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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch, das zum Nachdenken anregt
Das Anliegen des Autors ist es, die positiven Einflüsse und Möglichkeiten der Religionen für die Gegenwart fruchtbar zum machen, jedoch ohne Bezug zum Transzendenten. Beispiele sind: Freundlichkeit im Umgang miteinander soll gefördert, soziale Probleme durch Versöhnung überwunden und bei Wellnessangeboten soll mehr auf die seelischen...
Vor 17 Monaten von Rainald Geißler veröffentlicht

versus
16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Atheist auf Entdeckungsreise durch die Welt der Religionen
Alain de Botton empfand seine Erziehung als eine Art atheistische Indoktrination. Später machte er ähnliches durch, wie Kinder manch frommer Eltern, nur eben „spiegelverkehrt“. „[Ich] begann […], das ganze Ausmaß meiner Ambivalenz hinsichtlich der doktrinären Grundsätze zu erkennen, die mir in meiner Kindheit...
Vor 15 Monaten von FMA veröffentlicht


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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, 16. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben (Gebundene Ausgabe)
Das Anliegen des Autors ist es, die positiven Einflüsse und Möglichkeiten der Religionen für die Gegenwart fruchtbar zum machen, jedoch ohne Bezug zum Transzendenten. Beispiele sind: Freundlichkeit im Umgang miteinander soll gefördert, soziale Probleme durch Versöhnung überwunden und bei Wellnessangeboten soll mehr auf die seelischen Bedürfnisse Rücksicht genommen werden. Gleichzeitig wendet er sich gegen das optimistischen Menschenbild der Gegenwart. Es ist kontraproduktiv, weil es den Einzelnen mit seinen Problemen, Frustrationen und Enttäuschungen allein lässt. Stattdessen möchte er das traditionelle Menschenbild der Religionen wiederbeleben, das von den menschlichen Mängel, seiner Fehleranfälligkeit und der Bereitschaft zu Gewalttätigkeit ausgeht. Dabei soll jedoch der religiösen Hintergrund nicht beachtet werden. Der Autor verspricht sich davon einen menschlicheren Umgang einer Person mit sich und den Mitmenschen, weil deutlich wird, dass die Menschen heute nicht allein sind mit ihren Sorgen und Noten. Ziel ist eine moderne Herzensbildung.

Sein Anliegen erläutert der Autor an vielen Beispielen, um die positiven Seiten der Religionen, bes. des christlichen Glauben, auch für Atheisten fruchtbar zu machen. Er betrachtet den Umgang mit fremden Personen in Gemeinden, den Versöhnungstag im Judentum, das Narrenfest im Mittelalter, die Defizite der Lehre in den Geisteswissenschaften, spirituelle Übungen, die bildende Kunst u.v. a.. Da der Autor aus einer atheistischen Familie mit jüdischen Hintergrund stammt, bringt er auch zahlreiche Beispiele aus dem Judentum. Bei den einzelnen Aspekten macht er Vorschläge, was an die Stelle religiöser Riten treten kann. Dies ist aber wenig überzeugend, z. B. Eheromane lesen, wenn man Eheprobleme hat. Oder: Die Vorlesungen der Universitäten sollen mehr der moralischen Bildung dienen. Die Gemäldegalerien sollen ihre Bilder so anordnen, daß sie als Lebenshilfe nützlich sind.

