Kundenrezensionen

38
4,4 von 5 Sternen
Doktor Faustus: Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freunde
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:39,00 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juli 2014
Gert Westphal liest Thomas Mann und ich kenne keinen Besseren Interpreten für diesen Dichter. Eine schwere Entschlüsselung des Inhalts, aber lohnenswert und in einer rauschhaft vielfarbigen deutschen Sprache. Die Lieferung kam ganz pünktlich in meinem Hotel an und die CD's waren neu, wie ja auch bestellt. Ich danke für die schnelle reibungslose Hilfe.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Februar 2013
Dieses Buch ist ein klassisches Meisterwerk. Ich habe eine Ausgabe verloren, die ich früher hatte. Nun spürte ich Lust es wieder einmal zu lesen, und deshalb bin ich glücklich, weil sie es mir geschaffen haben.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. April 2013
Die ganze Lieferung war perfekt.

Sowohl das Produkt selbst, was mir sehr viel Freude macht, weil es eine überragende Adaption des weniger leicht zu lesenden Romans ist, als auch die Abwicklung.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. April 2014
Hier sind Sie richtig. Ob locker-frisch-lifestylig oder eher “seriös”, wir machen es möglich. Und wenn Ihnen nicht nur die Texte, sondern auch die Ideen und die Umsetzung fehlen, können wir über unser Netzwerk von Text, Konzept und Foto bis zum Verlag oder Agentur, vom Layout bis zum Druck alle Dienstleistungen mit anbieten.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. März 2013
Ich persönlich bin ein "Mann-Fan" nach Zauberberg, Tod in Venedig, Buddenbrooks etc. Dieses Werk war aber nichts für mich. Ich bin unmusikalisch, verstehe nichts von Noten usw. und deshalb waren manche Passagen für mich völlig unverständlich - mir hat förmlich der Sinn dafür gefehlt. Mich nervten zudem diese Zeitsprünge zwischen beiden Kriegen, der Monolog des Autors, der an manchen Stellen sehr gekünstelt klingt und und und. Weiteres anzuführen lohnt nicht, es ist nur mein persönlicher Eindruck.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Januar 2006
Obwohl ich Thomas Mann sehr gerne lese und bisher immer begeisert wurde, habe ich dieses Buch nach 2/3 aus der Hand gelegt. Meiner Meinung nach ist dieses Werk zu langatmig und zu emotional. Mit "emotional" meine ich, daß sich mir beim Lesen der Seiten andauernd der Eindruck aufdrängt, Thomas Mann möchte unbedingt und mit aller Gewalt Weltanschauliches loswerden.
Es kann sein, daß meine Meinung eine andere wäre, würde ich tonnenweise Sekundärliteratur parallel lesen - aber dazu fehlt einem arbeitenden Menschen einfach die Zeit.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es ist das Alterswerk des Thomas Mann (1875-1955): "Doktor Faustus", erschienen im Jahre 1947.

"Mit Bestimmtheit will ich versichern, dass es keineswegs aus dem Wunsche geschieht, meine Person in den Vordergrund zu schieben, wenn ich diesen Mitteilungen über das Leben des verewigten Adrian Leverkühn, dieser ersten und gewiss sehr vorläufigen Biografie des teuren, vom Schicksal so furchtbar heimgesuchten, erhobenen und gestürzten Mannes und genialen Musikers, einige Worte über mich selbst und meine Bewandtnisse vorausschicke." Es ist nicht Thomas Mann, der uns hier den Tonsetzer Adrian Leverkühn vorstellt, sondern Serenus Zeitblom - der natürlich kein anderer ist als doch Thomas Mann. "Einzig die Annahme bestimmt mich dazu, dass der Leser - ich sage besser: der zukünftige Leser; denn für den Augenblick besteht ja noch nicht die geringste Aussicht, dass meine Schrift das Licht der Öffentlichkeit erblicken könnte, - es sei denn, dass sie durch ein Wunder unsere umdrohte Festung Europa zu verlassen und denen draußen einen Hauch von Geheimnissen unserer Einsamkeit zu bringen vermöchte; - ich bitte wieder ansetzen zu dürfen: nur weil ich damit rechne, dass man wünschen wird, über das Wer und Was des Schreibenden beiläufig unterrichtet zu sein, schicke ich diesen Eröffnungen einige wenige Notizen über mein eigenes Individuum voraus, - nicht ohne die Gewärtigung freilich, gerade dadurch dem Leser Zweifel zu erwecken, ob er sich auch in den richtigen Händen befindet, will sagen: ob ich meiner ganzen Existenz nach der rechte Mann für eine Aufgabe bin, zu der vielleicht mehr das Herz als irgendwelche berechtigende Wesensverwandtschaft mich zieht."

