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am 20. Juni 2014
Wer Lesen als pure Unterhaltung ansieht, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen, denn es fordert seine Leser an vielen Stellen heraus. Ohne Grundkenntnisse in Molekulargenetik können die zahlreichen Argumentationen und Strategien kaum nachvollzogen werden. Natürlich bemüht sich der Autor, diese Grundkenntnisse mit möglichst unter Verzicht auf Fachbegriffe kurz darzustellen, aber genau diese Vorgehensweise macht es dem Leser, der über die Fachsprache verfügt, eher schwerer. Schematische Zeichnungen, wie man sie beispielsweise in Schulbüchern findet, wären für den interessierten Laien sicher sehr hilfreich – vielleicht in der nächsten Auflage, die ich diesem Buch von Herzen wünsche.
Wer sich aber die Mühe macht, dem anspruchsvollen Erzählniveau Pääbos zu folgen, der wird schnell gepackt von ständig sich überbietenden spannenden Geschichten im Labor und an den Fundstätten, von den allzu menschlichen Seiten wissenschaftlicher Arbeit oder von den ebenso akribischen wie selbstkritischen Beweisführungen, an deren Ende aufregende Erkenntnisse stehen. Nicht einmal auf eine kleine Liebesgeschichte muss man verzichten.
Es gibt populärwissenschaftliche Bücher, die sich bequemer lesen, aber wohl kaum eines, das so präzise formuliert, so liebvoll aus dem Englischen übersetzt und vor allem so unendlich sorgfältig lektoriert worden ist (auf den 358 Textseiten habe ich lediglich 3 Rechtschreibfehler und nicht einen einzigen Kommafehler entdeckt!).
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Svante Pääbo befasst sich mit einem Forschungsthema, das die eine oder andere Überraschung bereithält und viele Menschen berührt. Der Gedanke, dass die Neandertaler in uns weiterleben könnten als Teil unseres Genoms, hat etwas Faszinierendes, doch erschien er noch vor einigen Jahren äußerst kühn, auch ein wenig absurd, da eine erfolgreiche (nämlich von fruchtbarer Nachkommenschaft "gekrönte") Paarung unter Angehörigen verschiedener Spezies, als die Neandertaler und moderner Mensch galten, der biologischen Arten-Definition eklatant widerspricht.
Pääbo erzählt von seiner Interessenprägung in seiner Jugend, von seinen Studien, seiner Promotion einschließlich einiger heimlicher Versuche, die Erfolg hatten, aber nie offiziell genehmigt worden wären, und Postdoc-Aktivitäten. Klar, dass der ambitionierte Forscher die Möglichkeit ergreift, DNA aus einem zur Verfügung gestellten Stück Neandertalerknochen zu extrahieren. Übrigens derselbe Knochen, der – an der Entnahmestelle mit Metall ergänzt – bei einer spannenden Ausstellung im Landesmuseum Darmstadt zu sehen war; dem einschlägig interessierten Leser bietet sich bei der Lektüre durchaus hier und da ein sympathisches Déjà-vu!
Bisweilen abschweifend, Rückblenden einstreuend, berichtet Pääbo davon, wie er mit seiner Arbeitsgruppe und schließlich einem exzellenten Konsortium Erkenntnisse gewann, mit denen noch vor wenigen Jahren kaum jemand gerechnet hätte: über die Beziehungen unserer Vorfahren zu den Neandertalern, die Bewegungen der Menschen aus Afrika heraus über die Alte Welt und genetische Einsprengsel auch durch andere urtümlichere Menschenarten. Staunen und Begeisterung sind bei dieser Lektüre nicht nur erlaubt, sondern ergeben sich zwangsläufig.
Nun beschreibt Pääbo seine Arbeit durchaus mit einigem Tiefgang, was heißt, dass der Leser ohne naturwissenschaftliche "Vorbelastung" vermutlich nicht immer alles im Detail nachvollziehen kann. Freilich lässt sich eine auf komplizierte physiko- und biochemische Verfahren gestützte Forschung nicht gänzlich allgemeinverständlich erklären, sofern ein gewisser Fluss in der Darstellung erhalten bleiben soll. Diesem Fluss kann aber auch der Leser ohne konkrete Vorkenntnisse meist gut folgen. Insgesamt bleibt das Buch also gut verständlich.
Auch Privates fließt ein und zeigt auf, wie so ein Forscherleben aussieht, und welche Wechselwirkungen sich zwischen Liebes- und Familienleben, persönlichen Vor- und Ablieben in Bezug auf Personen und anderem sowie der Arbeit ergeben können. Vielleicht möchte der Leser die erotischen Präferenzen des Autors gar nicht so genau kennen lernen, wie er sie angeboten bekommt. Aber das ist wohl Geschmackssache.
Dass Eigenlob nicht zu kurz kommen darf in solch einer autobiografischen Veröffentlichung, sollte verständlich sein. Über weite Strecken präsentiert sich Pääbo allerdings etwas überheblich in Bezug auf die eigenen Verdienste, die präzise Arbeit – die natürlich nicht genug Wertschätzung erhalten kann, das steht nicht zur Diskussion – und die als eher nachlässig geschilderte Vorgehensweise anderer Arbeitsgruppen bei der Konkurrenz um frühestmögliche Veröffentlichungen. Hier kommen sicher in manchem Leser gewisse Vorbehalte gegenüber dem Autor auf, die sich womöglich durch ein persönliches Interview ausräumen lassen, wie es beispielsweise hier zu finden ist.

