Kundenrezensionen


9 Rezensionen
5 Sterne:
 (5)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein kleines Meisterwerk
Dieses Buch ist wirklich eine Perle, ein Schatzstück, ich las es innerhalb von 2 Tagen und war sehr gerührt, ein so leises, stilles, fast zärtlich geschriebenes Buch mit dem sich Alexander Osang mühelos in die Kunst der amerikanischen Erzähltradition einreiht. Man möchte den Autor für diesen Roman in die Arme nehmen und mehr davon lesen...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2007 von Yve

versus
20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Friedrichshagen ist überall
Osang ist Pointenjäger. Aber nicht nur das. Er bringt seine Fundstücke auch auf unnachahmliche Weise in den Text. Seine Reportagen waren immer egozentrisch, nicht im prahlerischen Sinn, sondern verbunden mit einer rückhaktlosen Selbstreflexion. Oft, auch wenn es um scheinbar große Dinge oder Personen ging, kam der unvermeidliche DDR-Vergleich, die...
Veröffentlicht am 14. Juni 2007 von Dolly Bell


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein kleines Meisterwerk, 6. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Lennon ist tot: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist wirklich eine Perle, ein Schatzstück, ich las es innerhalb von 2 Tagen und war sehr gerührt, ein so leises, stilles, fast zärtlich geschriebenes Buch mit dem sich Alexander Osang mühelos in die Kunst der amerikanischen Erzähltradition einreiht. Man möchte den Autor für diesen Roman in die Arme nehmen und mehr davon lesen. Sehr viel Dichte und Tiefgang. Und so ehrlich, stimmungsvoll. Ein grandioser coming-of-age-Roman. Hervorragend auch der Vergleich zwischen Friedrichshagen und New York City. Eine Hymne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Friedrichshagen ist überall, 14. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Lennon ist tot: Roman (Gebundene Ausgabe)
Osang ist Pointenjäger. Aber nicht nur das. Er bringt seine Fundstücke auch auf unnachahmliche Weise in den Text. Seine Reportagen waren immer egozentrisch, nicht im prahlerischen Sinn, sondern verbunden mit einer rückhaktlosen Selbstreflexion. Oft, auch wenn es um scheinbar große Dinge oder Personen ging, kam der unvermeidliche DDR-Vergleich, die Entlarvung des Provinziellen in der Weltgeschichte gewissermaßen. Von all seinen Stärken profitiert auch sein neuer Roman. Er ist in vielen Momenten unterhaltend und macht gute Laune. Die DDR kommt so gut wie nicht vor, denn Osang beschreibt die New York-Erfahrung eines 19-Jährigen. Und da gehts los. Ich habe den Verdacht, Osang hat während seines NEW York Aufenthaltes gesammelt: Eindrücke, kleine Episoden, Typen usw. Die Idee, dies jetzt in einem Roman zu bündeln, wurde wahrscheinlich wesentlich von Salingers "Der Fänger Im Roggen" inspiriert. "Lennon ist tot" ist ein bisschen wie Holden Caulfield dreißig Jahre später. Allerdings, und das ist nicht unerheblich, ohne die adäquate Ausdrucksweise und zum Teil auch Gedankenwelt eines 19-Jährigen. Dieser Robert Fischer lässt sich ähnlich wie sein amerikanisches Vorbild durch die Stadt treiben, begegnet skurrilen Menschen, landet schließlich auf einem Eiland, macht eine Art innere Entwicklung durch usw. Aber während Salinger damals aufregend und provokativ war, ist Osang bestenfalls unterhaltend, oft auch banal, manchmal langweilig. Musik in Form von Kassetten sollen bestimmte Dinge illustrien, ok. - Nick Hornby lässt grüßen. Zum Glück lenken einen hübsche Pointen, der provinzielle Abgleich mit Friedrichshagen, von der ziemlich wackligen Konstruktion des Romans ab. Lesenswert, aber keine große Sache.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New York, New York, 1. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Lennon ist tot (Audio CD)
Erwachsen werden muss jeder mal. Robert Fischer aus Berlin Friedrichshagen versucht eben dies in New York. Allerdings steckt er recht bald in einer Lebenskrise. Er hängt fest zwischen der Sehnsucht nach seiner Familie und dem Wunsch endlich sein eigenes Leben zu leben. Sein Studium, für welches er eigens in die Metropole gereist ist, schmeißt er relativ schnell hin und arbeitet fortan als Aushilfe in einer Detektei. Dabei fällt ihm ein Mann auf, der scheinbar verdächtig wirkt. Robert verspürt das Bedürfnis ihn zu beschützen und folgt ihm durch die Stadt und so auch in ein neues Leben.
Osangs Werk ist eine wunderbar poetische und trotzdem ernsthafte Geschichte des Erwachsenwerdens. Eine Geschichte vom Ankommen und Losleben, vom Entdecken und Verstehen und auch vom Verzweifeln an der Kompliziertheit des Lebens.
Mal verträumt, mal wehmütig, mal ausgelassen, mal abenteuerlustig liest Stefan Kaminski von den skurrilen und seltsamen Begegnungen die Robert macht, bis er endlich gefunden hat was er sucht und zeitgleich selbst wiedergefunden wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Beatles-Fans ein sehr unterhaltsames Buch, 5. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lennon ist tot: Roman (Taschenbuch)
Eine sehr schöne Geschichte, die einerseits die Stimmung im winterlichen New York sehr schön einfängt, den Leser aber auch von der ersten Seite fesselt, weil es dem Autor gelingt, durch den mysteriösen Mann mit der Baseball-Kappe gleich zu Beginn einen Spannungsbogen aufzubauen. Auch wenn dessen Geheimnis im Verlauf des Romans bald gelüftet wird, zieht er den Hauptdarsteller wieder in andere, geheimnisumwitterte Geschichten, deren Auflösung man bis zum Ende des Buchs entgegenfiebert.
