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Kundenrezensionen

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am 18. Januar 2004
De Botton versucht sich in diesem Buch gar nicht in literarischer
Analyse, obschon er es bestens könnte, sondern nimmt die Person-en aus Prousts "A la recherche .." als Verhaltensmuster, zeigt
ihre Schwächen und wie wir uns mit solchen auseinandersetzen können um sie zu überwinden, falls wir sie bei uns erkennen. Und er bleibt nicht nur bei Proust, sondern zieht Geister wie Montaigne, Pascal, Shakespeare, Flaubert, Stendhal .. heran, womit wir auch bereichert werden. Gewiss werden auch Aspekte von Prousts Stil unter die Lupe genommen, so der auf Seite 42-43 grafisch dargestellte bandwurm-artige Satz, sicher der weitaus längste der ganzen Weltliteratur. Auch wenn man das ganze Werk weder vorher noch nachher liest (ich habe nur die zwei ersten Bände verkraftet, wäre noch zum letzten gekommen, wenn ich nicht die Ohnmacht der Philosophie erkannt und auf den Weg der Mystik
gekommen wäre), hat man da ein nützliches und wunderbares Buch.
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am 5. Juni 2003
Und diese Kombination (Witz und niveauvolle, lehrreiche Informationen) sind wirklich nur sehr schwer zu erreichen. Dieses Buch hat meine hohen Ansprüche übertroffen. Das beste ist: man muss Proust's geniale aber doch sehr ausschweifende Werke nicht unbedingt gelesen haben um von den Ausarbeitungen von de Botton profitieren zu können. Also: lesen, lernen und Spaß haben!
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am 7. Februar 2015
Da muss erst ein Philosoph kommen und aus dem literarischen Werk Prousts einen Ratgeber zaubern, damit wir wieder einmal erkennen, was Literatur und Philosophie eigentlich und in ihrem Ursprung leisten können? Ja, Alain de Botton gibt seiner Anleitung auch gleich den richtigen Namen: Wie Proust Ihr Leben verändern kann. Und erinnert daran an nichts anderes als die Tatsache, dass es eine wichtige Rolle von Literatur und Philosophie ist, das Leben der Menschen zu verändern.

Moment mal, und das soll am Beispiel von Proust gelingen? Ein Mann, der mehr Probleme hatte als ein einzelner Mensch in zwei Leben ertragen könnte! Ein Mann mit einer angeschlagenen Gesundheit, der zwar in seinen Texten logisch, komplex und präzise erscheint, in seinem Leben aber das Leiden zur Maxime Nr. 1 erhoben hat. Nein, es kann nur mit Proust gelingen, weil der Philosoph etwas kann, was der Schriftsteller selbst nicht konnte. Das Beste aus seinen Gedanken rauszuholen und in positive Empfehlungen und Inspirationen für das Leben umzuformulieren.

Und das geht ziemlich einfach. Gleich zu Beginn muss man zunächst die Absicht von Proust definieren und damit dem Ratgeber die entscheidende Richtung geben. In der Suche nach der verlorenen Zeit geht es Proust nicht um die Erinnerung an eine bessere und empfindsamere Epoche, sondern darum, „wie man aufhört, sein Leben zu verschwenden und es schätzen lernt.“ Damit sind wir am Kern jedes ratgeberischen Unternehmens angelangt: Steigerung der Wertschätzung für das eigene Leben und für die Welt. Mit Proust sind wir also auf der Suche nach der verlorenen Selbstakzeptanz.

Und das funktioniert bei Alain de Botton außerordentlich gut. Wir erfahren nicht nur, wie man mit Proust lernen kann, sich Zeit zu nehmen und richtig zu lesen. Plötzlich entdecken wir in Prousts Abwertung von Klischees eine Anleitung dazu, seine eigene Sprache zu finden und seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Mit der Aufmerksamkeit für Erinnerungen und Empfindungen können wir auf wunderbare Weise neu sehen lernen. Im Umgang mit Freundschaften kann man mit Proust sein ganz persönliches Maß an Streben nach Zuneigung entdecken. Wer hätte das gedacht!?