Insgesamt lohnt sich die Lektüre enorm, sie bietet Einblicke in moderne Forschungsmethoden und die Arbeitsteilung, die sich aus den immer komplexer werdenden Fragestellungen und wissenschaftlichen Nischen ergibt, in eine ungewöhnliche Forscherbiografie und natürlich in Fragen, die uns tief berühren: Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?
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TOP 1000 REZENSENTam 5. Juni 2014
Svante Pääbo war der erste, dem er mit seiner Arbeitsgruppe gelang, die DNA der Neandertaler, also einer ausgestorbenen Menschenart, zu sequenzieren, und daraus bedeutende Erkenntnisse über die Entwicklungsgeschichte der Menschheit sowie die Verwandtschaft zwischen modernen Menschen und Neandertalern abzuleiten.

In diesem Buch erzählt er sowohl von seinem persönlichen Werdegang als auch von der Geschichte seines Fachgebiets: Er berichtet unter anderem von ersten mühsamen Versuchen, alte DNA zu entschlüsseln, von der Schwierigkeit, überhaupt an passende Fossilien heranzukommen, vom immer wieder auftauchenden Problem der Verunreinigung mit moderner DNA und von den Momenten der Frustration, wenn ein mit viel Aufwand und Engagement betriebenes Experiment letztlich kaum brauchbare Ergebnisse liefert.
So hat man das Gefühl, an der Front der Paläogenetik hautnah dabei zu sein und kann auch die Freude nachempfinden, wenn es endlich zu einem Durchbruch kommt, sodass es beispielsweise gelingt, Neandertaler und Jetzt-Menschen einander gegenüberstellen oder sogar Hinweise auf eine noch unbekannte alte Menschenart zu entdecken.
Auch die Interpretation der erhaltenen Daten wird erläutert, wobei deutlich wird, dass diese oft mit vielen Unsicherheiten behaftet ist und immer ein gewisses Spannungsverhältnis besteht, zwischen dem Wunsch nach der möglichst baldigen Publikation von möglichst interessanten Ergebnissen und der Gefahr, sich auf zu gewagte Spekulationen einzulassen.

