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Kundenrezensionen

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am 2. Juli 2003
Als selbst reisebegeistert habe ich mich des öfteren gefragt: „Was ist es, das dich antreibt, auf Reisen zu gehen? Welche Empfindungen habe ich dabei eigentlich in meinem Inneren? Kann ich davon überhaupt etwas in Worte fassen?“ Das Buch von Alai de Botton hat mir darauf Antworten gegeben. Neugierig gemacht hat mich bereits die Gliederung seiner Erfahrungen in Abreise, Gründe für das Reisen, Landschaften, Kunst und Rückkehr. Anhand dieses „roten Reisefadens“ konnte ich meine eigenen Gedanken vom Reisen wiederfinden und in jedem Kapitel ganz speziell seine und meine Ansichten vergleichen. Faszinierend war dabei für mich, dass ich oft genau das in Worten habe ausgedrückt gefunden, wozu ich bisher nicht in der Lage war. Ich habe erkannt, dass ich mir in dieser Tiefe nicht die Mühe gemacht habe, obgleich manche Beschreibung und Erkenntnis im Nachhinein fast als trivial erscheint.
Meine künftigen Reisen werde ich auf Grund der Einsichten aus diesem Buch mit anderen, d.h. geschärften Sinnen antreten. Ich empfehle allen Reiselustigen mit Lust am Tiefgang, ebenfalls diese Erfahrung zu machen. Von daher meine 5-Sterne für dieses Buch.
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am 12. Mai 2011
Welche Eigenschaften sollte ein guter Reiseführer aufweisen? Vor allem sollte er sich mit den Besonderheiten des Ortes detailliert auskennen, wobei sein Wissen idealerweise nicht aus zweiter (Bücher-)Hand, sondern aus eigener Erfahrung stammen sollte. Nicht weniger wichtig ist darüber hinaus die Fähigkeit, dieses Wissen auf eine Weise vermitteln zu können, die uns nicht direkt das Gefühl gibt, kulturelle Analphabeten und ignorante Dutzendmenschen zu sein. Zum dritten sollte ein guter Reiseführer sich darüber im Klaren sein, warum er uns das eine erzählt und das andere nicht.

Alain de Botton, der uns in seinem neuen Buch die "Kunst des Reisens" lehren will, verfügt über all diese Eigenschaften eines guten Reiseführers. Nur dass der Ort, an den wir ihm folgen, kein wirklicher, auf der Landkarte auffindbarer ist, sondern das Reisen selbst. Denn auch das will gekonnt sein, wie jeder am eigenen Leib erfährt, der auf der Suche nach dem Glück in die Fremde flieht und nach ein paar Wochen um keinen Deut verändert wieder zu Hause ankommt: "Wir werden überhäuft mit Ratschlägen, wohin wir reisen, hören aber nur wenig, warum und wie wir reisen sollten". Nun, in der Kunst, Ratschläge zu erteilen, hat sich de Botton bereits seit "Wie Proust Ihr Leben verändern kann" und im letzten Jahr mit dem "Trost der Philosophie" ausgezeichnet, und auch in der "Kunst des Reisens" gelingt ihm die mühelose Gratwanderung zwischen Gemeinplatz und Unverständlichkeit. Dabei ist dies gar nicht so einfach, scheint doch gerade das Reisen eine Angelegenheit zu sein, die keinerlei besondere Vorbildung verlangt und auf die sich jeder versteht, der schon mal einen Bahnhof von innen gesehen hat.

