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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...there is a light that never goes out ?
Eine Nacht haben sie mich wach gehalten, diese Geschichten von Vergessenen, Treibenden und Verlorenen.
Meyers Protagonisten nehmen einen mit auf ihren Wegen, die irgendwohin führen, weiter, immer weiter, letztlich wohl nach unten.
Das wirklich Erstaunliche daran ist, dass man ihnen folgen möchte. Bis zur letzten Seite, zum letzten Wort.

Da...
Veröffentlicht am 14. März 2010 von Elisa

versus
7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit
Die Nacht, die Lichter" heißt das zweite, vieldiskutierte Buch von Clemens Meyer, das nicht nur im Titel, sondern auch in der Leitmetaphorik dieses Titels an den Film von Schmid erinnert. Die Nacht, die Lichter" versammelt 16 Stories", ebenfalls aus unzusammenhängenden Lebensfäden, ebenfalls mit einem Personal von überwiegend Unterprivilegierten, die...
Veröffentlicht am 8. Mai 2008 von Media-Mania


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...there is a light that never goes out ?, 14. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Taschenbuch)
Eine Nacht haben sie mich wach gehalten, diese Geschichten von Vergessenen, Treibenden und Verlorenen.
Meyers Protagonisten nehmen einen mit auf ihren Wegen, die irgendwohin führen, weiter, immer weiter, letztlich wohl nach unten.
Das wirklich Erstaunliche daran ist, dass man ihnen folgen möchte. Bis zur letzten Seite, zum letzten Wort.

Da ist eben dieses Leuchten. Ein Leuchten, wie wir es von den Neonlettern der schäbigen Absteigen nahe der Autobahn (und nicht von ungefähr ahnen wir Verwandtschaft zu MOTEL und Highway) oder dem gelben Schummer der Eckkneipen kennen.
Das Aufglimmen der Zigaretten, ein Mond, der aus dem 'Knast' eine lang eingebüßte Sehnsuchtsferne zurückerlangt- Clemens Meyer scheut vor solchen Bildern nicht zurück, er weiß wohl um sein Gespür und seine literarische Könnerschaft. Sie gelingen ihm, gerinnen in den meisten Fällen nicht zum Klischee. Als Autor ist er seit seinem bereits großartigen Debut Als wir träumten nochmals gewachsen.

Meyer schreibt "unbedingt" und kein bisschen furchtsam - er brennt für die großen Themen.
Die Protagonisten seiner Erzählungen zeigen Hang zu Destruktion, scheinen Auflösung geradezu herbeizwingen zu wollen.
Und gerade da erkennt Meyer sie als Aufbegehrende, die mit dem Tod als Fluchtpunkt der menschlichen Existenz ringen, die dem dunklen Sog ins Licht entkommen wollen und dabei verbrennen.

Wie Meyer diese Gescheiterten zu tragischen Helden umdeutet, das ist furios und herzergreifend, das kann in diesem Land zu dieser Zeit kein anderer wie er.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Marktlücke: Meyer nimmt die Unterschicht ernst, 2. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Taschenbuch)
Wenn erfolgreiche Romanautoren hierzulande Kurzgeschichten veröffentlichen, hat das irgendwie immer den Beigeschmack einer verlegenen Schreibübung, der behelfsmäßigen Überbrückung einer Roman-Sendepause oder vergeblichen Bemühungen des Verlags, mediale Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Man könnte fast meinen: Kurzgeschichten können keine Bestseller werden, ihr literarischer Wert ist irgendwo zwischen einem Artikel aus der Schülerzeitung und dem wöchentlichen Fortsetzungsroman in der Fernsehzeitschrift anzusiedeln. Dieses (Vor-)Urteil, sofern es denn überhaupt prinzipiell berechtigt ist, widerlegt Clemens Meyer für sich selbst höchst schlagkräftig. Die Vorfreude auf "Die Nacht, die Lichter" konnte gar nicht groß genug sein nach dem melancholischen Porträt einer Leipziger Gruppe von verlorenen Jugendlichen zur Wendezeit namens "Als wir träumten". Meyer erstickt die Befürchtungen, man habe es mit einem "One-Hit-Wonder" zu tun, im Keim.

Auch in "Die Nacht, die Lichter" verschreibt sich Meyer ganz den Verlierern der Gesellschaft: Kriminelle, Übergewichtige, Hartz-IV-Empfänger, Witwer, Schläger, Alkoholiker - sie alle bekommen die Einsamkeit und Trostlosigkeit zu spüren, die ungefilterte soziale Kälte. Sie sind Außenseiter. Meyer hat sich durch die ernsthafte Auseinandersetzung mit ihnen schon in "Als wir träumten" eine Nische, eine Marktlücke geschaffen. Sonst bekommt man zu gesellschaftlichen Randfiguren vorwiegend Statements von Politikern oder akademischen Feuilletonisten aus dem Elfenbeinturm zu hören. Doch eine Kurzgeschichte aus Meyers Feder genügt, um solche Äußerungen als selbstgefällig, zynisch und herablassend zu entlarven.

