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Kundenrezensionen

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Mit seiner Biografie des jungen Josef Stalin hat Simon Sebag Montefiore Preise gewonnen und sich einen klingenden Ruf erworben, doch der rote Zwar ist nicht Montefiores einziger Berührpunkt mit der russischen Geschichte geblieben. Mit "Katharina die Große und Fürst Potemkin" hat sich Montefiore in die Ära der Zaren begeben, doch anstatt eines weiteren "Schrecklichen" einem Paar zugewandt. Dabei ist vermeintliche Doppel-Biografie allerdings vor allem auf den späteren Fürsten Potemkin zugeschnitten, sodass die Zarin selbst meist hintangestellt wird. Der Titel trügt hier ein wenig, denn Potemkin stiehlt Katharina der Großen von der ersten Seite an die Show, nicht umsonst eröffnet Montefiore sogar mit einem Prolog in dem sich ein sterbender Potemkin auf einem Feld seiner Errungenschaften und Verdienste besinnt. Katharina bleibt da nur die oft undankbare Rolle des Co-Stars.

Eine der ersten Fragen die man sich bei der Lektüre stellt ist gleich die wer den hier überhaupt die Hauptrolle spielt, denn die Darstellung Katharinas erfolgt vorwiegend von der Warte Potemkins und es ist der Sohn eines kleinadeligen Oberstleutnants dessen Kindheit schon im ersten Kapitel in den Mittelpunkt der Erzählung gerückt wird. Durch den früh verstorbenen Vater lernte Potemkin den Wert einer Uniform kennen und entschied sich bald ebenfalls eine Militärkarriere einzuschlagen. Diese sollte ihn schließlich als Gardeoffizier mitten in das Umfeld des Putsches Katharinas (Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst) gegen ihren ungeliebten Angetrauten, Kaiser Peter III. (Karl Peter Ulrich, Herzog von Holstein), bringen und zur rechten Zeit am rechten Ort auch in den inneren Zirkel der künftigen Zarin aufsteigen lassen. Notwendig war dieser aus Sicht der Putschisten geworden weil sich Peter als unfähig erwies die Interessen des Reichs zu wahren und etwa die russischen Truppen aus ihren Krieg gegen sein Idol Friedrich den Großen zurückzog.

Doch der Enkel Peters des Großen hatte sich nicht nur in gewissen Kreisen zu Hofe und im Heer zum Feind gemacht, auch die sich mustergültig um ihre Russifizierung bemühende Katharina war ihm schon untreu geworden. Ihr Sohn, der spätere Zar Paul I. könnte sogar von Katharinas Geliebten Sergej Saltykow abstammen und damit die Linie der Romanows von Paul I. bis Nikolaus II. neu begründet haben. In Saltykows Fußstapfen durfte eines Tages auch der bald um Katharina zum Zweck einer Beförderung seiner Karriere buhlende Potemkin treten. Der Kaiserin war es aus organisatorischen und zeitlichen Gründen nämlich nicht möglich sich auf One night stands einzulassen und so suchte sie stets nach einem geeigneten "Lebensabschnittspartner" für ihre Seite. Potemkin, dem sie aber über ihre physische Beziehung hinaus verbunden blieb konnte sich in ihrem innersten Kreis als loyalster Berater bewähren, Montefiore spekuliert sogar dass Katharina ihn daher als ihren geheimen Ehemann erwählte.