Wie es sich für eine rechte Kunst gehört, so beginnt auch de Bottons "Kunst des Reisens" bei der Abreise, führt dann über so verlockende Gegenden wie "das Exotische", "Land und Stadt" oder "die Erlangung des Schönen" bis zur Rückkehr und der damit verbundenen Gewöhnung an Zuhause. Warum werden wir, einmal angekommen, mit unverfrorener Regelmäßigkeit von unserem Reiseziel enttäuscht? Warum ist das Paradies niemals dort, wo wir sind? Was hat es nur mit der Faszination verlassener Tankstellen oder Autobahnbrücken auf sich? Warum sehen wir die Zypressen in der Provence erst seit van Gogh? Diesen und weiteren Fragen bemüht sich de Botton in lebendigen und bildreichen Worten auf den Grund zu gehen. Hierbei lässt er sich von illustren Reisenden und Künstlern der Geschichte inspirieren, deren Vorbild ihm als "Guide" in der Kunst des Reisens dient. Mit Huysmans Dekadenzheld Des Esseintes lernen wir etwas über enttäuschte Erwartungen, mit Flaubert etwas über den Reiz des Exotischen, mit Alexander von Humboldt etwas über die Wissbegierde. Wie schon im Proust-Buch besonders gelungen sind die Ausführungen über das Sehen, in das uns der Autor mit van Gogh und John Ruskin einführt.

Die Geschichten aus dem Leben der berühmten toten weißen Männer, aus ihrem Umgang mit dem Reisen, sind kenntnisreich, bisweilen etwas zu gewissenhaft erzählt, bleiben aber nie rein für sich stehen. Wie ein umsichtiger Reiseleiter entgeht de Botton der Gefahr, belehrend zu wirken, indem er die historischen Anekdoten mit eigenen Reiseerfahrungen verknüpft und so für den ihm eigenen charmanten Ton sorgt. Dementsprechend wechseln sich im Buch zahlreiche Abbildungen von Kunstwerken mit den privaten Erinnerungsfotos des Autors ab. Dabei erfüllt er noch ein weiteres Kriterium eines guten Reiseführers: Er weiß, dass er bei aller Meisterschaft selber noch immer ein Anfänger in der Reisekunst ist. Wie der beste Führer selber ein Fremder ist in dem Land, durch das er führt, behält sich auch de Botton immer ein bisschen distanzierendes Fremdsein im Land des Reisens vor und hat Lust daran. Ebenso macht er dem Leser Lust darauf, sich wieder einmal in die Fremde zu begeben - diesmal aber besser gewappnet.
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am 21. Oktober 2006
Es liest sich nett und meist ganz unterhaltsam, auch die Zusammenstellung der (sehr vielen) Bilder und Texte ist gut gelungen.

Richtig gut sind die Kapitel "Über Erwartungen" (das erste), die beiden über Kunst sowie das "Über Gewöhnung" (die drei letzten) - die seien jedem/r zur Lektüre empfohlen. Darin steht, was einem bei der nächsten Reise weiterhelfen mag.

Alles dazwischen kann man getrost überspringen: es erinnert an eine ordentlich gemachte Hausarbeit. Vermutlich waren die erwähnten Kapitel nicht lang genug (mit den ganzen Bildern nur ca. 100 Seiten), so dass die mittleren als Füllmaterial dienen.
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am 25. Februar 2016
Ich bin 21 Jahre alt und habe erst im letzten Jahr meine erste größere Reise gewagt und habe mich dabei einfach treiben lassen, Fotos gemacht und einen Blog geschrieben. Meine Familie konnte teilweise nicht nachvollziehen, wieso ich so viel Freue hatte, wo doch eigentlich alles gar nicht so spektakulär war. Und als ich später so darüber nachgedacht habe, musste ich mir die Frage unweigerlich selbst stellen. Wieso hatte ich so viel Freude?
De Botton findet einige Antworten auf diese und weitere Fragen wie zum Beispiel: Warum haben wir Vorfreude und warum ist diese eventuell unbegründet? Was sind überhaupt Gründe für das Reisen und wieso motivieren diese uns? Warum faszinieren uns Gebäude und Museen anderer Länder, aber nicht die des eigenen? Und was kann ich gegen Fernweh tun?
Neben den Erklärungen bietet de Botton noch interessante Geschichten zu bekannten Personen wie Vincent van Gogh und Alexander von Humboldt, die besonders für die Kunstliebhaber, respektive die Naturforscher interessant sind. Einiges davon kann aber man aber sicher auch überspringen, und gerade am Anfang hatte ich das Gefühl, de Botton würde sich unnötig lange mit einem Thema aufhalten, was etwas schade ist und deshalb nur für 4 Sterne reicht, obwohl ich das Buch jedem empfehle, der plötzlich von einem Reisefieber erwischt wurde und nicht verstehen kann, wieso man so Feuer und Flamme für etwas ist, das distanziert betrachtet eigentlich gar nicht so aufregend wirkt.

