, würde ihm doch etwas mehr Bescheidenheit nicht schaden.

Nichtsdestotrotz kann ich dieses Werk weiterempfehlen, bietet es doch einen interessanten Blick hinter die Kulissen, und zeigt, wie jene sensationellen Ergebnisse gewonnen wurden, die - mit markigen Schlagzeilen versehen - auch den Weg in die Massenmedien fanden.
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5.0 von 5 Sternen Ganz nah nah der Wissenschaft, 31. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Neandertaler und wir: Meine Suche nach den Urzeit-Genen (Gebundene Ausgabe)
Erstmals richtet sich der erfolgreiche Paläogenetiker Svante Pääbo in diesem Buch an das große Publikum. Gekonnt verknüpft er seine eigene Lebensgeschichte mit einer Darstellung seiner Wissenschaft von den schwierigen Anfängen bis heute. Dabei gewährt er Einblicke in den Alltag eines Spitzenforschers, wie sie Außenstehenden nur selten zu Teil werden.
Genussvoll und immer wieder mit aufblitzendem Humor beschreibt ER seine großen Erfolge. Zunächst die Überraschung, als es ihm und seinem Team gelingt, das Mitochondrien-Genom eines Neandertalers aus ein paar Knochenkrümeln zu ermitteln, und dann der Kraftakt, als er im Konsortium mit Forschern aus der ganzen Welt das Erbgut im Neandertaler-Zellkern weitgehend entschlüsselte. Noch spannender aber sind die Hindernisse, die Svante Pääbo auf dem Weg dorthin überwinden musste, und die Rückschläge, die er erleidet. Beim Verzweifeln, beim Kämpfen und beim Jubeln sind die Leser mit dabei. Das Buch zeigt die Wissenschaft als Prozess aus Rückschritten und Fortschritten, ebenso wie die Entwicklung des Wissenschaftlers und Menschen Svante Pääbo. Sympathien, Antipathien, sexuelle Vorlieben, Dreiecksbeziehungen stehen zwar nicht im Mittelpunkt des Buches, werden aber auch nicht verheimlicht.
Obwohl das Buch „Die Neandertaler und wir“ heißt, verrät es nur wenig über das Verhältnis zwischen Jetztmensch und Neandertaler. Erst gegen Ende gibt es dazu einige neue Erkenntnisse. Umso mehr beschreibt Svante Pääbo den abwechslungsreichen Weg eines Wissenschaftlers. Auch wenn die wissenschaftliche Begeisterung gelegentlich mit dem Autor durchgeht, ist das Buch weitgehend für Laien geeignet. Denn es liefert unerwartete, spannende Einblicke in das Leben eines bekannten Wissenschaftlers.

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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch in Dir steckt ein Stückchen vom Neandertaler!, 13. März 2014
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Neandertaler und wir: Meine Suche nach den Urzeit-Genen (Gebundene Ausgabe)
Der Autor nimmt mich in seinem Buch mit auf die Jagd nach dem Neandertaler Genom. Wie schwierig dies allerdings zu finden ist, vor allem das noch nicht verunreinigte, davon kann selbst ich jetzt ein Lied singen. Pääbo lässt mich teilhaben an der Jagd, macht deutlich wie langwierig solche Forschungen sind und lässt den unbedarften Leser etwas von wissenschaftlicher Arbeitsweise erahnen.

Eine der großen Fragen war bislang, ob der Neandertaler sich in der Steinzeit mit dem modernen Menschen vermischt hat. Mithilfe der Wissenschaftler um Svante Pääbo scheint dies nun bewiesen.

Ebenso verblüffend habe ich erfahren, dass in uns Europäern und in Asiaten gleich viel vom Neandertaler steckt.