Der Autor geht leider nicht der Frage nach, warum die Religionen so an Überzeugungskraft verloren haben, außer mit vagen Hinweisen auf die Aufklärung. Dies ist aber aus meiner Sicht zu wenig, um neue Lösungen für die menschlichen Probleme in der Industriegesellschaft zu finden. Die zahlreichen Beispiele des Autors zeigen, wie hilfreich und nützlich der Glaube früher war. Dieses Potential für die heutige Zeit wieder fruchtbar zu machen, ist sicher ein sinnvoller Versuch. So betrachtet ist das Buch sehr anregend. Es zeigt aber mehr die seelischen Nöte des Einzelnen und die Mängel im Zusammenleben heute auf. Brauchbare Hilfen für die Gegenwart enthält das Buch aus meiner Sicht nur wenige. Man kann aber auch aus dem Buch eine andere Folgerung für die Gegenwart ziehen: Die Religionen sind heute immer noch nützlich, wenn man mehr auf die irdischen Hilfen achtet, so wie das Buch es auch tut. Die transzendenten Aspekte sollte man nicht zu wörtlich nehmen, sondern sie als hilfreiche Bilder ansehen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Religion für Atheisten. Vom Nutzen der Religion für das Leben, 17. Juni 2013
Von 
E. Bliemel "biblie" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben (Gebundene Ausgabe)
Der in der Schweiz geborene und in London lebende Philosoph Alain de Botton hat hier mit seiner "Religion für Atheisten. Vom Nutzen der Religion für das Leben" ein sehr lesenswertes Buch publiziert. Es geht ihm darum, "... auf neue Art über einige der Bedürfnisse nachzudenken, die seit dem Rückgang der Religion unerfüllt bleiben ...". Er ist wohl kein Philosoph mit großem "Tiefgang" und hat eine Neigung zu essayistischer Darstellungsweise, was aber den Vorteil hat, dass er viele seiner Leser intellektuell oder bildungsmäßig nicht überfordert. Alain de Botton weist in dem im Fischer Verlag erschienenen und reich und sinnvoll bebilderten Buch vor allem auf sensorische, emotionale, soziale, kunstbezogene und musikalische Defizite hin, die er bei vielen Menschen feststellt, die sich als Atheisten oder Agnostiker begreifen und jeder Art von religiösen und kirchlichen Kulten abgeschworen haben.
Dazu bringt er eine Fülle von recht kreativen Vorschlägen, wie das Erhaltenswerte der religiösen Erfahrungswelt (verschiedener Religionen) in den säkularen Lebensbereich modifiziert übertragen werden kann und so zur Linderung der Leiden und Ängste und zur Vermehrung der Lebensqualität der Conditio humana beitragen kann. Am Schluss schreibt der Autor: "Die Weisheit der Religionen gehört der gesamten Menschheit, auch den Rationalisten unter uns, und sie hat es verdient, auch von den größten Gegnern alles Übernatürlichen selektiv neu aufgegriffen zu werden. Religionen sind insgesamt gesehen zu nützlich, effektiv und intelligent, um sie allein den Gläubigen zu überlassen." Ein gleicherweise für Religiöse wie Nichtreligiöse (Humanisten, Atheisten, Agnostiker etc.) kurzweilig zu lesendes, spannendes und anregendes Buch.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Voller Quergedanken, 19. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben (Gebundene Ausgabe)
Wie alle Buecher dieses eleganten Schreibers steckt es voller ueberraschender Einsichten, ich haette mir nur Bernhard Robben als Uebersetzer gewuenscht. Dann waere es kongenial geworden. Er ist eine Klasse fuer sich!
Im Original 5 Sterne!!
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Atheist auf Entdeckungsreise durch die Welt der Religionen, 17. Juli 2013
Von 
FMA - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben (Gebundene Ausgabe)
Alain de Botton empfand seine Erziehung als eine Art atheistische Indoktrination. Später machte er ähnliches durch, wie Kinder manch frommer Eltern, nur eben „spiegelverkehrt“. „[Ich] begann […], das ganze Ausmaß meiner Ambivalenz hinsichtlich der doktrinären Grundsätze zu erkennen, die mir in meiner Kindheit eingebläut worden waren.“, so der Autor. Die Phase der persönlichen Auseinandersetzung mündete bei de Botton jedoch nicht in eine Hinkehr zu Gott. Vielmehr begann für ihn eine Entdeckungsreise durch die Schatzkammern der Religionen. Er begann diese als kulturelles Erbe zu betrachten, das auch von nicht-religiösen Menschen angetreten werden kann.

Von dieser Entdeckungsreise berichtet sein Buch, dessen Prämisse lautet, „dass es möglich sein muss, überzeugter Atheist zu bleiben, die Religionen aber dennoch gelegentlich ganz nützlich, interessant und tröstlich zu finden – und dafür offen zu sein, welche Möglichkeiten sich auftun, wenn man gewisse religiöse Ideen und Praktiken auf die säkulare Welt überträgt.“

Der Autor beleuchtet dabei den Buddhismus, das Judentum und das Christentum. Zen-buddhistischen Tee-Zeremonien, Wahrnehmungsübungen und Meditationen vermag er ebenso viel abzugewinnen, wie der entlastenden Gebetspraxis an der Klagemauer oder den Werken der alten Meister christlicher Kunst. Er ahnt dabei voraus, dass man ihm vorwerfen wird, „dass Religionen keine Büfetts sind, an denen sich jeder nach Lust und Laune bedienen kann.“ Doch, so fragt er, „Warum sollte es nicht möglich sein, die Darstellung der Sittsamkeit in Giottos Fresken zu würdigen, ohne an die Lehre der Verkündigung Mariä zu glauben, oder den hohen Stellenwert von Mitgefühl bei den Buddhisten zu bewundern und gleichzeitig von ihrer Theorie über ein Leben nach dem Tode Abstand zu nehmen?“