Im Gegensatz zu vielen Links-Politikern glorifiziert Meyer jedoch auch nicht die andere Seite, die Rebellion gegen das System, das Leben ohne Leistung, das Nichts-Tun als tauglichen Lebensentwurf - all das erfährt hier eine gründliche Desillusionierung. So ist auch der Traum von Kuba in der Geschichte "Warten auf Südamerika" lediglich ein künstlicher Fluchtort ohne Perspektive; und Rebellion, nun ja, die findet ohnehin kaum statt in Meyers Welt. Seine Protagonisten - und das kommt der Wahrheit vermutlich näher - sind stattdessen zur Auflehnung, zum Kampf gegen das System schlicht und ergreifend zu müde.

Stilistisch ist Meyer ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Seine lakonische Schreibe legt jede Schwachstelle eines Charakters offen. Abgebrochene Sätze, Verlegenheits-Dialoge, aus dem Zusammenhang gerissene Erinnerungsfetzen, die allesamt Hilflosigkeit und Unsicherheit konnotieren. Meyers Figuren sind von einer Fehlbarkeit, die in Grisham-Romanen keinen Platz findet. Jede Geschichte hat eine Pointe, eine Doppeldeutigkeit, die zu Spekulation und Interpretation einlädt. Erdrückend der verzweifelte Versuch des Erzählers in "Die Flinte, die Laterne und Mary Monroe", sein Verhalten nur selektiv zu offenbaren, sich ständig vor dem Leser zu rechtfertigen, grausames zu relativieren und die unfassbare Wahrheit aus Scham, Angst und Verantwortungslosigkeit bis zum bitteren Ende zu verdrängen, um nicht zu sagen: zu leugnen.

Meyer hat eine Sammlung an Kurzgeschichten vorgelegt, die in ihrem Stil und in Bezug auf die genaue Beobachtung einer gesellschaftlichen Gruppe - es geht tatsächlich nicht eine Nummer kleiner - an Wolfgang Borchert erinnert. Und nebenbei den vielleicht wichtigsten Beitrag zur "Unterschichts"-Debatte geleistet - wichtiger jedenfalls als das Meiste, was man im Feuilleton dazu lesen kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wirklichkeit, 17. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch habe ich gelesen, weil ich Herrn Meyer im Aspekte-Interview gesehen habe und er mir sofort bekannt vorkam. Dabei war er so merkwürdig wahrhaftig, als sei er gerade von der Straße hereingekommen und versehentlich auf dieses blaue Sofa geraten. Genauso wahrhaftig sind die Geschichten, die er erzählt. Es sind "Stories", die man eigentlich gar nicht hören will, wenn man durch die Großstädte von heute fährt und sich fragt, was sich hinter all den Fassaden abspielt, fernab der immer ähnlicher werdenden Innenstädte. Hier zeigt sich die Wirklichkeit, die man spürt, wenn man durch die nicht enden wollenden Altbauschluchten von Leipzig kommt, wo zwischen Vorzeige-Immobilien noch die schwarzen Löcher klaffen. Dieses Buch erzählt von erloschenen Helden, die verzweifelt versuchen, das letzte bißchen Würde zu wahren. Allein die Titelstory zeigt mit wenigen Worten so viel Verzweiflung, Wut, Liebe und bittere Wahrheit, dass es fast schmerzt. Wer dies mal erlebt oder erahnt hat, wer auch mal hinsieht in die Nischen, die kleinen Kneipen und Hauseingänge, der wird dieses Buch verstehen und lieben. Denn zwischen all der Verzweiflung keimt immer wieder Hoffnung. Das sind die Lichter, an denen man sich hier wärmen kann. Auch wenn sie am Ende doch immer wieder verglühen.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leuchtende Stories, 14. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich "Als wir träumten" begeistert gelesen hatte, hatte ich Bedenken, ob Clemens Meyer (Jahrgang 1977!) seinen doch sehr spezifischen Erstling toppen wird können. Er hat also keinen Roman nachgelegt, sondern einen Band mit der wahrscheinlich sogar schwierigeren Form der Erzählung, bzw. um genau zu sein, der "Story". Dieser feine Unterschied ist wichtig, da sich Clemens Meyer weniger an der im deutschsprachigen Raum typischen Erzählung, sondern an der eher amerikanischen "Short Story" orientiert. Dadurch entsteht in seinen Stories eine eigenartig rauhe Poesie der Sprache, die nichts mit den z.T. selbstverliebten (und nichtssagenden) Prosagebilden vieler anderer (z.T. sehr erfolgreicher) junger deutscher (bzw. deutschsprachiger) SchriftstellerInnen zu tun hat. Literatur, die trifft, berührt, nie sentimental ist, die den Leser sprachlos zurücklässt und vor allem zeigt, dass es wirklich große junge Literatur gibt. Irgendwo am Schutzumschlag steht eine Aussage von Clemens Meyer, er wolle Geschichten schreiben, die leuchten. Das tun sie, und wie !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen köstliche Lektüre, 23. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Gebundene Ausgabe)
Nostalgische aber Vergnügen bereitende Stories aus Alltag in Ostdeutschland der 90er und später. Zum Lesen eignet sich beim Glas Wein auf dem Sofa wenn der Kohleofen glimmt und die Kerzen leuchten. Prosa die einen melancholisch einstimmt. Für mich ein Lesevergnügen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen A New Mood in German Lit?, 18. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Taschenbuch)
I love this book.