Montefiores typischer Stil kommt auch in dieser Biografie wieder einmal voll zum Tragen. Der Biograf verbindet die Lebensgeschichten seiner Porträtierten mit ein wenig spekulativer Fantasie, Anekdoten, Anmerkungen zur Lebensgeschichte der "Nebendarsteller" und Exkursen zur russischen Geschichte. Man bekommt für sein Geld also erwartungsgemäß wieder einmal das volle Montefiore-Paket geboten, eine sehr bildliche Sprache eingeschlossen. Doch was Montefiore eindrucksvoll gelingt ist es seinen Porträtierten Leben einzuhauchen, auch wenn sich der Autor vielleicht schon etwas zu intensiv mit den Liebesaffären der beiden auseinandergesetzt hat, was auch Abstriche bei anderen Aspekten ihrer Lebensgeschichten erklärt. Fast meint man Montefiore hätte Wert auf die Verfilmbarkeit des von ihm editierten Stoffs gelegt. So erfährt man zwar lang und breit von der Möglichkeit (die man nach Montefiore als Gegebenheit annehmen sollte) dass sich der Fürst auch sexuell mit seinen Nichten eingelassen haben soll, die am Hof fast den Status von Großfürstinnen genossen, während über die mögliche Protektion seiner Neffen kaum ein Wort verloren wird. Ähnlich verhält es sich mit dem jungen Großfürsten Paul, der von Montefiore nur als böser Sohn hingestellt wird, wohl weil er Zeit seines Lebens Potemkin grollte. Ob nicht fehlende Nestwärme, eine harsche Erziehung oder das Desinteresse seiner Mutter für das düstere Gemüt des späteren Zaren verantwortlich sein könnten? Das darf man sich selbst herauslesen, Montefiore hat es sich jedenfalls nicht zur Aufgabe gemacht.

Montefiores kreative Ausschmückungen, die seine Bücher zwar lesbar wie Romane machen, aber manchmal auch zu sehr mit Spekulationen gestützt sind gehören sicherlich zu den größten Makeln seiner Werke, vor allem aus Sicht einer seriös-trockenen Forschung. Sein plastischer Stil ist es aber auch der seinen Biografien zu ihrem großen Anklang verhilft, insofern gibt ihm der Erfolg recht mit der Art wie er seine Geschichten aufbereitet.

- Resümee -
Eine Biografie spannend wie ein Roman, voller Affären... und Geschichte. Auf die Darstellung der Affären hat Simon Sebag Montefiore in seiner Potemkin-Biografie besonderes Augenmerk gelegt, wenn auch in Relation nur auf einige wenige Seiten beschränkt. dass das Buch überdies vor allem eine auf Potemkin zugeschnittene Biografie ist, darauf stößt man erst in der Lektüre. Dafür erhält man eine Biografie im typischen Montefiore-Stil, reich an plastischen Beschreibungen und historischen Details, ein Lebensbild das soviel mehr ist als nur die Lebensbeschreibung eines einzelnen Menschen. Auch wenn es in "Katharina die Große und Fürst Potemkin" scheinbar nur zwei Personen sind, von denen Potemkin die meiste schriftstellerische Aufmerksamkeit gewidmet bekam, so zeichnet Montefiore doch auch Charakterbilder einiger anderer ihrer Zeitgenossen und verbindet das mit einem Exkurs zur russischen Geschichte.
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TOP 500 REZENSENTam 22. Januar 2012
Nach "Stalin. Der Hof des roten Zaren" war dies das zweite Buch von Simon Sebag Montefiore, das ich gelesen habe. Katharina die Große ist ja leider ein beliebter Gegenstand der historischen Trivialliteratur. Diesem Genre ist auch das vorliegende Buch zuzuordnen (Die breite Quellengrundlage ändert daran nichts, denn es kommt nicht auf die Zahl der Quellen an, sondern darauf, was man mit den Quellen anfängt). Die Zarin und ihr langjähriger Liebhaber und Mitregent Fürst Grigori Potjomkin stehen im Mittelpunkt von Montefiores Erstlingswerk, dessen englische Originalausgabe bereits im Jahr 2000 erschienen ist. Das Buch ist ein "typischer" Montefiore: Zu lang und zu detailliert; reißerisch, geschwätzig und boulevardesk. Es besteht zur Hälfte aus wörtlichen Zitaten aus Briefen und sonstigen Dokumenten, die dem Leser eine unmittelbare Nähe zu den Akteuren des Buches suggerieren sollen. Montefiore ist im Grunde kein Erzähler, sondern nur ein Zitate-Arrangeur. Die letzten zwölf, dreizehn Kapitel habe ich nur noch überflogen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Das Buch ist sehr weitschweifig, langatmig und ermüdend. Jedes Kapitel ist mit einem Wust von Informationen aller Art überfrachtet. Schon in der englischen Ausgabe hätte auf manche Kapitel komplett verzichtet werden können.