Was immer man von de Bottons Eklektizismus halten mag – er vermag tatsächlich in z.T. genialer Weise auf Kostbarkeiten aufmerksam zu machen, die selbst den Insider der betreffenden Glaubensrichtungen überraschen können. Eine besonders schöne Passage findet sich bei seiner Behandlung Blaise Pascals:

„In seinem Werk „Les Pensees“ (Die Gedanken), zwischen 1658 und 1662 geschrieben; lässt Pascal keine Gelegenheit aus, um seine Leser mit Beweisen für die definitiv verkorkste, erbärmliche und verachtenswerte Natur des Menschen zu konfrontieren. In bestechendem, klassischem Französisch teilt er uns mit, dass das Glück eine Illusion (»Wer die Eitelkeit der Welt nicht sieht, ist selbst sehr eitel«) und Trübsal unser Normalzustand ist (»Wenn unser Zustand wahrhaftig glücklich wäre, bräuchten wir uns nicht vom Nachdenken daran abzulenken«). Des Weiteren ist die wahre Liebe für ihn ein Hirngespinst (»Wie ist das Herz des Menschen hohl und verderbt«), sind wir so dünnhäutig wie eitel (»Eine Kleinigkeit tröstet uns, weil uns auch eine Kleinigkeit aufregen kann«), stehen selbst die Stärksten unter uns zahllosen Krankheiten hilflos gegenüber (»Fliegen sind so mächtig, dass sie Schlachten gewinnen, unseren Geist lähmen und unseren Leib zerfressen«), sind alle weltlichen Institutionen korrupt (»Nichts ist sicherer, als dass die Menschen schwach sind«) und neigen wir Menschen absurderweise dazu, uns selbst viel zu wichtig zu nehmen (»Wie viele Königreiche wissen nichts von uns!«). Das Beste, was wir unter diesen Umständen tun können, schlägt er vor, ist es, unserer aussichtslosen Situation beherzt ins Auge zu blicken: »Die Größe des Menschen liegt darin, dass er sein Elend erkennt.«

De Botton weiter:

„Angesichts dieses Grundtenors ist man doch irgendwie überrascht, wenn man entdeckt, dass das Lesen von Pascals Werk keineswegs so deprimierend ist, wie man erwarten würde. Nein, es ist tröstlich, herzerwärmend und zeitweilig sogar höchst amüsant. Für alle, die am Rande der Verzweiflung stehen, gibt es paradoxerweise keine bessere Lektüre als ein Buch, das versucht, die Menschen selbst ihrer allerletzten Hoffnungen zu berauben. Pensees ist wahrlich kein honigsüßes Buch, das innere Schönheit, positives Denken oder die Vergegenwärtigung eines verborgenen Potentials anpreist, und doch hat es die Macht, einen Selbstmordkandidaten vom Geländer eines hohen Turms wegzulocken.

Wenn uns Pascals Pessimismus in der Tat ein Trost sein kann, dann vielleicht deshalb, weil es normalerweise weniger Negativität ist, die uns in Schwermut verfallen lässt, als vielmehr die Hoffnungen, die wir in unsere Karriere, unser Liebesleben, unsere Kinder, unsere Politiker und unseren Planeten setzen, die in erster Linie zu unserer Wut und Verbitterung geführt haben. Es ist die Kluft zwischen unseren hochtrabenden Wünschen und der schnöden Realität unseres Daseins, die zu den schlimmen Enttäuschungen führt, die uns Tage vergällen und Kummerfalten in unsere Gesichter eingraben.

Deshalb unsere Erleichterung, die sich in schallendem Gelächter äußern kann, wenn wir endlich auf einen Autor stoßen, der uns ohne Umschweife wissen lässt, dass unsere schlimmsten Befürchtungen keineswegs ein persönlicher Tick von uns und beschämend sind, sondern mit zur gewöhnlichen, unausweichlichen Realität des Menschseins gehören. Unsere heimliche Furcht, wir könnten die sein, die ängstlich, gelangweilt, neidisch, grausam, pervers oder narzisstisch sind, stellt sich als herrlich unbegründet heraus und bietet uns daher unerwartete Gelegenheiten, auch die dunkleren Seiten unserer Existenz zu akzeptieren.