Der Schriftsteller erfindet einen Schriftsteller (hier den Biografen Zeitblom) - Philip Roth und dessen Nathan Zuckerman (und viele, viele andere) lassen grüßen - und verlagert somit die Handlung in eine dritte Ebene.

Der Magier, Astrologe und Alchimist Johannes Faust wurde um etwa das Jahr 1480 geboren. Er trieb sich vornehmlich im Württembergischen herum und stand im Rufe, mit dem Teufel im Bunde gewesen zu sein. Schon 1587 erschien in Frankfurt die "Historia von D. Johann Fausten, dem weitbeschreyten Zauberer und Schwarzkünstler", eine erste Veröffentlichung der sich inzwischen zusammengesponnen Legenden. Bereits damals ging es um die vermeintlichen Gefahren eines unbändigen Forscherdrangs, die Geheimnisse der Welt zu ergründen, selbst um den Preis der eigenen Seele, die bekanntlich dem Teufel zu vermachen ist.

Vieles in Thomas Manns Roman, der sich die alte Faust-Saga zur Grundlage nimmt, erschließt sich einem über die Sprache. Nehmen wir nur mal den Untertitel "Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freunde" zum Beispiel. Nicht über einen Komponisten wird uns berichtet, auch nicht von einem viel altmodischer anmutenden Compositeur ist hier die Rede. Nein, es ist die Begrifflichkeit des Tonsetzers, die uns Thomas Mann hier zum Besten gibt.

Keine Frage, "Doktor Faustus", eine Künstler-, Musiker- und moderne Teufelsverschreibungsgeschichte, wie Thomas Mann selbst den Roman charakterisierte, ist ein schwer zu lesendes Werk. Nicht zu vergleichen mit Manns Erstling, dem gefälligen "Buddenbrooks", oder auch mit seinem zweiten Buch, dem märchenhaft erscheinenden "Königliche Hoheit".

Der Schriftsteller schaffte sich einen Tonsetzer. Er instrumentalisierte sich einen Musiker, ließ ihn sich - von keinem geringeren als Mr. Mistoffelees himself - in Versuchung führen und paraphrasierte uns auf diese Art und Weise die zurückliegenden bösen Zeiten der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts: die Zeiten der beiden Weltkriege sowie die jeweiligen Jahre, die vor den beiden Weltkriegen lagen. Thomas Mann sortierte seine Gedanken, ordnete sie zu Ideen, zu Ideen des Rausches, wie er selbst es sah, "des Rausches überhaupt und der Anti-Vernunft damit verquickt, dadurch auch das Politische, Faschistische, und damit das traurige Schicksal Deutschlands."

Adrian Leverkühn fürchtet sich, als Musiker, und überhaupt als Künstler, erfolglos zu bleiben: ohne Ideen, ohne Einfälle auf der Strecke des musisch-musikalischen Nirgendwo. Ohne Ideen. Ohne Einfälle. Ging es Thomas Mann ähnlich? Er - Thomas Mann - jedenfalls überwindet sein mögliches Dilemma, er erschafft mit "Doktor Faustus" ein literarisches Werk. Er - Adrian Leverkühn - überwindet sein Dilemma nicht: im Gegensatz zu Thomas Mann befruchtet er es noch, schafft sich weitere Probleme und Pfade der Ausweglosigkeit. Krankheiten sind die Fluchtburgen solcher Ausweglosigkeiten. Vermeintliche Genialität sind die Ergebnisse solcher Krankheitsphasen. Doch Depressionen und am Ende der Tod bilden die Wegbegleiter des teuflischen Paktes, dem Adrian - wie schon der Vorgänger Alchemist Heinrich Faust - nicht widersteht.