Die Ausführungen sind dabei sachlich gehalten, sodass sich die Lektüre eher trocken gestaltet. Der Großteil der Erklärungen ist aber gut verständlich, man kann den wesentlichen Gedankengängen auch ohne besondere Vorkenntnisse folgen.

Der Autor neigt allerdings zu einer gewissen Überheblichkeit, möchte zu sehr den Eindruck erwecken, dass letztlich er persönlich für alle wichtigen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Erforschung alter DNA verantwortlich ist. Seine eigenen Ideen und die seiner Mitarbeiter stellt er in gutem Licht dar, während er anderen Wissenschaftlern regelmäßig vorwirft, dass sie die falschen Methoden anwenden oder zu wenig sorgfältig arbeiten würden. Selbst wenn er damit im Ergebnis teilweise recht haben sollte, würde ihm doch etwas mehr Bescheidenheit nicht schaden.

Nichtsdestotrotz kann ich dieses Werk weiterempfehlen, bietet es doch einen interessanten Blick hinter die Kulissen, und zeigt, wie jene sensationellen Ergebnisse gewonnen wurden, die - mit markigen Schlagzeilen versehen - auch den Weg in die Massenmedien fanden.
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am 10. Januar 2016
Ein Buch dieser Art habe ich noch nie gelesen. Es ist kein populärwissenschaftliches Buch, keine Biographie eines Forschers, nein: Es ist die Wissenschaft selbst, die hier erzählt. Das kann nicht die Präsentation des erzeugten und damit schon abgestorbenen Wissens sein. Stattdessen werden die krummen Wege beschrieben, auf denen das Wissen entsteht. Hier kommen natürlich Menschen vor ( zum Beispiel der Autor) und Menschengruppen (so die verschiedenen Forschergruppen, die zusammenarbeiten und rivalisieren) und Institutionen (wie die Museumsdirektionen) und Regierungen und wissenschaftliche Zeitschriften und die Technik und das liebe Geld.
Im Grunde erscheint das alles nicht so sehr wie das Lebensprojekt eines Mannes, sondern wie eine Aufgabe (die Entschlüsselung des Neandertaler-Genoms), die aus der aktuellen Wissenschaft selbst emporsteigt und nach ihrer Realisierung schreit. Dabei entstehen dann Hypothesen und Fragen, gelenkt vor allem durch Knappheit: Knappheit an Geld, an Zeit und an Neandertaler-Knochen.
Wer also mal ein Buch der etwas anderen Art lesen möchte, dem sei dieses empfohlen. Man lern sehr viel darüber, wie Wissenschaft heutzutage funktioniert und nebenbei bekommt man einen schönen Einblick in die Genetik. Ein paar biologische Vorkenntnisse sind aber sicher für das Lesevergnügen förderlich.
Ein kleines Manko. Nicht immer liest sich das Buch wie ein Thriller. Manchmal wird es ein bisschen langatmig.
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am 31. August 2014
Erstmals richtet sich der erfolgreiche Paläogenetiker Svante Pääbo in diesem Buch an das große Publikum. Gekonnt verknüpft er seine eigene Lebensgeschichte mit einer Darstellung seiner Wissenschaft von den schwierigen Anfängen bis heute. Dabei gewährt er Einblicke in den Alltag eines Spitzenforschers, wie sie Außenstehenden nur selten zu Teil werden.
Genussvoll und immer wieder mit aufblitzendem Humor beschreibt ER seine großen Erfolge. Zunächst die Überraschung, als es ihm und seinem Team gelingt, das Mitochondrien-Genom eines Neandertalers aus ein paar Knochenkrümeln zu ermitteln, und dann der Kraftakt, als er im Konsortium mit Forschern aus der ganzen Welt das Erbgut im Neandertaler-Zellkern weitgehend entschlüsselte. Noch spannender aber sind die Hindernisse, die Svante Pääbo auf dem Weg dorthin überwinden musste, und die Rückschläge, die er erleidet. Beim Verzweifeln, beim Kämpfen und beim Jubeln sind die Leser mit dabei. Das Buch zeigt die Wissenschaft als Prozess aus Rückschritten und Fortschritten, ebenso wie die Entwicklung des Wissenschaftlers und Menschen Svante Pääbo. Sympathien, Antipathien, sexuelle Vorlieben, Dreiecksbeziehungen stehen zwar nicht im Mittelpunkt des Buches, werden aber auch nicht verheimlicht.
Obwohl das Buch „Die Neandertaler und wir“ heißt, verrät es nur wenig über das Verhältnis zwischen Jetztmensch und Neandertaler. Erst gegen Ende gibt es dazu einige neue Erkenntnisse. Umso mehr beschreibt Svante Pääbo den abwechslungsreichen Weg eines Wissenschaftlers. Auch wenn die wissenschaftliche Begeisterung gelegentlich mit dem Autor durchgeht, ist das Buch weitgehend für Laien geeignet. Denn es liefert unerwartete, spannende Einblicke in das Leben eines bekannten Wissenschaftlers.