Ein äußerst spannendes Buch, welches sich allerdings nicht so leicht liest. Wissenschaftliche Sprache konnte bei so einem Werk nicht ganz verbannt werden und auch so manch eine "trockene" Stelle musste ich überwinden, aber einmal vom Thema angesteckt, war ich doch infiziert und habe den Erkenntnisgewinn gern genossen!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehrlich, wissenschaftlich, menschlich, überzeugend., 18. Mai 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Neandertaler und wir: Meine Suche nach den Urzeit-Genen (Gebundene Ausgabe)
Ein gutes, wissenschaftlich fundiertes Buch, das dennoch auch für Laien verständlich ist. Der Leser wird entführt in eine ihm wahrscheinlich fremde Welt, und Pääbo nimmt ihn mit und lässt ihn so schnell nicht wieder los. (Wer die verwendeten Begriffe nicht versteht, darf gerne zu einschlägiger Literatur hierzu greifen, überdies erklärt das inzwischen auch Wikipedia).
Das bahnbrechende Ergebnis - das Genom eines Neandertalers aus dem Zellkern zu identifizieren und letztlich Spuren davon im heutigen Menschen nachzuweisen - ein Meilenstein. Und doch auch nur ein winziges weiteres Bruchstück Erkenntnis der Evolutionsgeschichte. Folgerichtig tun sich Unmengen neuer Fragen auf...
(Die Angst, die P. vor einem Missbrauch der Erkenntnisse hat (rassistisch), teile ich nicht, uns sollte doch klar sein, dass wir nicht alle gleich sind, und jeder Mensch weiß, dass zwischen Asiaten, Arabern, Afrikanern und Europa Unterschiede bestehen, sie besitzen eben nicht nur die andere Hautfarbe, sondern eine Vielzahl von Unterschieden. Ob man das nun Rasse oder Art nennt - mir ist das egal. Wichtig ist, wie man mit diesen Begriffen umgeht, wie man sie wertet.)
Ob sich die von P. beschriebenen Wege der Herkunft und Wanderung des heutigen Menschen und des Neandertalers werden halten können, wird man sehen. Schlüssig sind sie durchaus. Wobei ich mir - als Laie - auch vorstellen könnte, dass die Genome des Neandertalers im nichtafrikanischen Menschen auch einfach den Ursprung haben könnten, dass sie vom gemeinsamen Vorläufer (dem unbekannten Ahnen des Neandertalers und des modernen Menschen) stammen könnten, oder kann man tatsächlich ausschließen, dass es damals in Afrika ein Ereignis gab, sodass die gesamte Population, die das Neandertal-Gen besaß, ausstarb? Z. B. eine Epidemie, gegen die die andere Art bzw. die "Menschen" der anderen Art, die sich nicht vermischt hatten, evtl. resistent waren?
Eine andere Frage, die sich mir aufdrängte: Genügt es wirklich, wenige Genome von jetzt lebenden Menschen aus Afrika, Asien, Papa Neuguinea und Europa zu verwenden, um zu diesen Aussagen zu gelangen? Kann man wirklich Abweichungen ausschließen (auch die, dass es vielleicht doch vereinzelt Afrikaner gibt, die Neandertal-Gene besitzen? Kann man kategorisch spätere Beeinflussungen und Vermischungen der Gene ausschließen?)

Lobenswert möchte ich ganz nebenbei erwähnen, dass es eine Wohltat ist, ein Buch ohne Rechtschreib- und Deutschfehler zu lesen. Das ist leider nicht mehr selbstverständlich in der heutigen, fortgeschrittenen Zeit...
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend geschrieben, 10. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
gibt Einblick wie Forschung betrieben wird, was kritische Wissenschaft ist. Auch die Ergebnisse sind spannend.
Es wird fühlbar, wie gute Forschung Hartnäckigkeit und Kritikfähigkeit braucht. Erfolge auf die Schnelle sind nicht zu haben.
Schön fassbar, wie "exotische" Grundlagenforschung Fortschritte in sehr vielen Feldern bringt.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr interessant, aber Hintergrundwissen über das Genom ist erforderlich, 26. März 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen.

Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht: Ein zusätzliches Kapitel mit Erklärungen über das Genom wäre sinnvoll.

Hier noch ein Tipp: Auf Udacity.com folgenden Kurs (gratis) belegen: "Tales From the Genome".
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Die Neandertaler und wir: Meine Suche nach den Urzeit-Genen
Die Neandertaler und wir: Meine Suche nach den Urzeit-Genen von Svante Pääbo (Gebundene Ausgabe - 6. März 2014)
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