Wir sollten den Hut ziehen vor Pascal und der langen Reihe von christlichen Pessimisten, zu denen er gehört, da sie uns den unschätzbar großen Gefallen erwiesen haben, öffentlich und elegant zu postulieren, dass wir Menschen in der Tat sündhafte und bemitleidenswerte Geschöpfe sind.“ - Zitat Ende.

Religionen, so der Autor, sind Weisheits-Ressourcen, derer auch eine zunehmend säkulare Welt dringend bedarf. Sie zeigen aber auch, wie gelebte Gemeinschaft funktionieren, Engagement und Initiative kultiviert werden kann. „Der Irrtum des modernen Atheismus“, so der Autor, „war es, zu übersehen, dass viele Aspekte einer Religion auch dann relevant bleiben, wenn deren zentrale Lehrsätze nicht akzeptiert werden. Erst wenn wir nicht mehr das Gefühl haben, uns ihnen entweder komplett zu unterwerfen oder sie in Bausch und Bogen ablehnen zu müssen, sind wir in der Lage, die Religionen als Fundgruben unzähliger ausgeklügelter Konzepte zu entdecken, mit deren Hilfe wir versuchen können, einige der hartnäckigsten und akutesten Übel und Missstände des säkularen Lebens zu lindern.“

De Botton zieht das Fazit, „dass Religionen allein schon wegen ihres konzeptionellen Anspruchs unsere Aufmerksamkeit verdienen; weil sie die Welt auf eine Art verändert haben, wie es nur wenigen säkularen Institutionen jemals gelang. Sie haben es geschafft, Theorien über Ethik und Metaphysik mit praktischem Engagement auf Gebieten wie Erziehung, Mode, Politik, Reisen, Herbergen, Initiationsriten, Verlagswesen, Kunst und Architektur zu verbinden – ein so breites Spektrum von Interessen, das die Errungenschaften selbst der größten und einflussreichsten säkularen Bewegungen und Einzelpersonen in der Geschichte weit in den Schatten stellt. Alle, die an der Verbreitung und an den Auswirkungen von Ideen interessiert sind, können sich nur schwerlich der Faszination entziehen, die von den Beispielen der erfolgreichsten Bildungs- und Geistesbewegungen ausgeht, die es auf unserem Planeten jemals gab.“

Nach der Lektüre des interessanten Buches fragt man sich freilich, wie es zu erklären ist, dass ein Mensch so positiv, offen und vorurteilsfrei auf das Thema Religion zu geht und sich dann doch an der entscheidenden Stelle kategorisch verschließt. Warum jemand – um das Bild vom Büfett noch einmal aufzugreifen – alle kulinarischen Genüsse und Köstlichkeiten der Welt vor sich aufgetürmt sieht und sich dann doch mit Toast und O-Saft, Nudelsalat und Weintrauben zufrieden gibt.

Man kann Psalmen, Propheten und Evangelien; Franziskus, Kierkegaard und Pascal als Poesie und Lebensweisheit lesen und davon sehr profitieren, doch ist das wenig im Vgl. zu dem Reichtum, der sich auftut, wenn man die dort enthaltenen transzendenten Dimensionen entdeckt, es einem so ergeht wie Blaise Pascal, dem unbestechlichen Realisten, der nicht glauben konnte bis zu jenem Abend eines Novembertages im Jahr 1654: „Seit ungefähr abends zehneinhalb bis ungefähr eine halbe Stunde nach Mitternacht – Feuer - "Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs", nicht der Philosophen und Gelehrten. - Gewissheit, Gewissheit ... Freude, Friede.“
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3.0 von 5 Sternen Recht gut geschrieben, scharfsinnige, lesenswerte Analysen - aber quere, kaum zu verwirklichende Vorschläge., 22. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben (Gebundene Ausgabe)
Besonders gefallen haben mir seine Analysen zur Bildung, wo er die "Fleischlosigkeit" der akademischen Bildung in vielen Geisteswissenschaften kritisiert; das Gleiche gilt für den Umgang mit Kunst. Hier sind seine Alternativvorschläge auch am überzeugendsten und sogar umsetzbar. Aber sonst? Seine "Tempel der ...2 sind schon mehr als einmal gescheitert. Schade auch, dass nur Comte zu Wort kommt: in Europa hat es durchaus auch andere und ernst zu nehmende Versuche gegeben (Monisten, Freireligiöse Gemeinden), Atheismus i.w.S. und Kultus zu verbinden.
Enttäuscht haben mich auch die "Buchmacher" des Fischer-Verlags: Die Abbildungen hätten etwas stringenter ausgewählt werden können - einige erscheinen mir als leere Füllsel. Auch sind die Montage der möglichen Kultstätten, Kultstätten und Kulte eher Karikaturen als ernst zu nehmen: das wäre weniger mehr gewesen. Und warum Lourdes auf der Karte der mittelalterlichen (!) Wallfahrtsorte auftaucht, erschließt sich mir nicht. Man hätte z.B. auf dieser Karte die englischen Termini ins Deutsche übersetzen können: vom Verlag einfach lieblos gemacht.
Ich sehe auch nach de Bottons Buch keinen rechten Ausweg aus dem Dilemma, dass Agnostikern, Atheisten und Rationalisten die Kuschelwärme des Kultes etc. fehlt und weiterhin fehlen wird.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nicht einfach zu lesen, aber spannend, 3. Mai 2013
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben (Gebundene Ausgabe)
Viele Dinge fehlen in unserer modernen säkularen Welt. Dies wird immer offensichtlicher. Und da kommt Alain de Botton auf die Idee mal nachzuschauen, was es bei der Religion so für Sachen gibt, die man abschauen könnte. Quasi als Selbstbedienungsladen nimmt er die Religion, deren irdische Institutionen seit Jahrzehnten auf dem Rückzug sind, ins Visier um sich das herauszupicken, was uns heute fehlt.