Serenus Zeitblom schreibt: "Am 25. August 1940 traf mich hier in Freising die Nachricht von dem Erlöschen des Restes eines Lebens, das meinem eigenen Leben, in Liebe, Spannung, Schrecken und Stolz, seinen wesentlichen Inhalt gegeben hat. Am offenen Grabe an dem kleinen Friedhof in Oberweiler standen mit mir, außer den Angehörigen, Jeanette Scheurl, Rüdiger Schildknapp, Kunigunde Rosenstiel und Meta Nackedey" - Zeitblom, Scheurl, Schildknapp, Rosenstiel, Nackedey ..., oh Thomas Mann, was hast du da nur für Namen erfunden?, es gibt noch weitere: Rudolf Schwerdtfeger, Helmut Institoris oder Eberhard Schleppfuß (den Mann den Zeitblom als den "personifizierten Abfall von Gott" bezeichnen lässt, und bei dem es sich unterstellterweise um Joseph Goebbels, den bekanntesten Klumpfuß der deutschen Geschichte, handelt) -, dazu eine unkenntlich verschleierte Fremde, die, während die Erdschollen auf den eingebetteten Sarg fielen, wieder verschwunden war."

"Doktor Faustus" gilt auch als großer Gesellschafts- und Deutschlandroman. Wie bereits angedeutet, stellt Mann/Zeitblom immer wieder Verbindungen zu den damaligen politischen Ereignissen her, dem Deutschen Reich und dem Aufstieg des Nationalsozialismus.

"Deutschland, die Wangen hektisch gerötet, taumelte dazumal auf der Höhe wüster Triumphe, im Begriffe, die Welt zu gewinnen kraft des einzigen Vertrages, den es zu halten gesonnen war, und den es mit seinem Blute gezeichnet hatte. Heute stürzt es, von Dämonen umschlungen, über einem Auge die Hand und mit dem andern ins Grauen starrend, hinab von Verzweiflung zu Verzweiflung. Wann wird es des Schlundes Grund erreichen? Wann wird aus letzter Hoffnungslosigkeit, ein Wunder, das über den Glauben geht, das Licht der Hoffnung tragen? Ein einsamer Mann faltet seine Hände und spricht: Gott sei euerer armen Seele gnädig, mein Freund, mein Vaterland."
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
13 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. August 2005
Wenn Sie Ihre Freizeit gerne auf interlektuellen Lesungen verbringen, sich stundenlang in hochgestochenem Deutsch über die langweiligsten Themen unterhalten, gerade vom Schachturnier zurück sind, immer einen netten lateinischen Spruch parat haben, ihre Haut auch im Sommer immer hell ist, anstatt in Ibiza das Leben zu konsumieren lieber mit einem Gedichtband von Paul C. auf ein Schloss in die Toskana fahren und nur bei Woody Allen Filmen lachen können, kaufen Sie das Buch. Wenn Sie wie ich in Ihrem Germanistikstudium dazu vergewaltigt worden sind. Ich leide mit Euch. Für den Ottonormalverbraucher nur als Einschlafhilfe zu verwenden.
der biehl
33 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen

Der Zauberberg. Roman.
Der Zauberberg. Roman. von Thomas Mann (Taschenbuch - 1. April 1991)
EUR 12,95

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull: Der Memoiren erster Teil
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull: Der Memoiren erster Teil von Thomas Mann (Taschenbuch - 1. Juli 1989)
EUR 9,95