Eine von Montefiores Hauptschwächen besteht darin, daß er Wichtiges nicht von Unwichtigem, Interessantes nicht von Banalem trennen kann. Die Annahme, alle Informationen, die man im Laufe der Recherchen zusammengetragen hat, seien gleichermaßen wichtig und mitteilenswert, führt unweigerlich dazu, daß ein mühsam zu lesendes Buch entsteht. Die Könnerschaft eines Autors zeigt sich auch darin, wie er aus seinem Material auswählt. Montefiore hat sich von seinem Material völlig überwältigen lassen. Er findet einfach kein Ende und breitet gnadenlos jeden Informationsfetzen, jede noch so obskure Anekdote und Klatschgeschichte vor dem Leser aus. Paradoxerweise bleibt beim Leser wenig hängen, nachdem diese Faktenlawine über ihn hinweggegangen ist. Ähnlich wie das Stalin-Buch wirkt auch dieses Werk über die Zarin Katharina und den Fürsten Potjomkin billig und vulgär, nicht zuletzt deshalb, weil Montefiore seine eigenartige Obsession für alles Schlüpfrige und Obszöne, für schmierige, oftmals nur durch Hörensagen verbürgte Sex-Geschichten einfach nicht zügeln kann. Von einem kritischen, reflektierten Umgang mit Quellen scheint der Mann noch nichts gehört zu haben. Um wieviel besser wäre das Buch, wenn Montefiore auf diese billige Effekthascherei verzichtet hätte! Viele Personen, die im Buch auftauchen, werden nicht porträtiert, sondern lediglich karikiert (z.B. ein österreichischer Botschafter, der angeblich in Damenkleidern vorm Spiegel steht und Opern-Arien trällert). Die Lektüre läßt sich vergleichen mit dem Genuß einer exotischen, übermäßig gewürzten Speise: Anfangs ist sie interessant, aber man wird ihrer umso schneller überdrüssig, je mehr man von ihr ißt. Es ist unverständlich, warum solcher Kitsch ins Deutsche übersetzt wurde.
11 Kommentar|23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Katharina Die Grosse gilt wohl als die bekannteste weibliche Herrscherin der Russen und auch ihr Liebhaber und Berater Fürst Potemkin ist eine der herausragensten geschichtlichen Figuren Russlands. Beide zusammen als Liebespaar teilten nicht nur die Macht und das Bett, sondern bestimmten die Geschicke Europas im 18. Jahrhundert - ein Buch wie ein Abenteuer, eine große Liebe in einer dramatischen Zeit.

Der Autor Simon Sebag Montefiore studierte für das Buch KATHARINA DIE GROSSE UND FÜRST POTEMKIN bislang unveröffentlichtes Material und damit entspinnt sich vor unsren Augen eine tragik-romantische Liebesgeschichte der besonderen Art vor unser aller Augen.

Politik, das Spiel der Macht, Kriege und die große Welt der Diplomatie, alles wurde von Katharina und Potemkin geteilt und verwaltet, sie beide waren die treibenden Kräfte in Russland des 18. Jahrhunderts und beide waren das Ziel von Intrigen und Angriffen der verschiedensten Art.

Das Buch informiert detaiert und en detail auf fast 800 Seiten, wobei es mit dem Prolog und darin mit dem Tode Potemkins in der russischen Steppe beginnt, sehr tragisch und melodramatisch.

Alle vorgestellten Teilbereiche und Aspekte der Macht kreisen immer um diese beiden Personen und ihr jeweiliges eigenständiges Leben und die Annäherungen der beiden. Ihre Zuneigung und ihre Abstoßung, beide waren der Macht zugeneigt und Macht teilt sich schlecht. Beide hatten Affären und beide liebten einander. Beide waren das Ziel von Angriffen und beide stützten einander kompromisslos.

Das Buch KATHARINA DIE GROSSE UND FÜRST POTEMKIN von Simon Sebag Montefiore lässt uns an der geschichtlichen Wahrheit um die Liebe dieser beiden großen geschichtlichen Gestalten teilhaben. Es gibt uns Einblick in die wohl politischste aller Affären, welche je in Russland unter dem Banner der Liebe geschmiedet worden ist.

