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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der fehlende Spiegel
Das Buch von Herrn Mishra ist ein wunderbarer Spiegel, eine wunderbare Erklärung, ein fehlender Blick auf diese Welt. Es ist eine Eröffnung für den Leser und es wirft viele Fragen auf. Es gibt viele Antworten. Man muss sich selbst identifizieren. Als Europäer, als Mensch aus der westlichen Welt, muss man "Demokratie" neu/anders definieren. Dieses Buch...
Vor 4 Monaten von Claudia Marschner veröffentlicht

versus
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gefährliches und einseitiges Buch
Eine sehr gute Rezension zu dem Buch hat Necla Kelek geschrieben. Mishra spricht den Orient einseitig von jeder Schuld frei und stellt den Islam als wichtige Waffe gegen die "Imperialisten" dar ...

"Ihm ist die klammheimliche Freude anzumerken, mit der er immer wieder seine Stichwortgeber – "den Westen", "die Zivilisation" oder "Europa" – für...
Vor 1 Monat von Sterling veröffentlicht


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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der fehlende Spiegel, 15. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Herrn Mishra ist ein wunderbarer Spiegel, eine wunderbare Erklärung, ein fehlender Blick auf diese Welt. Es ist eine Eröffnung für den Leser und es wirft viele Fragen auf. Es gibt viele Antworten. Man muss sich selbst identifizieren. Als Europäer, als Mensch aus der westlichen Welt, muss man "Demokratie" neu/anders definieren. Dieses Buch hallt nach. Man kann es nicht ins Regal stellen und sagen: "Oh! Nun weiß ich, wie man in Asien denkt und fühlt. Das ist aber schön." Ich habe mich ertappt, die Engländer seitenweise zu hassen, die Franzosen seitenweise zu hassen, die Europäer zu verdammen. Dann - und das beschreibt einen identischen Verlauf der beschriebenen Protagonisten - hätte ich gerne eine indische Identität gehabt, um wieder bei meinen Wurzeln zu landen. Dieses Buch zeigt zwischen den Zeilen auf, wo man tatsächlich steht, wenn man in der westlichen Welt steht. Das merkwürdige Gefühl bleibt bis zum Ende des Buches: "Glücklicher sind wir durch Ausbeutung nicht geworden." Das schöne an dem Buch bleibt das Unterlassene: Herr Mishra hebt nicht den Finger. Er verurteilt nicht. Er verdammt nicht. Er will nicht erobern, überzeugen, verkaufen, anbieten, rekrutieren.
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltgeschichte aus der Sicht Asiens, 23. Oktober 2013
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens (Gebundene Ausgabe)
Pankaj Mishra vollzieht einen für das Verständnis islamischer und asiatischer Staaten notwendigen Blickwechsel auf die Weltgeschichte, stellt in biografischen Essays die für ihre Zeit ungewöhnlich fortschrittlichen Denker Dschamal ad-Din al Afghani (1838-1897) und Liang Qichao (1873-1929) vor und vermittelt eindringlich den Eindruck der Demütigung muslimischer Staaten durch "den Westen", der Grundlage des Verständnisses aktueller Konflikte zwischen westlichen und muslimischen Staaten ist.

Wer sein Globusmodell in Bewegung setzt, um Geschichte einmal von der anderen Seite der Weltkugel aus zu betrachten, muss zwangsläufig aus anderer Perspektive urteilen. So ist für Pankaj Mishra nicht der Zweite Weltkrieg der prägende, "große" Krieg, sondern die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Japan und China (die zwischen 1937 bis 1945 allein 3,5 Millionen Tote forderten). Japans militärische Überlegenheit hatte nicht nur politische und militärische Bedeutung, sondern ebenso geistig-moralische. Aus dem Blickwinkel Asiens fand 1904 die entscheidende Seeschlacht von Tsushima zwischen Russland und Japan um die Herrschaft über Korea und die Mandschurei statt. Japans Sieg beendete die Unbesiegbarkeit "der Weißen" und führte zu einem Domino-Effekt, der schließlich auch das Selbstbewusstsein der muslimischen Länder Vorderasiens hob.

Neben zahlreichen essayistischen Splittern zum Ost-West-Verhältnis konzentriert sich der gebürtige Nordinder Mishra in seinem Buch auf zwei beispielhafte Denker und Erneuerer. Dschamal ad-Din al Afghani zählte als Katalysator für den Wandel zu den Gründern der islamischen Moderne und repräsentiert eine gebildete Klasse, deren Modernisierungsbestrebungen den herrschenden (religiös gebildeten) Eliten zu weit gingen. Der gebürtige Perser war in der Lage, als Religionskritiker den Islam in neuen Kontexten zu sehen. Er wurde zum Gründer des ägyptischen Journalismus (bereits 1875 wird die Zeitung Al-Aham gegründet). Interessant fand ich, dass der unabhängige Denker schon zu seiner Zeit Merkmale definierte, die bis heute das wirtschaftliche Wachstum nordafrikanischer Staaten behindern und damit ursächlich für die aktuellen Krisen dieser Länder sind: die Paukschule (obwohl damals unter westlichem Einfluss der Kolonialmächte organisiert), mangelndes Interesse an Naturwissenschaften und an Ereignissen in der übrigen Welt, das Fehlen einer kritischen Presse, eine verarmte, unzufriedene Unterschicht, regiert von einer korrupten Führungsschicht.

Liang Qichao (1873-1929) inspirierte als erster moderner Intellektueller, Gelehrter und Reformer Chinas mehrere Generationen von Denkern. Liang wird zum Tode verurteilt, flieht aus China nach Japan und wird dort der berühmteste Intellektuelle. Zahlreiche chinesische Studenten können zu Beginn des 20. Jahrhunderts beim Studium in Japan die ersten Erfahrungen mit westlichen Kulturen und Werten machen. Erst wer Kontakte zu anderen Ländern pflegt, muss die Überzeugung infragestellen, das eigene Land sei die Mitte der Welt. Die intellektuelle und politische Atmosphäre des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Asien und die Probleme der heterogenen asiatischen Staaten stellt Mishra sehr lebendig dar.

Bekannter als die og. Vordenker ist als Literaturnobelpreisträger von 1913 Rabindranath Tagore. Er vervollständigt die Reihe scharfsinniger Beobachter zu seiner Zeit von Europäern beherrschter asiatischer Staaten. Tagore hatte keine antiwestliche Einstellung, lehnte aber wie Gandhi den institutionalisierten, bürokratisierten und militarisierten Staat ab.

Pankaj Mishra charakterisiert - an Leser aus dem Westen gerichtet - aus asiatischer Sicht eindrucksvoll historische Ursachen der Krise der islamischen Welt und richtet den Blick auf zwei bisher wenig bekannte Reformer aus dem Persien des 19. Jahrhunderts und aus China zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gefährliches und einseitiges Buch, 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens (Gebundene Ausgabe)
Eine sehr gute Rezension zu dem Buch hat Necla Kelek geschrieben. Mishra spricht den Orient einseitig von jeder Schuld frei und stellt den Islam als wichtige Waffe gegen die "Imperialisten" dar ...

"Ihm ist die klammheimliche Freude anzumerken, mit der er immer wieder seine Stichwortgeber – "den Westen", "die Zivilisation" oder "Europa" – für alles verantwortlich machen lässt, was zum Untergang der asiatischen Reiche beigetragen haben soll.
...
An vielen Stellen kippt der aufklärerische Anspruch des Autors so ins Ideologische, wird die Darstellung einseitig und fragwürdig. Seine Darstellung der Gesellschaften Asiens ist selektiv. Mishra schreibt weder von der Tyrannei der Osmanen, der Despotie indischer Mogule oder dem Rigorismus chinesischer Kaiser.
...
Das ist das Enttäuschende an diesem Buch. Mishra – selbst kein Muslim – kommt nicht darüber hinaus, was der islamische Gelehrte Abdelwahab Meddeb als "Die Krankheit des Islam" bezeichnet. "Es ist das Ressentiment desjenigen, der nur noch auf die Stunde der Vergeltung wartet."

Aufschlußreich ist die subtile Art, mit der der Autor seine Weltsicht sprachlich zu vermitteln sucht.
Mishra schreibt über den türkishen Genozid an den Armeniern nur einen Satz: "Zermürbt von armenischen Nationalisten im Osten Anatoliens, deportierten die Türken 1915 gnadenlos Hundertausende von Armeniern – ein Vorgehen, das ihnen später den Vorwurf des Völkermords einbrachte."
Der Autor legt uns – so lese ich das - mit dieser Formulierung nahe, dass die Armenier ihre Deportation provoziert haben müssen und die Türken gar nicht anders konnten. Und natürlich ist alles nur ein "Vorwurf", was heißt, es ist noch lange nicht bewiesen. So würde Erdogan es auch sagen.
(...)
Ich habe mich gefragt, warum dieses Buch ausgerechnet mit einem Preis für "Europäische Verständigung" ausgezeichnet wird, denn auf Verständigung, gar Versöhnung scheint es der Autor nicht anzulegen. Im Gegenteil, er teilt die Welt in Gut und Böse. Die Juryentscheidung kann ich mir nur aus dem Überdruss der europäischen Intellektuellen an der eigenen Gesellschaft und der eigenen Geschichte erklären.