Na klar, das längste Kapitel, wie sollte es anders sein, ist dem erfolgreichen Leiden gewidmet (Wie man erfolgreich leidet). Aber auch hier können wir neben Kopfschütteln und Staunen über das Ausmaß an persönlichem Unglücksgefühl noch etwas anderes rausziehen. Wir verstehen, warum die Menschheit viel mehr Ideen hervorbringt als sie jemals umsetzen kann. Weil sie Ersatz für Leiden sind und eine kompensatorische Wirkung für das menschliche Bewusstsein haben.

Viele Charaktere in Prousts Romanen sind in ihrem Schmerz gefangen. Sie entwickeln die verrücktesten Abwehrmechanismen, um ihren Schmerz nicht zu spüren. Sie werden immer wieder von leidvollen Situationen überrascht, ohne aus ihnen zu lernen. Für die literarische Wirklichkeit ist dies legitim. Die philosophische Wirklichkeit darf hier nicht stehen bleiben. Und so zaubert Alain de Botton am Ende eine wertwolle Empfehlung aus dem Hut: Zufrieden kann nur der sein, der für sein eigenes Unglück und sein eigenes Leiden die volle Verantwortung übernimmt.

Diese Lektionen lernt man in diesem Ratgeber der anderen Art sowohl aus dem Leben von Marcel Proust als auch aus dem Leben der Romanfiguren. Hier erweist sich Alain de Botton als Pionier und revolutionärer Vordenker: Der Autor ist nicht tot. Vielmehr lebt er genauso wie die Romanhelden in einem Reich verändernder Wirklichkeit. Die Veränderung muss aber nicht in der Fiktion stattfinden. Sie wird aus der Fiktion in die Realität des Bewusstseins gezogen. Autobiografie und literarische Fiktion verbinden sich zu einem Mittel für Entwicklung und Veränderung. Hierin besteht die große Leistung des Ratgebers, der zwischen Anleitung und Antileitung changiert.

In letzter Konsequenz ist der Ratgeber ein Anti-Proust: Denn es kann nicht darum gehen, seine Welt mit unseren Augen zu betrachten. Produktiv ist es nur dann, wenn wir unsere Welt mit seinen Augen betrachten. Diese Proustsche Perspektive, solange wir sie nicht übernehmen, kann uns verblüffen, zum Nachdenken anregen, zum Lachen bringen und unser Leben verändern.

Aber Vorsicht: Die melancholische Grundstimmung des Buches ist ansteckend. Daher unbedingt berücksichtigen, wie man ein Buch am besten aus der Hand gibt: Selbst die besten Bücher haben es verdient, in die Ecke geschmissen zu werden!
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am 1. Dezember 2010
Alain de Bottons "Ratgeber" ist wunderbar geeignet für kurzweilige anspruchsvolle und auf Literatur-Lust-machende Lektüre. Die Stories, die er über Proust auspackt, sind witzig und spannend und am Ende fragt man sich, warum man Proust noch nie gelesen hat. Eine bessere Werbung für einen Klassiker gibt es kaum. Zumal man trotz aller Leichtigkeit immer merkt, was für ein Proust-Kenner de Botton ist. Hut ab!
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am 25. Juni 2012
Bei diesem Buch wusste ich bis zum Schluss meiner eigenen Lektüre nicht genau, was ich davon halten sollte. Es ist nicht wirklich ein Ratgeber, wie der Titel und das Inhaltsverzeichnis vermuten lassen könnten, aber auch keine literarisch inspirierte Persiflage dieses Genres. Andererseits ist es aber auch keine empfehlenswerte Sekundärliteratur für Proust-Leser, die nach Lektüre der »Recherche« mehr über den Autor oder die von ihm geschilderte Gesellschaft erfahren möchten. Dazu geht Botton zu sprunghaft oder anekdotisch vor, ein »Plauderer« halt, wie die NZZ zitiert wird. Ob sein Buch jemanden erfolgreich zur Proust-Lektüre inspirieren kann, vermag ich nicht zu beurteilen, denn ich hatte sie schon hinter mir - und vor diesem Hintergrund wirkte einiges in dieser Anleitung eher leichtgewichtig. Am ehesten gelingt es dem Verfasser meiner Ansicht nach, Prousts Kunstverständnis rüberzubringen, wie dieser es auch in einigen Texten außerhalb seines Hauptwerkes umrissen hat. Dort, wo Botton daraus dann doch manchmal lebenspraktische Ratschläge abzuleiten unternimmt, wirkt er auf mich mit Verlaub ein wenig platt, so dass sich in meiner Bilanz am Ende originelle, witzige und meinetwegen auch »verblüffende« Passagen mit Gemeinplätzen und Geschwätzigkeit mischen. Man kanns sicher zügig und mit einem gewissen Unterhaltungswert lesen, in Bezug auf Nachhaltigkeit verblasst es allerdings schnell - vor allem im Vergleich zu Prousts grandioser Vorlage.
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am 15. Mai 2013
man wird gut unterhalten und bekommt neue denkanstöße, ob ich proust jemals lesen werde, weiß ich nicht. bestimmt muss ich bis zur pensionierung damit warten. da hat dieses buch aber schon einmal einblicke gegeben.
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am 11. November 2009
Nachdem ich mich via Hörbuch in Prousts Biografie habe einführen lassen, dachte ich mir, ich spare mir etwas Zeit und lese zur Ergänzung "Wie Proust ihr Leben verändern kann", um danach vielleicht auf die Recherche verzichten zu können.