Das Fürst Potemkin 8x beerdigt worden ist, zeigt die Ambivalenz auf, welche ihm in den letzten vier Jahrhunderten entgegen gebracht wurde - seine große Liebe Katharina hat er Zeit seines Lebens nie vergessen.

Das Buch ist somit eine exzellente Quelle für historische Forschungen und zum Thema des Verhältnisses der beiden großen staatstragenden Personen im Russland des 18. Jahrhunderts.

Sehr empfehlenswert!
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am 22. März 2010
Mit diesem Buch entwirft Montefiore ein detailreiches Bild der russischen Geschichte des 18. Jh. zur Zeit Katharinas der Grossen. Letztlich wird der Leser so genau ueber Potemkin und seine Zarin informiert, dass ein Portrait des Paares entsteht, das keine Wuensche offen laesst. Wie der Autor eine Vielzahl von Vorurteilen beseitigt, indem er sich intensiv mit Quellenmaterial auseinandersetzt, ist dabei sogar ausgesprochen spannend.
Weniger gelungen ist fuer mich allein der deutsche Titel, der nahe legt, dass sich das Buch in erster Linie mit Katharina beschaeftigt, zumal Fuerst Potemkin mit der Schriftgroesse beinahe unterschlagen wird. Der englische Titel 'Prince of Princes" macht dagegen deutlich, dass es sich um Potemkins Biographie handelt und er im Fokus steht.
Alles in allem eine wirklich gelungene Biographie, unbedingt lesenswert!
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am 4. März 2016
Ich gebe es zu , bis auf den Panzerkreuzer und die Potemkinschen Dörfer hatte ich keinerlei Wissen von diesem großen Russen! Eigentlich ist deshalb auch der Titel falsch, was der Autor aber am Anfang auch richtig stellt. Aber für die russische Geschichte ist offenbar das Verhältnis der Zarin und des Fürsten Potemkin zueinander untrennbar. Der Autor hat sicher eine große Fleißarbeit verbracht, aber mit der zunehmenden Lektüre wird der Lobgesang auf beide doch ermüdend, wenn nicht auch unglaubhaft. Z.B. erwähnt Wikipedia den Fürsten in der Seeschlacht auf dem Schwarzen Meer gegen die Türken nicht, sondern Fürst Nassau. Laut Autor war aber der Fürst für den Sieg entscheidend!! So bleibt doch bei der Lektüre ein schaler Beigeschmack zurück!
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am 14. November 2015
Ein sehr sachliches.aber auch sehr aufschlussreiches Buch, wo die Fakten wichtiger sind als romantische und romanhafte Plauderei. Wen Geschichte wirtklich interessiert, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Trotz der vielleicht manchmal etwas trockener Sachlichkeit lässt es sich sehr gut lesen. Die Beigabe einer Landkarte des damaligen Russland wäre sehr hilfreich. Vielleicht bei der nächsten Ausgabe.
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am 9. September 2010
Man kann das Buch ganz kurz zusammenfassen auch wenn es selbst sehr lang ist. - Das Buch ist das Beste - was ich bisher über Katharina die Grosse gelesen habe und stellt sehr gut dar, dass es nicht nur Katharina selbst war die Grösse hatte, sondern auch ihr Partner der Fürst Potemkin.
Sehr detailliert recherchiert, voll mit Details und Aspekten die ich bisher noch in keiner Literatur über Katharina II gefunden hatte. Für mich war es ein sehr grosses Lesevergnügen und kann dieses Buch nur weiter empfehlen.
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am 4. Juli 2014
Ein ausgezeichnetes Buch in deutscher Übersetzung. Ein Teil russischer und europäischer Geschichte ist mir auf diese Weise nähergebracht worden. Sehr empfehlenswert!
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am 25. Februar 2013
Interessantes Buch, wunderbar geschrieben, spannend bis zum Letzt. Sehr guter Preis und sehr empfehlenswert. Bin zufrieden und freue mich über diesen Kauf.
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am 28. März 2010
Das Buch ist gerade erst erschienen, hate großartige Rezensionen in der Süddeutschen Zeitung und in der Münchner Abendzeitung, ich habs noch nicht gelesen und freu mich drauf
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