A moody selection full of silent, anonymous men in a variety of shady situations moving through the underbelly of satellite cities.Meyer is a young author and

he reads like no other german author i know - his sentences are short, his characters don't talk a lot, the language is pared back and appealingly unliterary. I

take it he's been reading a bit of carver, but he's got his own thing happening and i'm tossing up whether to get tagebuch...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Er hat mir sein Licht gegeben, indem er mir die Dunkelheit gezeigt hat.", 8. April 2008
Von 
HG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Gebundene Ausgabe)
Dieser Satz könnte stellvertretend für alle anderen 15 Stories des großartigen Erzählbandes stehen. Dunkelheit gibt es fürwahr mehr als genug im Alltag von Meyers "Helden", aber immer wieder strahlt der kleine Funke Hoffnung, das Licht am Ende des Tunnels.

Der Autor schreibt von Menschen, die nicht mehr ins sogenannte gesellschaftliche Raster passen, die Drogen nehmen oder im Knast sitzen, die trinken, spielen, dealen und sich prügeln: die "Looser der Nation". Er siedelt seine Erzählungen in verwahrlosten Wohnungen, in Bierkneipen, im Boxring oder in stillen, nächtlichen Straßen an der trostlosen Peripherie einer Stadt an.

Trotz der Dunkelheit, in die seine Protagonisten abgerutscht sind und die sich durch alle Erzählungen zieht, setzt Meyer immer wieder Lichter. Lichter, die zeitweise nur flimmern und kaum zu erkennen sind. Lichter, die sich bewegen, heller werden und manchmal auch wieder verschwinden. Doch niemals zerstört Clemens Meyer den Traum von einem besseren Leben, niemals die Illusionen seiner Figuren, auch wenn es der oberflächlichen Gesellschaft vielleicht so scheint.

"Das wird schon, das wird schon wieder". Dieser Satz durchzieht als Leitmotiv alle 15 Stories. Vage Hoffnung durchströmt seine Nachtgestalten, die meist schon mit einem Bein am Abgrund stehen. Eine Lösung, ein Happy End, die gibt es jedoch nicht. Alles ist offen, könnte sich so oder so weiterentwickeln. Meyer erzeugt einen atemberaubenden Schwebezustand.

Daneben entfaltet der Autor eine unglaubliche Dynamik. Er treibt den Leser mit einer permanenten Sogwirkung durch den Text, durch sein Wechselspiel zwischen Hell und Dunkel, zwischen Licht und Schatten, erzeugt eine suggestive Wirkung, lässt die Gedanken und Empfindungen seiner Protagonisten wirbeln, springt in die Vergangenheit und noch im selben Satz wieder zurück in die Gegenwart oder gar die Zukunft. Grenzen verwischen. Alles ist in Bewegung. Es gibt keinen Moment des Stillstandes. Wahrnehmung, Erinnerung und Traum fließen nahtlos ineinander.

Das Nichtgesagt ist dabei Meyers Stärke. Eine ganz eigene Intensität unausgesprochener Worte zwischen den Zeilen zeichnet seine Erzählkunst aus. Gut und Böse gibt es nicht, alles verschwimmt. Zuweilen Entsetzen, aber kein Befremden, Hoffnungslosigkeit, aber auch Hoffnung: die Nacht, aber auch die Lichter.

Meyer wertet nicht, schreibt ohne Pathos und Larmoyanz über seine sympathischen Anti-Helden, denen er dadurch so etwas wie Würde verleiht. Er dokumentiert, dies jedoch passgenau und mit einem exzellenten Blick auf intime Kenntnisse für diese Verhältnisse. Er selbst sagte einmal in einem Interview: "Émile Zola ist durch abgewrackte Gegenden gewandert, um Stoff zum Schreiben zu finden. Ich wohne dort."
Clemens Meyer zeichnet in seinen Geschichten ein scharfes Bild unserer sozialen Verhältnisse und lässt in ihnen eine ganze Lebenswelt erkennen.

Seine großartige Erzählkunst zeichnet sich auch dadurch aus, wie er alles auf den kleinsten gemeinsamen Nenner herunterbricht. Kurze Sätze, die alles sagen. Mit Kleinigkeiten, zudem meist unausgesprochen, verrät er mehr, als es seitenfüllende Abhandlungen tun würden. Er verdichtet auf ein Maximalmaß und erzeugt dadurch immensen inneren Druck mit enormer Kraft. Seine präzise Unschärfe, seine wenigen Andeutungen, eröffnen komplexe Zusammenhänge.

Fazit:
Großartige 15 Stories eines verdienten Gewinners des "Buchpreises der Leipziger Buchmesse 2008".
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Raymonds Neffe, 11. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Gebundene Ausgabe)
In der Ramschkiste habe ich die Sammlung von Meyers Geschichten bezeichnenderweise entdeckt, wahrscheinlich, weil sie tatsächlich leuchten - oder besser: glühen. Und schon auf der ersten Seite wird klar, dass hier kein Intellektueller seine über lange Jahre mit Nabelschau, Belanglosigkeit und Narzissmus gefüllte Schreibtischschublade endlich einmal in ein persönliches Monument verwandeln wollte, sondern dass hier jemand veröffentlicht, weil er schreiben kann und etwas zu sagen hat, weil er die Kunst beherrscht, Geschichten zu schreiben, die viel mehr bedeuten als das, was sie vordergründig zeigen - eine Seltenheit in der zeitgenössischen deutschen Literatur. Es ist als ein großes Kompliment gemeint, wenn ich sage, dass Meyers Geschichten mich an Raymond Carver erinnern. Peter Stamm, der mit diesem verglichen wurde, ist übrigens weit davon entfernt.
NB: Ich unterstütze meinen Buchhändler vor Ort.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzgeschichten über die Loser unserer Gesellschaft...!, 29. Juli 2009
Von 
Martin Strehl (Delmenhorst Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Gebundene Ausgabe)
Die Nacht, die Lichter: Stories
Er ist nur ein HARTZ IV Mensch und sein Hund braucht dringend 2 neue Hüftgelenke, also setzt er zusammen mit einem "kundigen" Kumpel seine ganze Stütze systematisch bei Pferdewetten ein und - oh Wunder - mit Raffinesse und dem Wissen seines Kumpels geht er am Ende mit 4.400 EUR durch die leuchtende Nacht nach Hause...verfolgt von 4 Typen mit abgesägten Billardstöcken, die er in seiner Hochstimmung nicht bemerkt...kurze Beschreibung einer dieser vielen Geschichten, die zwar leuchten, aber nicht hell, sondern pechschwarz, wobei hier gemeint ist, Pech im Leben, egal obs mal klappt mit der Knete, iss eh gleich alles wieder weg und der Boden ist eine harte Liege...soviel sei verraten zu diesen wirklich emotional und gleichzeitig real geschriebenen "leuchtenden" Stories...absolut gut und deshalb TIPP!!!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der jungen deutschen Literatur, 7. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Nacht, die Lichter: Stories (Gebundene Ausgabe)
Schon mit seinem Debütroman hat Clemens Meyer sich als wichtige und starke Stimme in der jungen, deutschen Literatur gezeigt. Und diese Stimme ist in "Die Nacht, die Lichter." noch stärker geworden. Man verschaut sich beim Lesen in karge und dichte Bilder, kann mit wenigen Strichen gezeichnete Dialoge erleben, die eindeutig Kaurismäki-Qualitäten haben, und hat noch dazu bei jeder der Stories das Gefühl, dass einem hier der raue Wind des wirklichen Lebens um die Ohren weht. Oftmals sind Sammlungen von Kurzgeschichten nichts als eine beliebige Zusammenstellung - bei Meyer ist das anders: Die Geschichten funktionieren miteinander, sind aufeinander abgestimmt, noch dazu niemals wirklich ähnlich - Clemens Meyer gelingt es von Text zu Text, noch einen neuen, noch einen ungehörten Ton zu finden und anzuschlagen. Es wird schwer sein für die Meyer-Generation knapp über 30 in den nächsten Jahren, das noch zu überbieten.
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Die Nacht, die Lichter: Stories
Die Nacht, die Lichter: Stories von Clemens Meyer (Gebundene Ausgabe - 19. März 2008)
EUR 18,90
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