Neben Architektur - Kundt - richtige Perspektive - Pessimismus - Sanftheit - Bildung und Rücksicht kommt er da auf den Gemeinschaftssinn innerhalb einer Religion und beeindruckt mich mit diesem Kapitel ganz besonders.

Heute ist die Welt voller Egos. Beginne ich mich plötzlich um meinen Nachbarn oder Arbeitskollegen zu kümmern, weil ich bemerke, der braucht Hilfe, wird zunächst beargwöhnt, aus welchem Grunde tut er dies wohl? Der Autor meint, in dem Moment als die Religion in unseren Breiten den Rückzug antrat, begann sich die Epoche der Egos zu entfalten. Das liest sich spannend und ich frage mich, ist Alain de Botton sich im klaren darüber, dass dies auch nur innerhalb einer Religionsgemeinschaft möglich war? Wobei er natürlich recht hat, Gemeinschaftssinn fehlt uns heute. Aber so einfach wie es der Vergleich mit dem Selbstbedienungsladen offeriert, ist es dann doch nicht.

Ein gutes Buch, dass jedoch den Fehler macht, so zu tun, als könne man bei der Religion bestimmte Sachen entleihen. Vielleicht aber nimmt Alain de Botton es wissentlich in Kauf sich der Religion als ganzes anzunähern? Herzlich willkommen!
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie kann man Atheisten trösten?, 24. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben (Gebundene Ausgabe)
Atheisten blenden häufig ihre seelischen Bedürfnisse aus. Der Autor argumentiert daher leidenschaftlich für eine säkulare Seelsorge und entwirft skizzenartig, wie eine solche aussehen könnte. Weitere wesentliche Gebiete, auf denen Atheisten von Religionen und ihren Kirchen lernen können, sind unter anderem Gemeinschaftssinn, Rituale und die organisierte Verbreitung von Ideen und Werten.

De Botton trennt persönliche Wertungen nicht von allgemein gültigen Aussagen, was man als Leser akzeptieren muss. Dann aber (und vielleicht auch deshalb?) bietet sich ein reicher Fundus von verschiedenen Ideen und Anregungen, die man für sich ablehnen oder akzeptieren kann. Persönlich fand ich die Kapitel 5 bis 7 am Überzeugendsten, die von der existenziellen Schwäche des Menschen handeln.

Eine spannende Lektüre!
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3 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hatte mir mehr vorgestellt., 13. September 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben (Gebundene Ausgabe)
Nach einer mehrseitigen Rezension in CAPITAL habe ich mir das Buch bestellt. Viele der religiösen Riten und Gebräuche, die der Autor für Atheisten übertragen haben möchte, kann ich nicht nachvollziehen.
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0 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weihnachtsgeschenke, 26. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben (Gebundene Ausgabe)
Ich bin ja dankbar, dass es so einfach ist, alles bei Amazon zu bestellen, aber kann eigentlich nur sagen, dass die meisten Sachen bei den Beschenkten gut angekommen sind. Soweit ich Rückmeldungen bekommen habe, habe ich die Bewertung gesetzt (von 3 bis 5 Sternen).
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Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben
Religion für Atheisten: Vom Nutzen der Religion für das Leben von Alain de Botton (Gebundene Ausgabe - 22. April 2013)
EUR 21,99
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