Weit gefehlt. In dem Buch wird einem erst recht der Mund auf Prousts Monumentalwerk " Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" wässrig gemacht.

Es behandelt nicht nur Auszüge und Anmerkungen aus der Recherche und wie sie das eigene Leben beeinflussen können, sondern es beinhaltet auch zahlreiche Anekdoten aus Prousts Leben, seinen Kontakten, Vorlieben und Leiden.

Es ist sehr gut gegliedert und liest sich angenehm flüssig runter, ohne an sprachlicher Qualität zu verlieren.

Ein wirklich tolles Buch für den Proust - Anfänger.
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am 25. Dezember 2007
De Botton schafft es in seiner "Anleitung" zu Proust eine pointierte, intelligente und überaus spaßige Studie zu " Auf der Suche nach der verlorenen Zeit " zu gestalten. Dabei gelingt es ihm vor allem das Leben des Künstlers mit seinem Werk in Beziehung zu setzen.
Anfangs war ich vom Humor ein wenig abgeschreckt zu de Botton zu greifen, da ich mir nicht vorstellen konnte, wie ein solch umfangreiches und ernstes Werk, das Proust geschaffen hat, adäquat wiedergegeben werden kann ohne ins Banale abzurutschen. Meine Sorge erwies sich als völlig unbegründet. Denn in seiner Analyse über das Werk Prousts mit den viele versteckten Besonderheiten, weist de Botton immer wieder auf die Art hin, wie der "Wälzer" zu lesen sei, und wie Proust zum Lesen und zu seinem Werk stand. Es werden (Ab-)Normalitäten des Künstlers hervorragend und lebendig erzählt, sodass man das Schaffen des Klassikers bis zu einem gewissen Gerade mitverfolgen kann.
Wer sich an Proust heranwagen will, oder einfach mal in seine Welt eintauche möchte, dem kann ich nur dazu raten zu de Bottons Buch zu greifen.
Denn neben der Welt, die es zu Proust öffnet, zeigte mir sein Buch auch, wie man anders Lesen (und anders Leben) kann.
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am 26. Juli 2012
unklar zurück; ich habe das unbefriedigende Gefühl, es möglicherweise nicht aufmerksam genug gelesen zu haben. Einerseits finde ich punktuelle Highlights und sehr zutreffende Aussagen und Erkenntnisse, andererseits kommt mir alles als Stückwerk von Allerwelts-Aussagen und -beschreibungen vor. Jedenfalls habe ich keine Lust bekommen, mehr über ihn oder von ihm zu lesen. Dazu gibt es zuviel eindeutig gute Literatur, die wirklich gefangen nimmt.
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am 26. Mai 2015
Mit dem Produkt und der raschen Zusendung war ich sehr zufrieden und kann von daher den Anbieter nur wärmstens weiterempfehlen .
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