Als kleine Nebenempfehlung sei noch Tomislav Perko erwähnt, der auf YouTube seine Geschichten erzählt.
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am 20. Juni 2003
Als selbst reisebegeistert habe ich mich des öfteren gefragt: „Was ist es, das dich antreibt, auf Reisen zu gehen? Welche Empfindungen habe ich dabei eigentlich in meinem Inneren? Kann ich davon überhaupt etwas in Worte fassen?" Das Buch von Alai de Botton hat mir darauf Antworten gegeben. Neugierig gemacht hat mich bereits die Gliederung seiner Erfahrungen in Abreise, Gründe für das Reisen, Landschaften, Kunst und Rückkehr. Anhand dieses „roten Reisefadens" konnte ich meine eigenen Gedanken vom Reisen wiederfinden und in jedem Kapitel ganz speziell seine und meine Ansichten vergleichen. Faszinierend war dabei für mich, dass ich oft genau das in Worten habe ausgedrückt gefunden, wozu ich bisher nicht in der Lage war. Ich habe erkannt, dass ich mir in dieser Tiefe nicht die Mühe gemacht habe, obgleich manche Beschreibung und Erkenntnis im Nachhinein fast als trivial erscheint.
Meine künftigen Reisen werde ich auf Grund der Einsichten aus diesem Buch mit anderen, d.h. geschärften Sinnen antreten. Ich empfehle allen Reiselustigen mit Lust am Tiefgang, ebenfalls diese Erfahrung zu machen. Von daher meine 5-Sterne für dieses Buch.
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am 26. Mai 2016
Manchmal schon ein wenig (sehr) philosophisch bis hochtrabend argumentierend, hat der Autor dennoch einen guten Blick ins kleinste Reisedetail, das man sonst nicht so wahrnehmen würde. In jedem Fall erhellend und lehrreich.
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am 11. März 2004
Ein großartiges Buch, das tröstet und inspiriert, verzaubert und fasziniert. Alles für Reisende, die sich mit ein wenig Ruhe dem nähern wollen, was ihre Leidenschaft im Innersten ausmacht. Nichts jedoch für Menschen, deren Credo die Pauschalreise nach Mallorca ist.
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am 18. Februar 2010
Alain de Button ist für mich so eine Schlüsselfigur für Themen, die man doch besser sein lässt.
Er führt uns in die Welt der Philisophie genauso wie er es hier beim Reisen macht. Habe das Buch vor längerer Zeit gelesen und nehme es immer wieder zur Hand. Für alle die sich über das Reisen und das Bild des Reisens Gedanken machen und auch links und rechts vom Photo die Welt anschauen ist dieses Buch gedacht.
Aber auch für alle die in Gedanken gerne reisen aber nie die Schwere Last der Fortgehens auf sich nehmen wollen.
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am 21. Januar 2010
Supergut für alle, die nicht nur im All-inclusive-Hotel sitzen, sondern sich Gedanken über das Reisen an sich machen.

Ein zentraler Satz: Bedenken Sie beim Durchblättern der Kataloge , dass es anders sein wird - weil SIE SICH auf der Reise mitnehmen.
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am 30. Oktober 2002
obwohl überall besprochen und beschrieben und hoch gelobt - siehe spiegel - fand ich dieses buch eher langweilig. phasenweise gut dargestellt, wie zum beispiel die raststätte an der autobahn, deren traurige geborgenheit man nachvollziehen kann, fehlen dann wieder die eingangstüren in andere fernwehbetrachtungen. ich bin jedenfalls nicht ins buch reingekommen.
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