Ich habe vorher noch kein Buch des Autors gelesen und wurde nur wegen des Titels auf dem Roman aufmerksam. Nach der Lektüre bin ich auch ein Fan von Alexander Osang.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Scheitern ist Ansichtssache, 14. August 2012
Von 
T. Steffen (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lennon ist tot: Roman (Taschenbuch)
Alexander Osang ist Reporter. Hin und wieder hat er scheinbar zu viele Details, die U-Bahnen sind zu sehr im Vordergrund, wenn der 19jährige Held Robert sich durch die Stadt bewegt. Aber im Vordergrund steht eine Geschichte, die sich so dicht entwickelt, dass es ein pures Lesevergnügen ist. Ein Junge aus Deutschland will in New York studieren, das klappt nicht, er wird zum Videodetektiv für illegale Untervermietungen. Er entdeckt einen seltsamen Mann, will ihn warnen und gerät an den Ostberliner Hans und damit in eine Gemeinschaft seltsamer Küstenbewohner vor New York. Drei Frauen streifen sein Leben, er sucht, findet und zweifelt und fragt sich zunehmend, ob der Traum von New York - eine Idee seines Vaters - ihm nicht wie so viele Vorgaben zum Verhängnis wird. Sind wir nicht am Ende die Opfer unseres eigenen Antriebs? Musste der Mörder von John Lennon zur Waffe greifen, weil ansonsten seine ganzen Vorgaben, seine Reise umsonst gewesen wären? Muss man Muster erfüllen oder darf man wirklich auf- und ausbrechen. Jakob, der drogensüchtige Bruder, bemängelt es treffend: Er muss vernünftig werden, weil Robert plötzlich seltsam wird und verschwindet. Auch die Rolle des schwarzen Schafes verpflichtet. Das Buch ist ein großartiges Werk und die Verbindung zu John Lennon gibt ihm immer wieder unerwartete Wendungen, die uns stets vor die Frage stellen, ob wir an unseren Erwartungen oder Möglichkeiten scheitern werden. John Lennon ist tot. Das kann man hinnehmen oder daraus eine Sage machen oder ein Komplott oder einen Mythos. Fakt ist, er hat am Ende seltsame Platten gemacht und sich auf komischen Fotos gezeigt. Aber sein Humor, der blieb, so zumindest berichtet es die Verkäuferin auf der kleinen Insel, auf der John wie später auch Robert strandet. Am Ende sind es eben doch Details, die das Leben entscheiden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Irgendwie so was wir ratlos, 6. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Lennon ist tot: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich hatte Alexander Osang bei einer Lesung erlebt und mit das Buch gekauft. Dann lagerte es lange im Regal bei den ungelesenen Werken, bis ich es einige Jahre später zur Hand nahm. Robert Fischer, etwa 19 Jahre, kommt nach New York, um das College zu besuchen. New York, die Stadt der Träume seines Vaters. Robert treibt es fort - vom College, in die Stadt, schließlich landet er auf Fire Island, einer Insel vor New York. Osang schildert Pubertät heute, in dieser Zeit der Beliebigkeit. Vieles erinnert an Salingers Fänger im Roggen". Robert schlendert durch New York und findet auch Berlin-Friedrichshagen, seinen Heimatort. Seltsame Typen bevölkern der Buch, zwei Schwule, die Mutter eines Jungen, dessen Grab auf der Insel liegt, der Deutsche Hans und die Tochter seiner Vermieter, den in Berlin gebliebenen Bruder von Robert und viele mehr. Osang beschreibt die Menschen gut und plastisch, verliert sich manchmal etwas zu sehr im Detail. Musik spielt im Buch eine wichtige Rolle. Ebenso das Vater-Sohn Motiv. Vielleicht gelingt die nie fehlende Nähe von Vater und Sohne über John Lennon, der angeblich gemeinsam mit Yoko einige Tage auf der Insel verbrachte. Er spielt so eine wichtige Rolle im Roman.
Obwohl das Buch keine echten Höhen und Tiefen hat, habe ich es in einem Rutsch gelesen. Stilistisch ließ es sich mühelos und gut lesen. Allerdings muss man es meiner Meinung nach nicht unbedingt gelesen haben. Und worum es eigentlich genau ging, schwer zu sagen - um New York, um Vater und Sohn, um das Erwachsen-Werden. Hm, vermutlich ein wenig von allem. Vermutlich ist das heute so, wenn man jung ist und irgendwo unterwegs verloren geht. Am Ende fühlte ich mich so ratlos wie Robert oft. Na ja, ich habe das Buch trotzdem gern gelesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Im Westen nichts Neues. Im Osten auch nicht. (Hörbuch), 4. Juni 2012
Von 
Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Lennon ist tot (Audio CD)
Obwohl die Jugend des in der DDR aufgewachsenen Autors längst vorbei ist, hat er das Gefühlschaos und die Orientierungslosigkeit des jungen Roberts aus bürgerlichem Berlin-Friedrichshagener Elternhaus gut getroffen. Der Neunzehnjährige hat 2007 sein Studienjahr in New York geschmissen, einen obskuren Job angenommen und lässt sich ziellos durch die Stadt treiben. Sein Denken ist von vagen sexuellen Begehrlichkeiten geprägt, in dem die Tochter seiner Gastfamilie und Mädchen, die er in der erst seit kurzem zurückliegenden Schulzeit gekannt hat, vorhersehbare Rollen spielen. Über seine Ziele ist er sich nicht im Klaren. Als er, aus einer kompromittierenden Situation heraus seine Gastfamilie verlässt, gerät er in eine Geschichte, die auf einer kleinen Insel unweit der City spielt, in der die Reichen Sommerdomizile unterhalten. Es ist Winter, die Insel ist nur von wenigen, überwiegend skurrilen Typen bevölkert und einer davon, ein gescheiterter Landsmann, nimmt sich zunächst seiner an. Der Plot, in dem der titelgebende tote John Lennon einen nicht unerheblichen Part hat, ist im Ansatz originell und könnte hier Fahrt aufnehmen. Leider bleibt das Versprechen im Vagen hängen.