Mishra liefert nachträglich die intellektuelle Rehabilitierung der gescheiterten Politik der anti-imperialistischen Linken, die jetzt in Universitäten und Medien über postkoloniale Politik referieren. Das mag bei dem einen oder anderen Jurymitglied biografische Erinnerungen geweckt haben. Der beredte Versuch, den politischen Islam und den organisierten Islamismus als nicht-europäische Idee, als antikoloniale und damit moralisch akzeptable Kraft darzustellen, halte ich nicht nur politisch für falsch."

Erschienen in der Welt am 11.03.2014
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein interessantes Geschichtswerk, welches auf eine spannende gemeinsame Zukunft hinweist!, 28. Oktober 2013
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens (Gebundene Ausgabe)
Üblich ist es vielleicht nicht, aber ich beginne meinen Blick auf dieses Buch doch gerne mit dem letzten Satz des Nachwortes von Detlev Claussen. Er schreibt " - die vielfältigen Möglichkeiten einer neu entstehenden Welt sind noch gar nicht entdeckt." Mit diesem Satz drückt er ein wenig von meinem Bauchgefühl aus, welches ich beim Lesen dieses Buches bekommen habe.

Was Professor Mishra hier beschreibt ist die unrühmliche Geschichte des Empires und gelegentlich auch anderer europäischer Kräfte, in Asien. Regionen und länderweise nimmt sich der Autor Asien vor und beschreibt die Politik die zunächst zur Unterdrückung Asiens führte. Diese ist sicher mit Grundlage für die Stimmung Asiens auf die heutige Sicht gen Europa und ist für deren Willen zum politischen, wie wirtschaftlichem Wiederaufstieg sehr förderlich.

Historisch hat Pankaj Mishra einen weiten Blick, der sehr gut für die historische Einordnung des Lesers ist und der eben diesen letzten Satz vom Nachwort deutlich hervortreten lässt. Der oftmals zitierte asiatische Tiger, der längst nicht mehr schlummert, hat bereits zum Sprung auf Europa abgehoben, nicht nur in Form von Billighandys oder Spielzeug. Die gesamte Weltordnung ist gerade dabei sich neu zu sortieren. Niemand kann heute voraussagen wann sie abgeschlossen sein wird, wie sie aussehen wird und ob es in naher Zukunft überhaupt wieder zu einem Blockdenken kommen wird. Dieses vorliegende Buch gibt eine ungefähre Ahnung von dem was uns bevorsteht. Solide recherchiert hat Pankaj Mishra für uns den Blick gen Asien geschärft und was besonders gut gelingt: Es wird klar, dass wir Asien nicht nur als feindliche Macht betrachten müssen . . .

Wir haben eine neue Ordnung zu schaffen. Der Autor entwirft eine Vision von dem was da kommen könnte und das hört sich nicht mal schlecht an! Beim Lesen wird an vielen Beispielen klar, dass in Asien oftmals ein völlig anderes Demokratieverständnis herrscht, aber wir sollten nicht gleich wieder als Schulmeister auftreten, dies ist bereits in der Geschichte mehr als ein Mal schief gelaufen. Heute sollten wir auf partnerschaftliche Zusammenarbeit setzen. Gerade was der Autor über den Aufbau einzelner Gesellschaften in Asien schreibt und die Notwendigkeit und Einsicht, dass selbst unsere eigene Gesellschaft nicht als fertige anzusehen ist, birgt Spannungselemente, aber auch mögliche interessante Berührungspunkte für die Zukunft.

Ein interessantes Geschichtswerk, welches auf eine spannende gemeinsame Zukunft hinweist!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der..., 26. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens (Gebundene Ausgabe)
Ein Wust unbekannter Namen, Daten, Örtlichkeiten, sehr einseitige Sicht aus Fernost. Zäh zu lesen.Ein Wust unbekannter Namen, Daten, Örtlichkeiten, sehr einseitige Sicht aus Fernost. Zäh zu lesen.
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die etwas andere Perspektive, 6. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Auf beeindruckende Weise wird die Sicht Asiens auf den Westen aufbereitet. Als Europäer wird mir ein Weg gezeigt, die Geschichte und die Gegenwart der östlichen Hemisphäre dieses Planeten besser zu verstehen. Es eröffnen sich neue Möglichkeiten der Kulturen für das so wichtige friedliche Miteinander.

Grüße

Euer KD
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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus den Ruinen des Empires, 7. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens (Gebundene Ausgabe)
sehr gute Recherche , Geschichte aus eine anderen Blickwinkel, sehr guter Stil, trotz Geschichtsausarbeitung ganz spannend beschrieben, Philosophen beschrieben , die man nur sonst nur von ungefähr kennt .(Aus den Ruinen des Empires)
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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschenk an meine Tochter, 5. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch meiner Tochter für Weihnachten geschenkt. Sie hat Geschichte studiert. Sie war begeistert von dem Buch und meinte es sei sehr gut geschrieben und sehr sehr interessant.
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Aus den Ruinen des Empires: Die Revolte gegen den Westen und der Wiederaufstieg Asiens
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