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Kundenrezensionen

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am 12. Februar 2006
sagte Trimalchio zu den Gästen seines Gastmahls. (Petronius: Das Gastmahl des Trimalchio in dem römischen Schelmenroman SATYRICON) Und er trifft schon zu früher Zeit den Nagel auf den Kopf. Denn alle griechische Philosophie (z.B. der Stoa) konnte nicht bewirken, dass das Statusdenken aus der Wohlfühlrolle der Individuen sich entfernte.
Übe Dich im dem Möglichen, sagt Epiktet (Das Buch vom geglückten Leben) - verzichte auf alles, was nicht in deiner Gewalt ist. Diese Sicht auf das Sein konkurriert deutlich mit der Sicht auf das Haben.
Alain de Botton, Historiker und Philosoph, schafft es vorzüglich beide seiner Professionen zu verbinden und mit aktuellem Bezug die Angst vor Verlust eines Arbeitsplatzes z.B. zu verbinden mit den Gegebenheiten früherer Denk-, Erlebnis- und Verhaltensweisen. Dass Angst letztendlich im Haben-Fokus nicht abzuwenden ist, ist ein Ergebnis de Botton'scher Denkweisen. Er zeigt mögliche Veränderungen der Sichtweisen auf, die den Fokus auf das Sein und letztendlich selbst bestimmbare Dinge legen. Beispiele bekannten Menschen dienen wie bei ihm immer einer Verdeutlichung der Theorie. Damit allein ist noch nichts gewonnen, allerdings wird nichts sich ändern, wenn man die unbewusste aber selbstgewählte Abhängigkeit zu den mannigfaltigen Statussymbolen aufrecht erhält. Ein souveräner Umgang mit scheinbar von aussen erwartetem und vorgestelltem Status nimmt die Angst.
Mal wieder ein excellent aufgelegter de Botton, dem man die Freude an den Zusammenhängen aus den o.a. Sichten der Historie und der Philosophie anmerkt und der den Leser gleichsam auf Augenhöhe zum Mitmachen einlädt.
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Arbeitsplatzverlust, Insolvenz, Fehlspekulationen an der Börse, Wirtschaftskrise - der damit einhergehende Statusverlust ist ein Gespenst, vor dem immer mehr Menschen Angst bekommen. Viel Geld zu haben oder wenigstens regelmäßig Geld zu verdienen, hat im kapitalistischen, auf Gelderwerb und Profit ausgerichteten Wirtschaftssystem nahezu unausweichlich einen hohen Stellenwert. In den Augen der Gesellschaft wie denen des Einzelnen liegt der Schluss vom Haben auf das Sein nur allzu nahe: Wir sind, was wir sind, durch das, was wir haben. Oder durch das, was wir uns leisten können: Komfort, Sicherheit, Statussymbole. Aber muss dies so sein? Schnappt die Statusfalle zwangsläufig zu? Alain de Botton beleuchtet die Phänomene Status, Statussymbole, Statusverlust und die Angst vor diesem Verlust unter mannigfaltigen kulturgeschichtlichen Aspekten. Dadurch relativiert er unsere heutige Auffassung von Status und öffnet den Horizont für andere Sichtweisen. Wir empfehlen diesen Großessay nicht nur wegen seines tiefgründigen Inhalts, sondern dank des charmanten Stils des Autors auch als Lesevergnügen par excellence.
0Kommentar33 von 37 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In allen Zeiten haben die Menschen mit Statusängsten gekämpft. Der Verlust der gesellschaftlichen Stellung wurde stets als bedrohlich empfunden und es wurden alle denkbaren Mittel ( auch wenig moralisch akzeptable) eingesetzt, um den Status beizubehalten oder gar zu erhöhen.
Alain de Botton definiert in seinem Buch zunächst den Begriff " Status " , um anschließend die vielfältigen Ursachen von " Statusangst " zu erforschen. Liebe und Anerkennung spielen hier eine beachtliche Rolle und da das Selbstwertgefühl in der Regel leider von der Achtung der anderen abhängt, ist das Verlangen nach gesellschaftlicher Geltung bei den meisten Menschen nicht unerheblich. Nicht nur die Sozialdarwinisten beurteilen den durchsetzungsfähigeren Menschen als denjenigen mit den besseren Anlagen, auch die Anhänger der Meritokratie gestehen der leistungsfähigeren Person eine höhere Wertigkeit zu.
Der Autor zeigt auf, was Philosophen, Ökonomen und Dichter sich einfallen ließen, um die Frage zu beantworten, ob die gesellschaftliche Stellung eines Menschen Rückschlüsse auf dessen Wertigkeit zulasse. Tolstoi kommt dabei zu anderen Ergebnissen als Adam Smith und die Bohemiens konstatieren laut de Botton " die Erfolgreichen werden selten die Klügsten und die Besten sein, sondern diejenigen reüssieren, welche die fragwürdigen Vorgaben ihrer Mitmenschen am geschmeidigsten bedienen; das untrügliche Zeichen für die ethischen und geistigen Defizite eines Menschen sei womöglich kommerzieller Erfolg."
Wer Dinge um ihrer selbst Willen tut, wird seltener Statusangst haben, als derjenige, dem es bei seinem Tun primär um Ruhm und Ehre geht. In einer Gesellschaft, in der Neid die oberste Priorität einnimmt und von allen Seiten forciert wird, werden Therapeuten sich nicht über einen Mangel an Patienten beklagen müssen!
Ein hervorragendes Buch!
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Als charmanter und ungemein belesener Philosoph gelingt es Alain de Botton seit Jahren immer wieder, seine ständig anwachsende Leserschar mit den verschiedenartigsten Themen zu unterhalten, zu informieren und immer wieder zu überraschen. In seinem neuesten (wieder bei S.Fischer erschienenen) Buch „StatusAngst" beschäftigt sich de Botton mit der Angst des Menschen um seine Stellung in der Gesellschaft, um seinen Status, den (möglichen) Verlust desselben oder das Fehlen jeglicher Chance, jemals einen akzeptablen Status zu erreichen. Als Kronzeugen seiner Ausführungen und Theorien lädt de Botton zahlreiche alte Griechen, Karl Marx, Jane Austen und viele andere bekannte und unbekannte Personen der Geschichte vor und es gelingt ihm dabei, innere Gesetzmäßigkeiten nachvollziehbar und plausibel herauszuarbeiten und aufzuzeigen, daß die Angst um den Status auch Triebkraft sein kann, sich seinen gebührenden Platz zu erkämpfen (wenn man denn gelassen wird). Hochintelligent geschrieben sowie reich an Geschichten und Geschichte hat Alain de Botton ein neuerliches Meisterwerk vorgelegt.
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am 10. September 2008
Der Autor nähert sich dem Thema Status und die damit verbundene Angst des Verlustes jener, auf eine philosophische und historische Herangehensweise. De Botton führt den Leser in das Thema Status ein, und zeigt welche Rolle der Status einer Person in historischen Gesellschaften bedeutete.
Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und wirkt durchaus unterhaltend. Was ich leider doch vermisste, war die noch intensivere Behandlung des Phänomens Statusangst und dessen Auswirkung auf einer persönlichen Ebene. Gerade der Bezug auf die aktuelle Gesellschaft kommt meines Erachtens auf Kosten der historischen Betrachtung dieses Phänomens deutlich zu kurz.
Als Leser erhält man durchaus interessante Informationen zum Thema aus historischer und philosophischer Sicht. Wer allerdings einen praxisorientierten Wegweiser sucht, ist mit diesem Buch nicht optimal bedient.

Auch das Ende des Buches erschien mir ein bisschen zu abrupt. Irgendiwe fühlte ich mich am Ende ein bisschen "alleine gelassen", als plötzlich das Buch sein Ende fand, meinerseits aber noch nicht alle Aspekte des Themas abgehandelt erschienen.

MEIN FAZIT:
Unterhaltsame und interessante Lektüre. Jedoch fehlte mir hier durchweg auch der Praxisbezug zum Thema "Statusangst".
11 Kommentar12 von 15 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. August 2014
Habe dieses Buchlein in zwei Tagen verschlungen... Ich kenne ähnliche Werke von Alain de Botton, allerdings in Englisch. Ist auf jeden Fall empfehlenswert!
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am 12. Januar 2010
Von einer guten Basisidee - dass wir uns zuviel Angst machen um Nebensächlichkeiten wie Güter und sozialer Status anhand der Güter - gleitet Alain de Botton leider ab in eine oberflächliche Sozialromantik. Früher war alles besser, die Bauern waren geachtet (sie waren es nicht) und alle waren glücklich, auch wenn sie nichts hatten.
Vom Unglück und Stress derer, die wirklich nichts haben, spricht er leider gar nicht - passt wohl nicht in sein Bild.
Was andere Bücher zuviel an Länge haben, fehlt hier an Grundlageninformation. Aber vielleicht lieferte de Botton diese absichtlich nicht, denn mehr Information hätte wahrscheinlich seine Sozialromantik ins wackeln gebracht.
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am 16. August 2010
Absolut empfehlenswert! Interessante Aspekte aus Kunst, Philiosophie und Geschichte, die helfen sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen.
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am 15. Juni 2004
Der hastige Blick, der besorgt registriert, ob wir wirklich das bekommen, was uns zusteht, ist das Zeichen unserer Zeit: Statusangst steht in unseren Augen, wenn wir auf Statussymbole, Brieftaschen und Ranglisten schielen aber das Leben verpassen. Ehrgeiz und Ambition sind gut, wenn sie sich nach selbstgesteckten und vernünftigen Zielen richten, aber sie vergiften, wenn sie uns blind für uns selber machen. Vom vernünftigen Umgang mit allen dreien, mit Ehrgeiz, Ambition und Statusangst, berichtet uns Alain de Botton, der moderne Cicerone einer philosophisch gelassenen Lebensart und Erfinder einer neuen Buchform, die die Philosophie wieder auf die Augenhöhe der Leser brachte. "Statusangst" ist sein neues Meisterstück.
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