Alexander Osang hat wohl für respektable sieben Jahre in New York gelebt, bevor er nach Berlin zurückkehrte. Er ist ein erfolgreicher Journalist und berichtete für den 'Spiegel' aus dem Nabel der Welt. Später ist er der Versuchung erlegen, sich an einen New York-Roman zu wagen. Daran ist er, wie etliche europäische Autoren vor ihm, einigermaßen gescheitert. Herausgekommen ist auch bei ihm wieder nur der doch touristisch geprägte Außenseiterblick auf eine Stadt, die in der Literatur schon sehr oft eine große Rolle gespielt hat und deren vitale Atmosphäre von einer unüberschaubaren Zahl amerikanischer Autoren, darunter sehr namhaften, in oft grandioser Beiläufigkeit beschrieben wurde. Sein New York ist zu bemüht, die touristischen Schauplätze zu augenfällig, und dabei bleibt seine Geschichte, die durchaus interessant sein könnte, immer wieder auf der Strecke. New York hätte die Bühne sein sollen, mutierte aber immer wieder zum Hauptdarsteller. So bleiben die Protagonisten farblos, vor allem auch die Eltern des verschwundenen Jungen, deren Sorgen hinter dem umfangreichen Sightseeingprogramm zurückbleiben. Wir erleben die Euphorie des Vaters mit, die sein New York-Aufenthalt auslöst, auch seine Ernüchterung, dass das reale N.Y. nie mit dem seiner Fantasie mithalten kann. Nun, damit dürfte er kaum alleine sein. Die verschwundenen Türme des WTC nennt er stolz in Gedanken '"Twin-Towers'" - ja, was soll's? - alle tun das - und kein Zeitgenosse kann mehr wie auch immer geartete Doppeltürme sehen, ohne an die Twins zu denken. Geschenkt.