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VINE-PRODUKTTESTERam 3. März 2016
Das Buch hat eigentlich den falschen Titel, es sollte heissen: "Wie man den Neandertal Genen auf die Spur kam", aber das wäre weniger reisserisch.....
Prof. Pääbo beschreibt eigentlich den mühsamen Weg, den er ging, um die Gene der Neadertaler zunächst zu analysieren, und dann zu beweisen, dass wir heutigen Menschen einen (kleinen) Teil unserer Gene von ihnen haben. Es sagt fast nichts über die Neandertales selbst.
Stellenweise ist das Buch extrem 'technisch', das habe ich halt nur quergelesen, man verliert den Faden deswegen nicht.
Wenn man also Interesse an der Schilderung einer wissenschaftlichen Erkenntnis hat, so ist das Buche lesenswert. Wenn man etwas über die Neadertaler lernen will, so ist dieses Buch nicht zu empfehlen.
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am 27. August 2015
Das Buch ist eine faszinierende Reise in die Welt der echten Wissenschaft. Auch wenn ich selbst Wissenschaftlerin bin, hat mich dieses Buch wünschen lassen, ich hätte eine andere Wissenschaft gewählt und Teil solcher Entdeckungen geworden! Schön und spannend geschrieben, wissenschaftlich top - einfach ein Muss für Wissenshungrige!
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am 27. November 2015
Sehr ehrliche und spannende Biographie des führenden Evolutionsforschers Svante Pääbo, dem es gelang, über DNA Analysen die Geschichte von Homo sapiens und seinen nächsten Verwandten aufzuklären. Hier kann man spannende Hintergrundinformationen erfahren, nach denen man in den Originalarbeiten vergeblich sucht. Lesenswert!
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am 21. Juni 2015
Ich habe dieses Buch verschlungen. Gerade, wenn man selbst schon einmal im Labor gearbeitet hat, macht er sehr viel Spaß, zu lesen, wie Svante Pääbo früher vor verschiedenen Wasserbädern saß, um eine PCR durchzuführen :-)
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am 15. Januar 2015
Dieses Buch liest sich sehr spannend und fesselnd. Man erhält dabei auch als genetisch schon Vorgebildeter noch viele neue wissenschaftliche Informationen über die spannende Entwicklung dieses Forschungsfeldes in den letzten 20 Jahren. Ebenso schreibt Svante Pääbo sehr offen über sein Leben und seine sehr faszinierende Persönlichkeit mit einigen spannenden Wendungen, die man in solch einem wissenschafltichen Buch nicht erwarten würde.

DAS Buch für alle, die einen spannenden Wissenschaftskrimi lesen wollen, der kein Krimi ist, sondern Forschungsrealität.
Ein Gewinn auch für alle, die an der Forschung um den Neandertaler und den Denisova-Menschen interessiert sind.
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