Dann fließt noch ein bisschen Bush-Überdruss ein, die Paranoia amerikanischer Einwandererbehörden, Schatten der DDR-Vergangenheit und das Verhältnis der Deutschen zum Judentum. John Lennon natürlich nicht zu vergessen, ein wenig Salinger und Chapman inklusive. Zu viel für Desinteressierte, nichts Aufregendes für Informierte. Alles angerissen, nichts vertieft. Derweil wartet der Leser oder Hörer darauf, wie es wohl mit Robert weitergeht, schließlich haben wir ihn schwer angeschlagen in der Notaufnahme eines Krankenhauses zurückgelassen. Seine kurze Liebesgeschichte, wenn man sie so nennen will, liegt hinter ihm, seine sehr konstruiert wirkende Schwanengeschichte wird ihn zurück nach Berlin begleiten. Da liegt er nun im Krankenhaus und träumt vom Westen.

Fazit: Nein, WDR, 1 Live, diese Geschichte rockt definitiv nicht. Sie ist stellenweise unterhaltsam, hat durchaus auch interessante Ansätze, die aber leider immer wieder versanden, und kein Potenzial, um unter die Haut zu gehen.

Stefan Kaminski liest die Hörfassung des Buches auf 4 CDs in rund 266 Minuten. Ob es sich um eine gekürzte Version handelt, konnte ich leider weder dem CD-Gebinde noch dem ansonsten informativen Booklet entnehmen. Kaminski ist ein versierter Leser mit angenehmer Stimme, allerdings fand ich seinen unterschwellig stets euphorischen Ton nicht an jeder Stelle passend. Für nette Abwechslung sorgten die Berliner Einsprengsel.

Helga Kurz
4. Juni 2012
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das habe ich nicht gewollt!, 21. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Lennon ist tot: Roman (Taschenbuch)
Meine Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Alexander Osangs "Lennon ist tot" ist für mich als Ostsozialisierten "Wahnsinn". Ich hatte dass eigentlich nicht gewollt, diese Bewegung durch jemanden aus dem Osten, durch diesen Osang. Das Buch ist ein Verriss vom "Traum Amerika" durch jemandem aus dem Osten, der dort eine Zeit lang lebt, um ein Jahr oder so auf ein College zu gehen. Wie schön, besser gesagt schlimm, wäre es gewesen, wenn ich das früher hätte erleben können. Früher, als noch Osten war. Die Verbindung der Bölschestraße in Friedrichshagen mit New Yorck. Und alles dort ist trostlos! Wie man es sich nie klar gemacht hat. - So oder so ähnlich hatte ich mir gedacht, dass es sein würde, dieses Buch.... Der Protagonist wird Auswerter von Beobachtungskameras in Wohnhäusern von New York und protokolliert Telefonate mit seinem weiterhin in der Nähe der Bölschestraße wohnenden Bruder wörtlich! (schöne Einzelheiten- Nachtigall ick hör dir trapsen!) Also war ich hin und her gerissen einerseits von der unglaublichen Traurigkeit, die dieses New York ausstrahlt und andererseits von der vertrauten, einsam- suchenden Lebenswelt des Protatogonisten. Am liebsten hätte ich es hingeschmissen, dieses Sch... Buch! Aber dann hatte es mich gepackt. Leider! Ich kam nicht mehr davon los - und das mir, der ich die, uns damals den Westen schlecht-redenden Leute gehasst hatte!
Ich habe die für mich wichtigsten Musiken des Buchs nachgehört und erinnere mich an Plenzdorf "Die neuen Leiden.." und an die englischen Musikpendants des Buches bei Nick Hornby.... Wirklich unglaublich! Es ist leider, trotz des gelegentlich etwas zu gewollt- jugendlichen Stils und der Ungereimtheit hinsichtlich völlig fehlender Sprachverwirrungen, eines meiner Lieblingsbücher!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehnsucht, 28. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Lennon ist tot: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch in nur 2 Tagen gelesen oder besser gesagt ausgesaugt. Es ist ein sehr tiefes Buch, ein stilles Buch aber voller Musik und einer wundervollen Stadt.
Der Autor beschreibt auf seine Art die Sehnsucht nach der Ferne, die Sehnsucht nach den Neuen. Einfach alles hinter sich zu lassen , einfach aufstehen und gehen. Ohne Konsequenzen, ohne Fragen und Antworten. Weglaufen
vor allen Problemen, Familie und seinen Leben. Das alte Ich hinter sich zu lassen, auf der Suche nach einen neuen Ich und einen neuen Leben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Lennon ist tot: Roman
Lennon ist tot: Roman von Alexander Osang (Gebundene Ausgabe - 14. März 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,55
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen